Sanierung eines Altbaus

Modernisieren | Ratgeber

Altbausanierung: So machst du dein Haus fit für die Zukunft

Das Wichtigste in Kürze

  • Einen Altbau zu sanieren lohnt sich, wenn du langfristig Energiekosten senken, den Wohnkomfort erhöhen und den Immobilienwert steigern willst.
  • Bestimmte Sanierungsstandards sind gesetzlich vorgeschrieben, etwa beim Eigentümerwechsel oder bei umfangreichen Maßnahmen an der Gebäudehülle.
  • Je nach Zustand kannst du dein Haus schrittweise oder vollständig sanieren. Typische Maßnahmen sind Dämmung, Heizungstausch und Fensteraustausch.
  • Die richtige Reihenfolge beim Sanieren ist entscheidend, damit sich Maßnahmen nicht gegenseitig blockieren und sich das Projekt nicht verteuert.
  • Je nach Maßnahme und Effizienzklasse kann dein Sanierungsprojekt von Förderungen und Steuererleichterungen profitieren.

Das kannst du tun

  • Prüfe, ob dein Haus unter die Sanierungspflicht fällt.
  • Schätze den Zustand deines Hauses realistisch ein. Nutze im Zweifel eine Vor-Ort-Beratung.
  • Entscheide, ob eine Teil- oder Komplettsanierung sinnvoll ist.
  • Plane deine Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge – zuerst die Gebäudehülle, dann die Technik, dann den Innenausbau.
  • Vergleiche verschiedene Handwerksangebote und kläre, ob Eigenleistung für dich infrage kommt.
  • Nutze Fördermittel über KfW, BAFA oder regionale Programme. Je energieeffizienter du sanierst, desto mehr Unterstützung bekommst du.
  • Hol dir Planungssicherheit mit dem Sanierungsrechner von Wohnglück.de: Er zeigt dir, welche Maßnahmen wirtschaftlich und förderfähig sind, ganz individuell für dein Haus.

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Was ist ein Altbau, und warum solltest du ihn sanieren?

Als Altbau gelten in der Regel alle Gebäude, die vor 1990 gebaut wurden. Eins haben sie gemeinsam: Ihre Bausubstanz und Technik entsprechen oft nicht mehr dem heutigen Standard.

Vor allem bei Häusern aus den 1950er-Jahren sind unzureichend gedämmt und wenig energieeffizient. Aber auch in vielen jüngeren Altbauten sind die Fenster inzwischen undicht, die Heizungen ineffizient und die Rohre veraltet. Das bedeutet: hohe Energiekosten, Komforteinbußen und ein wachsender Sanierungsbedarf.

Mit den richtigen Sanierungsmaßnahmen kannst du deine laufenden Kosten deutlich senken und den Wert deines Altbaus steigern. Auch sorgst du für ein gesundes Raumklima, reduzierst CO₂-Emissionen und machst dein Zuhause fit für die nächsten Jahrzehnte.

Tipp: Wenn du dich rechtzeitig mit dem Zustand deines Hauses beschäftigst, kannst du gezielt und in Etappen sanieren, statt später unter Druck teure Sofortmaßnahmen umsetzen zu müssen.

Welche Sanierungspflichten bestehen bei Altbauten?

Die wichtigsten gesetzlichen Pflichten bei Altbauten greifen bei Eigentümerwechsel. Kaufst du einen Altbau oder übernimmst ihn durch Schenkung oder Erbschaft, schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) folgende drei Kernpflichten vor:

  • Heizungsaustausch: Heizungen, die älter als 30 Jahre sind, müssen außer Betrieb genommen werden. Das betrifft vor allem Öl- und Gaskessel mit Standardtechnik.
  • Dämmung der obersten Geschossdecke: Das Dach oder der Dachboden muss so gedämmt werden, dass der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) maximal 0,24 W/m2K beträgt.
  • Rohrisolierung: Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserrohre in unbeheizten Räumen müssen nachgerüstet werden.

Diese Sanierungspflichten greifen innerhalb von 2 Jahren nach dem Eigentümerwechsel.

Ausnahmen bestehen bei selbst bewohnten Häusern, die vor dem 1. Februar 2002 übernommen wurden. Der Gesetzgeber plant allerdings schrittweise mehr Sanierungsdruck auf alte Gebäude, um die Klimaziele zu erreichen.

Wichtig: Das GEG führt unabhängig vom Eigentumswechsel eine 10‑Prozent‑Schwelle ein. Wenn du über 10 Prozent einer Außenfläche deines Hauses modernisierst, müssen die betroffenen Bauteile ebenfalls aktuelle energetische Standards einhalten. Welche Vorschriften dich genau betreffen, liest du im Artikel Sanierungspflicht.

Welche Maßnahmen gehören zu einer Altbausanierung?

Die Maßnahmen zur Altbausanierung variieren je nach Zustand des Hauses, Baujahr, Energieverbrauch und deinen eigenen Zielen. 

Typische Sanierungsmaßnahmen sind:

  • Beseitigung von Feuchtigkeit, Schimmel oder anderen Baumängeln
  • Dämmung der Außenwände, des Dachs und der Kellerdecke
  • Neue Fenster und Türen mit moderner Wärmeschutzverglasung
  • Neue Heizungsanlage, zum Beispiel Wärmepumpe oder Pelletheizung
  • Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung
  • Modernisierung der Elektrik und der Wasserleitungen
  • Neues Bad, Küche oder Innenausbau

Diese Maßnahmen lassen sich einzeln oder kombiniert umsetzen, je nachdem, ob du schrittweise modernisieren willst oder eine Komplettsanierung anstrebst.

Für Häuser unter Denkmalschutz brauchst du für viele der typischen Sanierungsmaßnahmen eine Genehmigung von der Denkmalbehörde deiner Stadt oder deines Landkreises.

Teil- oder Komplettsanierung: Was ist wann sinnvoll?

Wenn nur bestimmte Teile deines Hauses, wie in etwa die Heizungsanlage, die Fenster oder die Dämmung, sanierungsbedürftig sind, bietet sich eher eine Teilsanierung an. Das ist günstiger und verursacht weniger Aufwand. Wichtig ist aber: Die Maßnahmen sollten zueinander passen. 

Wenn dein Haus an vielen Stellen energetisch veraltet ist oder die Technik nicht mehr zuverlässig funktioniert, kann eine Komplettsanierung sinnvoll sein. Dann modernisierst du alle wichtigen Bereiche in einem Zug, von der Gebäudehülle bis zur Heizung. Das bringt oft mehr Energieeinsparung, bietet dir in diesem Zusammenhang bessere Förderkonditionen und vor allem langfristige Planungssicherheit.

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Sanierungsbedarf ermitteln - so geht's

Je besser du den Zustand deines alten Hauses kennst, desto gezielter und sicherer triffst du Entscheidungen über Budget, Reihenfolge und Umfang der Sanierung. Deswegen ist es sinnvoll, im ersten Schritt deines Sanierungsprojektes das komplette Objekt genau unter die Lupe zu nehmen.

Haussanierung planen: Die Raumbegehung

Gehe systematisch durch dein Haus und achte dabei auf grundsätzliche Schwachstellen: Ist der Keller feucht? Pellt sich der Putz an der Fassade? Riecht es modrig im Dachboden? All das sind Anzeichen für nötige Maßnahmen.

Eine gute Orientierung, welche typischen Probleme bei deiner Immobilie auftreten könnten, bietet dir dieser Artikel: Typische Baumängel nach Baujahr.

Altbau-Checkliste: Immobilie prüfen und sinnvoll sanieren

Typische Anzeichen für Modernisierungsbedarf bei der Raumbegehung
GebäudeteilAnzeichen für ModernisierungsbedarfWas du tun kannst
FassadeRisse, Putzschäden oder FeuchtigkeitFassade instand setzen, eventuell dämmen
DachBeschädigte oder verrutschte Ziegel, unzureichende DämmungDach eindecken, dämmen, Tragwerk prüfen lassen
FensterRahmen verzogen, einfach verglast oder undichtFenster austauschen oder aufrüsten (zum Beispiel mit 3-fach-Verglasung)
AußentürenZugluft, fehlender WärmeschutzNeue Haustür einbauen, mit Sicherheits- und Dämmelementen
KellerFeuchte Wände, Schimmel oder SalzablagerungenAbdichten, belüften, Innendämmung ergänzen
AußenwändeUngedämmt oder innen klammAußen- oder Innendämmung prüfen und planen
Decken und BödenKnarren, Höhenunterschiede, keine oder wenig DämmungDielen nachziehen, Böden dämmen, Trittschallschutz einbauen
InnenwändeRisse, lose Tapeten oder SchimmelSanieren, Feuchtigkeitsursachen klären
HeizungÄlter als 20 Jahre, ungleichmäßige Wärmeverteilung im HausHeizung modernisieren, etwa auf Wärmepumpe oder Pelletheizung umstellen
LeitungenTropfende Wasserhähne, muffiger Geruch, zu dünne oder alte StromleitungenWasser-, Abwasser- und Elektroleitungen erneuern
Bad und KücheVeraltete Fliesen, keine Lüftung, schlechte RaumaufteilungGrundriss anpassen, neue Leitungen und Lüftung einbauen
TreppenhausLockere Geländer, unebene oder zu steile StufenSanieren, Stufen angleichen oder Geländer sichern
DachbodenUnzureichende Dämmung feuchte Stellen oder ZugluftDämmen, lüften, Boden instand setzen
AußenanlagenEntwässerung, Zugänge, Drainagen in schlechtem ZustandPflaster, Wege, Gartenanlagen und Drainagen überprüfen und erneuern

Viele Schäden sind für Laien auf den ersten Blick nicht erkennbar. Wenn du umfassender sanieren willst, solltest du frühzeitig in ein Gutachten oder eine Energieberatung investieren. Die Kosten dafür kannst du oft über Förderprogramme zurückbekommen.

Besonders wenn du noch überlegst, ein altes Haus überhaupt zu kaufen, lohnt sich der Blick vom Profi. Wohnglück.de vermittelt dir gerne eine passende Kaufbegleitung.

Sanierungsmaßnahmen: In welcher Reihenfolge solltest du sanieren?

Die richtige Sanierungsreihenfolge sorgt dafür, dass sich Maßnahmen nicht gegenseitig behindern. So vermeidest du unnötige Kosten, baust aufeinander auf und erreichst bessere Ergebnisse.

Eine allgemein bewährte Reihenfolge für Sanierungen sieht wie folgt aus:

  1. Gebäudehülle dämmen, also Dach, Fassade und gegebenenfalls Kellerdecke
  2. Fenster und Außentüren austauschen, wenn nötig
  3. Heizung modernisieren
  4. Lüftungsanlage einbauen (falls du sie planst), am besten kombiniert mit der Heizungsmodernisierung
  5. Innenausbau, Sanitär und Elektrik angehen, zum Beispiel Bad, Küche, Bodenbeläge, Leitungen
  6. Smart-Home-Elemente oder andere Komfortfunktionen integrieren (optional)

Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass keine bauphysikalischen Probleme wie Schimmelbildung oder eine für den neuen Wärmebedarf überdimensionierte Heizung entstehen. 

Mehr zur optimalen Planung liest du im Artikel Haus sanieren: Welche Reihenfolge ist die richtige?

Gut zu wissen: Förderungen für Komplettmaßnahmen bekommst du oft nur, wenn du eine durchdachte Reihenfolge einhältst, oder einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) nutzt.

Was kostet eine Altbausanierung?

Die Kosten einer Altbausanierung hängen stark von Gebäudezustand ab. Einzelmaßnahmen sind meist überschaubar. Eine Komplettsanierung dagegen kann schnell sechsstellig werden. Damit du ein Gefühl für die Größenordnung bekommst, findest du hier typische Richtwerte.

Übersicht: Was kostet welche Maßnahme?

Durchschnittliche Sanierungskosten pro Quadratmeter
SanierungsmaßnahmeTypische Kosten (ca.)
Fassaden- oder Dachdämmung40 bis 300 Euro pro Quadratmeter
Neue Fenster und TürenFenster für 500 bis 800 Euro pro Stück, Türen für 2.000 bis 8.000 Euro je Stück
Heizungsmodernisierung8.000 bis 30.000 Euro (je nach System)
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung4.000 bis 8.000 Euro
Elektrik und Sanitär85 bis 135 Euro pro Quadratmeter für die Elektrik, 3.000 bis 5.000 Euro für jeden Quadratmeter im neuen Bad


Die Preise verstehen sich als grobe Orientierungswerte und können je nach Region, Materialwahl und Aufwand stark abweichen. Ausführlicher erfährst du das im Beitrag Haus sanieren: Mit diesen Kosten musst du rechnen.

Altbau kaufen und sanieren: Kosten nach Baualtersklassen einplanen

Die Höhe deiner Sanierungskosten hängt stark vom Gebäudealter ab. Je älter das Haus, desto höher ist meist der Aufwand. Die Sanierungskosten sind vorab selten genau kalkulierbar, da häufig bauliche Mängel erst während des Umbaus sichtbar werden. Deswegen solltest du auch einen Puffer für finanzielle Überraschungen haben.

Die folgende Übersicht zeigt, mit welchem Zusatzbudget du bei bestimmten Baualtersklassen ungefähr rechnen kannst.

Zusätzlich anfallende Sanierungskosten nach Baujahr
Baujahr des HausesSanierungskosten zusätzlich zum KaufpreisBegründung
Vor 1930rund 50 Prozent des Kaufpreiseshäufig keine Dämmung, veraltete Statik, hohe Energiekosten
1950er bis 1970errund 40 Prozent des Kaufpreisesveraltete Elektrik, schlechte Wärmedämmung
1970er bis 1980errund 30 Prozent des Kaufpreisesenergetisch unzureichend, oft Asbest verbaut
1990er bis 2000errund 20 Prozent des KaufpreisesModernisierung meist punktuell nötig
Nach 2010selten nötig, unter 10 Prozententspricht meist aktuellem Standard


Hinweis: Diese Werte sind Erfahrungswerte aus realen Altbauprojekten. Konkrete Kosten hängen immer vom Zustand der Immobilie, der Ausstattung und deinen Plänen ab.

Haussanierung: Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Bei der Altbausanierung kannst du von einer Reihe von Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten profitieren. Diese werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz: KfW) oder auch von dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) zu bestimmten Konditionen und Voraussetzungen gewährt.

KfW

Die KfW bietet dir folgende Förderkredite und Tilgungszuschüsse für Komplettsanierungen oder Effizienzhaus-Standards.

  • KfW-Kredit Nr. 261 (Wohngebäude-Kredit) - bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit
  • KfW-Zuschuss Nr. 266 (Gewerbe zu Wohnen) - bis zu 30.000 Euro je neu entstandene Wohneinheit
  • KfW-Zuschuss Nr. 458 (Heizungsförderung für Privatpersonen) - von 30 Prozent bi zu 70 Prozent der Kosten für den Kauf und Einbau einer klimafreundlichen Heizung
  • Tilgungszuschüsse zur Sanierung zum Effizienzhaus (für Effizienzhaus Stude 40 bis 85)

Auch Einzelmaßnahmen wie Dämmung oder neue Fenster kannst du von der KfW fördern lassen. Für bereits bezuschusste Einzelmaßnahmen gibt es den Ergänzungskredit (Nr. 358, 359), der bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit gewährt.

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Das BAFA fokussiert sich auf Einzelmaßnahmen mit Fördersätzen ab 15 Prozent. Häufig bringt die Nutzung eines individuellen Sanierungsfahrplans (kurz: iSFP) noch einen Förderbonus von zusätzlichen 5 Prozent.

Gefördert werden:

  • Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle: Fassadendämmung, Dachdämmung, Kellerdeckendämmung, Fenster- und Türentausch mit einem maximalen Zuschuss pro Einzelmaßnahme von 6.000 Euro (12.000 mit iSFP);
  • Sanierungsmaßnahmen an der Anlagentechnik: Lüftungsanlage, sommerlicher Wärmschutz, Energiemanagement- und Smart-Home-Systeme;
  • die Heizungsoptimierung;
  • die Energieberatung und Baubegleitung durch einen Energieeffizienz-Experten

Regionale Förderprogramme

Viele Bundesländer, Städte und Gemeinden unterstützen Sanierungen zusätzlich, oft als Ergänzung zur KfW- oder BAFA-Förderung. Je nach Wohnort lohnt sich ein genauer Blick auf lokale Programme.

Wichtig: Die meisten Förderungen musst du vor Beginn der Sanierung beantragen. Wenn du einfach loslegst, verlierst du unter Umständen den Anspruch auf Unterstützung. Förderungen bekommst du übrigens oft einfacher und in höherer Höhe, wenn du vorher einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lässt. Dieser wird ebenfalls bezuschusst.

Aktuelle Förderprogramme für deine Sanierung
FörderungWofür du sie bekommstAntrag über
BEG EM (Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen)Dämmung, Fenster, Heizung, Lüftung, DigitalesKfW (Kredit oder Zuschuss) oder BAFA
KFN (Klimafreundlicher Neubau / Sanierung zum EH-Standard)Komplettsanierung zum EffizienzhausKfW über Hausbank
Heizungsförderung über BEGAustausch fossiler Heizungen gegen zum Beispiel Wärmepumpe, BiomasseBAFA (direkt online)
Gewerbe zu WohnraumUmbau von Gewerbeflächen zu WohnraumKfW
EnergieberatungKosten für das Sanierungskonzept, iSFP, MaßnahmenempfehlungenBAFA (bis zu 80 Prozent Förderung)
Steuerliche Förderung20 Prozent für energetische Maßnahmen (verteilt über 3 Jahre)über Steuererklärung (Paragraf 35c EStG)
Förderung Landesbank / KommuneJe nach Bundesland: Zuschüsse für Wohnraumsanierung, Familienüber Förderbank des Bundeslands

 

Wie lange dauert eine Sanierung – und was kommt organisatorisch auf dich zu?

Je nach Zustand des Gebäudes und Umfang der Maßnahmen kann sich eine Altbausanierung über mehrere Monate ziehen, manchmal sogar über ein Jahr.

So kannst du grob planen:

Dauer von Sanierungsarten
SanierungsartTypische Dauer
Kleinere Maßnahmen (Bad, Böden, Anstrich)2 bis 6 Wochen
Energetische Teilmodernisierung2 bis 4 Monate
Komplettsanierung (inklusive Technik und Grundriss)6 bis 12 Monate oder mehr


Die Dauer der Altbausanierung wird von folgenden Faktoren häufig beeinflusst:

  • Sanierungsumfang: Eine Komplettsanierung dauert deutlich länger als eine punktuelle Renovierung.
  • Genehmigungen: Änderungen an Statik, Außenfassade oder Haustechnik erfordern oft behördliche Freigaben; das kann Zeit kosten.
  • Handwerker- und Materialverfügbarkeit: Lieferengpässe oder Fachkräftemangel können den Zeitplan durcheinanderbringen.
  • Eigenleistung: Wenn du viel selbst machen willst, verlängert das meist den Gesamtzeitraum, auch wenn es Kosten spart.

Plane auf jeden Fall Pufferzeiten ein und mach dir klar: Es wird mitunter stressig. Aber am Ende lohnt sich der Schritt.

Haus, das umfassend saniert wird

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✔ welche Sanierungsmaßnahmen zu deinem Haus passen,
✔ mit welchen Kosten du rechnen musst,
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Altbau sanieren: Dein Haus kann länger, als du denkst

Ein Altbau bringt Geschichte mit, aber auch Potenzial. Wenn du ihn klug sanierst, verwandelst du ihn in ein Zuhause, das auch noch in ferner Zukunft zu dir passt. Du musst nicht alles auf einmal angehen, aber du kannst heute damit anfangen, die richtigen Schritte zu planen. Mit jeder Maßnahme investierst du nicht nur in Wände, Fenster oder Technik, sondern in deinen Komfort, sinkende Energiekosten und den steigenden Wert deiner Immobilie.

Die wichtigsten Fragen zur Altbausanierung

Altbau sanieren: Gibt es eine Sanierungspflicht?

Ja, in bestimmten Fällen bist du gesetzlich verpflichtet, zu sanieren: zum Beispiel, wenn du ein Haus kaufst oder erbst. Dann musst du unter anderem alte Heizungen austauschen oder ungedämmte Dachflächen nachrüsten. Die genauen Vorgaben richten sich nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und gelten meist innerhalb von 2 Jahren nach dem Eigentümerwechsel.

Mehr dazu findest du hier: Sanierungspflicht 2026: Das müssen Eigentümer wissen

Altbau sanieren oder neu bauen – was lohnt sich mehr?

Ob sich sanieren oder neu bauen mehr lohnt, hängt von vielen Faktoren ab, wie dem Zustand des Hauses, der Lage, dem Grundriss und deinen persönlichen Zielen. Wenn die Bausubstanz gut ist, kann eine Sanierung deutlich günstiger und nachhaltiger sein als ein Neubau. Außerdem bekommst du bei der Sanierung oft attraktive Fördermittel. Ein Neubau gibt dir dafür mehr Freiheit bei der Gestaltung.

Wie viel Geld lässt sich durch eine Altbausanierung einsparen?

Je nach Maßnahme kannst du bis zu 30 Prozent oder mehr an Heizenergie einsparen. Das reduziert deine laufenden Kosten und steigert gleichzeitig den Wert deiner Immobilie. Wenn du umfassend sanierst, zahlt sich das langfristig aus.

Welche Baumaterialien eignen sich besonders für Altbauten?

Bei Altbauten sind Materialien sinnvoll, die die Bausubstanz erhalten und ein gesundes Raumklima unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel diffusionsoffene Dämmstoffe wie Holzfaserplatten, mineralischer Putz, Lehm oder Kalk. Diese Baustoffe helfen dabei, Feuchtigkeit zu regulieren und die ursprüngliche Bauweise zu respektieren, gerade bei Häusern mit historischen Bauelementen.

Wie kann ich bei der Altbausanierung Geld sparen?

Am meisten sparst du durch gute Planung: Wenn du Maßnahmen aufeinander abstimmst, verhinderst du teure Doppelarbeiten. Auch mehrere Angebote einzuholen, hilft dir, die Kosten im Blick zu behalten. Zusätzlich solltest du alle verfügbaren Förderprogramme nutzen, und überlegen, ob du bestimmte Arbeiten selbst übernehmen kannst, zum Beispiel Malerarbeiten oder Rückbau.

Kann ich die Kosten der Altbausanierung steuerlich absetzen?

Ja, in vielen Fällen ist das möglich. Du kannst zum Beispiel Handwerkerkosten steuerlich geltend machen oder bei energetischen Sanierungen spezielle Steuerermäßigungen nutzen. Wenn dein Haus unter Denkmalschutz steht, gelten zusätzlich eigene Abschreibungsregelungen. Hol dir dazu am besten frühzeitig steuerlichen Rat ein.

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