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Bio-Reiniger selbst herstellen: 5 DIY-Rezepte für natürliche Putzmittel

Michael Penquitt

Level: Für Einsteiger

Viele Reinigungsmittel aus der Drogerie sind nicht nur umweltschädlich, sondern schaden auch der eigenen Gesundheit und sind zu allem Überfluss teuer. Hier sind 5 natürliche und kostengünstige Putzmittel zum Selbermachen.

Wer mit einer vollen Einkaufsliste in eine Drogerie läuft, um Besorgungen für Bad und Küche zu machen, ist bereits in die Falle getappt. Zunächst aber ein Lob: Gut gemacht, ihr habt immerhin eine Einkaufsliste! Viele Menschen vernachlässigen es, ihren Einkauf gut zu organisieren. Da passiert es dann schnell, dass viel zu viele überflüssige Produkte im Einkaufskorb laden.

Doch wer vor dem vollen Ladenregal steht, ist schnell von der riesigen Auswahl überwältigt. "Welches Shampoo, welches Spülmittel, welchen Reiniger nehme ich denn jetzt?" Dabei ist dieses vielfältige Angebot nur in den seltensten Fällen gerechtfertigt. Denn wer die Umwelt, seinen Geldbeutel und seine Nerven schonen möchte, braucht nur wenige natürliche Hausmittel, aus denen sich beinahe alles Wesentliche herstellen lässt, was die Drogerie hergibt. Dieses Mal stellen wir euch fünf Anleitungen für Putzmittel zum Selbermachen vor.

Saubere Sache: Das umweltfreundliche Flüssigwaschmittel

Konventionelle Waschmittel, besonders die in flüssiger Form, enthalten in der Regel zahlreiche Inhalt- und Konservierungsstoffe, die sich im Klärwerk nicht vollständig abbauen lassen. Besonders für Kleinstlebewesen werden die zum todbringenden Problem. Die Biozide und Duftstoffe lösen auch bei Menschen mitunter Allergien aus.

Ein paar Esslöffel Waschsoda und 30 Gramm Kernseife auf zwei Liter Wasser reichen, um ein biologisch abbaubares Waschmittel herzustellen. Die geriebene Seife und das Waschsoda gebt ihr mit dem Wasser in einen Topf und kocht alles kurz auf, bis sich die Zutaten im Wasser aufgelöst haben. Damit sich alle Bestandteile besser miteinander verbinden, könnt ihr sie mehrmals aufkochen und wieder abkühlen lassen.

Lasst das Gemisch einen halben bis ganzen Tag zum Abkühlen stehen, ehe ihr bei Bedarf ein paar Tropfen eines ätherischen Öls hinzugebt und es in Flaschen abfüllt.

Sagt dem Kalk den Kampf an: Der selbstgemachte Kalkreiniger

Kalkablagerungen gehören zu den hartnäckigsten Feinden im Bad und in der Küche. Damit verbunden ist der Glaube daran, dass je beißender der Kalkreiniger einem in die Nase steigt, desto wirkungsvoller er sein muss. Wenn es darum geht, die Gesundheit und die Umwelt zu schädigen, dann verfehlen solche Chemiekeulen ihre Wirkung in der Tat nicht.

Es geht aber auch anders: Es gibt unzählige Rezepte für deutlich verträglichere Kalkreiniger aus biologisch harmlosen Zutaten. Dieses hier zum Beispiel ist denkbar einfach: Gebt 50 Gramm Zitronensäure, dafür lohnt sich mal der Gang zur Drogerie, in lauwarmes Wasser. Schüttelt die Flasche so lange, bis sich die Zitronensäure auflöst. Anschließend gebt ihr nur einen Teelöffel Flüssigseife und einige Tropfen eines ätherischen Öls hinzu. Schon ist der Kalkreiniger fertig.

Der Universalist: So stellt ihr einen Allzweckreiniger her

Essig ist ein wirksames Mittel gegen nahezu alle Arten von Verschmutzungen. Vorteil: Essig hat beinahe jeder ohnehin zu Hause. Allerdings ist auch Vorsicht geboten: Von Natursteinböden, Silikonfugen und Gummidichtungen solltet ihr ihn fern halten. Fugen und Oberflächen dieser Art werden bei Kontakt mit Essig schnell porös.

Aber auch für andere Flächen solltet ihr Essig etwas mit Wasser verdünnen, schließlich ist er für seinen starken Geruch bekannt. Der verfliegt zwar schnell, ein Gemisch mit Wasser im Mischverhältnis 1:1 ist dennoch empfehlenswert. Wenn ihr zusätzlich noch etwas ätherisches Öl hinzugebt, ist vom Essiggeruch kaum noch etwas zu spüren.

Glänzend rein: Der WC-Reiniger zum Selbermachen

WC-Reiniger kommen meist in der Form eines Gels, damit sie besser an den Stellen haften, die sie zu reinigen versuchen. Um dem selbst gemachten Reiniger zur Dickflüssigkeit zu verhelfen, kommt eine Zutat zum Zuge, die häufig zu einem ähnlichen Zweck beim Kochen verwendet wird: Speisestärke.

Rührt zwei Esslöffel Speisestärke in 500 ml Wasser ein. Während ihr rührt, erhitzt ihr das Wasser in einem Topf, bis es kurz aufkocht. In einem separaten Gefäß rührt ihr in 100 ml abgekochtem Wasser zwei Esslöffel Zitronensäure ein, bis sich die Kristalle auflösen. Anschließend gebt ihr ein paar Spritzer Spülmittel hinzu. Wenn der Wasser-Speisestärke-Mix abgekühlt ist, verrührt ihr beide Flüssigkeiten miteinander. Für die praktische Anwendung könnt ihr das Ganze in eine alte WC-Reiniger-Flasche abfüllen.

Weg frei für den DIY-Abflussreiniger

Spätestens wenn ihr nach zwei Minuten unter der Dusche das Gefühl habt, ihr stündet in einem Planschbecken, ist es Zeit zu handeln. Der Griff geht dann üblicherweise zum Rohrreiniger, wovon direkt eine halbe Flasche in den Abfluss gekippt wird. Direkt am Geblubber wird deutlich: Er löst alles, was nicht bei Drei auf dem Baum ist.

Wenig überraschend ist diese Aggressivität der Umwelt nicht besonders zuträglich. Nicht minder wirkungsvoll ist die folgende Alternative – einfach ist sie obendrein. Stellt euch etwa vier Esslöffel Soda und eine halbe Tasse Tafelessig bereit. Zunächst kippt ihr das Soda in den Abfluss, direkt darauf dann den Essig. Lasst das Ganze für ein paar Minuten wirken, ehe ihr mit heißen Wasser nachspült. Schon sollte das Rohr frei sein.

Mehr DIY-Tipps für Zuhause

Tipps und Tricks wie diese gibt es wie Sand am Meer. Das Ratgeber-Buch "Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie"* präsentiert eine Auswahl der besten DIY-Anwendungen, in denen Essig, Soda, Zitronensäure, Natron und Kernseife die Hauptrollen spielen.

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