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Wohnen | Ratgeber

Heizkosten sparen im Winter: 10 Tipps zum Energiesparen

Arne Schätzle

Die Kosten für Energie steigen kontinuierlich. Wir erklären, wie ihr Heizungswärme optimal ausnutzt und worauf ihr achten müsst, damit eure Heizkosten nicht zu hoch ausfallen.

Heizkosten gehen ins Geld. Und so macht jedes Grad Zimmertemperatur mehr eure Wohnung nicht nur wärmer, sondern leider auch teurer. Es lohnt sich also, ein Auge auf das Thermometer zu haben und gleichzeitig darauf zu achten, dass möglichst wenig kostbare Wärme verloren geht. Das lohnt sich gleich doppelt: Den sparsamen Einsatz des Heizkörpers dankt euch letztlich nicht nur eure Heizkostenabrechnung, sondern auch die Umwelt. Wir verraten euch, wie ihr mit einfachen Mitteln effizienter heizt und Heizkosten spart, ohne dabei zu frieren.

Tipp 1: Temperatur festlegen und kontrollieren

Um die Heizkosten zu senken, legt am besten für jedes Zimmer eurer Wohnung oder eures Hauses eine Höchsttemperatur fest. Zur Orientierung: Das Bundesumweltamt empfiehlt für Wohnzimmer und Bad eine Temperatur von 20 bis 23 Grad, im Schlafzimmer 17 bis 20 Grad, im WC 16 bis 19 Grad und im Flur 15 bis 18 Grad Celsius. Checkt die Temperatur regelmäßig mit einem Raumthermometer.

Tipp 2. Temperatur nachts drosseln

Nachts dürfen es gerne ein paar Grad weniger sein. Im Schlafzimmer sind 18 Grad das Maximum, aber auch in den anderen Zimmern sollte der Heizkörper nachts nicht unverändert weiter laufen – bis zu 5 Grad könnt ihr die Temperatur in den Zimmern eurer Wohnung senken. Am besten dreht ihr zeitig vor der Nachtruhe die Heizung runter, denn schließlich wärmt der Heizkörper noch einige Zeit nach. Gerade bei Gebäuden mit veraltetem, schlechtem energetischen Zustand könnt ihr so bares Geld sparen. Je besser der Wärmeschutz über Fenster und Fassade, desto weniger lassen sich die Heizkosten mit dieser Methode reduzieren. Am bequemsten regelt ihr die Anpassung über smarte Thermostate.

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Tipp 3: Heizung bei Abwesenheit nicht komplett abstellen

Wenn ihr nicht daheim seid, müsst ihr auch die Heizung nicht voll aufdrehen. Wenn ihr nur ein paar Stunden unterwegs seid, genügen rund 18 Grad in der Wohnung. Seid ihr länger unterwegs, dürfen es durchaus noch drei bis fünf Grad weniger sein. Bei modernen Heizungsanlagen ist diese Temperaturabsenkung oftmals zentral geregelt. Ein Fehler ist es allerdings, das Thermostat komplett herunterzuregeln, um Heizkosten zu sparen. Die Wohnung kühlt dann zu sehr aus und es dauert umso länger, wieder eine behagliche Temperatur in den Raum zu bekommen. Das kostet mehr Energie, als ihr mit dem Ausschalten sparen könnt.

Tipp 4: Gar nicht heizen fördert Schimmelbildung

Ein typischer Fall von "gut gemeint": Wer in einem großen Haus mit vielen Zimmern wohnt, tendiert womöglich dazu, einige Räume gar nicht zu heizen, weil sie nur selten oder überhaupt nicht genutzt werden. In ungeheizten Räumen steigt dann allerdings die Gefahr von Schimmelbildung. Stellt die Heizung daher so ein, dass in jedem Raum stets mindestens 17, 18 Grad Celsius herrschen.

Tipp 5: Wärme einfangen

In vielen Häusern und Wohnungen sorgen große Fensterfronten für freundliche, lichtdurchflutete Räume. Allerdings isolieren Fenster meist nicht so gut wie Wände. Indem ihr eure Rollläden als zusätzliche Isolationsschicht nutzt, könnt ihr den Wärmeverlust an den Fenstern stark senken und Heizkosten sparen. Innen verstärken Vorhänge und Jalousien den Effekt und sparen Energie.

Tipp 6: Lüften – aber richtig

Heizkosten sparen und die Zimmer lüften, passt das zusammen? Auf jeden Fall. Aber bitte nicht bei gekipptem Fenster mit aufgedrehter Heizung lüften, denn so kommt nur wenig Luft in die Wohnung. Gleichzeitig wird es zudem auch nicht richtig warm. Besser ist es, die Fenster mehrmals täglich richtig einige Minuten lang weit zu öffnen und gezielt durchzulüften – zuvor aber das Thermostatventil herunterdrehen. So wird die Luft nach dem Stoßlüften schnell wieder warm.

Tipp 7: Zugluft? Fenster abdichten!

Gerade in Altbauten mit Holzfenstern zieht es gerne mal, aber auch in neuen Gebäuden bei schlechten Kunststofffenstern. Abhilfe schafft ihr, wenn ihr die Spalten der Fenster mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen abdichtet. Auch so könnt ihr effektiv Heizkosten sparen.

Tipp 8: Tür zu, bitte!

Das beste Heizkonzept bringt nichts, wenn die Wärme ungehindert in die kalten Ecken der Wohnung zieht. Achtet deshalb darauf, die Türen der geheizten Räume geschlossen zu halten. Zugluftstopper unter dem Türspalt halten die Wärme zusätzlich im Raum.

Tipp 9: Heizkörper nicht verdecken

Achtet darauf, dass eure Heizkörper nicht verdeckt sind, beispielsweise von Möbeln oder Gardinen, denn die Heizung erwärmt die Wohnung nicht nur, indem sie Umgebungsluft erwärmt, sie sendet auch Wärmestrahlung ab. Wird diese Heizenergie von Sofas, Regalen oder anderen Möbeln oder Gardinen vor dem Heizkörper absorbiert, kann sie sich nicht gut im Raum verteilen.

Tipp 10: Auf keinen Fall Heizlüfter nutzen

Es soll ja immer noch Leute geben, die sich mit einem elektrischen Heizlüfter behelfen, um die Wohnung in bestimmten Ecken schnell warm zu bekommen. Es gibt wohl keine teurere Methode, um ein Zimmer zu heizen. Ähnlich verhält es sich mit Heizstrahlern, die mittlerweile allerdings seltener geworden sind. Wenn eure Heizung es wirklich nicht schafft, eure Wohnung angemessen zu heizen, solltet ihr lieber die Ursache dafür klären.

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Ihr seht, richtig heizen ist gar nicht so schwer, denn diese zehn Tipps lassen sich ohne aufwendige Installationen und Baumaßnahmen umsetzen. Und das ist doch auf jeden Fall schon mal ein guter Anfang!

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