Bauarbeiter auf der Baustelle eines Fertighauses.
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Was kostet ein Fertighaus? Mit diesen Kosten müsst ihr rechnen

Dirc Kalweit

Dirc Kalweit

Was kostet ein Fertighaus? Diese Frage ist pauschal nicht zu beantworten. Wir haben es trotzdem versucht und geben euch eine Übersicht, welche Kosten bei Kauf und Bau eines Fertighauses auf euch zukommen.

Was ein Fertighaus kostet, hängt natürlich von ganz vielen Faktoren ab. Wir geben euch einen Überblick, mit welchen Kosten ihr grob kalkulieren müsst und was ihr sonst noch bei der Planung und Preiskalkulation beachten solltet.

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Kosten für ein Fertighaus: Welche Bauart, welche Ausbaustufe?

Die Frage, was ein Fertighaus kostet, ist ähnlich schwer zu beantworten wie die Frage "Was kostet ein Auto?". Bei der Ermittlung der Kosten für ein Fertighaus kommt es vor allem auf zwei zentrale Punkte an: Um welches Bauart handelt es sich und welche Ausbaustufe wurde gewählt?

Bauarten beim Fertighaus

Bei den Bauarten unterscheidet man beim Fertighaus nach:

  • Holzbauweise
  • Massivbauweise

Die Holzbauweise ist die gebräuchlichste Form beim Fertighausbau. Sie ermöglicht es, einen Großteil an vorgefertigten Bauteilen direkt an die Baustelle zu bringen und dort zusammenzusetzen. Allerdings gibt es auch Massivhäuser als Fertighäuser. Dabei kommen häufig große, vorgefertigte Wandelemente aus Ziegeln, Beton oder Betonsteinen zum Einsatz. Es ist also eher eine Mischform aus dem Fertighausbau mit vorgefertigten Elementen und dem Massivhausbau, bei dem Stein auf Stein gebaut wird.

Hier erläutern wir noch mal ausführliche die Vorteile und Nachteile von Fertighäusern und Massivhäusern.

Klar ist: Je standardisierter die Bauteile und je höher der Grad der Vorfertigung, desto schneller und effizienter steht euer Fertighaus. Und desto geringer sind die Kosten.

Unser Tipp: Eine gute Bauplanung hat immer die Kosten im Blick und sorgt für einen möglichst reibungslosen Ablauf auf der Baustelle. Sprecht dazu gern mit einem Bauplanungsexperten von Wohnglück. Klärt in einem unverbindlichen Vorgespräch die Details.

Ausbaustufen beim Fertighaus

Neben der Bauweise beeinflusst auch die Ausbaustufe den Preis beziehungsweise die Kosten. Folgende Ausbaustufen werden dabei unterschieden:

  • Bausatzhaus: Beim Bausatzhaus bekommt ihr vom Fertighausanbieter den Rohbau hingestellt. Ab da seid ihr dann für den weiteren Ausbau zuständig. Fertighäuser als Bausatzhaus kosten ab ca. 100.000 Euro.
  • Ausbauhaus: Das ist die erweiterte Stufe des Bausatzhauses, das heißt, ihr müsst euch hier vornehmlich nur noch um den Innenausbau kümmern. Fertighäuser als Ausbauhaus kosten ab ca. 125.000 Euro.
  • Schlüsselfertiges Haus: Auch wenn der Begriff etwas anderes erwarten lässt: Bei einem schlüsselfertigen Fertighaus bleiben für euch auch noch Restarbeiten zu erledigen, bevor ihr einziehen könnt. Trotzdem ist dieses die höchste Ausbaustufe. Schlüsselfertige Fertighäuser werden ab knapp 150.000 Euro angeboten.

Das alles sind natürlich nur ganz grobe Richtwerte. So gibt es kleine Modulhäuser, die von den Anbietern schon für knapp 80.000 verkauft werden. Und gerade bei den Ausbau- und Bausatzhäusern gibt es teils Varianten für einen fünfstelligen Preis. Guckt euch dazu gern auch folgende Artikel an:

Ihr wollt noch mehr Auswahl? In der Fertighaus-Datenbank von Wohnglück findet ihr über 1.000 Angebote.

Das kostet ein Fertighaus: 3 Beispiele

Für die oben erwähnten Ausbaustufen haben wir hier einmal drei exemplarische Beispiele aus unserer Datenbank aufgelistet.

1. Bausatzhaus: Innovationshaus 140 von Ytong Bausatzhaus

Ein Bausatzhaus muss architektonisch nicht langweilig sein. Beim Innovationshaus 140 von Ytong Bausatzhaus sorgen Rücksprünge in der Fassade für einen Hingucker und bilden zusätzlich einen guten Wetterschutz über dem Eingang und einem Teil der Terrasse. Preis für das Bausatzhaus: 110.400 Euro

2. Ausbauhaus: Vita Nova Modern 99 von Kager Haus

Ein Einfamilienhaus mit rund 100 Quadratmetern Wohnfläche, das dem Kfw40-Standard entspricht. Das Modell Vita Nova Modern 99 von Kager Haus ist in Holzrahmenbauweise errichtet und hat ein Flachdach. Preis für das Ausbauhaus: 130.650 Euro

3. Schlüsselfertiges Haus: Aura 136 von Town & Country Haus

Das Doppelhaus Aura 136 von Town & Country Haus ist dank moderner Grundrissgestaltung ein echtes Familienhaus. Auf Wunsch ist dieses Haus auch mit Keller sowie als EnergieSparhaus erhältlich. Preis für das schlüsselfertige Haus: 156.700 Euro

Was die Kosten für ein Fertighaus noch beeinflusst

Habt ihr euch für ein Hausmodell entschieden? Oder schwankt ihr noch zwischen einigen Varianten? In punkto Kosten für das Fertighaus solltet ihr auch folgende Punkte beachten:

Bodenplatte oder Keller? Die Fertighaus-Hersteller werben üblicherweise mit Festpreisen für bestimmte Ausbaustufen. Doch die Angaben gelten in der Regel "ab OK". Das Kürzel steht für "ab Oberkante Bodenplatte beziehungsweise "ab Oberkante Keller" – je nachdem, ob ihr euer Haus mit oder ohne Keller plant. Die reine Grundplatte ist im Preis natürlich mit inbegriffen. Wollt ihr dazu noch einen Keller haben, dann müsst ihr mit Mehrkosten zwischen 35.000 bis 70.000 Euro rechnen.

Wahl der Dachform: Fertighäuser werden oft im Baukastensystem angeboten, das heißt, ihr habe auch bei der Dachform eine Auswahl. Wer kostenbewusst bauen will, entscheidet sich für ein klassisches Satteldach.

Hausform und Hausgröße: Ein L-förmiges Haus ist komplizierter zu bauen als ein rechteckiges, der eingeschossige Bungalow mit 100 Quadratmetern Wohnfläche weniger aufwendig als der Zweigeschosser mit über 200 Quadratmetern. Derzeit liegen die durchschnittlichen Baupreis für Fertighäuser zwischen 1.800 und 2.000 Euro pro Quadratmeter. Daher planen kostenbewusste Bauherren ihren Bedarf ganz genau und haben dabei vor allem auch die Nutzung in der Zukunft im Auge.

Diese Kosten für das Fertighaus kommen noch hinzu

Der Vorteil eines Fertighauses: Habt ihr euch in Sachen Bauart, Ausbaustufe, Größe und Ausstattung entschieden, dann lassen sich die reinen Baukosten sehr gut kalkulieren. Ihr wisst also genau, was ihr für euer Haus bezahlen müsst.

Damit sind die Kosten für das Fertighaus aber noch nicht komplett. Denn rein mit dem Haus ist es nicht getan. Zwei zentrale Posten müsst ihr bei der Frage, was ein Fertighaus kostet, noch mit einbeziehen:

Die Kosten für das Grundstück

Nur in den seltensten Fällen hat der Fertighaushersteller auch ein Grundstück für euch. Normalerweise müsst ihr euch das selbst besorgen. Hier findet ihr einen informativen Artikel, was ihr beim Grundstückskauf alles beachten solltet. Und hier noch ein Tipp für alle, die auch mit etwas weniger Platz auskommen: Baulücke finden: So kommt ihr an ein günstiges Grundstück mit Potenzial.

Die Kosten für euer Grundstück sind natürlich sehr individuell, je nach Größe und vor allem der Lage. Laut Statistischem Bundesamt kostete ein Quadratmeter baureifes Land im dritten Quartal 2020 im Bundesdurchschnitt 163,95 Euro. Aber die Differenzen sind natürlich riesig und Grundstücke vor allem in Ballungsgebieten rar und teuer.

Die Baunebenkosten

Von den Nebenkosten beim Grundstückskauf (zum Beispiel die Grunderwerbsteuer) über die Kosten bei der Bauvorbereitung (zum Beispiel die Erschließungskosten) bis hin zu den Kosten für das Fertighaus während und nach der Fertigstellung (zum Beispiel für die Bauabnahme) – als Bauherr kommt kostentechnisch noch einiges auf euch zu. Hier findet ihr eine umfassende Übersicht dazu: Baunebenkosten: Diese Kosten solltet ihr beim Hausbau nicht vergessen

Unterschätzt diese Zusatzkosten für ein Fertighaus nicht! Sie machen immerhin rund 15 bis 20 Prozent der gesamten Baukosten aus.

Außenanlagen und Einrichtung

Zäune, Wege, der Eingang und natürlich Möbel und andere Einrichtungsgegenstände – streng genommen müsst ihr auch das in die Kostenkalkulation für euer Fertighaus mit einbziehen.

Das Bodenseehaus Bohlingen
Grundstück, Bauvorbereitung, Außenanlagen – neben dem reinen Kaufpreis gibt es noch einiges Zusatzkosten, die ihr einkalkulieren müsst. © Das Bodenseehaus

Beispielrechnung: Gesamtkosten für ein Fertighaus

Hier einmal exemplarisch eine grobe Überschlagsrechnung, was euch der Kauf eines Fertighauses insgesamt kostet:

  • Posten
  • Kosten in Euro
  • Kaufkosten des Fertighauses
  • 250.000
  • Kaufnebenkosten (Makler, Notar, Grunderwerbsteuer)
  • ca. 25.000
  • Kosten der Bauvorbereitung (Baugenehmigung, Grundschuldeintrag, Erdarbeiten, Vermessungs- und Erschließungkosten)
  • ca. 30.000 bis 60.000
  • Nebenkosten beim Hausbau (Versicherung, Baubegleitung und Bauabnahme)
  • ca. 2.000 bis 7.000
  • GESAMTSUMME
  • ca. 307.000 bis 342.000

Beispielhafte Auflistung der Kosten beim Kauf eines Hauses

Wie gesagt sind diese Kosten beim Fertighaus nur grob kalkuliert. Gerade bei den Kosten für die Bauvorbereitung kommt es zum Beispiel darauf an, wie viel Erde ihr ausheben müsst und ob das Grundstück zum Beispiel voll erschlossen oder nur teilerschlossen ist.

Unser abschließender Tipp: Nutzt schon gleich in der Phase der Bauvorbereitung die Bauplanungsexperten von Wohnglück. Mit Hilfe der Profis könnt ihr klassische Baufehler vermeiden und so viel Geld sparen. Vereinbart gleich ein unverbindliches Vorgespräch.

*Dieser Beitrag wurde um sogenannte Affiliate-Links ergänzt. Dadurch bekommen wir bei Kaufabschluss einen kleinen Anteil der Provision. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht.

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