autarkes Tiny House auf einer Wiese
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Tiny Houses: Ratgeber, Tipps & alle Infos rund ums Minihaus

Du träumst von einem Tiny House? Hier findest du alle Vorteile & Nachteile zum Leben im Minihaus. Außerdem: Infos zu Kosten, Baurecht und Anbietern!

Der Trend hin zum Tiny House, oder eingedeutscht "Tiny Haus", ist mehr als nur ein kurzzeitiger Hype. Es ist eine Lebenseinstellung, der sich immer mehr Menschen widmen. Viele von ihnen sehnen sich danach, ihr Leben umzukrempeln, sich von überflüssigem Luxus zu trennen und in ein winziges Haus zu ziehen.

Weniger Eigentum auf kleinem Raum bedeutet weniger Sorgen, so die grundsätzliche Überlegung. Und das nicht mehr nur in den USA, dem Geburtsland des Tiny House Movements: Auch in Europa finden die winzigen Häuser zunehmend Anhängerinnen und Anhänger, die künftig lieber auf kleinem Fuß wohnen möchten.

Was kostet ein Tiny House?

Tiny Houses bieten viele Vorteile. Die kleinen, meist mobilen Eigenheime sind im Vergleich sehr günstig in der Anschaffung, ihr könnt euren Wohnort relativ flexibel wählen und auch aus ökologischer Sicht ist ein gemütliches Tiny House vergleichsweise nachhaltig.

Wer mit dem Gedanken spielt, dass ein Umzug in ein Minihaus eine Option für ihn oder sie sein könnte, sollte im Vorfeld allerdings komplett ehrlich mit sich selbst sein. Natürlich kann solch ein Leben auch vermeintliche Nachteile haben. Wer sich darüber im Klaren ist, dem sollte diese Übersicht zu einzelnen Tiny House-Modellen, praktischen Beispielen und den jeweiligen Kosten helfen.

Hier findet ihr alle Infos rund um die Finanzierung und sonstige Kosten, wenn ihr ein Tiny House kaufen möchtet:

Wo kann ich ein Tiny House kaufen?

Vor der Tiny House-Anschaffung solltet ihr euch zahlreiche Fragen beantworten: Soll es ein festes Modulhaus oder ein mobiles Haus auf Rädern werden? Wie groß ist das Grundstück, das zur Verfügung steht? Soll sich das Haus autark versorgen? Dazu kommen weitere Fragen nach Ausstattung, Schnitt und Preis.

Wir helfen euch selbstverständlich bei der Beantwortung dieser Fragen. Wenn ihr all diese Punkte für euch geklärt habt, seid ihr schon einen entscheiden Schritt weiter. Wenn ihr euch nun konkret für den Kauf eines Tiny Houses entscheidet, habt ihr die Qual der Wahl.

Zur Orientierung haben wir euch in folgendem Artikel alle relevanten Informationen rund um den Kauf zusammengestellt:

Kann ich ein Tiny House auch selber bauen?

Den Schritt in ein Leben auf kleinstem Raum solltet ihr euch vorher gründlich überlegen und nicht leichtfertig gehen. Wie euer Tiny House aussehen wird, hängt von euren individuellen Wünschen an das reduzierte Leben in einem kleinen Häuschen ab. Möchtet ihr es lediglich als Ferienhaus nutzen oder wollt ihr in dem Haus dauerhaft wohnen?

Menschen, die sich für Kleinsthäuser interessieren, stellen ganz vielfältige Anforderungen an ihre künftige Unterkunft. Das ist auch nur selbstverständlich. Denn wo nicht viel Platz ist, konzentrieren wir uns auf das, was uns am Wichtigsten ist. Und das ist für jeden etwas anderes. Deshalb ist es so verlockend, sich sein Tiny House selber zu bauen. Die Herausforderung scheint überschaubar zu sein und man kann das Haus an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Für Familien mit Kind gestaltet sich das Leben in einem Tiny Haus naturgemäß schwieriger und ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Eines ist klar: Ein Tiny House wird kein vollwertiges Einfamilienhaus ersetzen. Doch wie klassische Bauwagen bereits bewiesen haben, gibt es auch dafür kreative Lösungen. Paare oder Singles hingegen meistern ihren Alltag häufig ohnehin schon jetzt auf wenig Wohnraum. In dieser Hinsicht ist ein Umzug in ein Minihaus keine große Umstellung.

Alle Fragen zum Baurecht für Tiny Houses beantworten wir in folgendem Artikel:

Welche Tiny House-Arten gibt es?

Kommen wir also zu den konkreten Fragen, die euch vor eine Wahl stellen. Tiny Houses begegnen einem in unterschiedlichen Formen. Je nachdem, welche Anforderungen das Haus erfüllen soll, habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Ausstattungsoptionen und Größen. Grob betrachtet, unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Arten von Tiny Houses, die unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten: einem Tiny House on Wheels, einem Modulhaus sowie einem Minihaus.

Diese 3 Tiny House-Arten gibt es

Ein Containerhaus als Tiny House

Eine besondere Variante aus der Modulhaus-Rubrik ist das Containerhaus. Diese immer beliebter werdende Tiny House-Form kombiniert gleich mehrere Vorteile für ein Leben auf kleinstem Raum. Seinen Namen verdankt es primär der Umgestaltung und Neunutzung alter Schiffscontainer: Somit ist diese Wohnform nicht nur äußerst ökologisch, sondern auch verhältnismäßig günstig und schnell umsetzbar.

Mittlerweile gibt es spezielle Anbieter, bei denen ihr auf Wunsch auch einzelne Container-Elemente miteinander kombinieren könnt. Wir haben alle Infos für euch zusammengestellt, wenn ihr euch für ein Containerhaus interessiert.

Wie lebt es sich in einem Tiny House?

Der Umzug in ein Minihaus verändert euer Leben grundlegend. Tiny-House-Bewohner trennen sich von überflüssigem materiellen Eigentum und schlagen eine minimalistische Lebensweise ein. Das klingt durchaus sympathisch, in der Praxis ist das aber nicht für jeden etwas.

Viele fragen sich vorab deshalb völlig zurecht, wie es sich wohl anfühlt, in einem Tiny House auf weniger als 40 Quadratmetern zu wohnen. Und warum entscheiden sich eigentlich immer mehr Menschen dafür, auf diese Art und Weise zu leben? Welchen Herausforderungen begegnen sie im Alltag?

Auch wir waren neugierig und haben eine Serie mit dem Namen "Tiny Wohnglück" ins Leben gerufen. Darin stellen wir die unterschiedlichsten Tiny House-Bewohner und ihre Minihäuschen vor. Wir stellen ihnen Fragen, deren Antworten auch für alle hilfreich sein können, die selbst mit dem Gedanken spielen, diese Lebensform zu wählen.

Die Tiny House-Bewohner berichten darüber hinaus, was sie heute anders machen würden, wenn sie sich noch einmal ein Tiny House anschaffen würden und geben euch hilfreiche Tipps aus eigener Erfahrung.

Alle Erfahrungsberichte und Geschichten der unterschiedlichsten Tiny House-Bewohner findet ihr in unserer Serie Tiny Wohnglück:

Tiny Houses zum Probewohnen

Ihr merkt schon, die große Welt der Tiny Houses ist sehr vielfältig und mitunter ganz schön unübersichtlich. Zur besseren Einordnung haben wir euch alle Vorteile und Nachteile der Minihäuser auf einen Blick aufbereitet. Wenn ihr zunächst einmal ausprobieren möchtet, wie es sich anfühlt, in einem Tiny House zu wohnen, findet ihr hier zehn unterschiedliche Möglichkeiten zum Probewohnen – in dieser Liste sollte für jeden Geschmack das passende Häuschen dabei sein.

Einer, der sich seit Jahren mit solchen Minihäusern beschäftigt, ist Jean-Pierre Jacobi. Er berät Menschen bei der Gestaltung und beim Bau ihrer Tiny Houses. Hier verrät er die wichtigsten Fragen, die ihr euch auf eurem Weg in ein Leben auf kleinstem Raum stellen solltet:

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Kurz & knapp: Das Wichtigste über Tiny Houses

Kurz zusammengefasst und auf den Punkt gebracht: Gerne beantworten wir euch ganz gezielt nochmal die grundsätzlichen Fragen zu Tiny Houses.

Was ist ein Tiny House?

Das Tiny House ist in den vergangenen Jahren zu einem feststehenden Begriff geworden. Ins Deutsche übersetzt heißt das "winziges Haus". Der Begriff steht aber für mehr als für die bloße Größe der Unterkunft.

Steigende Immobilienpreise, Wohnraummangel, eine sich sich zunehmend schneller drehende Welt und das Bedürfnis nach einer nachhaltigen Lebensweise sind nur die offensichtlichsten Ursachen dafür, warum sich immer mehr Menschen für das Wohnen auf kleinem Raum interessieren. Wer sich auf das Wesentliche konzentrieren und zu sich selbst finden möchte, findet in dieser minimalistischen Wohnform möglicherweise tatsächlich sein Glück.

Mittlerweile ist das in Nordamerika entstandene "Tiny House Movement" auch hierzulande angekommen. Tiny Houses versprechen Unabhängigkeit und Freiheit, stoßen damit aber auf einige rechtliche Hürden.

Sind Tiny Houses in Deutschland erlaubt?

Ja, das sind sie. Anders aber als im Geburtsland der Bewegung, den USA, unterliegen sie hier in vielen Fällen dem Baurecht, vor allem dann, wenn ihr dauerhaft darin wohnen möchtet. In dem Fall braucht ihr auch ein geeignetes Grundstück, das für das Wohnen zugelassen ist.

Wenn ihr das Tiny House lediglich als Wochenend- oder Ferienhaus nutzen wollt, sind die Genehmigungsverfahren häufig einfacher.

Mehr Infos über das Baurecht für Tiny Houses

Wie viel kostet ein Tiny House?

Klar, Tiny Houses sind deutlich günstiger als klassische Wohnhäuser. Umgerechnet auf den Quadratmeter sind sie aber meist teurer. Das liegt an bestimmten Grundkosten, die in den Bau einfließen – egal wie groß das Haus am Ende wird. Die Küche, ein Heizsystem und die Sanitäranlagen müssen in jedem Fall einkalkuliert werden. An diesen Grundbedürfnissen lässt sich nur minimal sparen.

Ein einigermaßen gut gedämmtes Tiny House kostet mindestens 20.000 bis 25.000 Euro. Der Preis hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Größe der Wohnfläche, der technischen Ausstattung, ob ihr beim Bau selbst Hand anlegt und ob es sich um ein Serienmodell handelt oder ob es eine Maßanfertigung ist.

Wenn ihr im Alltag einen gewissen Lebenskomfort erwartet, solltet ihr mit einem mittleren fünfstelligen Betrag rechnen. Wie so häufig bei Bauprojekten ist die Preisspanne nach oben hin allerdings offen.

Mehr über die Kosten eines Tiny Houses

Wie groß darf ein Tiny House in Deutschland sein?

Grundsätzlich gibt es keine rechtlichen Beschränkungen, ab welcher Größe ein Tiny House nicht mehr als solches bezeichnet werden darf. Von den Maßen hängt aber häufig ab, in welchem Umfang ihr das Minihaus nutzen dürft und wie schwierig sich die Genehmigungsverfahren gestalten.

Wenn das Tiny House für dauerhaftes Wohnen bestimmt ist, müssen die Aufenthaltsräume mindestens 2,40 Meter hoch sein – mit einzelnen Ausnahmen in einigen Bundesländern. Auch unterliegen Treppen, Türen, Fenster und Fluchtwege den Bestimmungen der jeweiligen Landesbauordnung.

Einige Campingplätze erlauben das dauerhafte Wohnen im Tiny House – vorausgesetzt die Unterkunft ist maximal 50 Quadratmeter groß und nicht höher als 3,50 Meter. Manche Campingplatz-Betreiber lassen auch Behausungen bis zu einer Höhe von vier Metern zu.

Darüber hinaus dürfen in manchen Naherholungsgebieten unter bestimmten Bedingungen Wochenend- und Ferienhäuser genehmigungs- oder verfahrensfrei aufgestellt werden, wenn die Grundfläche nicht mehr als 50 Quadratmeter beträgt. Viele Tiny Houses stehen zudem auf Autoanhängern. Davon versprechen sich die Bewohner eine größere Flexibilität und Mobilität. In dem Fall muss die Konstruktion natürlich auf einen solchen Anhänger passen.

Mehr Infos über das Baurecht für Tiny Houses

Kann ich ein Tiny House mieten?

Wer dauerhaft in einem Tiny House wohnen möchte, muss in Deutschland derzeit in der Regel ein Minihaus kaufen oder selbst eines bauen. Es gibt nur wenige Vermieter, die Tiny Houses zur Miete anbieten. Eines der aktuell wenigen Beispiele ist das Elborado bei Hamburg.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anbieter, die ihre Tiny Houses als Urlaubshäuser oder zum Probewohnen anbieten.

Sind Tiny Houses ganzjährig bewohnbar?

Ja, das sind sie. Entscheidend für den Winter ist dabei, wie gut das Haus gedämmt und welches Heizsystem verbaut ist.

In unserer Reihe Tiny Wohnglück erzählen Tiny-House-Bewohner, wie es sich in einem winzigen Haus lebt. Dank dieser Berichte könnt ihr herausfinden, ob das Leben auf kleinstem Raum auch etwas für euch ist.

Tiny House-Dörfer in Deutschland

Weitere Inspirationen und Informationen bieten euch unsere unabhängigen Buch-Empfehlungen rund ums Thema Tiny Houses. Lest euch doch einfach mal ein und ihr werdet feststellen: Die Minihaus-Gemeinde in Deutschland wächst und wächst, ihr werdet schnell viele Gleichgesinnte finden. Und wenn ihr nach weiteren Tiny House-Siedlungen in ganz Deutschland sucht, mithilfe unserer interaktiven Karte findet ihr sicher auch eine Siedlung in eurer Nähe.

Tiny House

Hier findet ihr alle Artikel zum Thema Tiny House.

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