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Bauen | Pro/Contra-Liste

Holzhaus bauen: 5 Gründe für ein Haus aus Holz

Redaktion

Level: Für Alle

Holzhäuser fangen angeblich schnell Feuer, schimmeln eher und sind hellhörig. Unser Experte präsentiert die 5 größten Mythen rund um das Holzhaus.

Auf dem Weg zum Eigenheim denken wieder mehr Menschen in Deutschland über ein Holzhaus nach. Die Anzahl der genehmigten Wohngebäude in Holzbauweise stieg von 2007 bis 2017 von 12.424 auf 21.018. Ein Holzhaus zu bauen liegt also durchaus im Trend. Kein Wunder: Das Leben in einem Haus aus Holz als Alternative zu Massivhäusern bietet zahlreiche Vorteile.

Gleichzeitig gibt es aber auch viele Vorurteile gegen Holzhäuser. Wohnglück.de nimmt die Mythen rund ums Holzhausbauen unter die Lupe.

Hier kommen fünf Vorurteile gegen Holzhäuser, die oft sogar Vorteile sind:

1. Erhöhte Brandgefahr

Die erhöhte Brandgefahr ist wohl der bekannteste und hartnäckigste Mythos über Holzhäuser. Doch dass diese öfter oder schneller brennen als Massivhäuser stimmt so nicht. Holz brennt sehr langsam und berechenbar. Je dicker der verbaute Rohstoff, desto schwerer entflammbar ist dieses Material auch.

Es ist jedoch wichtig, das Brandverhalten in der Konzeption zu berücksichtigen und beispielsweise tragende Elemente dicker zu produzieren und zu verbauen als statisch notwendig, um den Feuerwiderstand und die Stabilität des Hauses zu verlängern. Durch das gleichmäßige Abbrennen und die Entwicklung einer Holzkohleschicht können Holzrahmenbauten bei einem Feuer sogar länger standhalten als Massivhäuser mit Stahlträgern.

Die Brandgefahr in einem Holzhaus ist weitaus geringer, als die Holzkonstruktion vermuten lässt. © Getty Images

2. Schädlingsbefall im Holzhaus

Dank einer speziellen Technik zur Holzbehandlung ist der verarbeitete Werkstoff anschließend nicht mehr schmackhaft für Holzschädlinge. Diese Art von Vorbehandlung minimiert gesundheitsschädliche Ausdünstungen in der Raumluft und ist bei qualitativ hochwertigen Hölzern mittlerweile Standard.

Bei der Wahl des Holzbauanbieters sollten Hausbauer deswegen auf die Zertifizierungen und Qualitätssiegel achten. Eine stetige Qualitätsprüfung sowie sorgfältige Auswahl an Holzbeständen inklusive entsprechender Güteüberwachungen sollten Standard sein. Bei eurem Fertighausanbieter könnt ihr gezielt nach Holzbehandlung und Wohngesundheit fragen.

Durch Schädlingsbefall angegriffenes Stück Holz
Holzschädlinge sind bei modernen Holzhäusern kein Thema mehr. © MD-Fotografie/AdobeStock

3. Mehr Schimmel im Holzhaus

Da im Holzrahmenbau die einzelnen Komponenten vorwiegend vorproduziert werden, ist die Entwicklung von Schimmel im Holzhaus unwahrscheinlich. Dabei ist die wetterunabhängige Fertigung der Elemente in einer trockenen Werkshalle nicht nur ein Vorteil in puncto Trockenzeit, sondern dient auch der Prävention von Feuchtigkeit an den Hölzern.

Schimmel ist hier unwahrscheinlich. © Getty Images/iStockphoto

4. Holzhäuser sind hellhörig und schlecht gedämmt

Moderne Holzhäuser bieten dank einer intelligenten Konzeption der Decken und Wände guten Schallschutz. Wichtig ist es, die Raumgestaltung und Raumaufteilung noch vor der Umsetzung gut zu planen. Wenn das Kinderzimmer zum Beispiel über dem ruhigen Wohnzimmer liegen soll, sollte das bei der Konzeption der Zwischendecke berücksichtigt werden.

Auch die Wärmedämmung von modernen Holzhäusern ist im Vergleich zu Massivhäusern kein Nachteil mehr. Wem Nachhaltigkeit wichtig ist, verwendet Holzfasern zur Wärmedämmung – das ist nicht nur ökologisch, sondern sorgt auch für eine neutrale CO2-Ökobilanz.

Ein weiterer kleiner Holzhaus-Vorteil: "Durch die vergleichsweise geringere Wandstärke gegenüber Massivhäusern profitieren Bauherren von einem Raumgewinn bis zu 10 Prozent."

Einblick in eine Wanddämmung bei einem Holzhaus
Eine gute Dämmung in Holzhäusern hilft auch der eigenen Ökobilanz. © Getty Images/Hans-Peter Widera

5. Holzhäuser sind Massenware

Der schlechte Ruf, alle Fertig- und Holzhäuser sähen gleich aus, ist unbegründet. Mit Häusern im Holzrahmenbau sind Hausbauern in der Gestaltung wenig Grenzen gesetzt, denn nahezu alle Grundrisse von Bungalow bis Einfamilienhaus lassen sich individuell nach den Bedürfnissen und Lebensphasen realisieren.

Tipp: Werft einen Blick in die Fertighaus-Datenbank von wohnglück.de.

Holzhäuser sind heutzutage schon lange keine Massenware mehr. © Getty Images/Westend61

Fazit: Viele Gründe sprechen fürs Holzhaus bauen

Viele Vorurteile gegen Holzhäuser sind unbegründet – bei genauerem Hinsehen können sie sich sogar in Holzhaus-Vorteile verwandeln.

Ein Holzhaus schafft nicht nur ein angenehmes Raumklima sowie eine gute Dämmung, es bietet auch diverse Vorteile bei der individuellen Gestaltung des Wohnraums. Hausbauer holen sich bei einem Eigenheim in der Holzrahmen-Bauweise nicht nur das wohlige Hygge-Gefühl in die eigenen vier Wände, sondern realisieren mit dieser flexiblen Hausart auch Dachaufstockungen und Anbauten.

Ein weiterer Vorteil: Aufgrund der kostengünstigen Planung und schnellen Fertigung der skelettförmigen Elemente sparen Bauherren nicht nur Geld, sondern auch Zeit.

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