Mann beim Fenster putzen
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Wohnen | Ratgeber

Fenster putzen leicht gemacht: Die besten Fensterputz-Tipps

Michael Penquitt

Die Fenster zu putzen ist keine besonders angenehme Aufgabe. Mit diesen schnellen Tipps und Tricks lässt sich das Ergebnis aber mehr als sehen!

Es gibt viele Ausreden, um sich vor dem Fensterputzen zu drücken: "Sooo schmutzig sind die Fenster eigentlich noch gar nicht." Oder: "20 Prozent Regenwahrscheinlichkeit morgen? Danach sehen sie eh wieder furchtbar aus." Oder auch: "Jetzt ist es eh zu spät. Gleich wird es ja schon wieder dunkel."

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Dabei wissen wir doch alle, dass es vor allem darum geht, den inneren Schweinehund zu überwinden. Kein Wunder, dass der so groß ist. Schließlich mühen wir uns jedes Mal ab, um nach getaner Arbeit doch wieder zahlreiche Streifen und Schlieren zu entdecken. Wir führen euch Schritt für Schritt durch und stellen Tipps und Tricks vor, damit Fenster, Balkontüren und die Scheiben im Wintergarten sauber und streifenfrei werden.

Der ideale Zeitpunkt zum Fensterputzen

Es versteht sich von selbst, dass Regen nicht der größte Freund von sauberen Fenstern ist. Generell ist davon abzuraten, die Fensterscheiben bei Extremwetter zu putzen. Bei Minusgraden kann die dünne Wasserschicht auf dem Glas gefrieren oder die Fenster beschlagen wegen des Temperaturunterschieds zwischen warmer Innen- und kalter Außenluft. Bei praller Sonne und hohen Temperaturen trocknen die Scheiben wiederum schneller und ehe man sich versieht, bleiben die besagten Streifen und Schlieren übrig.

Ihr solltet mit dem Fensterputzen am besten also auf mildes Wetter und leichten Sonnenschein warten. Dann friert oder schwitzt ihr selbst auch nicht zu sehr und es entweicht keine kostbare Heizungsluft nach draußen.

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Alternativen zu herkömmlichen Glasreinigern

Wenn es um die Wahl des Reinigungsmittels geht, greifen viele schlicht zur naheliegenden Lösung: dem Glasreiniger aus der Drogerie. Dabei haben wir alle zahlreiche Hausmittel zu Hause, mit denen sich die Fenster mindestens genauso gut, wenn nicht noch besser putzen lassen.

Spülmittel: Was die eingetrockneten Reste auf der Pfanne wegbekommt, bekommt auch Glasscheiben sauber. Gebt einige Tropfen Spüli in fünf Liter warmes Wasser und rührt um. Nicht zu viel des fettlösenden Spülmittels hineingeben, sonst bleiben am Ende doch wieder Schlieren über.

Spiritus: Spiritus ist in den meisten Glasreinigern enthalten und sorgt für saubere Fenster und streifenfreien Glanz. Auch ihr könnt dem Wasser eine gute Portion Spiritus hinzugeben. Wenn ihr gleich auf beides, Spülmittel und Spiritus setzt und sie mit warmem Wasser mischt, ist euer selbst gemachter Glasreiniger nicht nur wirksam, sondern riecht auch gut.

Essig: Wegen des beißenden Geruchs sind manche dem Essig als Hausmittel skeptisch gegenüber eingestellt. Dabei ist er eine der wenigen echten Allzweckwaffen im Haushalt. Essig im Putzwasser sorgt für glänzende Fenster und löst etwaige Kalkflecken auf. Der typische Geruch verfliegt innerhalb weniger Minuten.

Schwarzer Tee: Für große Flächen eher ungeeignet, ist schwarzer Tee eher ein Geheimtipp für starke Verschmutzungen und Fingerabdrücke. Die Gerbstoffe im Tee sind fettlösend und beseitigen auch die hartnäckigsten Probleme.

Die richtige Ausrüstung macht's

Welche Ausrüstung ihr braucht, richtet sich nach der Vorgehensweise und den einzelnen Schritten, die ihr beim Fensterputzen gehen solltet. Zunächst solltet ihr den groben Schmutz entfernen. Bürstet die Fensterbank und das Fenster mit einem weichen Handbesen ab, um Staub, Pollen, Erde und Spinnweben zu beseitigen. Für vertrocknete, hartnäckige Stellen wie Vogelkot nehmt ihr einen nassen Schwamm und das Reinigungsmittel eurer Wahl. Drückt den Schwamm einige Zeit an die betroffene Stelle und weicht sie ein, ehe ihr sie reinigt. Achtung: Wenn ihr einen Küchenschwamm benutzt, nehmt nicht die kratzige Seite. Die kann feine, aber unansehnliche Kratzer in der Scheibe hinterlassen.

Anschließend geht's an die großflächige Reinigung des Fensters. Ihr könnt dabei natürlich zum Küchenpapier greifen, doch davon möchten wir abraten. Ihr werdet schnell Berge davon verbrauchen, die anschließend im Müll landen. Finanziell und ökologisch rechnet sich eher eine wiederverwendbare Ausrüstung.

Profis schwören auf Einwascher und Abzieher. Der Einwascher besteht aus einem Alugriff und einem Trägerteil, über das ein Bezug aus Kunststofffasern gezogen wird. Bevor ihr damit das ganze Fenster einschäumt, solltet einen größeren Lappen oder Zeitungspapier auf der Fensterbank auslegen, damit das vom Fenster tropfende Wasser aufgefangen wird. Auch große Glasflächen sind mit dem Einwascher kein Problem: Handliche Teleskopstangen, auf die ihr das Werkzeug stecken könnt, vergrößern eure Reichweite, sodass ihr darauf verzichten könnt auf eine wackelige Leiter zu steigen.

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Der Abzieher sieht ähnlich aus wie der Einwascher, mit seiner Gummilamelle könnt ihr das Fenster von der Flüssigkeit und dem etwaigen Schaum befreien. In waagerechten Bahnen zieht ihr den Abzieher in ganzen, schnellen Zügen über das Fenster bis dieses weitestgehend sauber und trocken ist. Mit einem Fensterleder, einem Mikrofasertuch oder einem sonstigen trockenen, fusselfreien Tuch könnt ihr abschließend noch feuchte Ecken und Ränder auswischen und endgültig abtrocknen.

Tipps für noch besseres Fensterputzen

Selbst bei der besten und sogfältigsten Vorgehensweise bleiben vereinzelte Streifen und Schlieren übrig. Diese lassen sich ebenfalls ganz einfach mit einem Mikrofasertuch oder Fensterleder wegpolieren. Ein von Generation zu Generation weitergegebener Trick ist, dem Fenster mit Zeitungspapier den finalen Schliff zu verpassen. Und tatsächlich lassen sich damit die letzten Streifen wegpolieren. Allerdings kann die Druckerschwärze die gerade erst sorgsam gereinigten Fensterrahmen wieder eindunkeln.

Bevor ihr beginnt, mit der empfohlenen Ausrüstung zu hantieren, ist es wert, sich über eine mögliche Investition Gedanken zu machen: einen Dampfreiniger. Auf chemische Reinigungsmittel könnt ihr dann gänzlich verzichten. Mit der Kraft des Wasserdampfs bekommt ihr damit die allermeisten Verschmutzungen, nicht nur am Fenster, weg. Die Hitze beseitigt auch die allermeisten Keime, was ein zusätzlicher Vorteil ist. Danach müsst ihr die Scheiben einzig trocken wischen. Oder nehmt gleich einen Fenstersauger, der genau auf dieses Einsatzgebiet zugeschnitten ist.

Egal für welche Methode ihr euch entscheidet: Vergesst nicht, beim Putzen Handschuhe zu tragen, um die Hände vor dem Austrocknen zu schützen. Und denkt daran, nach der Arbeit den Ausblick durch die frisch geputzten Fenster zu genießen. Ihr werdet die Scheiben schneller wieder putzen müssen, als euch lieb ist. Dank unserer Tipps geht das künftig hoffentlich wieder leichter von der Hand.

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