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Stromkosten pro Monat: Was ist eigentlich normal?

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Lisa Gutknecht


Die Stromrechnung ist jährlich fällig, daran kommt kein Haushalt vorbei. Je nachdem wie sie ausfällt, ändert sich euer monatlicher Abschlag. Lest hier, welche Stromkosten pro Monat normal sind und bei welchen Verbrauchswerten die Alarmglocken läuten sollten.

  1. Wie setzen sich die Stromkosten pro Monat zusammen?
  2. Wie viel kostet Strom im Monat?
  3. Stromkosten pro Monat für 1 Person
  4. Stromkosten pro Monat für 2 Personen
  5. Stromkosten pro Monat für 4 Personen
  6. Welcher Stromverbrauch pro Monat ist normal?
  7. Wie viel Stromkosten pro Monat sind normal?
  8. Stromkosten pro Monat senken – so geht's

Einmal im Jahr wird vielen Verbrauchern Angst und Bange, wenn sie die Stromrechnung aus dem Briefkasten fischen – erst recht in Zeiten massiv steigender Energiekosten. Eine Nachzahlung kann jetzt ziemlich weh tun. Nicht selten kommt beim Blick auf die Endsumme die Frage auf: Ist mein Verbrauch normal? Welche Stromkosten pro Monat sind zu viel? Hier findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Stromverbrauch.

Wie setzen sich die Stromkosten pro Monat zusammen?

In regelmäßigen Abständen erstellt euer Stromanbieter auf Grundlage des aktuellen Zählerstands die Stromrechnung. Sie setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  • Grundpreis: Die Grundgebühr ist eine feste Größe und fällt unabhängig vom Stromverbrauch an. Sie ist vom gewählten Tarif abhängig und umfasst sämtliche Leistungen des Anbieters. Möglicherweise müsst ihr eine zusätzliche Zählergebühr zahlen. Diese wird in den meisten Fällen aber über den Grundpreis abgerechnet.
  • Arbeitspreis: Die Arbeitsgebühr ist variabel und umfasst den tatsächlichen Stromverbrauch – inklusive Mehrwertsteuer, Transport und Konzessionsabgabe. Der Verbrauch wird pro Kilowattstunde abgerechnet. Die Höhe hängt vom aktuellen Kilowattpreis ab. 

Basierend auf dem Vorjahresverbrauch schätzt der Stromanbieter den voraussichtlichen Verbrauch im Folgejahr. Er legt entsprechend eine Abschlagzahlung fest. Diese ist monatlich fällig. Wer am Ende eines Abrechnungszeitraums weniger verbraucht hat als er eingezahlt hat, bekommt die Differenz erstattet. Ansonsten müsst ihr eine Nachzahlung leisten.

Gut zu wissen: Die EEG-Umlage müssen Verbraucher seit dem 1. Juli 2022 nicht mehr zahlen.

Wie viel kostet Strom im Monat?

In den letzten zwei Jahren sind die Energiepreise durchweg gestiegen. 2022 haben die politischen Entwicklungen Rekordwerte verursacht. Die Stromkosten lagen bei durchschnittlich 43 Cent pro kWh. Für Entlastung sorgt seit März 2023 die Strompreisbremse bei Tarifen über 40 Cent pro kWh. Die Preisentwicklung gibt Hoffnung: Im Juni 2023 zahlen Neukunden 29,23 Cent pro kWh. 

Um die monatlichen Kosten zu berechnen, müsst ihr euren Verbrauch kennen und diesen mit dem Kilowattstundenpreis multiplizieren. Zum Beispiel: 5.000 kWh Strom kosten euch im Jahr bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh 1.500 Euro. Die durchschnittlichen Stromkosten pro Monat liegen damit bei 125 Euro.

Grundsätzlich ist der Strompreis stark von den Entwicklungen der Gaspreise abhängig. In den kommenden Jahren ist einer Prognose des vbw (Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.) zufolge mit einem weiterhin volatilen Strommarkt zu rechnen. Ab 2024 würden die Preise zurückgehen, sich mittel- und langfristig aber auf einem höheren Niveau einpendeln als vor der Energiekrise. 

Stromkosten pro Monat für 1 Person

Singlehaushalte sind die häufigste Haushaltsgröße in Deutschland. Alleine zu leben kann Vor- und Nachteile haben. Auf den Stromverbrauch wirkt sich das Solodasein tendenziell negativ aus. Denn der Pro-Kopf-Stromverbrauch ist im Schnitt höher als in Haushalten mit mehreren Bewohnern. Der einfache Grund: Die elektrische Grundausstattung ist mit Kühlschrank, Herd, Waschmaschine und Fernseher die gleiche – egal ob eine, zwei oder vier Personen die Nutznießer sind.

Die monatlichen Stromkosten pro Person sind außerdem davon abhängig, ob ihr in einem Einfamilienhaus lebt oder in einem Mehrfamilienhaus. Der Stromverbrauch im Eigenheim ist meistens höher als in einer Wohnung.

Wie viel kostet Strom pro Monat für 1 Person?

Der durchschnittliche Stromverbrauch eines deutschen Singlehaushalts im Einfamilienhaus liegt laut Stromspiegel bei 2.300 Kilowattstunden im Jahr. Ausgehend von einem Strompreis in Höhe von 30 Cent pro Kilowattstunde, ergeben sich daraus im Schnitt rund 1.690 Euro pro Jahr beziehungsweise rund 58 Euro Stromkosten pro Monat für 1 Person. Wird das Nutzwasser elektrisch erwärmt, etwa mit einem Durchlauferhitzer, kommen rund 200 Kilowattstunden pro Jahr hinzu. Die monatlichen Stromkosten für einen 1-Personen-Haushalt liegen dann bei circa 62,50 Euro.

Einpersonenhaushalte in einem Mehrfamilienhaus verbrauchen durchschnittlich eine Anzahl von 1.300 Kilowattstunden im Jahr, mit elektrischer Warmwasserbereitung sind es 1.800 Kilowatt. Die monatlichen Stromkosten liegen bei durchschnittlich 32,50 Euro beziehungsweise 45 Euro.

Unser Tipp: Eure Elektrik ist in die Jahre gekommen und gehört dringend ausgetauscht? Was euch das kostet, wie ihr das am besten angeht, das sagen euch die Experten der Wohnglück-Modernisierungsberatung vor Ort.

Stromkosten pro Monat für 2 Personen

Ein Pärchen-Haushalt verbraucht in der Regel kaum mehr Strom als ein 1-Personen-Haushalt. Die Stromkosten pro Monat als Paar oder 2er-WG sind davon abhängig, ob ihr ein Haus oder ein Mehrfamilienhaus bewohnt. Wird das Nutzwasser elektrisch erwärmt, etwa mit einem Durchlauferhitzer, erhöht das den Stromverbrauch. 

Wie viel kostet Strom pro Monat für 2 Personen?

Der durchschnittliche Jahreswert für Zweipersonen-Haushalte in Häusern liegt laut Statistik bei einem Wert von 3.000 Kilowattstunden. Bei 30 Cent pro Kilowattstunde sind am Ende eines Abrechnungszeitraums rund 900 Euro fällig. Daraus ergeben sich im Schnitt 75 Euro Stromkosten pro Monat für 2 Personen. Mit einem elektrischen Durchlauferhitzer erhöht sich die Summe auf durchschnittlich 82,50 Euro monatlich.

In Wohnungen in Mehrfamilienhäusern liegt der Monatsverbrauch für Paare im Schnitt
bei 2.000 Kilowattstunden ohne elektrischer Warmwasserbereitung und bei 2.800 Kilowattstunden mit elektrischer Warmwasserbereitung. Das ergibt durchschnittliche Stromkosten pro Monat von 50 Euro beziehungsweise 70 Euro.

Stromkosten pro Monat für 4 Personen

In einem Haushalt mit vier Personen steigt der Energieverbrauch, insbesondere bei Einfamilienhäusern. Faktoren wie die Beleuchtung innen und außen, Gartengeräte sowie elektrische Zweit- oder Drittgeräte erhöhen die jährlichen Stromkosten.

Wie viel kostet Strom pro Monat für 4 Personen?

Im Schnitt verbraucht eine Familie im Einfamilienhaus laut Stromspiegel 4.000 Kilowattstunden pro Jahr. Multipliziert mit einem Kilowattpreis von 30 Cent sind 1.200 Euro zu zahlen. Das entspricht rund 100 Euro Stromkosten pro Monat. Ist die Warmwasserbereitung strombetrieben, kommen 1.000 kWh hinzu. Für 5.000 kWh Strom zahlt ihr monatlich circa 125 Euro.

In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus verbraucht eine vierköpfige Familie im
Schnitt 2.600 Kilowattstunden pro Jahr, mit Durchlauferhitzer sind es 4.100 Kilowattstunden jährlich. Die monatlichen Stromkosten für Familien liegen also im Schnitt zwischen 65 Euro und 102,50 Euro.

Welcher Stromverbrauch pro Monat ist normal?

Folgende Tabellen zeigen, wie viel Strom deutsche 1- bis 4-Personen-Haushalte im Schnitt verbrauchen – mit oder ohne elektrischer Warmwasserbereitung, für Häuser und Wohnungen. Grundlage für die Angaben ist der jüngste Stromspiegel, für den die die gemeinnützige co2online GmbH mit dem Online-Rechner "StromCheck" rund 290.000 Daten echter Haushalte erhoben hat.

Erfahrt hier, wie ihr euren individuellen Stromverbrauch und eure Stromkosten berechnen könnt. Besonders einfach geht das übrigens mit einem Stromkostenmessgerät.

Stromverbrauch 1 Person pro Jahr

 Geringer StromverbrauchMittlerer StromverbrauchHoher Stromverbrauch
Haus ohne elektrische Warmwasserbereitung1.300 bis 2.000 kWh2.000 bis 3.200 kWh3.200 bis 4.100 kWh und mehr
Haus mit elektrischer Warmwasserbereitung1.500 bis 2.300 kWh2.300 bis 3.500 kWh3.500 bis 5.000 kWh und mehr
Wohnung ohne elektrische Warmwasserbereitung800 bis 1.200 kWh800 bis 1.200 kWh1.600 bis 2.000 kWh und mehr
Wohnung mit elektrischer Warmwasserbereitung1.000 bis 1.600 kWh1.600 bis 2.200 kWh2.200 bis 2.800 kWh und mehr

Stromverbrauch 2 Personen pro Jahr

 Geringer StromverbrauchMittlerer StromverbrauchHoher Stromverbrauch
Haus ohne elektrische Warmwasserbereitung2.000 bis 2.800 kWh2.800 bis 3.500 kWh3.500 bis 4.200 und mehr
Haus mit elektrischer Warmwasserbereitung2.400 bis 3.400 kWh3.400 bis 4.500 kWh4.500 bis 6.000 kWh und mehr
Wohnung ohne elektrische Warmwasserbereitung1.200 bis 1.800 kWh1.800 bis 2.500 kWh2.500 bis 3.000 kWh und mehr
Wohnung mit elektrischer Warmwasserbereitung1.800 bis 2.600 kWh2.600 bis 3.500 kWh3.500 bis 4.000 kWh und mehr

Stromverbrauch 3 Personen pro Jahr

 Geringer StromverbrauchMittlerer StromverbrauchHoher Stromverbrauch
Haus ohne elektrische Warmwasserbereitung2.500 bis 3.400 kWh3.400 bis 4.200 kWh4.200 bis 5.000 kWh und mehr
Haus mit elektrischer Warmwasserbereitung3.000 bis 4.000 kWh4.000 bis 5.600 kWh5.600 bis 7.000 kWh und mehr
Wohnung ohne elektrische Warmwasserbereitung1.500 bis 2.200 kWh2.200 bis 3.000 kWh3.000 bis 3.700 kWh und mehr
Wohnung mit elektrischer Warmwasserbereitung2.500 bis 3.500 kWh3.500 bis 4.500 kWh4.500 bis 5.500 kWh und mehr

Stromverbrauch 4 Personen pro Jahr

 Geringer StromverbrauchMittlerer StromverbrauchHoher Stromverbrauch
Haus ohne elektrische Warmwasserbereitung2.700 bis 3.700 kWh3.700 bis 4.700 kWh4.700 bis 5.800 kWh und mehr
Haus mit elektrischer Warmwasserbereitung3.500 bis 4.800 kWh4.700 bis 6.400 kWh6.400 bis 8.000 kWh und mehr
Wohnung ohne elektrische Warmwasserbereitung1.700 bis 2.500 kWh2.500 bis 3.500 kWh3.500 bis 4.100 kWh und mehr
Wohnung mit elektrischer Warmwasserbereitung2.500 bis 4.000 kWh4.000 bis 5.000 kWh5.000 bis 6.000 kWh und mehr

Wie viel Stromkosten pro Monat sind normal?

Welche Stromkosten pro Monat normal sind, hängt natürlich vom Strompreis ab. Eine aktuelle Analyse von co2online nach einer Auswertung des Stromspiegels zeigt, wie hoch der Pro-Kopf-Stromverbrauch durchschnittlich in den verschiedenen Bundesländern ist.

Die Tabelle fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen – vom geringsten zum höchsten jährlichen Stromverbrauch inklusive Stromkosten pro Kopf und Monat (inklusive Strompreisbremse, Stand April 2023):

Quelle: Stromspiegel, Auswertung auf Basis der Verbrauchsdaten echter Haushalte, die co2online erhoben hat, und der Preisdaten des Vergleichsportals Verivox
BundeslandPro-Kopf-Stromverbrauch pro JahrPro-Kopf-Stromkosten pro Monat
Sachsen1.135 kWh38,75 Euro
Berlin1.200 kWh38,92 Euro
Thüringen1.230 kWh41,50 Euro
Hamburg1.255 kWh44,17 Euro
Mecklenburg-Vorpommern1.260 kWh44,92 Euro
Sachsen-Anhalt1.270 kWh43,33 Euro
Bayern1.285 kWh41,75 Euro
Baden-Württemberg1.295 kWh43,17 Euro
Hessen1.300 kWh42,75 Euro
Brandenburg1.310 kWh47 Euro
Bremen1.315 kWh39,42 Euro
Deutschland1.320 kWh43,92 Euro
Schleswig-Holstein1.345 kWh47,83 Euro
Niedersachsen1.375 kWh45,67 Euro
Rheinland-Pfalz1.425 kWh47 Euro
Nordrhein-Westfalen1.425 kWh46,67 Euro
Saarland1.440 kWh49,75 Euro

Stromkosten pro Monat senken – so geht's

Ihr wollt eure Stromkosten pro Monat senken? Schritt eins ist natürlich, euren Verbrauch zu reduzieren. Dafür geben wir euch hier hilfreiche Tipps an die Hand: Strom sparen: 13 Tipps, um eure Stromkosten zu senken.

Darüber hinaus habt ihr weitere Möglichkeiten:

Weniger Stromkosten pro Monat durch Tarifvergleiche

Wer bei der Suche nach dem richtigen Stromtarif den Fokus rein aufs Geld sparen legt, für den kann es sich lohnen, den Stromanbieter jährlich zu wechseln. Laut Stiftung Warentest lassen sich bei einem jährlichen Wechsel – abhängig vom bisherigen Strompreis, Verbrauch und Wohnort – bis zu 250 Euro im Jahr einsparen.

2021 gab es deutschlandweit insgesamt 1.364 Stromanbieter. Um einen Überblick über die meisten Stromtarife zu bekommen, seid ihr als Kunden auf Vergleichsportale angewiesen. Marktführer sind dabei Verivox oder Check24. In einem Test von Stiftung Warentest erfüllte Check24 dabei die meisten Kriterien. Um den für euch besten Tarif finden zu können, ist es wichtig, zu verstehen, wie die Vergleichsportale aufgebaut sind und funktionieren. Bewertet wurden von der Stiftung Warentest im Test folgende Kriterien:

  • Voreinstellung: Neukundenbonus 15 Prozent
  • Kündigungsfrist wählbar
  • „Nur Ökotarife“ wählbar
  • „Nur Sofortbonus“ wählbar
  • „Verzicht auf Null-Platzierung“ über der Ergebnisliste
  • Monatlicher Abschlag ausgewiesen
  • Zweistufige Kundenbewertung
  • Übersicht teilnehmender Energieversorger

Doch Vorsicht: Auch bei den marktführenden Vergleichsportalen wie Check24 oder Verivox gibt es Stolperfallen, die ihr berücksichtigen solltet:

  • Beworbene Tarife, sogenannte „Null-Platzierungen“, werden vom Rechner vor dem erstplatzierten Stromtarif angezeigt und sind meist teurer.
  • In der Ergebnisliste werden die Tarife nicht nach Jahrespreis ausgewiesen, sondern nach Monat, alle Boni sind dort bereits abgezogen. So wirkt es, als wäre der monatlich zu zahlende Betrag deutlich niedriger, als er letztendlich ausfällt.

Solche Vergleichsportale können euch helfen, den besten Anbieter zu finden und dabei Geld zu sparen. Stiftung Warentest befindet sie jedoch nur dann für sinnvoll, wenn ihr vorhabt, jährlich euren Stromanbieter zu wechseln. Denn wirklich profitieren tut ihr hauptsächlich von den hohen Neukunden-Boni, die meist bei der Jahresabrechnung gutgeschrieben werden.

Mit Wechseldienst Strom pro Monat sparen

Ist euch der Aufwand zu groß, jährlich den Stromanbieter zu wechseln, kann es sich lohnen, einen Wechseldienst mit der Suche nach dem besten Stromtarif zu beauftragen. Anders als geläufige Vergleichsportale übernehmen sie über Jahre hinweg den jährlichen Stromanbieterwechsel für euch und überprüfen dazu die Qualität von Tarif und Anbieter.

Dienstleister für diesen Service sind zum Beispiel Esave, Switchup, Wechselpilot, Wechselstrom oder Stromzentrum. Bei einigen zahlt ihr eine Provision, dennoch könnt ihr in der Summe eine Menge Geld sparen.

Lohnt sich Ökostrom, um Stromkosten pro Monat zu senken?

Ökostrom ist teuer, aber nachhaltig? Nicht zwangsläufig: Laut Verbraucherzentrale trägt man in Deutschland mit einem Ökostromtarif nur wenig zur Energiewende bei. Zumindest nicht mehr als jeder andere Haushalt.

Ob euer Strom "öko" ist, hängt von dessen Herkunft ab. Der Energieversorger muss für Ökostrom aus erneuerbaren Energien sogenannte Herkunftsnachweise erwerben. Sie belegen, wie und wo der Strom erzeugt wurde. Diese Nachweise sind für Anbieter extrem günstig, da die Nachfrage kleiner ist als das Angebot. Deshalb können sie Ökostrom zum Teil zu Spottpreisen auf den Markt werfen.

Ein Herkunftsnachweis sagt jedoch nichts über den tatsächlichen Klimanutzen aus. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, bei der Wahl des Ökostromtarifs auf spezielle Labels zu achten. Dazu gehören zum Beispiel das ok-Power-Label und das Grüner-Strom-Label, die ein Mindestmaß an Energiewendenutzen versprechen. Außerdem garantieren sie, dass der Stromanbieter keine Beteiligung an Atomkraftwerken oder Steinkohlekraftwerken hat.

Tipp: Wer die Klimawende vorantreiben will, kann direkt in erneuerbare Energien investieren. Zum Beispiel in Photovoltaik oder Solarthermie.

Mehr zum Thema lest ihr in dem Artikel: Auf Ökostrom umsteigen – lohnt sich das?

Quellen: Aktueller Stromspiegel, Verivox-Verbraucherpreisindex, Analyse Stromverbrauch in den Bundesländern

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