Ein Minihaus mit Holzfassade und mit spitzem Dach
© Hollandfoto / Getty Images

Kaufen | Info-Guide

Tiny House kaufen: Modelle, Beispiele und Kosten

Wer ein Tiny House kaufen möchte, bekommt immer mehr Optionen. Die Anzahl der Hersteller wächst rasant. Wir zeigen verschiedene Modelle mit und ohne Räder, sagen, was sie kosten und erklären, worauf ihr beim Kauf eines Tiny House achten müsst.

Per Kran, Tieflader, Bahn oder Schiff kommen sie an jeden gewünschten Einsatzort. Und dort bleiben sie, wachsen oder ziehen wieder um – eben wie das Leben so spielt: Tiny Houses. Es ist nicht übertrieben, von einem Trend zu sprechen: Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, ein solches Tiny House zu kaufen. Auf die Frage "Leben in einem Tiny House – können Sie sich das vorstellen?" antworteten in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im August 2019 33 Prozent der Befragten mit Ja.

Wohnraum ist in vielen Städten knapp. Da kommen Tiny Houses gerade recht, können sie doch kleinste Lücken füllen. Ein Grundstück von etwa 200 Quadratmetern Fläche mit Anschlüssen reicht den Mini-Häusern. Dabei kann die Fläche vielleicht nicht einmal gekauft, sondern gepachtet oder gemietet sein. Und immer mehr Kommunen weisen Flächen für Tiny Houses aus, einen Überblick über geplante Tiny-House-Siedlungen gibt es hier.

Unser Buchtipp für alle Tiny-House-Fans: Tiny House – Das grosse Praxisbuch: Planung, Selbstbau und Fertighäuser. Mit vielen Erfahrungsberichten, für 29,90 Euro* (Anzeige)

Verschiedene Arten von Tiny Houses

Die Vielfalt an Tiny-House-Modellen ist groß. Prinzipiell kann man folgende drei Arten von Tiny Houses unterscheiden:

Infografik zu drei unterschiedlichen Tiny House Arten

Am flexibelsten ist ein Tiny House on Wheels. Allerdings gibt es hier auch große Beschränkungen, denn ein solches Tiny House darf nicht schwerer als 3,5 Tonnen sein und es müssen bestimmte Maße eingehalten werden, damit man damit auf der Straße unterwegs sein kann.

[Anzeige] Solaranlage für 0 € Anschaffungskosten – kommt dein Haus in Frage?*

Mehr Möglichkeiten was die Materialwahl und Einrichtung betrifft, bieten Modulhäuser und Minihäuser, die häufig auch besser gedämmt sind. Sie können per Lkw und Kran von einem Ort zum anderen transportiert werden. Solche kleinen Häuser findet ihr auch in unserer Fertighausdatenbank.

Tiny Houses als vollwertiger Lebensraum

Die flexiblen Bauten dienen nicht nur als vollwertiger Lebensraum für moderne digitale Nomaden, die der Job oder die Liebe in eine andere Stadt verschlägt. Tiny Houses bieten sich auch als unkomplizierte Wohnraumerweiterung an – auf ein bestehendes Flachdach oder in den Garten gesetzt.

Der Bedürfnisse gibt es viele. Da kann Oma auf das Grundstück ihrer Kinder ziehen, bleibt im eigenen Heim autark und ist dennoch ihrer Familie nah. Oder Existenzgründer richten sich im heimischen Garten ein abgeschlossenes Büro ein. Ideal auch für selbständige Mütter oder Väter, die trotz abgeschiedener Arbeitsstätte für die Kinder immer erreichbar sein wollen. Beispiele für Menschen, die bereits in einem Tiny House leben, zeigt unsere Serie Tiny Wohnglück.

Zukunftsvisionäre, mutige Architekten, aber auch Fertighaus-Hersteller wagen sich an den Bau von Mini-Häusern. Sie schaffen höchst modernen Wohnraum, der sowohl optisch ansprechend als auch funktional ist. Die meisten Tiny Houses lassen sich ganz nach dem eigenen Zeit- und Lebensplan verändern, unkompliziert aufstocken, erweitern oder auch wieder zurückbauen.

Was kostet ein Tiny House?

Halbe Quadratmeterzahl bedeutet nicht gleich halber Preis. Die Grundkosten, die beim Hausbau anfallen, sind erstmal unabhängig von der Größe der Wohnfläche. Deshalb sind Tiny Houses trotz ihrer geringen Grundfläche häufig nicht so billig, wie viele denken. Je kleiner ein Haus, desto höher sind in der Regel die Kosten pro Quadratmeter. Allerdings ist ein Tiny House im Unterhalt deutlich billiger als ein konventionelles Haus.

Die Preisspanne ist groß und hängt auch davon ab, ob ihr das Tiny House schlüsselfertig erwerbt oder als Bausatz- oder Ausbauhaus. Laut einer Befragung von deutschen Tiny-House-Herstellern kostete ein Tiny House 2020 im Schnitt rund 2.300 Euro pro Quadratmeter. Im Schnitt haben die Tiny-House-Käufer gut 67.000 Euro für ihr Minihaus ausgegeben. Mehr Infos zu den Kosten lest ihr in unserem Beitrag "Tiny House: Mit diesen Kosten müsst ihr rechnen".

Wer ein Tiny House kaufen möchte, findet im Folgenden Beispiele mit Beschreibung, Bildern, Preisen und Kontaktdaten. Die Liste ist natürlich längst nicht vollständig, denn es gibt inzwischen über 60 Tiny-House-Hersteller allein in Deutschland. Sie soll euch vor allem einen Eindruck verschaffen, wie vielfältig der Tiny House-Markt geworden ist.

Tipp: In diesem Buch findet ihr noch viele weitere Informationen zu den Themen Grundstückskosten und Baunebenkosten beim Tiny-House-Bau: Tiny House Ratgeber: Ideen, Tipps & alle Infos rund ums Minihaus, für 12,99 Euro * (Anzeige)

Tiny House on Wheels: Tiny House Diekmann

Hinter Tiny House Diekmann steckt die Schreinerei Heinz Diekmann GmbH aus dem westfalischen Hamm, ein 1949 gegründeter Familienbetrieb. Früher bestand das Kerngeschäft der Schreinerei aus Fenstern, Türen und Wintergärten. 2015 übernahm Stefan Diekmann mit 29 Jahren den Betrieb. Aus Kanada hatte er die Idee für ein Tiny House mitgebracht und er fertigte einen Prototypen. Ein Jahr später verkaufte er sein erstes Minihaus aus Holz. Damit war er einer der ersten Anbieter in Deutschland. 2018 gab es dann bei Tchibo Tiny Houses zu kaufen - Hersteller war Diekmann.

Heute ist das Unternehmen einer der größten Hersteller von Tiny Houses in Deutschland. 40 bis 60 Minihäuser werden pro Jahr in Hamm gebaut. Die Firma bietet verschiedene Serienmodelle an, aber auch ein ganz individuelles Tiny House nach Kundenwünschen ist möglich. Es gibt die drei Produktlinien:

  • Classic Line mit Preisen zwischen 39.900 und 60.000 Euro
  • Signature Line mit Preisen zwischen 78.000 und 79.000 Euro
  • Connect Line, deren Häuser sich miteinander verbinden lassen, wenn sich der Platzbedarf ändert. So bietet das Tiny House Platz für die ganze Familie.

Die Tiny Houses, die die unterschiedlichsten Dachformen haben können, sind serienmäßig mit einer Photovoltaik-Anlage ausgerüstet, die im Preis enthalten ist.

Tipp: Auf unserer Themenseite Tiny House findet ihr alle Informationen und regelmäßig neue Artikel. Oder ihr folgt uns auf Facebook und Instagram.

Tiny House Diekmann im Video

Inhalt von Youtube

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Youtube. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden. Der Inhalt wird bei Feststellung möglicher Rechtsverletzungen nicht mehr zugänglich gemacht.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Infos zu Tiny House Diekmann

  • Wohnfläche:10 bis 25 Quadratmeter, Doppel-Tiny-Houses können auch 45 Quadratmeter groß sein.
  • Kosten: Je nach Modell 39.000 bis 79.000 Euro
  • Kontakt zum Hersteller

Tiny House on Wheels: Wohnwagon

Der österreichische Hersteller Wohnwagon ist ein Pionier in Sachen autarkes Tiny House. Der erste Wohnwagon wurde bereits 2013 gebaut, mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne. Mittlerweile bietet das Unternehmen sechs verschiedene Modelle an, die sich alle dadurch auszeichnen, dass sie mit natürlichen Materialien wie heimischem Fichten- und Lärchenholz, Lehmputz und Schafwolle als Dämmung hergestellt werden.

Die Palette reicht vom 15 Quadratmeter großen Atelier-Wagen "Susi" bis zum familientauglichen Modell "Hubert", das 42 Quadratmeter groß ist. Besonderes Augenmerk legt man bei Wohnwagon auf das Thema Autarkie, wobei es Modelle mit unterschiedlichen Autarkiegraden gibt. Lest dazu auch gern unseren Artikel Autark leben im Tiny House: Geht das?

Angeboten werden die Tiny Houses auf Wunsch mit Bio-Toilette, Wasserkreislaufsystem, Holz-Solar-Zentralheizungssystem und Photovoltaik-Inselanlage.

Wohnwagon im Video - ein Anwendungsbeispiel

Inhalt von Youtube

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Youtube. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden. Der Inhalt wird bei Feststellung möglicher Rechtsverletzungen nicht mehr zugänglich gemacht.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Infos zu Wohnwagon

  • Wohnfläche: 15 bis 42 Quadratmeter
  • Kosten: Der Einstiegspreis für einen 15 Quadratmeter großen Wohnwagon liegt bei 50.570 Euro ohne Einrichtung. Die teuerste Variante kostet, voll möbliert, rund 180.000 Euro.
  • Kontakt zum Hersteller

Tiny House on Wheels: Rolling Tiny House

Seit 2018 baut Peter Pedersen in Schleswig-Holstein Tiny Houses on Wheels in Serie. Sie basieren auf einer Strahlrahmen-Konstruktion, um alle statischen Erfordernisse für die Baugenehmigung, aber auch für den Betrieb auf der Straße zu erfüllen. Die Fassade besteht aus Kiefer, außerdem erfüllt das Tiny House die Anforderungen der EnEV 2016.

Das Rolling Tiny House zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass der zur Verfügung stehende Raum möglichst optimal genutzt wird. Die bereits integrierten Möbel wurden speziell für das Haus designt und erfüllen alle Voraussetzungen, die an ein Wohnhaus gestellt werden und auf der anderen Seite die nötige Bewegungsfreiheit, die den Innenraum gefühlt deutlich größer erscheinen lassen.

Wer ein Rolling Tiny House kaufen möchte, muss mit Kosten in Höhe von rund 50.000 Euro rechnen. Es gibt drei Grundversionen:

  • Basic – schlüsselfertig ohne Möblierung
  • Advanced – schlüsselfertig mit Teilmöblierung
  • Fullsize – bezugsfertig mit kompletter Möblierung

Das Rolling Tiny House im Video

Inhalt von Youtube

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Youtube. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden. Der Inhalt wird bei Feststellung möglicher Rechtsverletzungen nicht mehr zugänglich gemacht.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Infos zum Rolling Tiny House

  • Wohnfläche: 28 Quadratmeter
  • Kosten: ab 49.900 Euro in der bezugsfertigen Grundversion
  • Kontakt zum Hersteller

Tiny House: Flying Spaces

"Flying Spaces" nennt SchwörerHaus sein Modulhaus-Konzept, dessen kleinstes Modell rund 96.000 Euro kostet. Der Anbieter verfügt über viel Erfahrung, denn bereits seit 2010 bietet er seine fliegenden Bauten an.

Das kleinste Model ist als Zweiraum-Wohnung mit 30 Quadratmetern konzipiert. Es gibt aber auch größere Module. Zudem können die einzelnen Module zu größeren Einheiten kombiniert werden. Angeboten werden auch Möbellösungen aus der Schwörer Design-Schreinerei, die den knappen Platz ideal nutzen.

Ihr könnt zwischen verschiedenen Ausbaustufen wählen: Ausbauhaus, Technik-Fertig, Fast-Fertig oder Bezugsfertig.

"Flying Spaces" im Video – ein Anwendungsbeispiel:

Inhalt von Youtube

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Youtube. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden. Der Inhalt wird bei Feststellung möglicher Rechtsverletzungen nicht mehr zugänglich gemacht.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Infos zu den "Flying Spaces":

  • Wohnfläche: 30 bis 70 Quadratmeter
  • Kosten: ab ca. 96.000 Euro für 30 Quadratmeter, ca. 134.00 Euro für 50 Quadratmeter, jeweils bezugsfertig
  • Kontakt zum Hersteller

Tiny House: Cabin One

Das Tiny House "Cabin One", ehemals "Cabin Spacey" hat Simon Becker aus Berlin ertüftelt. Das erste Modell hatte rund 25 Quadratmeter Nutzfläche, inzwischen gibt es unterschiedliche Tiny Houses von Cabin One.

Dort liegt der Fokus auf Minimalismus, Design und Wohnqualität. Jedes Minihaus wird im Werk vorproduziert und anschließend an seinen Bestimmungsort ausgeliefert. Zur Wahl stehen verschiedene Ausstattungspakete.

Das Cabin One im Video

Inhalt von Youtube

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Youtube. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden. Der Inhalt wird bei Feststellung möglicher Rechtsverletzungen nicht mehr zugänglich gemacht.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Infos zu "Cabin One":

Tiny House: LoftCube und Fincube

Zur Avantgarde deutscher Designer, die sich etwas trauen, zählt zweifelsfrei auch Werner Aisslinger. Der Berliner, der permanent neue Technologien und Materialien für seine Arbeiten auslotet, erschafft mit seinem LoftCube einen futuristischen Wohncontainer.

Medienpräsent aufgestellt auf einem Hochhaus-Flachdach, tritt der Gestalter des Tiny Houses mit seinem eigenwilligen Ausflug in die Architektur eine Welle los. Sein ökologischer Nachfolger, der Fincube, wird in Südtirol in Niedrigenergiebauweise produziert. Das mobile Loft aus Holz und Glas verbindet Nachhaltigkeit mit exklusivem Design.

"Loftcube" im Video – ein Anwendungsbeispiel:

Inhalt von Youtube

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Youtube. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden. Der Inhalt wird bei Feststellung möglicher Rechtsverletzungen nicht mehr zugänglich gemacht.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Infos zum "Loftcube":

Tiny House: coodo

Die Firma LTG (Lofts to go) aus Brandenburg hat ihr Tiny House "coodo" getauft.

Das moderne, offene Design und der weitgehende Verzicht auf Trennwände scheinen jeden verfügbaren Quadratmeter gefühlt zu verdoppeln. Die markante Gebäudehülle besteht aus Glasfaserbeton auf verzinktem Stahlskelett. Das macht das Tiny House "coodo" korrosionsfrei und wasserbeständig.

"coodo" im Video – ein Anwendungsbeispiel:

Inhalt von Youtube

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Youtube. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden. Der Inhalt wird bei Feststellung möglicher Rechtsverletzungen nicht mehr zugänglich gemacht.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Infos zu "coodo":

Autarkes Tiny House: Ecocapsule

Winzig, mobil und auf das autarke Leben ausgelegt ist das visionäre Wohn-Ei "Ecocapsule" von Nice Architects. Die Slowaken bringen auf 4,48 x 2,40 x 2,48 Meter Fläche Wohnraum für zwei Personen inklusive Dusche und WC unter. Dank Solaranlage und Windturbine versorgt sich die Ökokapsel selbst.

Das dank der besonderen Form der Behausung aufgefangene Regenwasser wird bei "Ecocapsule" sogar zu Trinkwasser aufbereitet. Laut Hersteller wird das Tiny House zum Stückpreis von 79.900 Euro angeboten.

Passend dazu noch ein Buchtipp: ownhome. Das autarke Tiny House für ein Leben im Einklang mit der Welt, für 29,90 Euro* (Anzeige)

"Ecocapsule" im Video – ein Anwendungsbeispiel:

Inhalt von Youtube

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Youtube. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden. Der Inhalt wird bei Feststellung möglicher Rechtsverletzungen nicht mehr zugänglich gemacht.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Infos zu "Ecocapsule":

Tiny House: Fertighaus als modularer Anbau

So mancher Hausbesitzer kennt das Problem: Irgendwie wird dringend mehr Platz benötigt, aber auch mit noch so aufwendigen Um- oder Ausbauten ist die Sache nicht getan.

Abhilfe schaffen hier vorproduzierte Fertighäuser in Modulbauweise. Wer ein solches Tiny House kaufen möchte, muss mit einem Preis ab 55.000 Euro rechnen.

Die Module enthalten alle vorausgewählten Wohnelemente, können also im Idealfall auch ein komplettes "Tiny House" sein. Entweder als Solitär oder in Kombination mit weiteren Elementen können so von der individuellen Einzellösung bis hin zum Modul-Reihenhaus fast sämtliche Wohnwünsche im Baukastensystem erfüllt werden.

So bietet zum Beispiel die im nordrhein-westfälischen Löhne ansässige SmartHaus GmbH an, ihre in Holzbauweise vorproduzierten Module als Einzelmodul an einen Bestandsbau zu setzen. Über einen Durchbruch kann eine direkte Verbindung hergestellt werden, so ist natürlich auch ein separater Eingang möglich. Auch als Aufstockung auf Flachdächern oder in Hanglagen können die Module verbaut werden.

Dabei verfolgt die Firma einen interessanten Gedanken: Neben der Individuallösung zur vielfältigen Nutzung wird auch barrierefreies Wohnen auf einer Ebene angepriesen. So werden Tiny Houses sogar zur bedenkenswerten Alternative beim Thema altersgerechtes Wohnen.

Infos zum modularen Anbau:

Wem ein Tiny House zu winzig ist, der kann sich vielleicht mit einem Mini-Haus anfreunden. Mehr dazu hier:

Tiny House kaufen, Baurecht beachten

Bevor ihr ein Tiny Haus kauft, solltet ihr sicherstellen, dass ihr ein Grundstück habt, auf dem ihr euer Haus abstellen dürft und auch prüfen, ob das von euch gewählte Modell dort überhaupt genehmigungsfähig ist.

Selbst die kleinste Bude bedarf in Deutschland einer Baugenehmigung, sofern sie zum Wohnen dienen soll. Für so genannte untergeordnete Gebäude wie Gartenhäuser, die nicht zum ständigen Aufenthalt bestimmt sind und eine gewisse Größe nicht überschreiten, reicht häufig eine Anmeldung. Für Tiny Houses, die dauerhaft bewohnt werden sollen, gilt dies aber nicht.

Das Bauamt ist die richtige Adresse, um erst einmal zu erfahren, ob fürs Tiny House eine Baugenehmigung benötigt wird. Die Höchstgrenzen der umbauten Flächen sind nämlich regional sehr unterschiedlich.

Den Bauantrag für das Mini-Haus muss der Bauherr an die zuständige Behörde stellen. Das übernehmen im Regelfall die Architekten. Häufig bieten auch die Haushersteller einen Bauantragsservice an. Mehr zum Thema Baurecht und Tiny Houses lest ihr in unserem Beitrag: Baugenehmigung fürs Tiny House: Wichtige Infos zum Baurecht.

Unterlagen, die ihr für eine Baugenehmigung braucht

Für die Baugenehmigung sind in Deutschland diverse Unterlagen notwendig, die euch der Hersteller aushändigen können sollte. Dazu zählen unter anderem:

  • Bauzeichnung im Maßstab 1:100
  • Baustatik von einem in Deutschland zugelassenen Baustatiker
  • Konformitätsnachweis des Herstellers (wurde nach Statik gebaut?)
  • Wärmeschutznachweis gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG)
  • Brandschutznachweis
  • Nachweise und Berechnungen für die Betriebserlaubnis der Feuerstätte

Für ein Tiny House on Wheels benötigt ihr auch noch eine Straßenzulassung. Dafür ist unter anderem ein Festigkeitsnachweis des Tiny-House-Anhängers, ein Festigkeitsnachweis für den Hausaufbau und die Verwendung von zertifiziertem Verbundsicherheitsglas für den Fahrzeugbau notwendig. Am besten ist es, der Tiny-House-Hersteller liefert euch die Straßenzulassung für sein Tiny House gleich mit.

So findet ihr einen guten Tiny House-Hersteller

In den vergangenen Jahren haben sich viele Hersteller auf den Tiny-House-Markt gedrängt, auch aus Osteuropa gibt es vermehrt Angebote auf dem deutsche Markt, die oft mit einem günstigen Preis locken.

Einen guten Tiny-House-Hersteller erkennt ihr unter anderem daran, dass er euch die oben genannten Unterlagen aushändigen kann.

Von der Qualität eines Tiny Houses könnt ihr euch überzeugen, indem ihr dort einige Nächte probewohnt. Renommierte Hersteller bieten eine solche Möglichkeit an, einen Überblick wo überall im deutschsprachigen Raum ihr probewohnen könnt, liefern wir in unserem Artikel "Probewohnen im Tiny House".

Außerdem ist es immer gut, wenn der Tiny House-Hersteller Referenzen hat und euch ermöglicht, mit früheren Kunden in Kontakt zu treten. Um den richtigen Hersteller zu finden, könnt ihr auch in Tiny-House-Foren oder in großen Tiny-House-Gruppen auf Facebook nach Erfahrungen fragen.

Nicht alle angebotenen Tiny Houses sind gut durchdacht. Es gibt häufiger Berichte von Tiny-House-Bewohnern, die vor allem im Winter Probleme mit dem Raumklima in ihrem Minihaus haben, insbesondere Schimmel ist ein verbreitetes Problem im Tiny House.

Um sicherzugehen, dass bei der Dämmung und beim Wandaufbau eures Tiny Houses alles richtig gemacht wurde und es keine Baumängel gibt, es ist ratsam, das Haus vor der Bauabnahme von einem unabhängigen Bausachverständigen überprüfen zu lassen. Wohnglück kann euch einen solchen Bauexperten schnell und günstig vermitteln.

*Dieser Beitrag wurde um sogenannte Affiliate-Links ergänzt. Dadurch bekommen wir bei Kaufabschluss einen kleinen Anteil der Provision. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht.

Das wird dich auch interessieren