Junge Frau wischt den Boden in der Küche.
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Der perfekte Putzplan: Wie oft ihr was sauber machen solltet

Michael Penquitt

Wie häufig sollte was zu Hause idealerweise geputzt und gereinigt werden? Wir geben euch eine Orientierungshilfe in Form eines Putzplans auf den Weg.

Wenn es euch auch nur im Ansatz so geht wie dem Autor dieser Zeilen, gehört das Aufräumen und Putzen zu Hause zu den nervigsten Pflichten im Alltag. Der Haushalt hält schlicht von anderen Dingen ab, die uns eigentlich viel mehr Freude bereiten würden. Andererseits ist ein aufgeräumtes, sauberes Wohnumfeld ein Muss, wenn man sich zu Hause wohl fühlen möchte.

Deshalb ist es so wichtig, diese lästigen Aufgaben schnell und effizient zu erledigen. Die richtige Vorbereitung ist hier das A und O. Es hilft schon zu wissen, wann was geputzt wird und wie häufig bestimmte Ecken und Bereiche dran sind. Natürlich sind diese Routinen teilweise auch davon abhängig, aus wie vielen Personen euer Haushalt besteht. Wer Kinder hat, wird beispielsweise etwas häufiger den Fußboden wischen müssen. Und hinter sich aufzuräumen sollte euch ohnehin bereits in Fleisch und Blut übergegangen sein.

Im Großen und Ganzen könnt ihr den folgenden Putzplan aber als Orientierungshilfe für die größeren Aufgaben im Haushalt nutzen.

Täglich zu erledigen

Unter die täglichen Aufgaben im sauberen Haushalt fallen Dinge, die vor allem schnell und mit wenigen Handgriffen erledigt sind.

Bett machen

Gleich nach dem Aufstehen solltet ihr euch um euren Schlafplatz kümmern. Schlagt die Decke zurück und schüttelt das Kissen auf. Deckt die Matratze nicht gleich wieder mit der Bettdecke oder gar Tagesdecke zu. Öffnet das Fenster und sorgt dafür, dass das Bett gut durchlüften kann.

Geschirr spülen

Eigentlich eine selbstverständliche Aufgabe. Für Haushalte, die einen Geschirrspüler haben, ist das auch keine Herausforderung. Fehlt der Geschirrspüler, muss man schon seinen inneren Schweinehund überwinden, um nach dem Essen auch noch abzuspülen.

Küchenflächen

Absolute Empfehlung: Wischt am Ende des Tages alle Arbeitsflächen, den Herd sowie die Spüle sauber. Wenn ihr am nächsten Morgen in die Küche kommt, könnt ihr sofort loslegen.

Alle drei Tage zu erledigen

Die folgenden Dinge müssen nicht zwingend alle drei Tage erledigt werden. Aber ein Rhythmus von drei Tagen ist hier im Schnitt angebracht. Ansonsten reicht es hier einfach dann Hand anzulegen, wenn ihr Bedarf seht.

Toilette putzen

Eine saubere Toilette gehört zu den hygienischen Mindeststandards. Außerdem dauert das Putzen nicht lang.

Staubsaugen

Je nachdem wie ihr wohnt, wie euer Zuhause eingerichtet ist und welchen Bodenbelag ihr habt, fällt es früher oder später auf, wenn die Wohnung einige Zeit nicht gesaugt wurde. Vom ästhetischen Empfinden abgesehen, stellt das Staubsaugen für Allergiker eine gesundheitserhaltende Maßnahme dar. In jedem Fall macht ihr nichts falsch, wenn ihr alle paar Tage schnell durchsaugt. Und wer es etwas bequemer mag, findet mittlerweile im Handel unzählige erschwingliche und ausreichend leistungsstarke Saugroboter.

Müll rausbringen

Wenn der Müllbeutel voll ist oder anfängt zu miefen, raus damit!

Wäsche waschen und aufhängen

In Haushalten mit mehreren Kindern läuft die Waschmaschine nahezu durchgehend. Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland besteht aus zwei Personen. Da reicht es, die Waschmaschine zwei bis drei Mal die Woche laufen zu lassen.

Türklinken putzen

Oft vergessen gehören Türklinken zu den am stärksten mit Keimen befallenen Stellen im Haushalt. Denkt deshalb daran, sie alle drei Tage abzuwischen, unter Umständen sogar zu desinfizieren.

Wöchentlich zu erledigen

Am besten jede Woche solltet ihr euch folgender Dinge annehmen.

Staubwischen

Ob feucht oder trocken, ein Mal die Woche geht's allen Flächen und Gegenständen an den Leib, die offenbar magnetisch Staub anziehen.

Böden wischen

Erst saugen, dann wischen. Etwa ein Mal wöchentlich solltet ihr nach dem Staubsaugen den Fußboden auffrischen. Der angenehme Geruch von frisch gewischten Fußböden sorgt gleich dafür, dass sich die ganze Wohnung viel sauberer anfühlt.

Handtücher wechseln

Die Meinungen gehen stark auseinander, wie häufig Handtücher gewaschen werden sollten. Manche Menschen wechseln ihre Handtücher täglich. Immerhin sind sie häufig nass und sind damit eine Brutstätte für Keime. Wenn ihr sie aber an der Luft aufhängt und gut trocknen lasst, reicht es sie ein Mal wöchentlich zu wechseln.

Badezimmer

Feuchtigkeit, Wärme und nicht zuletzt Kalk. Im Bad bilden sich nicht nur unansehnliche Flecken. Auch kann sich bei unzureichender Belüftung schnell Schimmel bilden und auch die Silikonfugen nehmen Schaden, wenn sie nicht regelmäßig abgewischt werden.

Spiegel putzen

Wenn die Spiegel nicht gerade mal mit Zahnpasta oder Make-Up eingesaut sind, reicht es, sie ein Mal die Woche mit einem Mikrofasertuch feucht abzuwischen und anschließend mit einem trockenen Tuch zu polieren.

Monatlich zu erledigen

Etwa ein Mal im Monat sind diese Dinge dran.

Bettwäsche wechseln

Wieder ein Thema, das Hausfrauen und Hausmänner spaltet. Wenn ihr nicht unter einer Allergie leidet oder stark schwitzt, reicht es völlig, die Bettbezüge etwa alle vier Wochen zu wechseln. Wer das angenehme Gefühl von frischer Bettwäsche auf der Haut besonders schätzt, dem sei es auch überlassen, die Bettwäsche häufiger zu waschen.

Teppiche ausklopfen

In Teppichen sammeln sich Staub und Krümel. Ein Mal im Monat sollten sie deshalb ausgeklopft oder zumindest gründlich abgesaugt werden.

Polstermöbel absaugen

Wenn ihr nicht in einigen Jahren ein ganzes Biotop zwischen den Sofakissen entdecken möchtet, empfehlen wir Polstermöbel alle vier Wochen abzusaugen.

Kühlschrank reinigen

Der Kühlschrank gehört zu den unhygienischsten Stellen im ganzen Haushalt. Das führt dazu, dass Lebensmittel schneller schimmeln und ungenießbar werden. Ihr könnt dem entgegenwirken, wenn ihr ein Mal im Monat alles ausräumt und den Kühlschrank mit einem Hygienereiniger abwischt.

Alle drei Monate zu erledigen

Wenn ihr euch quartalsweise um diese Sachen kümmert, seid ihr auf der sicheren Seite.

Fenster putzen

Sind es heraufziehende Wolken, die die Stimmung eintrüben oder lassen die Fenster nicht mehr genügend Licht ins Zimmer? Damit es so weit gar nicht erst kommt, empfiehlt es sich, Fenster und Fensterrahmen alle drei Monate zu putzen.

Waschmaschine reinigen

Die Waschmaschine ist eine Sammeltrommel für Waschmittel-Überbleibsel und damit für Keime. Vier Mal im Jahr könnt ihr sie ruhig ohne Ladung bei 60 Grad anschmeißen, um sie zu reinigen.

Backofen putzen

Hartnäckige Verkrustungen bilden sich nicht so schnell, wenn ihr den Backofen auch ohne Anlass ab und an putzt. Aber nicht übertreiben, alle drei Monate reicht vollkommen.

Türen putzen

Habt ihr schon mal gezielt die Türen bei euch zu Hause gewischt? Solche senkrechten Flächen werden schnell beim Putzen übersehen. Dabei fasst ihr sie täglich an, manchmal bekommen sie auch einen unbeabsichtigten Tritt. Beim Wischen werdet ihr erkennen, wie viel unbeachteter Schmutz und Staub sich im Laufe der Zeit angesammelt hat.

Küchengeräte entkalken

Damit ist vor allem der Wasserkocher gemeint, insbesondere in der Küche gibt es aber einige weitere Stellen und Geräte, die schnell einkalken. Regelmäßiges Entkalken, zum Beispiel mithilfe von Zitronensäure oder Essigessenz, hilft die Funktionstüchtigkeit der Geräte zu erhalten.

Küchenschränke und -schubladen auswischen

Lebensmittel, Tee, Gewürze – all das hinterlässt in Schränken und Schubladen seine Spuren. Alle drei Monate könnt ihr alles ausräumen und die Schränke und Schubladen feucht auswischen.

Jährlich zu erledigen

Als Frühjahrsputz versteht man klassischerweise Aufgaben wie diese, die ein Mal im Jahr erledigt werden sollten. Ihr braucht damit gar nicht auf das Frühjahr zu warten.

Gardinen und Vorhänge waschen

Ja, auch auf Vorhängen und Gardinen sammelt sich viel Staub. Ihr könntet künftig daran denken, sie auch mal abzusaugen. In die Wäsche sollten sie etwa ein Mal im Jahr wandern.

Kissen, Decken und Matratze waschen

Neben dem regelmäßigen Wechseln der Bettbezüge könnt ihr euch auch vornehmen, Kissen und Decken ein Mal im Jahr zu waschen. Bei Federn und Daunen solltet ihr zwei Tennisbälle in die Waschmaschine mit hineinlegen, damit das Material nicht verklumpt. Auch der Matratzentopper kann bei 60 Grad eine Runde in der Waschmaschine drehen.

Kleidung aussortieren und Kleiderschrank auswischen

Der Kleiderschrank ist voll und doch habt ihr nichts anzuziehen. Mit dem Problem seid ihr nicht allein. Was hilft: Ein Mal Jahr den Kleiderschrank aussortieren. Kleidung, die ihr in den vergangenen zwölf Monaten kein einziges Mal angezogen habt, kann weg. Und wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr den Schrank auch gleich auswischen.

Holzmöbel polieren

Möbel, besonders solche aus Holz, brauchen gewisser Pflege, damit sie euch lange erhalten bleiben. Ihr tut ihnen etwas Gutes, wenn ihr sie ein Mal im Jahr mit einer Holzpolitur behandelt.

Dunstabzugshaube reinigen

Wer eine Dunstabzugshaube hat, merkt irgendwann, dass die Leistung des Geräts nachlässt. Das kann daran liegen, dass der Filter verstopft ist. Den könnt ihr problemlos zum Beispiel im Geschirrspüler reinigen. Filterpapiere erhaltet ihr im Handel.

Kühl- und Gefrierschrank abtauen

Auch die Kühlleistung von Kühlgeräten lässt mit der Zeit nach. Zwar werden mittlerweile viele Kühlgefrier-Kombis mit einer No-Frost-Technologie ausgestattet. Diese hält die Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank niedrig, sodass sich keine Eisschicht bildet. Zumindest ist das das Versprechen. Doch auch bei solchen neuen Geräten können sich mit der Zeit Eiskristalle bilden. Schon eine dünne Eisschicht reicht, damit die Kosten steigen. Ein Mal im Jahr den Kühl- und Gefrierschrank abtauen zu lassen, sollte machbar sein.

Teppiche reinigen

So sehr ihr euch bemüht Flecken zu verhindern, sammeln Teppiche im Laufe der Jahre unweigerlich Verschmutzungen aller Art. Es muss nicht unbedingt jedes Jahr sein, aber alle zwei bis drei Jahre solltet ihr eure Teppiche umbedingt zur professionellen Reinigung geben.

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