Außendämmung mit Hanf
© PHIL DERA

Bauen | Ratgeber

Ökologische Dämmung: Vergleich & Kosten von natürlichen Dämmstoffen

Redaktion

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Geht das nicht auch nachhaltig? Auch beim Thema Dämmung steigt die Nachfrage nach natürlichen Materialien wie Hanf, Schafwolle, Seegras oder Holzfasern. Wir stellen elf ökologische Dämmstoffe vor – mit ihren Vorteilen, Nachteilen und Kosten.

Natürliche Dämmstoffe sind gefragt. Schafwolle und Seegras, Holzfasern oder Hanf punkten nicht nur mit ihrer Ökobilanz und Gesundheitsverträglichkeit, sondern haben auch in bauphysikalischer Hinsicht viele Vorteile. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen bei Neubau oder Sanierung ihrer Häuser auf ökologische Dämmung setzen.

Für die natürlichen Materialien spricht vor allem ihre Ökobilanz: Sie helfen, Heizenergie zu sparen, und sind schon in der Herstellung besonders klima- und umweltfreundlich. Primärenergiebe­darf und CO2-Emissionen der meist pflanzlichen Rohstoffe liegen um ein Vielfaches niedriger als bei synthetischen und mineralischen Materialien. Die natürlichen Dämmstoffe können später zudem teilweise kompostiert oder einfach entsorgt werden. Hinzu kommt, dass sie gesundheitlich weitgehend unbedenklich sind.

Zahlen und Fakten zu ökologischen Dämmstoffen

  • Dämmstoff
  • Wärmedämmwirkung
  • sommerlicher Hitzeschutz
  • Feuchtigkeitsausgleich
  • Brandschutz
  • Schallschutz
  • Holzfaser
  • gut
  • sehr gut
  • gut
  • mittelmäßig
  • gut
  • Schafwolle
  • sehr gut
  • gut
  • sehr gut
  • mittelmäßig
  • sehr gut
  • Hanf
  • sehr gut
  • gut
  • gut
  • mittelmäßig
  • gut
  • Flachs
  • sehr gut
  • gut
  • gut
  • mittelmäßig
  • gut
  • Kork
  • mittelmäßig
  • gut
  • gut
  • gut bis mittelmäßig
  • sehr gut
  • Schilf
  • mittelmäßig bis gut
  • gut
  • sehr gut
  • mittelmäßig
  • gut
  • Seegras
  • gut
  • gut
  • sehr gut
  • mittelmäßig
  • gut
  • Zellulose
  • sehr gut
  • gut
  • gut
  • mittelmäßig
  • gut
  • Holzwolle
  • schlecht
  • gut
  • mittelmäßig
  • gut bis mittelmäßig
  • gut
  • Jute
  • sehr gut
  • gut
  • gut
  • mittelmäßig
  • schlecht
  • Stroh
  • gut
  • gut
  • mittelmäßig bis gut
  • mittelmäßig
  • gut

Ökologische Dämmung: Dämmstoffe im Vergleich

Vor allem viele Produkte aus Zellulose, Holzfaser, Hanf, Schafwolle, Flachs und Seegras sind entsprechend geprüft und zertifiziert. Die meisten Naturdämmstoffe wirken zudem feuchtigkeitsregulierend, helfen also dabei, übers ganze Jahr ein ausgeglichenes Raumklima zu gewährleisten. Sie werden deshalb vor allem für die Innendämmung eingesetzt. Auch im Hinblick auf den sommerlichen Hitzeschutz und die schalldämmenden Eigenschaften haben die Öko-Dämmstoffe Vorteile.

Bleibt als größtes Manko der Preis: Die Naturprodukte sind meist teurer als Styropor oder Mineralwolle – doch für Nachhaltigkeit und Wohngesundheit sind immer mehr Menschen bereit, die höheren Kosten zu tragen.

Wir fassen für euch im Folgenden die Vorteile und Nachteile natürlicher Dämmstoffe zusammen – und nennen außerdem Wärmeleitfähigkeit (Watt pro Meter und Kelvin) und Kosten. Dazu findet ihr noch Links zu weiterführenden Artikeln, in denen wir die jeweilige Form der ökologischen Dämmung noch ausführlicher behandeln.

1. Holzfaser als Dämmstoff

Holzfasern werden – zu Platten gepresst – als Dämmstoff eingesetzt. Sie sind sehr vielseitig und bei der Innen- wie bei der Außendämmung von Fassade und Dach einsetzbar, auch in Wärmedämmverbundsystemen. Auch als Einblasdämmung für die Dämmung von Dach, Dachboden und Wänden eignet sich Holzfaser. Diese ökologische Dämmung bietet eine gute Wärmedämmwirkung, einen besonders guten sommerlichen Hitzeschutz und aufgrund der Struktur einen guten Schallschutz. Außerdem reguliert Holzfaser die Feuchtigkeit gut. Mit Baustoffklasse B2 ist der Dämmstoff als normal entflammbar klassifiziert.

Holzfaserdämmung besteht aus Resten, die in Sägewerken anfallen – was sich positiv auf die Öko-Bilanz auswirkt. Die Herstellung der Platten ist jedoch sehr energieintensiv.

Holzfasern, zusammengepresst zu einer Platte für den Einsatz bei der Wärmedämmung
Klingt paradox: Holzfasern entfalten gerade im Sommer ihr Dämm-Potential. © Achim Zielke/INTHERMO
  • Wärmeleitfähigkeit von Holzfaser: 0,040 bis 0,052 W/(mK)
  • Kosten von Holzfaser-Dämmstoff: 16 bis 45 Euro pro Quadratmeter

2. Schafwolledämmung

Schafwolle wird zu einem Vlies gefilzt und zu Dämmplatten oder Dämmmatten verarbeitet. Sie kann im Bereich der Dachdämmung sowohl als Auf- und Zwischensparrendämmung eingesetzt werden. Auch für Wand, Decke und Außenfassade sowie als Schalldämmung und Fußbodentrittdämmung eignet sie sich.

Schafwolledämmung hat eine gute Wärmedämmwirkung und bietet außerdem guten Schutz vor sommerlicher Hitze. Aufgrund ihrer Struktur bietet sie guten Schallschutz. Außerdem reguliert die Wolle die Feuchtigkeit und kann sogar Schadstoffe aus der Luft aufnehmen. Mit Zusätzen erreicht sie die Baustoffklasse B2 und ist damit normal entflammbar.

Schafwolle ist ein Abfallprodukt der Weidewirtschaft, was sie zu einem nachhaltigen Produkt macht. Die Wolle stammt in der Regel von heimischen oder europäischen Schafen. Problematisch sind allerdings die Anti-Motten-Mittel, die der ökologischen Dämmung zugesetzt werden müssen. Die sind so gut wie immer auf chemischer Basis. Nur die Produkte der Firma Isolena aus Österreich sind mit dem patentierten Verfahren Ionic Protect behandelt, das nach Angaben des Herstellers biozidfrei ist.

Zwei Schafe auf einer Weide
Schafwolle hat auch positive Auswirkungen auf die Wohngesundheit. © khunaspix/AdobeStock
  • Wärmeleitfähigkeit von Schafwolle: 0,037 bis 0,042 W/(mK)
  • Kosten für Dämmung mit Schafwolle: 15 bis 25 Euro pro Quadratmeter

3. Hanf als Dämmstoff

Dämmplatten, Dämmmatten sowie Stopfdämmungen aus Hanf kommen besonders als Zwischensparren- und Aufdachdämmung und beim Holzbau zum Einsatz. Auch als Innendämmung und für hinterlüftete Vorhangfassaden sind die Matten geeignet. Stopfhanf lässt sich gut zur Dämmung von Hohlräumen verwenden. Hanfschüttungen sind für Fußboden und Decke sinnvoll. Hanf bietet eine gute Wärmedämmleistung, einen guten sommerlichen Hitzeschutz und einen guten Schallschutz. Außerdem ist er aufgrund seiner diffusionsoffenen Struktur gut feuchtigkeitsregulierend. Mit Zusätzen wird er der Baustoffklasse B2, normal entflammbar, zugeordnet.

Hanf ist eine heimische Pflanze und im Anbau sehr robust – er benötigt keinen Schutz vor Schädlingen oder Unkraut. Die Herstellung der Dämmprodukte ist außerdem energiearm. Negativ für die Öko-Bilanz sind lediglich die Zusätze für den Brandschutz.

Dämmplatten aus Hanffasern.
Hanf ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, seine Fasern können zu Dämmplatten verarbeitet werden. © divgradcurl / Getty Images / iStockphoto
  • Wärmeleitfähigkeit von Hanf: 0,039 bis 0,047 W/(mK)
  • Kosten für Hanfdämmung: 10 bis 35 Euro pro Quadratmeter

4. Flachs als Dämmstoff

Dämmplatten oder Dämmmatten aus der Flachspflanze eignen sich vor allem zur Innen- und Zwischensparrendämmung. Flachsstreifen finden Anwendung vor allem im Bodenbereich. Dort können auch Vliese und Schüttung aus Flachs eingesetzt werden. Stopfmaterial wird bei Fenstern und Türabdichtungen verwendet. Flachs hat eine gute Wärmedämmwirkung und bietet im Sommer einen guten Hitzeschutz. Außerdem dämmt er Schall und reguliert die Feuchtigkeit im Raum. Mit Zusätzen wie Borsalz oder Soda erreicht er die Baustoffklasse B2, normal entflammbar.

Flachs ist im Anbau anfällig und wird daher konventionell mit Herbiziden, Insektiziden und Fungiziden behandelt. Zum Dämmstoff kommen dann noch die Zusätze für den Brandschutz und eventuell synthetische Fasern – deshalb ist der Stoff nicht kompostierbar. Die Herstellung der ökologischen Dämmung ist sehr energiearm – was sich positiv auf die Öko-Bilanz auswirkt.

Flachsbüschel
Gut gegen Feuchtigkeit und Schall: Flachs als Dämmmaterial. © Gerhard Seybert - stock.adobe.co
  • Wärmeleitfähigkeit von Flachs: 0,036 bis 0,040 W/(mK)
  • Kosten von Flachs-Dämmung: ca. 8 bis 50 Euro pro Quadratmeter

5. Kork als Dämmstoff

Der Dämmstoff wird aus der geschroteten Rinde der Korkeiche hergestellt. In Plattenform oder als Granulat kann er als Zwischensparren-, Aufdach-, Hohlraum- oder Innendämmung eingesetzt werden. Ein großer Vorteil von Dämmstoffen aus Kork ist die Druckbeständigkeit. Daher lassen sie sich auch unter dem Estrich verlegen. Allerdings kann Kork einen starken Eigengeruch entwickeln. Kork bietet einen guten sommerlichen Hitzeschutz und hat eine ordentliche Wärmedämmwirkung. Außerdem reguliert er die Feuchtigkeit im Raum gut und bietet einen sehr guten Schallschutz. Kork erreicht auch ohne Zusatzstoffe je nach Produkt die Baustoffklasse B1 oder B2 – also schwer entflammbar oder normal entflammbar.

Trotz der weiten Transportwege – der Hauptproduzent von Kork ist Portugal – ist die ökologische Dämmung nachhaltig. Sie benötigt keine Zusätze und kann auch zur Bodenauflockerung im Gartenbau weiterverwendet werden.

Korkeiche mit teilweise abgeschälter Rinde
Der vielseitige Kork ist auch als natürliches Dämmmaterial verwendbar. © inacio pires - stock.adobe.com
  • Wärmeleitfähigkeit von Kork: 0,040 bis 0,055 W/(mK)
  • Kosten für Kork-Dämmstoffe: 7 bis 60 Euro pro Quadratmeter, 210 bis 400 Euro pro Kubikmeter Granulat

6. Schilfdämmung

Schilf wird in Form von unbehandelten Schilfrohrplatten vor allem als dämmender Putzträger eingesetzt. Schilfrohrmatten oder -platten können auch zur Dachdämmung verwendet werden – sowohl zur Unter-, Zwischen- wie auch Aufsparrendämmung. Sie sind auch zur Bodendämmung und zur Innen- und Außendämmung nutzbar. Allerdings ist dieser ökologische Dämmstoff eher etwas für Liebhaber und wird häufig bei der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt.

Schilf hat eine mittlere Wärmedämmwirkung, bietet aber einen guten sommerlichen Hitzeschutz. Durch die Rohrform dämmt das Material Schall gut. Außerdem bietet Schilf einen sehr guten Feuchteschutz. Wegen der energiearmen Herstellung der Dämmstoffe hat Schilfdämmung außerdem eine gute Öko-Bilanz.

Zusammengerollte Schilfmatten auf einem großen Stapel
Unter Putz verlegte Schilfrohrplatten verbessern unter anderem das Raumklima. © ©Poppe-Portal
  • Wärmeleitfähigkeit von Schilf: 0,055 bis 0,065 W/(mK)
  • Kosten für Schilf-Dämmung: 10 bis 20 Euro pro Quadratmeter

7. Seegrasdämmung

Seegras findet als loser Dämmstoff unter anderem als Schüttung auf der obersten Geschossdecke und als Stopfwolle oder Einblasmaterial bei der Dach- und Fassadensanierung Verwendung. Seegras kann auch zur Dämmung der obersten Geschossdecke genutzt werden. Allerdings ist das Material nicht sehr druckbelastbar. Seegras hat eine gute Wärmedämmwirkung und schützt zudem vor sommerlicher Hitze. Die Pflanze reguliert die Feuchtigkeit sehr gut und sorgt für ein gutes Raumklima. Außerdem bietet sie guten Schallschutz und wird auch ohne Zusätze der Baustoffklasse B2, normal entflammbar, zugeordnet.

Die Herstellung der Dämmung ist sehr energiearm. Außerdem benötigt Seegras keinerlei Zusätze für Brandschutz oder Schutz vor Schädlingen oder Schimmel. Daher ist das Material auch kompostierbar.

Ballen von Seegras an einem Strandabschnitt
Ungewöhnlich, aber wirksam. Auch Seegras taugt als Werkstoff für die Fassadendämmung. © ©NeptuGmbH
  • Wärmeleitfähigkeit von Seegras: 0,039 bis 0,046 W/(mK)
  • Kosten für Seegras-Dämmstoff: 27 bis 57 Euro pro Quadratmeter

8. Zellulosedämmung

Der Dämmstoff Zellulose wird aus Altpapier produziert – und ist die am häufigsten verwendete ökologische Dämmung. Zellulose wird meist eingeblasen und kommt als Dämmung unter dem Dach sowie an Decken und Böden zum Einsatz. Eine Alternative dazu ist das Feuchtesprühverfahren. Sie eignet sich besonders für großflächige Anwendungen. Das Dämmen mit Zellulose muss unbedingt von Profis durchgeführt werden, da bei der Arbeit viel Feinstaub entsteht.

Zellulose bietet eine gute Wärmedämmwirkung und einen guten sommerlichen Hitzeschutz. Außerdem dämmt sie den Schall und reguliert die Feuchtigkeit im Raum. Allerdings darf Zellulose auf keinen Fall nass werden. Mit Zusatzstoffen erreicht sie die Baustoffklasse B2. Zellulose hat eine sehr gute Öko-Bilanz. Sie ist energiearm in der Herstellung und als Recyclingprodukt sehr nachhaltig. Problematisch sind allerdings die chemischen Zusätze für den Brandschutz. Preislich kann Zellulose mit konventionellen Dämmstoffen mithalten. Ein Beispiel für ein mit Zellulose gedämmtes Haus findet ihr hier.

Zellulosehaufen auf Zeitungsseiten
Aus Altpapier produziert, wird Zellulose vor allem bei Einblasdämmungen verwendet.
  • Wärmeleit­fähigkeit von Zellulose: 0,038 bis 0,042 W/(mK)
  • Kosten für Zellulose-Dämmung: rund 10 Euro pro Quadratmeter

9. Jute als Dämmstoff

Jutedämmung wird aus alten Jutesäcken, die zum Kaffee- oder Kakaobohnentransport verwendet wurden, hergestellt. Es gibt sie als Matten und Rollen. Sie kann als Wärmedämmung für das Dach sowohl als Auf-, Zwischen- und Untersparrendämmung verwendet werden. Auch Holzbalkendecken, Außen- und Innenwände, sowie Holzrahmen-, Holzständer- und Metallständerwände können mit Dämmstoffen aus Jute gedämmt werden.

Jute hat eine gute Wärmedämmwirkung und bietet guten sommerlichen Hitzeschutz. Sie reguliert die Feuchtigkeit im Raum sehr gut und wird durch Zusätze wie Soda oder Borsalz vor Bränden geschützt (Baustoffklasse B2). Allerdings bietet Jute keinen guten Schallschutz.

Jutedämmung ist sehr nachhaltig. Die Pflanze wächst zwar nicht in Europa, aber als Upcycling-Produkt erleben die alten Säcke ihren zweiten Lebenszyklus. Weil Jute sehr billig ist, werden die Matten auch mit Pflanzenfasern aus Kartoffelstärke hergestellt – nicht wie bei Hanf, Flachs und Co. mit synthetischen Fasern. Das ermöglicht – wenn Soda anstatt Borsalz für den Brandschutz beigefügt wird – dass das Material kompostierbar ist.

Jute als Dämmstoff
Die Firma Thermo Natur stellt Dämmstoffe aus Jute her. © Thermo Natur
  • Wärmeleit­fähigkeit von Jute: 0,037 bis 0,040 W/(mK)
  • Kosten für Jute-Dämmung: 2 bis 3 Euro pro Quadratmeter

10. Holzwolle als Dämmstoff

Holzwolledämmplatten werden oft als Verbundstoff genutzt. Andere Dämmstoffe werden zwischen die dünnen Platten gelegt und miteinander verbunden. Die Platten sind außerdem als Putzträger für Innen- und Außenbereich oder als Bepflanzung für Einblasdämmstoffe geeignet. Holzwolledämmung wird aus der langfaserigen Wolle und Zement oder Magnesit hergestellt. Dieser Zusatz macht sie sehr feuersicher. Die Platten fallen in die Baustoffklassen A2 oder B1, also nicht brennbar mit brennbaren Bestandteilen oder schwer entflammbar.

Holzwolle hat eine eher schlechte Wärmedämmwirkung und wird daher meist mit anderen Dämmstoffen kombiniert. Sie bietet aber einen guten Schallschutz und Schutz vor sommerlicher Hitze. Auch Feuchtigkeit reguliert sie – wenn auch nicht so gut wie andere organische Dämmstoffe.

Die Herstellung erfolgt in erster Linie mechanisch und ist daher energiearm, was der Holzwolle an sich eine gute Öko-Bilanz beschert. Negativ sind die Zusätze von Zement oder Magnesit.

Holzwolledämmung
Holzwolle schützt gut gegen Hitze, aber weniger gut gegen Kälte. © Knauf Insulation
  • Wärmeleitfähigkeit von Holzwolle: 0,090 W/(mK)
  • Kosten von Holzwolle-Dämmung: 7 bis 20 Euro pro Quadratmeter

11. Strohdämmung

Stroh dämmt am besten, wenn die Halme senkrecht zum Wärmedurchgang verlaufen. Mit Stroh können Außenwände, Dächer (Auf- und Zwischensparrendämmung) sowie Fußböden gedämmt werden. Außerdem kann man die Ballen als Baustoff für Strohbauten verwenden. Die Last wird dann von einer Holzkonstruktion getragen. Für den Innenausbau kommen Strohbauplatten in Frage.

Stroh bietet eine gute Wärmedämmwirkung und einen guten sommerlichen Hitzeschutz. Außerdem regulieren die Halme die Feuchtigkeit im Raum, müssen allerdings gut vor Nässe geschützt werden. Durch die Struktur bietet Stroh außerdem einen guten Schallschutz. Die ökologische Dämmung fällt unter die Baustoffklasse B2.

Die Herstellung von Strohdämmung ist energiearm. Außerdem ist Stroh ein landwirtschaftliches Abfallprodukt, das frei von Giftstoffen ist. Stroh-Dämmstoffe lassen sich kompostieren, wiederverwenden oder thermisch verwerten – haben also eine sehr gute Öko-Bilanz.

Ein Dachelement im Holzständerbau wird mit Stroh gedämmt.
Selbst Dachelemente können im Holzständerbau mit Stroh gedämmt werden. © Adina Lange
  • Wärmeleitfähigkeit von Stroh: 0,043 bis 0,052 W/(mK)
  • Kosten von Stroh-Dämmung: rund 48 Euro pro Kubikmeter

Hier gibt eine Expertin Tipps zur richtigen Strohdämmung:

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