Doppelhaus als Fertighaus: Modell Linus L von Kern Haus.
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Doppelhaus als Fertighaus: So baut ihr ein günstiges Zweifamilienhaus

Dirc Kalweit

Dirc Kalweit

Wer beim Hausbau Kosten sparen möchte, für den ist ein Doppelhaus als Fertighaus eine interessante Alternative. Wir zeigen euch, was ihr dabei beachten solltet und stellen euch dazu ganz konkrete Modelle inklusive Preisangaben vor.

Nicht nur angesichts der Grundstückspreise ist ein Doppelhaus als Fertighaus eine interessante Alternative für alle, die günstig bauen wollen. Auch die (Lebens-)Modelle, die sich hier realisieren lassen, sind vielfältiger als bei einem Einzelhaus.

Wir zeigen euch die Vorteile und Nachteile eines Doppelhauses und sagen, was ihr bei Bau und Planung beachten solltet. Am Ende des Artikels findet ihr dann noch zehn Beispiele von Doppelhäusern als Fertighaus ab rund 135.000 Euro aus unserer Datenbank.

Galerie: 10 Fertighaus-Modelle als Doppelhaus

Zur Einstimmung stellen wir euch im Bild zehn Fertighäuser aus der Wohnglück-Fertighausdatenbank vor, die als Doppelhaus angeboten werden. Weiter unten findet ihr noch mal alle Modelle mit den wichtigsten Daten und Kontaktmöglichkeiten aufgelistet. Die angegebenen Preise verstehen sich pro Haushälfte.

Warum ein Doppelhaus als Fertighaus bauen?

Eines der wichtigsten Argumente für den Bau eines Doppelhauses: Es spart spürbar Kosten. Das fängt schon bei der Grundstücksgröße an, die – im Verhältnis zum Einfamilienhaus – deutlich kleiner sein kann. Gleiches gilt auch für die Erschließungskosten, schließlich müsst ihr nur einmal an die Versorgungsnetze (Kanalisation, Strom, Wasser und Kommunikation) angeschlossen werden. Und auch die Heizkosten dürften geringer ausfallen, da sich die Doppelhaushälften gegenseitig erwärmen.

Dazu kommt noch, dass zentrale (und meist recht teure) Baueinheiten wie zum Beispiel die Heizungsanlage oder das Dach eben nur einmal für zwei Parteien angeschafft und dann genutzt werden. Und: Im Vergleich zum Einzelhaus spart ein Doppelhaus zwei von acht Außenwänden ein. Das schlägt sich in den Baukosten nieder. Für ein Einfamilienhaus zahlt ihr im Schnitt 1.804 Euro pro Quadratmeter. Bei Doppelhäusern liegen die Baukosten pro Quadratmeter Wohnfläche niedriger, nämlich bei 1.794 Euro.

Als Familie mit Großeltern oder für befreundete Familien bietet ein Doppelhaus die ideale Möglichkeit, gemeinsam unter einem Dach zu leben und sich (nicht zuletzt dank der separaten Eingänge) doch genug Privatsphäre zu sichern.

Doppelhaus als Fertighaus richtig planen: Das solltet ihr beachten

Doppeltes Haus bedeutet zwar eine Kostenersparnis bei den Materialien. Dafür müsst ihr bei der Planung bedenken, dass ihr euch immer mit zwei Parteien einig sein müsst.

Das beginnt bei der Dachform und geht über die Aufteilung bis hin zur Fassadengestaltung oder der Wahl der richtigen Heizung. Klar, wenn ihr euch für ein Fertighausmodell entschieden habt, dann schränkt das die Möglichkeiten automatisch ein. Aber heutzutage bieten die Hersteller von Fertighäusern auch innerhalb der Modellpalette noch zahlreiche individuelle Möglichkeiten der Gestaltung und Ausstattung an – und darüber müssen sich die Bauparteien einig sein.

Technisch gesehen ist das Kernstück eines Doppelhauses die Trennwand zwischen den beiden Doppelhaushälften. Diese Wand muss nicht nur gedämmt, sondern vor allem auch schalltechnisch gut isoliert sein. Bei allem gegenseitigen Verständnis wollt ihr ja nicht den Alltag der anderen Bewohner täglich akustisch miterleben.

Übrigens: Diese Trennwand kann nicht nur in der Hausmitte, sondern auch an der Rückwand entstehen. In diesem Fall spricht man von einem "Back-to-back"-Doppelhaus.

Grundsätzlich solltet ihr euch bei der Planung eines Doppelhauses folgende Fragen stellen:

  • Nutzung: Wer zieht in das Doppelhaus ein? Wie ist die jetzige Nutzung geplant, wie könnte diese in Zukunft aussehen? Wollt ihr das Haus rein privat nutzen oder ist (später) auch die Vermietung einer Hälfte geplant?
  • Grundstück: Wie groß soll oder muss das Grundstück ausfallen? Und wollt ihr es teilen oder gemeinsam nutzen? Und sieht der Bebauungsplan eine Bebauung mit einem Doppelhaus überhaupt vor?
  • Kosten: Welche Partei übernimmt welche Kosten beim Hausbau? Wird alles 50:50 geteilt oder ist der finanzielle Anteil (und damit eventuell auch Stimmenanteil bei Entscheidungen) einer Partei höher?

Doppelhaus als Fertighaus: Die Vorteile und Nachteile

Was spricht für ein Doppelhaus als Fertighaus, was dagegen? Wir haben hier mal die Vorteile und Nachteile aufgelistet. Zu den Vorteilen gehört:

  • Kostenersparnis: Nicht nur die verbundenen Seitenwände sorgen für geringere Kosten sowohl beim Bau als auch beim Heizen. Auch die im Verhältnis bessere Flächennutzung des Grundstücks spart Geld.
  • Wohnkomfort: Die Kostenersparnis geht nicht zu Lasten des Wohnkomforts. Doppelhäuser stehen in Sachen Ausstattung einem Einfamilienhaus in nichts nach.
  • Flexibilität: Doppelhäuser sind in den meisten Fällen größer als ein Einfamilienhaus. Bei geschickter Grundrissplanung könnt ihr den Platz optimal aufteilen und nutzen.

Aber natürlich hat ein Doppelhaus auch seine Nachteile:

  • Einigkeit: Alle relevanten Gewerke und Baumaßnahmen (wie zum Beispiel die Heizung oder das Dach) müsst ihr mit der anderen Partei besprechen und beschließen. Das gilt auch für spätere Umbaumaßnahmen.
  • Privatsphäre: Auch wenn die Wohneinheiten getrennt sind: Spätestens bei der Gartennutzung merkt ihr, dass ihr auf dem Grundstück nicht allein seid.
  • Werterhalt: Ein Einfamilienhaus wird sich immer besser verkaufen lassen als eine Doppelhaushälfte, auch die Wertsteigerung ist bei einem Einzelhaus höher.

Was kostet ein Doppelhaus als Fertighaus?

Ein Doppelhaus als Fertighaus gibt es teilweise schon für unter 150.000 Euro – und das sogar schlüsselfertig! Aber Achtung: Hierbei handelt es sich dann häufig um den Preis für eine Haushälfte. Trotzdem zahlt sich hier der große Vorteil des Fertighausbaus, mit vorgefertigten Teilen zu arbeiten, im wahrsten Sinne des Wortes gleich doppelt aus. Selbst das exklusivste Doppelhaus-Angebot in unserer Datenbank, das Haus Pasing mit zwei Wohneinheiten von Regnauer Hausbau, liegt preislich noch unter 800.000 Euro.

Allerdings kommt es bei der Preisfindung auch immer darauf an, welche Ausbauvarianten ihr wählt. So gibt es – ähnlich wie beim Einfamilienhaus – auch Doppelhäuser als Ausbau- oder Bausatzhaus oder schlüsselfertig. Welches Modell ihr wählt, ist nicht nur eine Frage der Kosten. Das eingesparte Geld bei einem Bausatzhaus gebt ihr ganz schnell wieder aus, wenn ihr eure handwerklichen Fähigkeiten falsch einschätzt.

In diesem Artikel findet ihr dazu noch mehr Infos: Ausbauhaus als Fertighaus: Kosten, Modelle, Vorteile und Nachteile

Doppelhaus als Fertighaus: 10 Modelle ab 134.450 Euro

So ziemlich alle namhaften Fertighausanbieter haben auch Doppelhäuser in den verschiedensten Ausführungen im Programm. Die folgenden Angebote stammen aus der Wohnglück-Datenbank und sind aufsteigend nach Preis sortiert. Achtung: Alle Preise (ob schlüsselfertig oder für das Ausbauhaus) gelten je Haushälfte.

1. Doppelhaus Behringen 116 von Town & Country

Klassisch-traditionelles Doppelhaus in Massivbauweise und mit Satteldach. Auf Wunsch ist das Doppelhaus Behringen 116 von Town & Country auch mit Keller sowie als Energiesparhaus erhältlich. Preis in der schlüsselfertigen Variante: ab 134.450 Euro (pro Haushälfte)

2. Doppelhaus City 136 von Town & Country

Doppelhaus im modernen Bauhausstil. Als Massivbau mit Flachdach verfügt das Modell City 136 von Town & Country über eine Wohnfläche von rund 136 Quadrametern pro Haushälfte. Preis in der schlüsselfertigen Variante: ab 177.990 Euro (pro Haushälfte)

3. Doppelhaus Solution 117 L V2 von Living Fertighaus

Das Modell Solution 117 L V2 von Living Fertighaus setzt sich aus zwei Doppelhaushälften zusammen, sieht dabei aber aus wie ein Einfamilienhaus. Zwei Paare mit Kind haben hier alles, was man zum Wohnen braucht. Preis als Ausbauhaus inklusive Bodenplatte: ab 220.269 Euro

4. Doppelhaus Duett 129 von Fingerhut Haus

Ein zweigeschossiges Doppelhaus in Holzfertigbauweise, errichtet nach dem KfW55-Standard. Als schlüsselfertige Variante ist das Modell Duett 129 von Fingerhut Haus für 378.600 Euro zu haben. Preis als Ausbauhaus: ab 251.600 Euro

5. Doppelhaus Celebration 122 V4 L von Bien Zenker

Das kompakte Doppelhaus Celebration 122 V4 L von Bien Zenker ist mit nur rund 7,40 x 10 Metern Grundfläche genau die richtige Lösung für Wohnen auf kleinen Grundstücken. Preis in der schlüsselfertigen Variante: 270.889 Euro

6. Doppelhaushälfte Kubus 55.22 von hebelHaus

Modernes Doppelhaus für zwei Familien mit neuester Haustechnik: Abluftwärmepumpe mit Invertertechnologie, Fußbodenheizung in allen beheizten Räumen, SMART GRID-Funktionalität, optional mit Kühlfunktion erhältlich. Preis in der schlüsselfertigen Variante: ab 288.000 Euro (pro Haushälfte)

7. Doppelhaus Finesse 166 von Favorit Massivhaus

Das Modell Finesse 166 von Favorit Massivhaus bietet neben der klassischen Raumaufteilung noch ein Staffelgeschoss, das sich als Gästezimmer oder auch als Büro nutzen lässt. Der große Dachgarten ist ein zusätzliches Highlight. Preis in der schlüsselfertigen Variante: ab 291.310 Euro

8. Doppelhaus Linus L von Kern Haus

Beim Doppelhaus Linus L von Kern haben die Doppelhaushälften ein gemeinsames Walmdach. Von innen bietet jede Doppelhaushälfte einen offenen Wohn- und Essbereich mit Küche, zwei Kinderzimmer sowie ein Eltern-Schlafzimmer mit Ankleide. Preis in der schlüsselfertigen Variante: ab 291.900 Euro

9. Doppelhaus auf drei Etagen von Okal

Dieser Planungsvorschlag von Okal bietet viel Platz für zwei Parteien. Dank der guten Schalldämmung ist von den Nachbarn nichts zu hören. Da die Verbindungswand fensterlos ist, wurde bei allen Außenseiten viel Wert auf angenehmen Lichteinfall gelegt. Preis in der schlüsselfertigen Variante: ab 293.900 Euro

10. Planungsbeispiel Doppelhaus 223H20 von Bio-Solar-Haus

KfW40-Haus mit Pultdach. Das Planungsbeispiel ist wie alle Bio-Solar-Häuser in patentierter Haus-in-Haus-Bauweise errichtet und benötigt somit keine Dampfbremse oder Lüftungsanlage. Preis für das Ausbauhaus: ab 378.121 Euro

Noch nicht das richtige Fertighaus für euch dabei? Dann schaut hier in die Liste aller Doppelhäuser aus der Wohnglück-Fertighausdatenbank.

Ihr möchtet bei den Fertighäusern gern weitere Varianten ausprobieren? Dann testet doch gern auch unseren Hauskonfigurator.

Fazit: Für wen eignet sich ein Doppelhaus als Fertighaus?

Ein Doppelhaus als Fertighaus eignet sich für alle, die sozusagen in einer "kleinen Baugemeinschaft" planen. Ein Doppelhaus lässt sich zum Beispiel gut als Mehrgenerationenhaus errichten. In der einen Doppelhaushälfte wohnen die Eltern, in der anderen die Kinder. Das spart auf der einen Seite Baukosten, lässt auf der anderen Seite aber genug Freiraum. Zieht eine Partei aus, so bleibt immer noch die Möglichkeit, die frei gewordene Hälfte zu vermieten.

Und natürlich ist ein Doppelhaus auch für alle geeignet, die sich ihren Traum vom eigenen Haus gern erfüllen möchten, deren Budget aber nicht so hoch ist. Gemeinsam mit Freunden oder Gleichgesinnten lässt sich so das Eigenheim realisieren und genießen, solange es klare (vertragliche) Absprachen gibt.

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