Badarmatur von Vola.
© Vola

Wohnen | Statement

Badarmaturen: Neue Formen, neue Materialien, neue Farben

Eva Brenner

Eva Brenner

Badarmaturen müssen aus Chrom sein und glänzen. Nein, müssen sie nicht. Einrichtungs-Expertin und Wohnglück-Kolumnistin Eva Brenner zeigt, wie schnell sich ein Bad mit einer neuen Armatur in einen Hingucker verwandelt.

Armaturen sind für mich ein sehr schönes Mittel, um ein Bad mit wenig Aufwand zu verändern. Neue Fliesen anzubringen oder eine neue Badewanne zu installieren, da steckt ja schon eine Menge Arbeit dahinter. Badarmaturen sind da doch deutlich einfacher zu wechseln.

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Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass schöne, hochwertige Armaturen nicht ganz billig sind. Und bei meinen Vorschlägen gibt es auch Produkte aus dem Spa-Bereich, die sich nicht mal eben so austauschen lassen, da muss dann doch der Profi ran. Aber wie gesagt: Mit einem Wechsel der Armatur wirkt ein Bad ganz oft sofort viel edler und eleganter.

Badarmaturen: Die neue Farbigkeit

Auf dem Markt gab es gefühlt Jahrzehnte lang nur glänzendes Chrom als "Farbe" bei Badarmaturen. Maximal noch Gold, das war dann angeblich die "Luxusvariante". Das hat sich glücklicherweise geändert. Der Farbtrend 2021 bei den Badarmaturen ist definitiv schwarz. Und nicht nur da, generell liegen schwarze Badezimmer im Trend.

So langsam kommt auch Weiß dazu, ebenso Messing und Gold. Allerdings nicht in Hochglanz, sondern eher matt und gebürstet.

Badarmatur aus der Collection Allure von Grohe.
"Warmer Sonnenaufgang" nennt Grohe die Farbe seiner Armatur aus der Allure-Reihe. © Grohe

Aber auch in Pink, Grün, Rot oder so ziemlich allen anderen erdenklichen Farben sind Badarmaturen zu haben:

Pinke Waschtischarmatur von Vola.
Pretty in pink: Hier ist besonders der Kontrast zwischen der schlichten Form und außergewöhnlichen Farbe interessant. © Vola

Apropos Farben: An dieser Stelle ein kleiner Sidekick, weg von Armaturen hin zu einer – wie ich finde – sehr schönen Waschschale. Da gibt es mittlerweile auch Modelle in fast allen Farbnuancen:

Farbige Waschtische der Firma Bette.
Auch mit Waschtischen (hier das Modell BetteCraft) lässt sich fast beliebig Farbe ins Bad bringen. © Bette

Badarmaturen: Neue Materialien und Formen

Tolles Design für Badarmaturen gibt es schon länger. Der bekannte dänische Designer Arne Jacobsen entwarf neben fantastischen Möbeln schon 1968 diese Armatur, damals für die dänische Nationalbank:

Bad- und Küchenarmatur KV1 von Vola.
Zeitloser Klassiker: das Modell KV1 von Vola. © Vola

Wenn ihr es lieber etwas extravaganter habt, kein Problem. Gerade was die Formen, kombiniert mit haptischen Oberflächen angeht, gibt es tolle neue Ideen bei den Badarmaturen. Bei diesem Beispiel ist es der ungewöhnliche Diamantschliff, der gleich auffällt:

Moderne Badarmaturen mit neuen Funktionen

Auch Armaturen sind heutzutage digital. Temperatur- und Wassermenge per App zu steuern, das ist gerade im Spa-Bereich fast schon Standard. Entsprechend sind auch die Bedienfelder eigentlich keine Armaturen mehr, sondern eher kleine Steuergeräte.

Raindpad: Elektronische Badarmatur von hansgrohe.
Über das "Rainpad" von Hansgrohe lassen sich diverse Duscheinstellungen einfach per Drücken und Drehen regeln. Zusätzlich lassen sich noch "Duschszenarien" konfigurieren. © ansgrohe / Hansgrohe SE

Witzig auch die Idee der abnehmbaren Bedienelemente. Diese hier lassen sich frei platzieren. Sie sind mit einer Zentraleinheit hinter der Wand über Bluetooth verbunden und lassen sich so getrennt von der fest installierten Armatur bedienen.

Und wie gesagt: Die komplett digitale Variante findet ihr häufig im Spa-Bereich. Da gibt es zwar immer noch klassische Armaturen, ihr könnt hier aber so ziemlich alles auch über euer Smartphone einstellen.

F-Digital Deluxe Spa von Grohe.
Sound, Licht, Wasserzufluss und natürlich auch die Temperatur: lässt sich beim F-Digital Deluxe Spa von Grohe alles per App steuern. © Grohe

Es gibt aber auch Zwischenvarianten. Bei denen könnt ihr einige kluge Voreinstellungen vornehmen, ohne dass ihr gleich die große Appsteuerung bemühen müsst:

Duscharmatur aus der Reihe Hansaemotion von Hansa.
Über die Duscharmaturen der HansaEmotion-Reihe lässt sich die klassische Methode der Warm- und Kaltwasser-Behandlung auf Knopfdruck einstellen. © Hansa

Nachhaltige und nutzerfreundlich Badarmaturen

Aber zurück zur klassischen Bedienung. Hier gilt – genau wie beim Design – weniger ist mehr. Viele Hersteller setzen jetzt verstärkt auf Benutzerfreundlichkeit, also eine einfache, möglichst intuitive Bedienung. Was mir bei diesem Beispiel gut gefällt: Hier ist die Ablagefläche gleich mit integriert.

Badarmatur Cockpit von Kludi.
"Cockpit" nennt sich die Badserie von Kludi. Der Hersteller hebt besonders die Bedienung und hochwertige Verarbeitung hervor. © Kludi

Wasser sparen geht auch ohne App oder andere elektronische Hilfen. Bei der neuen Armaturen-Generation ist die Technik auch auf mechanischer Ebenen so weit fortgeschritten, dass sich die Wasserersparnis quasi automatisch einstellt.

Badarmatur von Laufen aus der Reihe The Modern Classic.
"The New Classic" von Laufen. Die Waschtischmischer sind mit einer umweltfreundlichen Technik ausgestattet und erfüllen die Anforderungen der höchsten Energiesparklasse des Unified Water Labels. © Laufen

In so einer Armatur steckt eine Menge Technik, auch wenn das auf den ersten Blick gar nicht so aussieht. Im Inneren dieser Armatur wird zum Beispiel der Heißwasserstrom von kaltem, fließendem Wasser umgeben. Dadurch überhitzen die Bedienelemente und der Armaturenkörper nicht und bleiben zu jeder Zeit anfassbar.

Badarmatur für die Dusche von Ideal Standard
Die Badarmaturen von Ideal Standard haben einen eingebauten Überhitzungsschutz. © Ideal Standard

Und hier noch ein Beispiel, wie Design, Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit perfekt zusammenkommen:

Auch Wasserhähne mit eingebautem Sensor werden immer beliebter für Bad und Küche. Dabei sind sie hygienisch und man soll mit ihnen viel Wasser sparen können. Ob das wirklich stimmt, erfahrt ihr im Ratgeber "Wasserhahn mit Sensor: Lohnen sich solche Armaturen für privat?".

Unser abschließender Tipp: Ihr hättet gern mehr Tipps zum Thema Wohnwand? Oder sucht noch Ideen, um euren Küchenspiegel neu zu gestalten? Dann schaut doch gern auch in die weiteren Kolumnen unserer Autorin Eva Brenner. Ihr findet diese in unserer großen Übersicht:

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