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Nachhaltig bauen und wohnen: Nicht nur der Umwelt zuliebe

Der Klimaschutz ist eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Jeder einzelne kann dazu etwas beitragen. Wir verraten euch alles, was Mieter, Vermieter und Bauherren über Nachhaltigkeit wissen sollten.

Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor den Gefahren des Klimawandels. Doch noch nie stand der Schutz des Klimas und der Umwelt so sehr im Zentrum der öffentlichen Diskussion wie heute. Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit sind auf die politische Agenda und ins ökologische Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Nun fragen sich mehr Menschen als je zuvor: Wie kann auch ich meinen CO2-Ausstoß senken?

Gerade beim Bauen und Wohnen lassen sich große Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen einsparen. Beispielsweise entstammen alleine 14 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland dem Gebäudesektor. Die Herstellung von Strom, Fernwärme zum Heizen oder Baustoffen ist darin noch gar nicht enthalten, da diese in offiziellen Statistiken der Energiewirtschaft und der Industrie zugerechnet werden.

Auf den Seiten von Wohnglück.de informieren wir euch jeden Tag darüber, wie auch ihr nachhaltiger leben könnt. Unsere Beiträge reichen von Hilfestellungen, DIY-Ideen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Alltag über Expertenmeinungen zu geplanten Klimaschutzmaßnahmen bis hin zu ausführlichen Ratgebern über ökologisches Bauen.

Ökologische Lebensmittel vom Balkon und aus dem Garten

Der erste Schritt, den ihr in dieser Hinsicht unternehmen könnt, ist, eure Kaufgewohnheiten kritisch zu hinterfragen. Zum nachhaltigen Konsum gehört viel mehr, als nur Lebensmittel aus biologischem Anbau zu kaufen.

Um zunächst bei dem zu bleiben, was auf den Tisch kommt: Lebensmittel aus eigener Erzeugung können eure CO2-Bilanz schon ein ganzes Stück verbessern. Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten oder vom Balkon sind frisch, benötigen keine langen Lieferwege und ihr könnt sie gänzlich ohne chemische Insektenschutzmittel oder umweltschädliche Düngemittel anbauen. Auch darüber hinaus verraten wir euch die wichtigsten Tipps und Tricks für euren Garten. Und wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid, ist möglicherweise sogar ein Leben als Selbstversorger etwas für euch.

Gartenarbeit hat viele Vorzüge. Zum Beispiel bekommt ihr nirgendwo sonst frischeres Gemüse. © Getty Images

Do it yourself: Die besten Tipps fürs plastikfreie Leben

Wenn ihr über eure Ernährung hinaus Gefallen an Selbstgemachtem findet, haben wir auch in anderen Lebensbereichen wertvolle Ideen und Anleitungen zum Selbermachen. So lassen sich beispielsweise Produkte aus der Drogerie, die wie selbstverständlich in den Einkaufskorb wandern, nach und nach plastikfrei ersetzen. Wenn ihr verstärkt auf Kunststoffe, die als Mikroplastik in den Weltmeeren und den Nährstoffkreisläufen landen, verzichten wollt, gibt es unzählige Zero-Waste-Lösungen für Küche und Badezimmer.

Vieles, was heute unter dem Kürzel DIY, also "Do it yourself", und dem "Plastikfrei"-Label ein Revival feiert, war bis vor nicht allzu langer Zeit völlig selbstverständlich. Während unsere Omas mit nur wenigen und vor allem natürlichen Inhaltsstoffen Reinigungsmittel hergestellt und die Ernte mit ein paar einfachen Handgriffen über den Winter eingelagert haben, haben unsere Opas Möbel aus dem Holz gezimmert, das bereits mindestens ein Leben hinter sich hatte. Bei Wohnglück.de könnt ihr euch den einen oder anderen alten, aber nachhaltigen Trick abgucken.

Wohngesundheit dank Materialien aus der Natur

Dass Plastik dennoch mittlerweile so allgegenwärtig ist, liegt an den praktischen Eigenschaften des Materials, die so gut in unseren hektischen Alltag passen. Wer DIY-Projekte selber in die Hand nimmt, muss sich Zeit nehmen und zwingt sich damit dazu, langsamer zu leben. Achtsamkeit, Entschleunigung, Slow Living sind allesamt Begriffe, die für eine alternative, nachhaltige Lebensweise stehen. Das hoch gesteckte Ziel besteht darin, mit sich und der Natur im Reinen zu sein und so seine körperliche und mentale Gesundheit zu stärken.

Anders gesagt: Menschen mit einem ökologischen Bewusstsein, die sich und ihre Umwelt achten, leben gesünder. Das hängt sehr oft, aber nicht immer, mit einer gesunden Ernährung und einem stressreduzierten Leben zusammen. Aber auch die Beschaffenheit der natürlichen Materialien selbst, die sich im Haushalt wiederfinden, ist dafür maßgeblich verantwortlich. Auch wenn rechtliche Standards uns vor dem Schlimmsten bewahren, enthalten viele Einrichtungsgegenstände Schadstoffe, die auch nach dem Kauf der Möbelstücke an die Umgebung abgegeben werden. Ganz zu schweigen von der bisweilen zweifelhaften Herkunft der Rohstoffe und schlechten Arbeitsbedingungen.

Eine Einrichtung aus natürlichen Materialien wie Holz, Ton und Bast bringt Ruhe in den wuseligen Alltag. © Getty Images

Möbel aus nachhaltiger Produktion

Öko-Möbelhäuser sind da eine gute Alternative zu Ikea & Co. Wenn ihr nach nachhaltigen Möbeln von hoher Qualität sucht, werdet ihr dort sicher fündig. In den allermeisten Fällen könnt ihr euch darauf verlassen, dass die Unternehmen die höchsten ökologischen und sozialen Standards einhalten. Wer sich nicht sicher ist, welches Label wofür steht: Wir haben unter anderem dem PEFC-, Naturland- und FSC-Siegel mal auf den Zahn gefühlt.

Zugegeben, solche massive Holzmöbel kosten Geld – und das nicht wenig. Wer seinen Haushalt dennoch mit gutem Gewissen einrichten möchte, dem steht eine ganze Reihe an Online-Shops zur Wahl, die viele alte Möbel aus zweiter Hand anbieten. Manch einer hat da schon wahre Schätze ausgegraben.

Holz als natürlicher Baustoff der Zukunft

Neben den Möbeln und Accessoires, die eure Wohnung oder euer Haus schmücken, kommt es vor allem auf die Baumaterialien an, die in euren vier Wänden verbaut sind. Zum einen werden auf der ganzen Welt Versuche mit eher experimentellen Öko-Baustoffen unternommen. In einigen Fällen wird sogar vermeintlicher Müll verwendet, womit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Zum anderen tauchen auch in Deutschland vermehrt nachhaltige Alternativen zum klassischen Betonbau auf.

Immer mehr Bauherren können einer ökologischen Bauweise etwas abgewinnen und besinnen sich wieder auf den vielleicht ältesten ökologischen Baustoff zurück: Holz. Die Zahl der neu gebauten Holzhäuser steigt hierzulande seit einigen Jahren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es gibt mindestens sieben Gründe, warum Holz der Baustoff der Zukunft ist.

Energiebilanz: Eine Frage der guten Wärmedämmung

Schließlich bleibt da noch die Fragen der Energieversorgung. Beispielsweise: Aus welcher Quelle beziehe ich meinen Strom? Am nachhaltigsten sind in dieser Hinsicht die erneuerbaren Energien, die aus Wasserkraft, Wind, der Sonneneinstrahlung und dem Verbrennen von Biomasse gewonnen werden. Lohnt es sich für mich tatsächlich, auf Ökostrom umzusteigen? Sollte ich mir vielleicht sogar selbst eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installieren? Und was kostet mich das?

Unter Umständen kann auch die Nutzung fossiler Brennstoffe für euch und für die Umwelt von Vorteil sein. Gasheizung ist nicht gleich Gasheizung, so viel steht fest.

Sobald die Wärme einmal im Haus ist, gilt es dafür zu sorgen, dass sie nicht gleich in die Atmosphäre verpufft. Eine effiziente Wärmedämmung ist der vielleicht entscheidendste Bestandteil eines ökologischen Hauses. Dank einer guten Dämmung können Eigentümer und Mieter langfristig viel Geld sparen und die Umwelt schonen. Unabhängige, professionelle Energieberater helfen euch bei Bau- und Modernisierungsmaßnahmen wie diesen. Auf Wunsch könnt ihr sogar hier auf ökologische und natürliche Dämmstoffe zurückgreifen.

Nachhaltigkeit

Hier findet ihr alle Artikel zum Thema Nachhaltigkeit.

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