Immobilienpreise: Baustelle eines Mehrfamilienhauses mit Neubauwohnungen.
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Immobilienpreise: Prognosen, Nachrichten, Studien zur Immobilienpreisent­wicklung

Redaktion

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Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit Jahren. Ist ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht? Wir präsentieren euch in diesem Newsticker die neusten Studien, Prognosen, Daten und Zahlen zur Immobilienpreisentwicklung.

Die Immobilienpreise in Deutschland kennen seit Jahren nur einen Weg: nach oben. Der Traum von den eigenen vier Wänden ist so für immer weniger Menschen realisierbar. Und auch die Corona-Krise sorgte auf dem Immobilienmarkt nicht für einen Rückgang der Preise von Häusern und Wohnungen. Experten und Wissenschaftler untersuchen die Immobilienpreisentwicklung regelmäßig, wir halten euch auf dem Laufenden.

Neueste Entwicklungen der Immobilienpreise

Lest hier die wichtigsten aktuellen Nachrichten, Studien und Prognosen zur Immobilienpreisentwicklung in Deutschland. Und wenn ihr wissen wollt, was eine konkrete Immobilie wert ist, dann könnt ihr sie hier kostenlos bewerten lassen.

Preissteigerung im ersten Quartal beträgt 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal

Juni 2022: Die Preise für Wohnimmobilien sind laut des Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal 2022 um durchschnittlich zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Damit lag die Steigerungsrate des Häuserpreisindexes gegenüber dem Vorjahresquartal zum vierten Mal in Folge über zehn Prozent.

Gegenüber dem Vorquartal haben sich Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser allerdings nur um 0,8 Prozent verteuert. Damit deutet sich eine leichte Abschwächung der Dynamik an. Im 3. Quartal 2021 waren die Preise für Wohnimmobilien noch um 4,1 Prozent und im 4. Quartal 2021 um 3,1 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorquartal gestiegen.

Europace Hauspreisindex: Immobilienpreise steigen kaum noch

Juni 2022: Im Mai stiegen die Immobilienpreise laut Europace Hauspreisindex bei Eigentumswohnungen, Neubauhäusern und Bestandshäusern nur noch um weniger als 0,5 Prozentpunkte.

Der Hauspreisindex für Eigentumswohnungen verzeichnete ein sehr leichtes Wachstum von 0,11 Prozent. Im Vorjahresvergleich lag die Verteuerung noch bei 11,41 Prozent. Mit 0,45 Prozent im Vergleich zum Vormonat stiegen die Kosten für neue Ein- und Zweifamilienhäuser am meisten. Im Vergleich zu den letzten zwölf Monaten verzeichnet das Segment eine Aufwärtsentwicklung um 13,59 Prozent.

Bestandshäuser kamen auf eine Erhöhung von 0,20 Prozent. Innerhalb der letzten zwölf Monate entwickelten sich die Preise um 13,26 Prozent nach oben.

Am Immobilienmarkt zeichnet sich eine Wende ab

Juni 2022: Nach mehr als zehn Jahren Immobilienboom in Deutschland und enorm steigenden Preisen erwarten einige Experten eine Wende am Wohnungsmarkt. So sagte Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), der dpa, dass bisher Vorzieheffekte zu sehen seien von Menschen, die noch schnell Immobilien kaufen wollten, bevor die Bauzinsen weiter steigen.

Im zweiten Quartal 2022 rechnet er aber mit einer Wende am Immobilienmarkt, da mit den steigenden Zinsen mehr und mehr Käufergruppen aus dem Markt fielen. Auch größere Investoren wollten zwar noch kaufen, aber angesichts der höheren Zinsen zu niedrigeren Preisen. Denkbar sei allerdings auch eine längere Preisstagnation, bis der Markt über steigende Einkommen wieder ein Gleichgewicht gefunden habe, so Voigtländer.

Auch Stefan Mitropoulos, Ökonom bei der Landesbank Helaba, geht in einer Analyse davon aus, dass die höheren Finanzierungskosten die Nachfrage nach Wohnimmobilien insgesamt dämpfen und stärker in das preisgünstigere weitere Umland der großen Städte lenken werde. Damit sollte sich im Jahresverlauf der Preisanstieg am Wohnungsmarkt "spürbar verlangsamen".

Eine aktuelle Preisschätzung von immowelt rechnet für zehn der 14 Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern mit stagnierenden bis leicht rückläufigen Kaufpreisen bis Dezember dieses Jahres. Mehr dazu in unserem Artikel: Ende des Immobilienbooms: In welchen Städten die Preise sinken.

Auch Experten der Deutschen Bank erwarten, dass der Aufwärtszyklus am Wohnungsmarkt vor einem Ende steht. Sie rechnen allerdings erst für 2024 damit, dass der Immobilienboom ausläuft, und mit einer "verhaltenen Preiskorrektur".

Kaufpreisprognose 2035: Wo die Wohnungspreise noch steigen – und wo nicht

Mai 2022: In fast der Hälfte aller 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte können Haus- und Wohnungsbesitzer davon ausgehen, dass ihre Immobilie bis mindestens 2035 real an Wert gewinnt. Weitere Zuwächse erwarten Experten vor allem für den süddeutschen sowie den Hamburger und Berliner Raum und das Weser-Ems-Gebiet. Das geht aus der Studie "Postbank Wohnatlas 2022" hervor, für die das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) eine Kaufpreisprognose bis 2035 erstellt hat. In der knappen Mehrheit der Regionen hat der Preisboom jedoch ein Ende.

Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen haben sich im ersten Quartal 2022 erneut verteuert

April 2022: Im ersten Quartal 2022 wurden bestehende Eigentumswohnungen bundesweit um 5,1 Prozent teurer als noch im Vorquartal angeboten. Im vierten Quartal 2021 lag die Teuerungsrate noch bei 4,3 Prozent. Damit nahm die Preisdynamik deutlich zu. Die Angebotskaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen stiegen deutschlandweit mit einem Plus von drei Prozent weniger stark als im Bestand. Eine Ursache dafür dürfte sein, dass die Nachfrage für Bestandswohnungen um das Vierfache höher lag als im Neubau. Zu diesem Ergebnis kommt das "ImmoScout24 WohnBarometer".

Der Angebotspreis von bestehenden Einfamilienhäusern stieg im Quartalsvergleich bundesweit um 4,6 Prozent. Die Angebotspreise von Neubauhäusern stiegen im selben Zeitraum um 4,5 Prozent.

Wohnatlas 2022: Das kostet eine gebrauchte Eigentumswohnung pro Quadratmeter in den großen Städten

März 2022: Wie viel Käufer von gebrauchten Eigentumswohnungen in den sieben größten deutschen Städten bezahlen müssen, das geht aus dem Postbank Wohnatlas 2022 hervor. Das ist die Top 7:

  1. München: 9.731,59 Euro pro Quadratmeter
  2. Frankfurt am Main: 6.586,11 Euro pro Quadratmeter
  3. Hamburg: 6.488,89 Euro pro Quadratmeter
  4. Berlin: 5.527,53 Euro pro Quadratmeter
  5. Düsseldorf: 5.361,27 Euro pro Quadratmeter
  6. Stuttgart: 5.344,61 Euro pro Quadratmeter
  7. Köln: 4.897,50 Euro pro Quadratmeter

Zu den teuersten zehn Städten Deutschlands zählen außerdem Potsdam, Freiburg im Breisgau und Heidelberg – alle drei haben Quadratmeterpreise jenseits der 5.000-Euro-Marke.

Rekordanstieg im vierten Quartal: Immobilienpreise ziehen stark an

März 2022: Die Preise für deutsche Wohnimmobilien sind Ende 2021 in Rekordtempo gestiegen. Sie erhöhten sich von Oktober bis Dezember um durchschnittlich 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Dies ist erneut der stärkste Preisanstieg bei den Wohnimmobilientransaktionen seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000", teilte das Statistische Bundesamt mit.

Besonders stark stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in dünn besiedelten ländlichen Kreisen mit einem Plus von 15,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Eigentumswohnungen verteuerten sich dort um 13,2 Prozent. In dichter besiedelten ländlichen Kreisen stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 14,5 Prozent und die Preise für Eigentumswohnungen um 11,2 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2021 zogen die Preise für Wohnimmobilien insgesamt um 11,0 Prozent an, nach 7,8 Prozent 2020.

So haben sich die Preise für Neubauten entwickelt

März 2022: Die aktuelle Neubau-Preisanalyse von ImmoScout24 zeigt, dass in den zehn größten deutschen Städten die Angebotskaufpreise für Neubauwohnungen im Jahr 2021 zwischen 3,4 und 19,1 Prozent angestiegen sind. Im Umland der Metropolen zogen die Angebotskaufpreise für Neubauhäuser mit 5,0 und 19,9 Prozent ebenfalls stark an. Mit 19,9 Prozent verzeichnete der Speckgürtel von Berlin mit Abstand den höchsten Preisanstieg im Vergleich zum Umland der anderen Ballungsräume.

Bei den Städten selbst liegt Düsseldorf mit einem Preisanstieg von 19,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf Platz eins, gefolgt von Bremen mit 16,3 Prozent. In München, Köln, Hamburg und Berlin lagen die Preissteigerungen unter dem bundesweiten Durchschnitt von zwölf Prozent.

In München stiegen die Angebotspreise mit 3,4 Prozent zwar am geringsten, dennoch bleibt die bayerische Landeshauptstadt mit Abstand das teuerste Pflaster für neugebaute Eigentumswohnungen. Der Angebotspreis der 80 Quadratmeter großen Drei-Zimmer-Referenzwohnung lag im vierten Quartal 2021 im Durchschnitt bei 699.740 Euro. Mit großem Abstand folgt Frankfurt am Main. Hier wird eine vergleichbare Wohnung trotz der Preissteigerung von 14,6 Prozent etwa 185.000 Euro günstiger angeboten als in München.

Ein Grund für die gestiegenen Neubaupreise ist die Preisentwicklung bei den Baustoffen.

Bundesbank: Wohnimmobilien sind bis zu 40 Prozent überbewertet

Februar 2022: Die Bundesbank sieht eine immer deutlichere Überbewertung bei Wohnimmobilien. "Die Überbewertungen bei Wohnimmobilien nahmen zu", schreiben die Analysten in ihrem Monatsbericht. "Gemäß aktuellen Schätzergebnissen lagen die Immobilienpreise in den Städten im Jahr 2021 zwischen 15 Prozent und 40 Prozent über dem Preis, der durch soziodemografische und wirtschaftliche Fundamentalfaktoren angezeigt ist." Im Jahr 2020 hatte die Überbewertung noch maximal 30 Prozent betragen. Die Mieten und Kaufpreise entkoppelten sich zunehmend – was als ein Warnzeichen für eine Immobilienblase gilt.

Auch Immobilien in Mittelstädten werden immer teurer

Februar 2022: Nach den hohen Preissteigerungen in den Großstädten werden Immobilien auch in den Mittelstädten immer teurer. Das zeigt ein aktueller Vorjahresvergleich für 83 Mittelstädte (50.000 bis 100.000 Einwohner), in dem die Angebotspreise von Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter, ohne Neubau) untersucht wurden von immowelt. Die Analyse zeigt: In allen 83 untersuchten Mittelstädten sind die Kaufpreise für Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In 18 Gemeinden sogar um mindestens 20 Prozent. Die stärksten Anstiege gibt es in Nordrhein-Westfalen. Mittelstädte in Süddeutschland bleiben am teuersten. In den ostdeutschen Mittelstädten ist der Wohnungskauf hingegen am günstigsten.

Prognose: Wie entwickeln sich die Immobilienpreise 2022 in Deutschland?

Februar 2022: Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage und den gestiegenen Baukosten prognostiziert ImmoScout24 bei Eigentumswohnungen sowohl im Bestand als auch bei Neubauwohnungen für 2022 bundesweit einen Anstieg der Angebotspreise von 13 Prozent.

Das Immobilienportal geht davon aus, dass die Preise bei Einfamilienhäusern im Bestand 2022 um elf Prozent und bei Neubauten um sieben Prozent innerhalb der nächsten zwölf Monate steigen.

Bei Bestands-Wohnungen werden die stärksten Preissteigerungen in Frankfurt am Main mit elf Prozent erwartet, gefolgt von Berlin, Düsseldorf und Köln mit jeweils neun Prozent. Bei den Angebotspreisen für Neubau-Wohnungen prognostiziert das WohnBarometer den höchsten Anstieg für Berlin und Stuttgart mit jeweils 13 Prozent, gefolgt von Düsseldorf und Frankfurt am Main mit je zwölf Prozent.

Aufgrund des relativ niedrigen Preisniveaus im Metropolenvergleich und der hohen Nachfrage bei den bestehenden Einfamilienhäusern ist das größte Preiswachstum in Berlin zu erwarten. Mit 16 Prozent wird die Preissteigerung voraussichtlich über dem Bundesschnitt von elf Prozent liegen.

Preisexplosion für Eigentumswohnungen erfasst kleinere Großstädte

Januar 2022: Die Preise für Wohneigentum sind 2021 vielerorts weiter gestiegen – stellenweise um bis zu 31 Prozent. Das zeigt ein Vorjahresvergleich von immowelt. Untersucht wurden die Angebotspreise von Bestandswohnungen mit 40 bis 120 Quadratmetern in 78 deutschen Großstädten. In 63 davon sind die Preise von 2020 auf 2021 um zehn Prozent oder mehr gestiegen. Die prozentual stärksten Preiszuwächse 2021 gibt es in Städten, die bis dato nicht als Immobilienhotspots gelten.

Im Osten stechen beispielswiese Erfurt, Rostock und Leipzig heraus. In Erfurt klettert der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen binnen eines Jahres um 31 Prozent auf 2.610 Euro, in Rostock um 23 Prozent auf 3.500 Euro. In Leipzig schlägt ein Zuwachs von 21 Prozent auf 2.610 Euro zu Buche.

Auch in etlichen Städten Nordrhein-Westfalens werden Eigentumswohnungen deutlich teurer angeboten als noch vor einem Jahr. In Leverkusen stieg das Niveau um 29 Prozent (3.030 Euro), in Remscheid um 26 Prozent (1.830 Euro). Um jeweils 24 Prozent verteuern sich Duisburg (1.610 Euro) sowie Dortmund (2.190 Euro).

Insgesamt gibt es 13 Städte, in denen sich das mittlere Preisniveau im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent oder mehr erhöht hat. Abgesehen von Dortmund und Leipzig hat keine dieser 13 Städte mehr als 500.000 Einwohner.

Baupreise steigen so schnell wie zuletzt vor 50 Jahren

Januar 2022: Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2021 um 14,4 Prozent gegenüber November 2020 gestiegen. Dies ist der höchste Anstieg der Baupreise gegenüber einem Vorjahr seit August 1970. Damals stiegen die Preise um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für die große Preissteigerung gibt es zwei Gründe: Zum einen die befristete Mehrwertsteuersenkung im 2. Halbjahr 2020. Zum anderen die stark gestiegenen Materialpreise.

Prognose: Regional steigt die Gefahr von Immobilienpreisblasen

Dezember 2021: Die Immobilienpreise in Deutschland steigen auch in der Corona-Pandemie weiter. In immer mehr Regionen und Marktsegmenten kommt es dabei zu spekulativen Übertreibungen, insbesondere bei Eigentumswohnungen und Baugrundstücken in Metropolen wie Berlin, Hamburg und München. Dort, aber auch in anderen großen Städten, sind in den nächsten Jahren Preiskorrekturen in größerem Ausmaß möglich. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die im Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) erschienen ist. Die Zeichen mehrten sich, dass die Wohnungspreise in einigen Städten und Marktsegmenten nicht mehr allein durch die Entwicklung der Mieten und die niedrigen Zinsen zu erklären seien, so einer der beteiligten Wissenschaftler. Eine flächendeckend spekulativ getriebene Preisblase sehen die Experten aber nicht.

Häuserpreisindex steigt erneut in Rekordhöhe

Dezember 2021: Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 3. Quartal 2021 um durchschnittlich 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Dies ist zum zweiten Mal in Folge der größte Preisanstieg bei den Wohnimmobilientransaktionen seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000, nachdem die Preise bereits im 2. Quartal 2021 um 10,8 Prozent gegenüber dem 2. Quartal 2020 gestiegen waren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben sich Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 4,2 Prozent verteuert.

Immobilienpreisentwicklung 2022: Nur noch moderate Anstiege

Dezember 2021: Nach Jahren der teils zweistelligen Zuwachsraten scheinen sich die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt in 2022 zu beruhigen. Das prognostiziert jedenfalls Christian Crain, Co-Geschäftsführer der PriceHubble Deutschland GmbH. In einem Interview mit Wohnglück sagte Crain: "Während wir von 2018 bis 2021 Preisanstiege von 25 bis teilweise über 50 Prozent hatten, liegen wir bei den Prognosen für die Immobilienpreisentwicklung 2022 eher bei 2,5 bis 3,5 Prozent."

Wohnungsbedarf: Jährlich müssten 308.000 neue Wohnungen gebaut werden

November 2021: Um den Wohnungsbedarf zu decken, müssen deutschlandweit jährlich 308.000 neue Wohnungen gebaut werden. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die den Wohnungsbedarf bis 2025 berechnet hat. Der Bedarf ist zwar niedriger als in den von starker Zuwanderung gekennzeichneten Jahren zuvor, liegt aber immer noch leicht über der zuletzt nur wenig gestiegenen Bautätigkeit auf zuletzt 306.000 Wohnungen im Jahr 2020. Allerdings entsteht bisher viel Wohnraum in Regionen, die künftig stagnieren oder sogar schrumpfen werden – dort droht dann Leerstand. Großstädte bauen dagegen viel zu wenig.

Wo sich Immobilieninvestitionen im Corona-Jahr besonders gelohnt haben

November 2021: Der Kaufpreisatlas des Vermittlers für Immobilienfinanzierungen Baufi24 in Kooperation mit dem Immobilienbewertungsunternehmen Sprengnetter zeigt, wo sich Immobilieninvestitionen im Corona-Jahr besonders gelohnt haben. In Zwickau stiegen die Wohnungskaufpreise um 17,9 Prozent, in Cottbus um 17,1 Prozent und in Rostock um 17 Prozent. Neben den ostdeutschen Städten sind die Preise auch in Bremerhaven (+ 16 Prozent), in Hildesheim (+ 15,4 Prozent) und in Remscheid (+15,4 Prozent) besonders stark gestiegen. Ausgewertet wurden über 240.000 Datensätze über real erzielte Kaufpreise. Verglichen wurden Daten im Zeitraum von Mai bis Oktober 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum November 2020 bis April 2021. "20 Städte wachsen preislich im zweistelligen Prozentbereich – eine rasante Entwicklung der lokalen Märkte", resümiert Baufi24-CEO Tomas Peeters. "Regionen mit niedrigeren Kaufpreisen ziehen preislich stark an. Das sind klare Folgen der Pandemie: Die Menschen arbeiten nun flexibler und unabhängig vom Arbeitgeberstandort und haben den Wunsch nach mehr Freiraum."

Deutschlandweit lag der Quadratmeterpreis für Wohnungen bei 3.299,70 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 6,93 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Bei Einfamilienhäusern zahlte ein Käufer durchschnittlich 3.990,96 Euro pro Quadratmeter, 7,09 Prozent mehr als noch im Vorhalbjahr.

Eigentumswohnungen in den fünf größten Städten Deutschlands werden weiter teurer

Oktober 2021: Nach Einschätzung des Onlineportals Immoscout24 werden die Preise für Eigentumswohnungen in den großen Städten in den kommenden zwölf Monaten weiter steigen – in Berlin wesentlich stärker als in Köln, Hamburg, Frankfurt oder München und in der Bundesrepublik insgesamt.

Für Berlin rechnen die Autoren des ImmoScout24 WohnBarometers mit einem Preiswachstum von 13,1 Prozent für Bestands-Eigentumswohnungen. Auch für Köln erwarten sie aufgrund der hohen Nachfrage ein Plus von 8,7 Prozent. Die geringste Steigerung wird für Frankfurt am Main mit 5,2 Prozent prognostiziert. Die Stadt liegt allerdings mit 5.635 Euro pro Quadratmeter bereits auf dem zweithöchsten Preisniveau nach München.

Was neu gebaute Eigentumswohnungen betrifft, so wird für Berlin für die kommenden zwölf Monate ein Preisanstieg von 12,8 Prozent prognostiziert. Hamburg folgt mit 7,1 Prozent und Köln sowie Frankfurt am Main mit 5,7 Prozent. In München erwartet ImmoScout24 mit 2,5 Prozent nur noch eine moderate Preisentwicklung.

Preisdynamik für Kaufimmobilien schwächt sich leicht ab – vor allem im Bestand

Oktober 2021: Deutschlandweit stiegen die Angebotspreise für Kaufimmobilien im dritten Quartal weiter, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vorquartal. Zu diesem Ergebnis kommt das ImmoScout24 WohnBarometer. Die Preisdynamik schwächt sich in der gesamtdeutschen Betrachtung vor allem für Häuser zum Kauf ab. Die angebotenen Preise für neugebaute Eigentumswohnungen zogen im dritten Quartal stärker an als im Bestand. Ein Grund dafür dürfte in den deutlich gestiegenen Baukosten liegen.

Eine typische 80 Quadratmeter große Bestandswohnung wird aktuell um 63 Prozent und damit um 77.354 Euro mehr als vor fünf Jahren angeboten. Für bestehende Einfamilienhäuser mit 140 Quadratmetern müssen Käufer rund 141.000 Euro mehr bezahlen als noch vor fünf Jahren.

In Frankfurt ist die Gefahr einer Immobilienblase weltweit am größten

Oktober 2021: Einer aktuellen Studie der Schweizer Großbank UBS zufolge ist der Markt für Wohnimmobilien in Frankfurt am Main so überhitzt wie in keiner anderen Metropolregion weltweit. Das Finanzzentrum am Main weist das höchste Risiko einer Preisblase auf.

Frankfurt liegt damit im untersuchten Zeitraum von Mitte 2020 bis Mitte 2021 vor Toronto, Hongkong und München. Die inflationsbereinigten Wohnungspreise sind der Studie zufolge in Frankfurt seit 2016 jährlich um zehn Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum kletterten die Mieten jedes Jahr um annähernd drei Prozent. Günstige Kredite hätten zur Finanzierung spekulativer Mietprojekte geführt. Zudem habe sich die Bautätigkeit auf das Luxussegment beschränkt – das Angebot an bezahlbarem Wohnraum sei dagegen knapp.

frankfurt am Main
In Frankfurt am Main ist der Markt für Wohnimmobilien besonders überhitzt. © Getty Images/iStockphoto

Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit über 20 Jahren

September 2021: Die Preise für Häuser und Wohnungen steigen immer schneller. Für das zweite Quartal 2021 verzeichnete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden den größten Preisanstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Wohnimmobilien verteuerten sich im Schnitt um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Preise stiegen sowohl in den Städten als auch in ländlichen Regionen deutlich an.

Eigentumswohnungen haben sich im Langfristvergleich am meisten verteuert

September 2021: Der F+B-Wohn-Index Deutschland zeigt, dass sich Eigentumswohnungen innerhalb der vergangenen fünf Jahre im bundesweiten Mittel um 31,6 Prozent verteuert haben. In den vergangenen zehn Jahren wurden sie sogar um 77,9 Prozent teurer. Damit ist die Eigentumswohnung im Langfristvergleich die Objektart mit der höchsten Preissteigerung gewesen.

"Eigenheime konnten allerdings in den letzten fünf Jahren deutlich an Preisdynamik zulegen, die vermutlich tendenziell eher Bauträgern und Verkäufern von Bestandsobjekten zu Gute kam", so der F+B Geschäftsführer Bernd Leutner. Einfamilienhäuser wurden in den vergangenen fünf Jahren um 35,1 Prozent teurer, im Zehn-Jahres-Vergleich wurde eine Preissteigerung von 63,4 Prozent gemessen.

So teuer sind Eigentumswohnungen inzwischen

August 2021: Der Vermittler für Immobilienfinanzierungen, Baufi24, hat 200.000 Immobilientransaktionen seit Beginn der Corona-Pandemie untersucht und die Preise zwischen Mai und Oktober 2020 mit denen zwischen November 2020 und April 2021 verglichen. Demnach liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung in Deutschland inzwischen bei 3.065 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von 6,82 Prozent.

In den deutschen Metropolen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) liegt der Quadratmeterpreis sogar im Schnitt bei 5.685 Euro, was einem Plus von gut sechs Prozent entspricht.

Große regionale Unterschiede bei Immobilienpreisen

Juli 2021: Das Forschungsinstitut des Verbandes Deutscher Pfandbriefbanken, vdpResearch, hat aus den Daten von etwa 350.000 Immobilienkäufen ermittelt, was Eigentumswohnungen und Häuser in 57 deutschen Städten und Landkreisen 2020 kosteten. Das Besondere daran: Die Zahlen beruhen auf Daten aus tatsäch­lich abge­schlossenen Kauf­verträgen, nicht auf Annoncen oder Makler­umfragen.

Die Preise reichen dabei von unter 2.000 Euro pro Quadratmeter in Gera, Suhl oder Eisenach bis zu über 13.000 Euro pro Quadratmeter in München. Im Schnitt verzeichnete vdpResearch im Jahr 2020 ein Plus von 7,4 Prozent. Und der Boom scheint weiterzugehen. Für 2021 erwarten die Immobilienexperten einen Anstieg von mindestens vier Prozent.

Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel "Was kosten Immobilien in eurer Stadt?"

Steigende Preise für Baumaterial verteuern den Hausbau

Juli 2021: Ob Bauholz, Bitumen oder Stahl – für die wichtigsten Baumaterialien sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes innerhalb eines Jahres die Preise teils enorm angestiegen. Bauherren, die keine Fixpreise vereinbart haben, droht deshalb ein Preisschock.

Wo gibt es noch erschwingliche Immobilien?

Juli 2021: Was kostet ein Eigenheim in Deutschland im Durchschnitt? Wo sind Häuser und Wohnungen günstig, wo besonders teuer? Und wie werden sich die Immobilienpreise weiter entwickeln? Diese und viele andere Fragen beantwortet die Sparda-Bank-Studie "Wohnen in Deutschland 2021" – und nennt für jeden Landkreis und jede Stadt die aktuellen Durchschnittspreise für Immobilien.

Preise für Wohnimmobilien steigen weiter an

Juni 2021: Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die Immobilienpreise im 1. Quartal 2021 weiter angestiegen. Trotz (oder gerade wegen) Corona haben sich Wohnungen und Häuser nicht nur in den Ballungsgebieten, sondern auch im ländlichen Raum deutlich verteuert. Nur bei den Kaufnebenkosten gab es einen leichten Rückgang.

Energieeffiziente Immobilien erzielen höhere Marktpreise

Juni 2021: Gebäude in Deutschland, die eine hohe Energieeffizienz haben, erzielen durchschnittlich 23 Prozent höhere Preise am Immobilienmarkt als unsanierte Vergleichsobjekte. Das hat eine Studie der Plattform ImmobilienScout24 im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG) ergeben. Besonders hoch sind die Preisaufschläge bei energieeffizienten Häusern im ländlichen Raum und Altbauten in der Stadt. Mehr dazu hier: Energieeffiziente Immobilien erzielen höhere Marktpreise.

Alarmierende Entwicklung bei Wohneigentumsquote in Deutschland

Januar 2021: Der Anteil der Menschen, die in Deutschland in selbstgenutztem Wohneigentum leben, ist 2018 zum ersten Mal seit 1993 wieder gesunken, wie aus einer Analyse des Berliner Forschungsinstituts Empirica hervorgeht. Demnach leben nur 42 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in den eigenen vier Wänden. In keinem anderen Land der EU ist die Wohneigentumsquote so niedrig. Besonders jüngere Menschen können sich Wohneigentum bei stetig steigenden Immobilienpreisen nicht mehr leisten, da sie es nicht schaffen, das nötige Eigenkapital für den Haus- oder Wohnungskauf aufzubringen.

Entwicklung der Baulandpreise in Deutschland

Die Baulandpreise in Deutschland steigen seit Jahren an – natürlich mit großen regionalen Unterschieden. So kostete ein Quadratmeter baureifes Land im Jahr 2020 laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Schnitt 199 Euro – so viel wie nie zuvor. 2010 mussten Bauwillige nur 130 Euro für den Quadratmeter ausgeben. In München kostete 2019 ein Quadratmeter Bauland in bester Lage ganze 5.900 Euro. Zehn Jahre zuvor konnten Käufer den Quadratmeter dort noch für rund 1.600 Euro erwerben.

Grundsätzlich steigen die Preise für Bauland mit der Gemeindegröße. In Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern kostet der Quadratmeter baureifes Land im Schnitt 71 Euro. In den 14 größten deutschen Städten mit mindestens einer halben Million Einwohnern war es mit 1.213 Euro das 17-fache, wie das Statistische Bundesamt berechnete.

Wo stehen die Immobilienpreise aktuell in Deutschland?

Die Immobilienpreise lagen im ersten Quartal 2022 für Wohngebäude laut Immobilienpreisindex des Statistischen Bundesamtes bei 138,1 Indexpunkten. Das bedeutet, dass die Immobilienpreise beziehungsweise die Preise für Bauleistungen seit 2015 um 38,1 Prozent gestiegen sind. Im Vorjahresquartal lag der Indexwert noch bei 120,8 Punkten. Der Immobilienpreisindex befindet sich damit auf steigendem Niveau.

Der Indexwert von 138,1 bedeutet konkret: Wenn ihr 2015 ein Haus für 200.000 Euro gebaut habt, würde der Bau desselben Hauses heute 276.200 Euro kosten.

Schaut man sich den Zeitverlauf des Immobilienpreisindex an, dann erkennt man, dass die Preise seit 2015 immer weiter angestiegen sind – jedoch von Jahr zu Jahr unterschiedlich stark.

Die Entwicklung der Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland

Seit dem Jahr 2009 sind die Kaufpreise für Eigentumswohnungen nach Angaben des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) bundesweit um 146 Prozent gestiegen.

Dabei gibt es allerdings regionale Unterschiede. In Ostdeutschland sind die Immobilienpreise stärker gestiegen als in Westdeutschland. Die östlichen kreisfreien Städte ohne Berlin und die Landkreise verzeichneten Steigerungen von 19,6 Prozent und 16,9 Prozent. Im Westen verteuerten sich die Eigentumswohnungen in den Landkreisen dagegen um 15,1 Prozent und in den kreisfreien Städten um 12,5 Prozent.

Im Jahr 2021 sind die Immobilienpreise im Bundesdurchschnitt um 14,3 Prozent gestiegen. Der Kaufpreis für eine Eigentumswohnungen im Bestand lag im bundesdeutschen Durchschnitt laut ZIA 2021 bei 3.140 Euro pro Quadratmeter.

In Düsseldorf und Köln sind die Kaufpreise für Eigentumswohnungen 2021 laut ZIA am stärksten gestiegen, und zwar um 16 beziehungsweise 15,3 Prozent. Dort beträgt der Quadratmeterpreis nun durchschnittlich 4.624 Euro und 4.421 Euro.

Im Mittelfeld folgen München, Berlin und Hamburg. Stuttgart und Frankfurt verzeichneten im Vergleich der sieben A-Städte die geringsten Preissteigerungen. Dort stiegen die Mieten 2021 um 9,4 Prozent beziehungsweise 8,7 Prozent.

In München ist eine Eigentumswohnung am teuersten: Hier muss man im Schnitt 8.756 Euro pro Quadratmeter bezahlen.

In den Metropolen sinken dabei die Renditen, weil die Mieten dort weniger stark gestiegen sind als die Kaufpreise.

Die Preisentwicklung für Häuser in Deutschland

Die Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser sind seit 2009 mit 108 Prozent wesentlich geringer gestiegen als die für Eigentumswohnungen. 2021 stiegen sie um 13 Prozent, im Vorjahr waren es noch 10,7 Prozent gewesen.

Im bundesweiten Mittel musste man 2021 einen Preis von 3.455 Euro für den Quadratmeter in einem Eigenheim zahlen.

Das mit Abstand höchste Preisniveau herrscht mit 3.775 Euro pro Quadratmeter in den westdeutschen kreisfreien Städte. In den kreisfreien Städten in Ostdeutschland kostet der Quadratmeter Eigenheim dagegen nur 2.375 Euro. Am günstigsten ist der Hauskauf in den ostdeutschen Landkreisen. Hier liegt der Quadratmeterpreis lediglich bei 1.515 Euro.

Interessant ist, dass laut ZIA die Preise für Einfamilienhäuser im ländlichen Raum mit gleicher Rate wie die Preise in den Metropolen gestiegen sind.

Wovon die Immobilienpreisentwicklung abhängt

Die Immobilienpreisentwicklung hängt von vielen Faktoren ab, wir nennen die vier zentralen.

1. Entwicklung der Einkommen

Bei steigenden Einkommen steigen auch die Immobilienpreise. Denn wenn die Menschen mehr Geld verdienen, steigt auch die Nachfrage nach Immobilien. Weil das Angebot so knapper wird, werden Immobilien teurer. Wird das Einkommen im Schnitt niedriger, sinkt die Nachfrage – und damit sinken zeitverzögert auch die Preise.

2. Entwicklung der Zinsen

Die niedrigen Zinsen für Immobilienkredite wirken sich ebenfalls auf die Immobilienpreise aus. Durch die ständig sinkenden Zinsen steigen auch die Immobilienpreise – denn wenn Hauskäufer weniger Zinsen für die Finanzierung des Eigenheims bezahlen müssen, dann können sie sich einen höheren Kaufpreis leisten. Außerdem sorgen die niedrigen Zinsen dafür, dass die Nachfrage nach Immobilien steigt – und mit der Nachfrage steigt der Preis. Die Bauzinsen steigen allerdings seit geraumer Zeit wieder an.

3. Immobilien als sichere Geldanlage

Immobilien werden als Wertanlage immer beliebter. Besonders in Krisenzeiten setzen die Menschen vermehrt auf Häuser und Immobilien – und investieren weniger in andere Anlageformen. Die Preisentwicklung auf dem deutschen Immobilienmarkt ermöglicht dabei auch deutlich höhere Renditen als viele andere Anlageformen. Und so investieren nicht nur Deutsche ins selbst genutzte Eigenheim, sondern auch vermehrt internationale Investoren in den sicheren deutschen Immobilienmarkt.

4. Entwicklung und Verhalten der Bevölkerung

Wächst die Bevölkerung, dann ist davon auszugehen, dass auch die Nachfrage nach Immobilien steigt – und damit wiederum die Immobilienpreise. Auch der in den vergangenen Jahren große Zuzug in Metropolen hat zu den sehr hohen Preisen besonders in diesen Städten geführt. Weil die Preise dort mittlerweile sehr hoch sind, können sich viele Menschen dort den Immobilienkauf nicht mehr leisten und suchen sich ein Eigenheim im Umland der Metropolen.

Das führt wiederum dort zu einem Preisanstieg. So sind die Preisanstiege im Umland von Berlin, Hamburg, München, Köln und Stuttgart seit 2017 sogar höher ausgefallen als in den Städten selber.

Auch der Trend zu kleiner werdenden Haushalten spiegelt sich in den Immobilienpreisen nieder. So sollen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 204o mehr als 45 Prozent der Menschen in Single-Haushalten leben. Im Jahr 1991 waren es noch 33,6 Prozent. Die Anzahl der Menschen in größeren Haushalten sinkt jedoch seit Jahren. Weil weniger Menschen pro Wohnung insgesamt mehr Platz benötigen, können auch durch diesen Effekt die Immobilienpreise steigen.

Mieten oder Kaufen – die ewige Frage

Ob sich ein Kauf bei den immer weiter steigenden Immobilienpreisen noch lohnt, fragen sich viele Menschen. Die Antwort: Es kommt drauf an. Einen Anhaltspunkt dafür, ob sich der Immobilienkauf lohnt, liefert der Vergleich von Kauf- und Mietpreisen in einer Region. Der Faktor, wie viele Jahresmieten für den Immobilienkauf benötigt werden, kann darüber Aufschluss geben.

Die regionalen Unterschiede sind dabei in Deutschland sehr groß. Während im Burgendlandkreis in Sachsen-Anhalt gerade einmal elf Nettokaltmieten für den Immobilienkauf aufgewendet werden müssen, sind es im Landkreis Nordfriesland an der Nordsee 72 Nettokaltmieten.

Wenn eine Wohnung für weniger als das 25-fache der Jahresmiete zu haben ist, dann lohnt sich der Kauf in der Regel. Das ist laut einer Studie des Forschungsinstituts des Verbandes Deutscher Pfandbriefbanken, vdpResearch, in 125 von 401 deutschen Landkreisen und Städten der Fall. Darunter sind zum Beispiel Emden, Görlitz, Jena, Speyer und auch Lübeck. In keiner Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern ist das Kaufpreis-Miete-Verhältnis so günstig wie in der Hansestadt.

Kostet Wohneigentum dagegen mehr als das 30-fache der Jahresmiete, dann lohnt sich der Kauf eher nicht. Das ist in immerhin 96 Kreisen und Städten der Fall, darunter die Großstädte Berlin, Hamburg, München und Stuttgart. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel "Neuer Vergleich: Was kosten Immobilien in eurer Stadt?".

Grafik Wo die Kaufpreise gemessen an den Mieten noch moderat sind

Immobilienpreise: Die teuersten Städte Deutschlands

Wer in einer deutschen Großstadt eine Immobilie erwerben will, der muss tief in die Tasche greifen. Doch nicht nur die Region ist entscheidend, sondern auch, was die Käufer erwerben wollen.

So müssen Kaufwillige für ein Einfamilienhaus mit rund 120 Quadratmetern in Frankfurt einen höheren Preis bezahlen als in Düsseldorf. Der Quadratmeter Bauland hingegen ist in der Rheinmetropole teurer als am Main.

Wir zeigen euch, in welchen sieben Städten der Hauskauf am teuersten ist. Die Hauspreise sind Durchschnittswerte von Preisen für Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenendhäusern, die auf Angebotspreisen in Immobilienportalen beruhen.

Welches die teuersten Immobilien 2021 in Deutschland waren, das lest ihr hier.

Deutsche Immobilienpreise im internationalen Vergleich

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte lagen die deutschen Immobilienpreise im Jahr 2018 im internationalen Vergleich lediglich im Mittelfeld. Für die Untersuchung wurden Immobilienpreise aus 16 europäischen Ländern mit dem dort durchschnittlich verfügbaren Einkommen verglichen. Am günstigsten ist der Hauskauf demnach in Portugal und Belgien, am teuersten in Tschechien.

Laut Deloitte reichen in Deutschland fünf bis sechs Jahresgehälter, um eine 70 Quadratmeter große Wohnung zu kaufen. In Österreich und Norwegen gilt das gleiche. Aber in elf der untersuchten Länder sei der Immobilienkauf teurer. In Tschechien müssten die Menschen sogar elf Jahresgehälter für eine Wohnung ausgeben.

Die regionalen Unterschiede sind allerdings in Deutschland sehr groß. Gerade in Großstädten und Ballungszentren müssen Menschen viel mehr für eine 70-Quadratmeter-Wohnung zahlen.

Immobilienpreise 2030: Prognosen und Thesen

Die Immobilienpreise in Deutschland sind hoch – aber bleibt das auch so? Eine Studie von Schwäbisch Hall und der Universität Freiburg aus dem März 2020 hat einen Blick in die Zukunft gewagt. Die Prognose: Bis 2030 steigen die Immobilienpreise weiter. Gerade in begehrten Lagen im Süden des Landes und in Ballungszentren erhöhen sich laut Studie die Preise sogar bis 2060 – denn die hohe Nachfrage hält an.

Obwohl die Bevölkerungsanzahl laut der Forscher zurückgeht, steige die Nachfrage an Wohnraum. Denn der Trend zu kleinen Haushalten wird weiter anhalten. So steige die Haushaltsanzahl bis 2030 um sechs Prozent. Trotz geringer werdender Bevölkerung wird die Haushaltsanzahl laut Prognosen der Forscher 2060 auf dem heutigen Stand sein. Und auch die Wohnfläche pro Person nimmt weiter zu: Heute liegt sie bei 45 Quadratmeter pro Person, 2030 bei 49 Quadratmeter pro Person.

Auch das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut kommt im Postbank Wohnatlas zu dem Schluss, dass die Preise bis 2030 vielerorts weiter steigen werden. "In mehr als der Hälfte der 401 deutschen Kreise und Städte können Wohnungsbesitzer damit rechnen, dass ihre Immobilie bis mindestens 2030 real an Wert gewinnt", heißt es dort.

Den heftigsten Preisanstieg werden laut den Experten die Landkreise rund um München haben. Auch in München selber soll es noch weiter nach oben gehen. Ländlichen Regionen im Osten hingegen bescheinigen die Experten einen Stillstand oder sogar Rückgang bei den Immobilienpreisen.

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