Haus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach
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Photovoltaikanlage kaufen: Mit diesen Kosten müsst ihr rechnen

Claudia Lindenberg

Level: Für Einsteiger

Vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage solltet ihr euch vorab gründlich über die Kosten informieren, die auf euch zukommen – und zwar auch die, die während des laufenden Betriebs anfallen. Wir zeigen, welche Anbieter es gibt, worauf ihr bei den Kosten achten müsst und wie sich diese zusammensetzen.

Eine Photovoltaikanlage zu kaufen ist keine kleine Anschaffung. Daher solltet ihr euch vorab gründlich über die Kosten informieren, die auf euch zukommen – und zwar auch die, die während des laufenden Betriebs anfallen. Lest hier, welche Anbieter es gibt, worauf ihr bei den Kosten achten müsst und wie sich diese zusammensetzen.

Welche Anbieter gibt es?

Auf dem deutschen Markt gibt es sowohl heimische als auch ausländische Hersteller von Photovoltaikanlagen, darunter aus China und Japan. Bei Herstellern aus dem Ausland solltet ihr darauf achten, dass sie auch eine Niederlassung in Deutschland haben. Andernfalls könnte es schwierig werden, Garantieansprüche geltend zu machen.

Zu den bekanntesten deutschen Herstellern gehören unter anderem

  • Schott Solar
  • IBC Solar
  • Solarword
  • Hanwha-Q-Cells

Tipp: Eine umfassende Übersicht deutscher und internationaler Anbieter von Photovoltaikanlagen findet ihr beim Solaranlagen Portal.

Was kosten Photovoltaikanlagen?

Die Kosten für eine Photovoltaikanlage hängen von verschiedenen Faktoren ab – etwa davon, ob auch ein Photovoltaikspeicher vorgesehen ist oder nicht. Auch die Leistung der Anlage beeinflusst die Kosten. Sie liegen bei durchschnittlich rund 1.300 Euro je kWp. Dieses Kürzel steht für "Kilowatt peak". Darunter wird die Nennleistung der Anlage verstanden – die Leistung der Photovoltaikanlage, die unter bestimmten Testbedingungen erzielt wird. Für ein Einfamilienhaus und eine vierköpfige Familie liegen die Kosten bei der empfohlenen Photovoltaik-Leistung von 5 kWp unterm Strich bei etwa 8.000 Euro.

Tipp: Informiert euch auch, welche Möglichkeiten der Photovoltaik-Förderung für euch infrage kommen. So findet ihr heraus, was euch die Anlage unterm Strich kostet. Mit berücksichtigen müsst ihr auch, dass ihr monatlich mehr Geld zur Verfügung habt, weil ihr die Kosten für die Stromversorgung aus dem öffentlichen Netz einspart.

Wie setzen sich die Kosten für eine Photovoltaikanlage zusammen?

Wenn ihr ein Angebot für eine schlüsselfertige Photovoltaikanlage einholt, sind darin üblicherweise die Kosten für die Solarmodule, die Planung, die Installation samt Zubehör und Wechselrichter enthalten. Den größten Kostenblock für eine Photovoltaikanlage machen die Solarmodule aus: Kristalline Module kosten um die 1.400 Euro je kWp, Dünnschichtmodule sind mit durchschnittlich und 1.000 Euro je kWp preiswerter, benötigen aber auch mehr Fläche. Auf sie entfällt im Schnitt rund die Hälfte der Gesamtkosten der Anlage.

Im Angebotspreis sind jedoch noch nicht die Kosten für den Anschluss ans Stromnetz enthalten. Denn für den Anschluss ist zwar der Netzbetreiber zuständig, aber für die Koste müsst ihr als Betreiber aufkommen. Dafür solltet ihr rund 500 bis 1.000 Euro veranschlagen. Ihr könnt den Einspeisezähler übrigens auch mieten, dann fallen jährlich rund 30 Euro an Kosten an. Je nach Laufzeit der Anlage kann es vorteilhafter sein, den Zähler lieber zu mieten und nicht zu kaufen.

Tipp: Bei der Kostenplanung für eine Photovoltaikanlage solltet ihr auch überlegen, ob sie um einen Photovoltaik-Speicher erweitert werden sollte. Dieser verteuert eure Anlage zwar zunächst um mehrere Tausend Euro, bietet aber diverse Vorteile.

Wer installiert Photovoltaikanlagen? Was kostet das?

Handwerklich sehr geschickte Bauherren können die Montage der Photovoltaikanlage möglicherweise selbst übernehmen. Empfehlenswerter ist es aber, dass ihr damit einen Fachbetrieb beauftragt. So ist auch sichergestellt, dass im Schadensfall die Photovoltaik-Versicherung einspringt. Die Montagekosten liegen bei etwa 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten.

Welche Kosten fallen im laufenden Betrieb an?

Pro Jahr solltet ihr rund 1 bis 1,5 Prozent der Anschaffungskosten für den laufenden Betrieb einkalkulieren, um eine möglichst lange Haltbarkeit der Photovoltaikanlage zu erreichen. Diese fallen sich unter anderem für die Wartung, Reinigung und Photovoltaik-Versicherung an. Außerdem müssen dann und wann auch einzelne Teile ersetzt werden.

Unsere abschließender Empfehlung: Lest hier unsere 5 Tipps für eine rentable Photovoltaik-Anlage. Und wenn ihr bei den Vebrauchswerten und -kosten für euer Haus den Überblick behalten wollt, dann probiert doch mal den Eigenheim Manager aus.

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