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Grundstückspreise: So viel kostet Baugrund in Deutschland
- Aktuelle Grundstückspreise in Deutschland – ein Überblick
- Grundstückspreise in Großstädten
- Grundstückspreise nach Bundesland
- Diese Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis
- Entwicklung und Prognose für Baulandpreise
- So wird der Quadratmeterpreis für Bauland ermittelt
- Grundlagen: Welche Nebenkosten den Grundstückspreis erhöhen
- Grundstück günstig kaufen: 10 Tipps
- Fazit: Das richtige Grundstück für dich
- Die wichtigsten Fragen rund um den Grundstückspreis
Das Wichtigste in Kürze
- Der durchschnittliche Grundstückspreis in Deutschland liegt laut Statistischem Bundesamt derzeit bei rund 270 Euro pro Quadratmeter für baureifes Land.
- Je näher du an Ballungsräumen suchst, desto höher liegt der Quadratmeterpreis.
- In einigen Großstädten zahlst du im Schnitt um die 1.000 Euro pro Quadratmeter, je nach Lage vereinzelt auch deutlich mehr.
- Wenn du ein günstiges Grundstück suchst, lohnt sich der Blick auf ländliche Gemeinden. In Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern bekommst du Bauland für um die 100 Euro pro Quadratmeter, teilweise auch darunter.
- Es kommen Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Erschließungskosten dazu. Zusammen macht das bis zu 15 Prozent Mehrkosten zusätzlich zum Kaufpreis.
- Der Bodenrichtwert ist die Basis, doch Lage, Erschließung und Bebauungsrecht bestimmen den tatsächlichen Preis.
Das kannst du tun
- Starte direkt deine Grundstückssuche, um passende Angebote in deiner Wunschregion zu entdecken.
- Nutze den Bodenrichtwert zur Orientierung und prüfe mit der Immobilienbewertung von Wohnglück.de, ob dein Budget für dein Traumhaus realistisch ist.
- Suche aktiv nach Baulücken, Zwangsversteigerungen oder kommunalen Angeboten. Dort findest du oft günstigere Grundstücke.
- Rechne die Nebenkosten mit ein. Dazu gehören auch mögliche Erschließungs- oder Herrichtungskosten.
- Finde mit Wohnglück.de passende Baufinanzierungsangebote.
Grundstückspreise schwanken stark, je nachdem, wo du suchst, ob das Grundstück erschlossen ist, und wie gefragt die Lage ist. Gerade in Städten können die Preise extrem hoch sein, während du in ländlichen Regionen mitunter noch echte Schnäppchen findest. Damit du besser einschätzen kannst, was ein realistischer Preis für Baugrund in deiner Wunschregion ist, bekommst du hier einen aktuellen Überblick und konkrete Tipps.
Aktuelle Grundstückspreise in Deutschland – ein Überblick
Wie viel musst du für ein Grundstück zahlen? Die Antwort fällt in Deutschland sehr unterschiedlich aus. Während du auf dem Land manchmal noch echte Schnäppchen findest, bewegen sich die Preise in Großstädten auf einem ganz anderen Niveau.
Laut Statistischem Bundesamt kostete ein Quadratmeter baureifes Land 2024 im Durchschnitt rund 270 Euro. Für ein 500 Quadratmeter großes Grundstück ergibt das einen Preis von etwa 135.000 Euro, ohne Nebenkosten.
Für dieselbe Grundstücksgröße musst du mancherorts aber auch knapp eine halbe Million Euro oder mehr in die Hand nehmen. Denn die statistische Angabe des Bundesamts ist nur ein grober Mittelwert. Die tatsächlichen Kosten können je nach Lage deutlich abweichen und auch die Unterschiede zwischen Stadt und Land sind extrem:
- In kleinen Gemeinden liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis teilweise unter 100 Euro.
- In Großstädten bewegen sich die Quadratmeterpreise schnell im Bereich mehrerer Hundert oder gar 1.000 Euro. Einzelne gefragte Stadtviertel wie in München oder Frankfurt können auch deutlich darüber liegen.
Was steckt hinter dieser Spannbreite beim Grundstückspreis?
Neben der Größe einer Stadt zählen viele weitere Faktoren: Wie gut ist das Grundstück angebunden? Liegt es in einem gefragten Wohngebiet? Ist es bereits erschlossen? Gibt es einen Bebauungsplan oder Einschränkungen durch Umweltauflagen? All diese Aspekte beeinflussen den Preis. Die Frage, was ein Grundstück tatsächlich kostet, lässt sich also nur regional beantworten.
Grundstückspreise in Großstädten
In Städten mit über 500.000 Einwohnern liegen die Grundstückspreise deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Besonders in Süddeutschland und in wirtschaftlich starken Regionen musst du mit deutlich höheren Kosten rechnen.
Die folgende Tabelle zeigt dir die mittleren Quadratmeterpreise für baureife Grundstücke (von 300 bis 800 Quadratmetern in mittlerer bis guter Lage). Zusätzlich siehst du, wie viel ein Grundstück von 400 oder 600 Quadratmetern in diesen Städten kosten würde, zur besseren Orientierung bei deiner Budgetplanung.
| Stadt | Preis pro Quadratmeter (mittlerer Wert) | Kosten für 400 Quadratmeter | Kosten für 600 Quadratmeter |
|---|---|---|---|
| Berlin | 495 € | 198.000 € | 297.000 € |
| Bremen | 385 € | 154.000 € | 231.000 € |
| Dortmund | 450 € | 180.000 € | 270.000 € |
| Dresden | 385 € | 154.000 € | 231.000 € |
| Duisburg | 360 € | 144.000 € | 216.000 € |
| Düsseldorf | 800 € | 320.000 € | 480.000 € |
| Essen | 460 € | 184.000 € | 276.000 € |
| Frankfurt am Main | 1.300 € | 520.000 € | 780.000 € |
| Hamburg | 800 € | 320.000 € | 480.000 € |
| Hannover | 570 € | 228.000 € | 342.000 € |
| Köln | 1.040 € | 416.000 € | 624.000 € |
| Leipzig | 260 € | 104.000 € | 156.000 € |
| München | 2.750 € | 1.100.000 € | 1.650.000 € |
| Nürnberg | 735 € | 294.000 € | 441.000 € |
| Stuttgart | 1.685 € | 674.000 € | 1.011.000 € |
Was dir die Tabelle zeigt
- Die höchsten Grundstückspreise finden sich klar in den wirtschaftlich starken und hoch nachgefragten Städten Deutschlands.
- München liegt mit Abstand vorn: Ein Grundstück von 400 Quadratmetern kostet hier im Schnitt über eine Million Euro. Im lokalen Extremfall (dieser lag 2025 bei 4.500 Euro pro Quadratmeter) wären sogar 1,8 Millionen Euro fällig, ohne Immobilie.
- Stuttgart folgt auf dem zweiten Platz mit einem mittleren Quadratmeterpreis von 1.685 Euro. Auch in Frankfurt oder Köln musst du mit Preisen über 1.000 Euro pro Quadratmeter rechnen.
- Interessant ist, dass die Preise in Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg zwar ebenfalls hoch sind, jedoch deutlich hinter den Top-Städten zurückbleiben.
- Auch Städte wie Dortmund, Hannover oder Essen bewegen sich unter dem Spitzenniveau, aber immer noch weit über dem Bundesdurchschnitt von etwa 270 Euro.
- Leipzig, Dresden oder Duisburg gehören zu den günstigeren Großstädten. Lokale Abweichungen sind natürlich möglich.
Fazit für deine Planung
Wenn du in einer Großstadt ein Grundstück suchst, solltest du dein Budget realistisch einschätzen und die Folgekosten nicht vergessen: Erschließung, Notar, Grunderwerbsteuer und eventuell Maklerprovision kommen noch obendrauf. Falls dir die Grundstückspreise in den Metropolen zu hoch sind, kann sich ein Blick ins Umland lohnen.
Grundstückspreise nach Bundesland
Nachfolgende Tabelle zeigt die Grundstückspreise in den einzelnen Bundesländern beispielhaft für Grundstücksgrößen von 400 und 600 Quadratmetern. Wie du siehst, schwanken die Kosten je nach Region stark.
Insgesamt gilt: je höher die Urbanisierung und Nachfrage, desto teurer das Bauland. Die höchsten Grundstückspreise auf Bundeslandebene finden sich erwartungsgemäß in Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg. In Bundesländern wie Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern sind die Preise hingegen deutlich günstiger.
Hinweis: Die Preise für die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen tauchen sowohl in der folgenden Bundesländer-Statistik als auch in der Städte-Tabelle (oben) auf. Die Werte unterscheiden sich, da sie auf verschiedenen Erhebungsgrundlagen basieren. Letztlich handelt es sich in beiden Fällen ohnehin nur um statistische Annäherungen. Der tatsächliche Preis eines Grundstücks lässt sich nur im konkreten Einzelfall zuverlässig ermitteln.
| Bundesland | Preis pro Quadratmeter (amtlicher Durchschnitt) | Kosten für ein Grundstück von 400 Quadratmetern | Kosten für ein Grundstück von 600 Quadratmetern |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 357 € | 142.800 € | 214.200 € |
| Bayern | 381 € | 152.400 € | 228.600 € |
| Berlin | 705 € | 282.000 € | 423.000 € |
| Brandenburg | 177 € | 70.800 € | 106.200 € |
| Bremen | 262 € | 104.800 € | 157.200 € |
| Hamburg | 997 € | 398.800 € | 598.200 € |
| Hessen | 246 € | 98.400 € | 147.600 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 115 € | 46.000 € | 69.000 € |
| Niedersachsen | 148 € | 59.200 € | 88.800 € |
| Nordrhein-Westfalen | 273 € | 109.200 € | 163.800 € |
| Rheinland-Pfalz | 175 € | 70.000 € | 105.000 € |
| Saarland | 140 € | 56.000 € | 84.000 € |
| Sachsen | 109 € | 43.600 € | 65.400 € |
| Sachsen-Anhalt | 65 € | 26.000 € | 39.000 € |
| Schleswig-Holstein | 137 € | 54.800 € | 82.200 € |
| Thüringen | 74 € | 29.600 € | 44.400 € |
Tipp: Wenn du flexibel bist und nicht zwingend in eine Metropole ziehen möchtest, kannst du in vielen Regionen Deutschlands deutlich günstiger kaufen. Gute Infrastruktur gibt es auch jenseits der Großstädte; gerade mittlere Städte oder gut angebundene Umlandgemeinden bieten interessante Alternativen.
Diese Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis
Warum ein bestimmtes Grundstück kostet, was es kostet, hängt von vielen Dingen ab. Neben dem offiziellen Bodenrichtwert spielt vor allem das konkrete Umfeld eine Rolle: also unter anderem Lage, Infrastruktur, Zuschnitt, Zustand und mögliche Nutzung.
1. Lage
Die Lage zählt zu den stärksten Einflussfaktoren. Innerhalb einer Stadt oder Gemeinde können die Preise je nach Wohnlage stark schwanken. Besonders gefragt sind Grundstücke mit guter Verkehrsanbindung, Nähe zur Innenstadt oder ruhiger, grüner Umgebung. Auch Umlandgemeinden profitieren, wenn sie gut angebunden sind.
2. Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert gibt an, wie viel ein Quadratmeter unbebauten Grundstücks in einem bestimmten Gebiet durchschnittlich kostet. Er dient als Orientierung, aber nicht als verbindlicher Preis. Den Bodenrichtwert kannst du über das Bodenrichtwertinformationssystem (BORIS) oder bei deiner Gemeinde abrufen.
3. Erschließung
Ist ein Grundstück schon erschlossen – also an Strom, Wasser, Abwasser, Gas und Internet angebunden – ist es meist teurer. Bei unerschlossenen Grundstücken fallen später Erschließungskosten an, die du unbedingt einplanen solltest. Sie können mehrere Tausend Euro betragen.
4. Bebaubarkeit und Nutzungsart
Nicht jedes Grundstück darf automatisch mit einem Einfamilienhaus bebaut werden. Der Bebauungsplan der Gemeinde regelt, was erlaubt ist, zum Beispiel wie viele Stockwerke, welche Bauweise oder ob eine gewerbliche Nutzung möglich ist. Je mehr Spielraum du beim Bauen hast, desto wertvoller ist das Grundstück.
5. Grundstücksgröße und -zuschnitt
Sehr kleine oder sehr große Grundstücke sind oft schwieriger zu verkaufen. Das wirkt sich auf den Preis aus. Auch die Form zählt: Rechteckige Flächen lassen sich meist besser bebauen als schmale oder verwinkelte Grundstücke.
6. Bodenbeschaffenheit
Was unter der Grasnarbe liegt, kann teuer werden. Weicher Boden, Felsen oder Altlasten treiben die Kosten für den Bau in die Höhe. Ein Baugrundgutachten hilft dir, Risiken früh zu erkennen. Wenn du feststellst, dass der Untergrund problematisch ist, kannst du den Kaufpreis vielleicht verhandeln.
7. Infrastruktur
Gute Erreichbarkeit, Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, Nähe zu Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder ärztlicher Versorgung wirken sich positiv auf den Grundstückspreis aus. Auch geplante Infrastrukturprojekte (wie eine neue S-Bahn-Linie) können den Preis steigen lassen.
8. Angebot und Nachfrage
Steigt die Nachfrage, etwa in beliebten Wohnregionen, bei gleichzeitig knappem Bauland, klettern die Preise. In schrumpfenden Regionen mit mehr Angebot als Nachfrage sinken sie dagegen. Auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie Zinsen oder Förderprogramme beeinflussen die Entwicklung.
Entwicklung und Prognose für Baulandpreise
Die Entwicklung der Baulandpreise in Deutschland ist kein einheitlicher Trend, sondern ein vielschichtiges Bild. In den vergangenen Jahren hatten viele Regionen starke Preissteigerungen erlebt, aber seit 2023 flacht dieser Trend merklich ab und teils kehrt sich die Entwicklung sogar um.
Warum sich der Grundstücksmarkt bewegt
- Steigende Bauzinsen seit 2022 haben die Nachfrage nach Bauprojekten und damit auch nach Bauland gedämpft. Durch sinkende oder stabile Zinsen seit 2025 können Nachfrage und Preise wieder anziehen, aber der Effekt ist aktuell noch moderat.
- Die Zahl der realisierten Neubauten bleibt hinter dem Bedarf zurück. Zwar gibt es politische Anstrengungen (Bauturbo, Beschleunigung von Genehmigungsprozessen), doch die Bautätigkeit bleibt auf einem Niveau, das auch den Druck auf Baulandpreise nicht vollständig mindert.
- In Metropolen und wirtschaftsstarken Zentren ist der Boden knapp. Hier führen hohe Nachfrage und beschränkte Verfügbarkeit dazu, dass Preise stabil hoch bleiben oder weiter steigen. In ländlichen oder strukturschwächeren Regionen sind die Zuwächse oft deutlich geringer oder die Preise stagnieren.
Eine klare, einheitliche Prognose für die kommenden Jahre bleibt schwierig, denn der Markt reagiert auf vielfältige Faktoren. Informiere dich hier auch über die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland.
So wird der Quadratmeterpreis für Bauland ermittelt
Wenn du wissen willst, ob der Preis für ein Grundstück fair ist, lohnt sich ein Blick auf zwei zentrale Methoden: das Vergleichswertverfahren und den Bodenrichtwert. Beide helfen dir dabei, den Grundstückswert realistisch zu ermitteln und eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Vergleichswertverfahren
Beim Vergleichswertverfahren analysieren Fachleute, zu welchem Preis ähnliche Grundstücke in der Umgebung verkauft wurden. Dabei achten sie auf Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung und Bebaubarkeit. Die sogenannten Gutachterausschüsse sammeln diese Daten anonymisiert in Kaufpreissammlungen.
Wenn ausreichend Vergleichswerte vorliegen, lässt sich ein realistischer Quadratmeterpreis für dein Grundstück ableiten. Voraussetzung: Die Vergleichsgrundstücke müssen wirklich ähnlich sein. Gibt es keine passenden Vergleichswerte, verliert das Verfahren an Aussagekraft.
Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert ist ein offizieller Orientierungswert, den die Gutachterausschüsse in regelmäßigen Abständen festlegen, meist jährlich oder alle zwei Jahre. Er basiert auf tatsächlichen Verkäufen in einer bestimmten Bodenrichtwertzone und gibt den durchschnittlichen Quadratmeterpreis für baureifes Land in dieser Zone an.
Wichtig: Wie bereits erwähnt, bildet der Bodenrichtwert nicht den konkreten Preis für ein einzelnes Grundstück ab, sondern stellt nur einen statistischen Mittelwert dar. Lage, Erschließung oder Bebauungsplan können den tatsächlichen Grundstückspreis deutlich nach oben oder unten abweichen lassen.
Grundlagen: Welche Nebenkosten den Grundstückspreis erhöhen
Wenn du ein Grundstück kaufen willst, solltest du nicht nur auf den Kaufpreis schauen. Denn zusätzlich zum Preis für das Grundstück fallen mehrere Nebenkosten an, und die summieren sich oft bis zu 15 Prozent on top. Rechne sie deshalb frühzeitig ein, idealerweise schon bei der Budgetplanung:
Erschließungskosten
Nicht jedes Grundstück ist vollständig erschlossen. Falls noch kein Anschluss an Strom, Wasser, Abwasser, Gas oder Internet besteht, musst du das nachholen, auf eigene Kosten. Auch der Ausbau von Straße, Gehweg oder Beleuchtung kann dazugehören. Für ein unerschlossenes Grundstück musst du mit Erschließungskosten zwischen 7.000 und 10.000 Euro rechnen. Je nach Aufwand sogar mehr.
Tipp: Lass dir vom Verkäufer schriftlich bestätigen, ob das Grundstück vollständig erschlossen ist. Oder kläre es direkt mit der Gemeinde.
Herrichtungskosten
Bevor du bauen kannst, musst du das Grundstück außerdem eventuell vorbereiten. Dazu zählen:
- vorhandene Gebäude abreißen
- Bäumen oder Wurzeln entfernen
- Altlasten beseitigen (wie kontaminierter Boden)
- Höhenunterschiede oder Felsformationen ausgleichen
Diese Herrichtungskosten hängen stark vom Einzelfall ab. Ein Gutachter kann dir helfen, den Aufwand realistisch einzuschätzen.
Grunderwerbsteuer
Diese Steuer zahlst du beim Grundstückskauf einmalig an das Finanzamt. Je nach Bundesland liegt die Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Sie wird beim Notartermin fällig und ist Voraussetzung für den Eintrag ins Grundbuch.
Notar- und Grundbuchkosten
Beim Kauf eines Grundstücks ist die notarielle Beurkundung gesetzlich vorgeschrieben. Die Notarkosten sowie die Gebühren für die Eintragung ins Grundbuch betragen zusammen meist rund 1,5 Prozent des Kaufpreises. Nutze gern den kostenlosen Notarkostenrechner auf Wohnglück.de.
Maklerprovision
Wenn du das Grundstück über einen Makler kaufst, kann zusätzlich eine Maklerprovision anfallen. Diese liegt – je nach Region – bei bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises, oft wird sie zwischen Käufer- und Verkäuferseite aufgeteilt. Prüfe den Maklervertrag genau, bevor du unterschreibst.
Tipp: Bei Wohnglück.de findest du Unterstützung für deinen gesamten Weg zum eigenen Traumhaus: von der Grundstückssuche über die Baufinanzierung und Bauplanung bis zur Baubegleitung.
Grundstück günstig kaufen: 10 Tipps
Ein Grundstück zu finden, das bezahlbar ist und gleichzeitig zu deinen Bedürfnissen passt, ist oft gar nicht so einfach. Vor allem in Regionen mit hoher Nachfrage steigen die Preise schnell. Mit diesen Tipps erhöhst du deine Chancen auf ein gutes Angebot und behältst die Kontrolle über dein Budget.
1. Ins Umland oder in kleinere Orte ausweichen
In Großstädten sind Grundstückspreise besonders hoch. Aber einige Kilometer außerhalb kannst du deutlich günstiger kaufen, oft bei ähnlicher Infrastruktur. Schau dir gezielt kleinere Städte und Gemeinden im Umland an, die gut angebunden sind. Jetzt Grundstückssuche starten!
2. Baulücken und ungenutzte Flächen entdecken
Manche Grundstücke in bestehenden Wohngebieten stehen schon lange leer: sogenannte Baulücken. Auch ehemalige Gewerbeflächen oder verwilderte Grundstücke können eine gute Option sein, wenn sie baureif oder erschließbar sind.
3. Angebote von Kommunen prüfen
Viele Städte und Gemeinden vergeben Grundstücke zu Sonderkonditionen, zum Beispiel an Familien oder für nachhaltige Bauprojekte. Informiere dich auf den Webseiten der Kommunen oder direkt beim Bauamt.
4. Unerschlossene Grundstücke in Betracht ziehen
Nicht erschlossene Grundstücke sind meist günstiger, aber mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Wenn du bereit bist, die Erschließungskosten zu tragen, kannst du dadurch sparen. Lass dir den Zustand aber immer genau bestätigen.
5. Ohne Makler kaufen
Wenn du das Grundstück direkt vom Eigentümer oder von der Kommune kaufst, sparst du dir die Maklerprovision. Suche gezielt nach solchen Angeboten auf Plattformen, in Anzeigen oder bei Ausschreibungen.
6. Preisverhandlungen nicht scheuen
Gerade bei privaten Verkäufen lohnt es sich, über den Preis zu sprechen. Wenn das Grundstück schon länger am Markt ist oder Mängel aufweist, ist oft Verhandlungsspielraum drin. Informiere dich vorher über Bodenrichtwert und Vergleichspreise.
7. Auf Zwangsversteigerungen achten
Zwangsversteigerungen von Grundstücken können echte Schnäppchen sein, vorausgesetzt, du kennst die Bedingungen. Infos findest du auf den Seiten der Amtsgerichte oder bei spezialisierten Plattformen.
8. Förderprogramme nutzen
Viele Bundesländer oder Kommunen fördern den Grundstückskauf, etwa für Familien, nachhaltige Bauweisen oder energetische Projekte. Auch KfW-Programme können indirekt beim Grundstückskauf helfen.
9. Finanzierung optimieren
Je günstiger dein Kredit, desto mehr kannst du dir leisten. Vergleiche verschiedene Baufinanzierungsangebote, achte auf Nebenkosten und prüfe Sonderkonditionen. Schon ein halber Prozentpunkt Zinsunterschied kann viel ausmachen. Jetzt Baufinanzierung vergleichen.
10. Geduldig und flexibel bleiben
Die Grundstückssuche kann dauern. Setz dir Prioritäten, aber sei offen für Alternativen bei Lage, Zuschnitt oder Grundstücksgröße. Manchmal lohnt ein Plan B mehr als ewiges Warten auf das eine perfekte Grundstück.
Tipp: Marktpreise prüfen mit der Immobilienbewertung von Wohnglück.de
Bevor du ein Grundstück kaufst (oder verkaufst), lohnt sich ein genauer Blick auf den Marktwert. Mit der kostenlosen Immobilienbewertung von Wohnglück.de bist du auf der sicheren Seite. Mit wenigen Klicks erhältst du eine fundierte Einschätzung des Marktwerts und eine Prognose zur Wertentwicklung.
Fazit: Das richtige Grundstück für dich
Grundstücke sind teuer. Das lässt sich nicht wegreden. Aber der Grundstücksmarkt ist in Bewegung und das spielt dir in vielen Regionen in die Karten. Oft sind es die unauffälligen Lagen, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Je besser du den Markt kennst, desto souveräner kannst du entscheiden, vergleichen und verhandeln.
Die wichtigsten Fragen rund um den Grundstückspreis
Welche Faktoren beeinflussen die Grundstückspreise?
Besonders wichtig sind die Lage, der Bodenrichtwert, die Erschließung, die Bebaubarkeit, die Größe und Form des Grundstücks sowie die Infrastruktur in der Umgebung. Auch Angebot und Nachfrage, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und regionale Entwicklungen spielen eine Rolle. Je attraktiver und besser angebunden ein Grundstück liegt, desto höher fällt der Preis aus.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückswert?
Neben dem aktuellen Bodenrichtwert beeinflussen vor allem die individuelle Beschaffenheit und Nutzungsmöglichkeiten den Grundstückswert. Dazu zählen etwa die Erschließung, das Baurecht, die Bodenqualität, die Form des Grundstücks und der Zugang zur öffentlichen Infrastruktur. Auch mögliche Altlasten oder Einschränkungen durch Bebauungspläne wirken sich auf den Wert aus.
Welche Kosten kommen beim Grundstückskauf zusätzlich zum Kaufpreis auf mich zu?
Zusätzlich zum Kaufpreis musst du mit verschiedenen Nebenkosten rechnen. Dazu gehören die Grunderwerbsteuer (zwischen 3,5 % und 6,5 %, je nach Bundesland), Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5 %) sowie eventuell eine Maklerprovision (bis zu 7,14 %). Auch Erschließungskosten, Herrichtungskosten oder ein Baugrundgutachten können hinzukommen. In der Summe machen diese Kosten oft bis zu 15 % zusätzlich zum Kaufpreis aus.
Wie kann ich den Wert meines Grundstücks selbst ermitteln?
Du kannst den Bodenrichtwert deiner Region über das Bodenrichtwertinformationssystem (BORIS) abrufen. Zusätzlich hilft dir ein Vergleich mit ähnlichen Grundstücken in der Umgebung. Noch genauer wird die Einschätzung, wenn du ein Baugrundgutachten in Auftrag gibst oder ein professionelles Immobilienbewertungstool nutzt. So bekommst du eine gute Orientierung, wie hoch der Grundstückswert wirklich ist.
Wie wird der Grundstückspreis ermittelt?
Der Grundstückspreis ergibt sich in der Regel aus dem Bodenrichtwert und den individuellen Merkmalen des Grundstücks. Fachleute nutzen häufig das Vergleichswertverfahren, bei dem ähnliche Grundstücke aus der Umgebung als Grundlage dienen. Dabei werden Lage, Erschließung, Größe und Bebaubarkeit berücksichtigt. Letztlich gilt aber: Der tatsächliche Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage und wird zwischen Käufer und Verkäufer ausgehandelt.
Welche Nebenkosten erhöhen die Grundstückspreise?
Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklerprovision erhöhen nicht den Grundstückspreis an sich, aber sie treiben deine Gesamtkosten beim Kauf in die Höhe. Wenn das Grundstück noch nicht erschlossen ist oder Herrichtungskosten anfallen, kommen zusätzliche Ausgaben dazu, die den Endpreis spürbar steigen lassen. Deshalb solltest du diese Posten von Anfang an mit einplanen.
Wie entwickeln sich die Grundstückspreise?
Die Entwicklung ist regional sehr unterschiedlich. Während die Preise in den vergangenen Jahren bundesweit stark gestiegen sind, beobachten viele Marktbeobachter inzwischen eine Stabilisierung, teils sogar Rückgänge in ländlichen Regionen oder wirtschaftlich schwächeren Gegenden. In Großstädten und ihrem direkten Umland bleiben die Preise aber meist auf hohem Niveau. Für die nächsten Jahre erwarten viele Fachleute einen insgesamt ruhigeren Markt.
Wer gibt Auskunft über Grundstückspreise?
Gutachterausschüsse vor Ort sind die erste Anlaufstelle für offizielle Informationen. Sie veröffentlichen regelmäßig Bodenrichtwerte und werten Kaufpreise aus. Auch Gemeinden, Katasterämter oder das Online-Portal BORIS liefern verlässliche Daten.
In welchen Bundesländern sind die Grundstückspreise am niedrigsten?
Die niedrigsten Grundstückspreise findest du aktuell in ostdeutschen Bundesländern wie Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Dort liegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise oft unter 100 Euro. Besonders in ländlichen Regionen dieser Bundesländer kannst du noch vergleichsweise günstig bauen, allerdings variiert das stark nach Standort und Erschließung.
Warum steigen die Grundstückspreise?
Grundstückspreise steigen vor allem dann, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Das ist oft in Städten oder wirtschaftlich starken Regionen der Fall. Weitere Faktoren sind niedrige Zinsen, Bevölkerungswachstum, steigende Baukosten und die Attraktivität bestimmter Lagen. Auch politische Rahmenbedingungen und Förderprogramme können die Preise beeinflussen.
In welchen Städten sind die Grundstückspreise am höchsten?
Die höchsten Grundstückspreise findest du in Städten wie München, Frankfurt am Main, Stuttgart und Köln. Dort zahlst du häufig weit über 1.000 Euro pro Quadratmeter, in München im Schnitt sogar 2.750 Euro. Grund dafür ist die starke Nachfrage, gepaart mit begrenztem Bauland und hoher Lebensqualität. Auch Hamburg, Düsseldorf und Berlin gehören zu den Städten mit hohen Preisen.
Wann sinken die Grundstückspreise?
Grundstückspreise sinken in der Regel dann, wenn die Nachfrage zurückgeht, etwa wegen steigender Zinsen, wirtschaftlicher Unsicherheit oder wachsendem Angebot. Auch wenn Regionen an Attraktivität verlieren oder weniger Menschen zuziehen, kann das die Preise drücken. In strukturschwachen Gegenden oder stark abgelegenen Lagen ist dieser Effekt häufiger zu beobachten.
Was ist der Unterschied zwischen Grundstückspreis und Bodenrichtwert?
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Orientierungswert, den Gutachterausschüsse auf Basis realer Verkaufspreise ermitteln. Er gilt für eine bestimmte Zone und zeigt, was ein Quadratmeter unbebauten Bodens dort im Mittel kostet. Der Grundstückspreis ist der tatsächliche Preis, der für ein konkretes Grundstück verlangt oder gezahlt wird und kann je nach Lage, Zuschnitt und Erschließung deutlich vom Bodenrichtwert abweichen.
Woher weiß ich, dass der Preis eines Grundstücks realistisch ist?
Ein realistischer Grundstückspreis liegt im Bereich des Bodenrichtwerts und berücksichtigt zusätzlich die individuellen Merkmale des Grundstücks, zum Beispiel Erschließung, Bebaubarkeit oder Bodenbeschaffenheit. Du kannst Vergleichsangebote einholen, Gutachten erstellen lassen oder ein Bewertungstool wie das von Wohnglück.de nutzen. So bekommst du ein gutes Gefühl dafür, ob der aufgerufene Preis angemessen ist.
Wie bekomme ich den Wert eines Grundstücks heraus?
Den ersten Anhaltspunkt liefert der Bodenrichtwert. Wenn du es genauer wissen willst, kannst du Vergleichsgrundstücke recherchieren oder ein Immobilienbewertungstool verwenden. Noch exakter wird es mit einem Baugrundgutachten oder einem professionellen Verkehrswertgutachten durch einen Sachverständigen. So kannst du den Grundstückswert objektiv und nachvollziehbar bestimmen.
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