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Backofen reinigen: 5 Hausmittel gegen hartnäckigen Schmutz

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Michael Penquitt


Backofen reinigen - das gehört zu den größten Herausforderungen beim Hausputz. Doch es gibt eine Menge Hausmittel, die euren Backofen wieder glänzen lassen. Wir stellen fünf davon vor und zeigen, wie ihr auch Backblech und Backofenrost von hartnäckigem Schmutz befreit.

  1. 1. Backofen reinigen mit Zitrone
  2. 2. Backenofen reinigen mit Natron oder Backpulver
  3. 3. Backofen reinigen mit Essig
  4. 4. Bei hartnäckigem Schmutz: Backofen reinigen mit Salz
  5. 5. Backofen reinigen mit Rasierschaum
  6. Backofenrost und Backblech mit Waschmittel reinigen

Er gehört zu den Stellen im Haushalt, die nie wirklich sauber werden und oft stellt sich uns die Frage danach, womit oder wie oft man einen Backofen reinigen sollte.

Sobald etwas aus der Auflaufform tropft und ihr nicht sofort handelt, ist es eigentlich schon zu spät. Es bilden sich angebrannte Flecken und Verkrustungen, die trotz größter Kraftanstrengungen nicht zu beseitigen sind.

Aber wie bekommt man einen stark verschmutzten Backofen wieder sauber? Wir stellen euch fünf Hausmittel vor, mit denen ihr euren Backofen ohne großen Aufwand reinigen könnt und nennen einen Trick, wie ihr auch Backofenrost und Backblech wieder zum Glänzen bringt.

Und lasst dabei die Finger weg von aggressiven Backofenreinigern oder Backofensprays. Denn die beinhalten meist schleimhautreizende Seifenbestandteile und Lösemittel wie giftiges Ammoniakwasser, die ihr lieber nicht einatmen wollt.

1. Backofen reinigen mit Zitrone

Mit einer Zitrone bekommt ihr den Backofen auf unterschiedliche Weisen sauber. Am besten funktioniert die Zitrone als Backofenreiniger, wenn ihr sie in mehrere Scheiben schneidet, diese in ein ofenfestes Gefäß legt und sie zehn Minuten lang bei 200 Grad erhitzt. Die Dämpfe legen sich auf die verkrusteten Oberflächen im Backofen, die ihr anschließend viel leichter entfernen könnt.

Noch etwas gründlicher ist eine andere Methode: Kippt den ausgepressten Zitronensaft und ein Glas Wasser in eine Auflaufform und stellt die Mischung bei 120 Grad für eine Stunde in den Backofen. Alternativ könnt ihr auch drei Esslöffel Zitronensäure in der gleichen Menge Wasser auflösen. 

Der Wasser-Zitronen-Dampf legt sich sanft auf alle Oberflächen und löst Fettflecken sowie verkrustete Stellen. Anschließend müsst ihr den Ofen nur feucht auswischen. Wenn das Backblech auch gereinigt werden soll, könnt ihr die Mischung direkt hineingeben.

Mit einer kleinen Schüssel könnt ihr auf dieselbe Weise übrigens auch die Mikrowelle reinigen. Ein weiterer Vorteil: Die Zitrone verströmt einen schönen Duft und beseitigt unangenehme Gerüche. Zitronensäure eignet sich übrigens auch super, um den Duschkopf zu entkalken oder zum Entfernen von Rost.

Frau schneidet Zitronen in Scheiben
Zum Reinigen des Backofens könnt ihr entweder Zitronenscheiben im Backofen erhitzen oder ihr stellt gleich ein Gefäß mit Zitronensaft hinein.

2. Backenofen reinigen mit Natron oder Backpulver

Backpulver beziehungsweise Natron gehört zu einer Handvoll Hausmittel, die beim Putzen als echte Wunderwaffen gelten. Mit Backpulver befreit ihr Armaturen und Küchengeräte von Kalk – und den Backofen von hartnäckigem Schmutz. Dafür rührt ihr ein Päckchen Backpulver und drei Esslöffel Wasser zu einer Paste an und streicht diese auf die eingebrannten Flecken im Ofen, der auf 50 Grad vorgewärmt sein sollte. Lasst die Paste 20 bis 30 Minuten einwirken und wischt sie anschließend mit einem feuchten Tuch ab.

Das Backpulver könnt ihr auch durch Natron ersetzen, allerdings müsst ihr hier vorsichtiger vorgehen. Während ihr die Backpulver-Masse großflächig verteilen könnt, solltet ihr das Natron nur auf Verkrustungen schmieren. Ansonsten könnte das Natron auch die Emaillebeschichtung eures Backofens angreifen.

Frau reinigt Backofen mit Natron, Soda oder Backpulver
Verkrustungen im Backofen könnt ihr mit Natron, Backpulver und Soda zu Leibe rücken.

3. Backofen reinigen mit Essig

Auch Essig sollte fortan zu euren größten Freunden im Haushalt gehören, denn damit könnt ihr nicht nur Kalk entfernen oder Gerüche neutralisieren, sondern auch euren Backofen reinigen.

Für besonders hartnäckige Verschmutzungen im Backofen könnt ihr einen Schuss Essig in die Backpulverpaste hinzufügen. Ähnlich wie mit dem Zitronensaft könnt ihr auch Essigessenz und Wasser anmischen und bei 150 Grad für 45 Minuten in den Backofen stellen, damit sich der Dampf auf die Flächen legt. 

Ganz ohne Schrubben könnt ihr dann den Backofen mit warmem Wasser auswischen. Nachteil: Der Essiggeruch kann im ersten Moment ziemlich intensiv sein, er verflüchtigt sich aber auch zügig.

Noch empfehlenswerter ist es, Essig und Spülmittel zu gleichen Teilen zu vermengen und mit dieser Mischung die schmutzigen Stellen einzuschäumen. Der Schaum hilft dabei, dass das Gemisch besser an den verkrusteten Stellen im Backofen haften bleibt und nicht sofort wieder herunterläuft. Nach 45 bis 60 Minuten Einwirkzeit könnt ihr den Schaum samt Schmutz mit einem weichen Tuch wieder abwischen.

Vorsicht bei den Gummidichtungen: Essig-Reiniger enthalten Säure, welche die Gummidichtungen porös machen können. Bei den meisten Backöfen könnt ihr die Gummidichtungen einfach herausnehmen und separat im Spülbecken reinigen. Gleiches gilt übrigens, wenn ihr euren Kühlschrank mit Essig reinigen wollt.

Wer Essig jetzt als sein neues Lieblings-Putzmittel entdeckt hat, dem möchten wir unseren Ratgeber "Bio-Reiniger selbst herstellen: 5 DIY-Rezepte für natürliche Putzmittel" empfehlen.

4. Bei hartnäckigem Schmutz: Backofen reinigen mit Salz

Wenn im Winter die Wege vereisen, kommt Salz zum Einsatz. Wenn im Ofen mal etwas daneben geht, auch. Besonders bei einzelnen starken Verschmutzungen eignet sich diese Methode. Hier ist allerdings das richtige Timing gefragt.

Dafür wischt ihr den verdreckten Backofen mit einem feuchten Tuch aus und bestreut die betroffenen Stellen großzügig mit Salz. Erwärmt das Gerät auf 50 Grad Celsius, bis das Salz braun wird. Wartet aber auch nicht zu lange, damit es sich nicht selbst am Ofenboden festsetzt. Lasst den Ofen auskühlen und kehrt das Pulver aus, ehe ihr anschließend wieder feucht auswischt.

5. Backofen reinigen mit Rasierschaum

Immer wieder liest man, dass man den Backofen auch mit Rasierschaum reinigen kann. Auf das eingebrannte Fett und auf hartnäckige Verkrustungen sprühen, 30 bis 60 Minuten einwirken lassen und abschließend mit einem feuchten Tuch den Ofen auswischen, schon soll der Backofen wieder blitzeblank sauber sein.

Tatsächlich bekommt man den Backofen mit Rasierschaum sauber. Besonders die enthaltenen Kaliumseifen sollen eingebrannte Verkrustungen lösen. Diese Methode mag mit Sicherheit auch schonender sein als der Einsatz aggressiver, chemischer Reinigungsmittel aus der Drogerie, da es sich hier um ein Hautpflegeprodukt handelt. 

Dennoch raten wir dazu, die Inhaltsstoffe eures Rasierschaums einmal zu checken, bevor ihr ihn als Backofenreiniger verwendet. Habt ihr ihn nach der Anwendung nämlich nicht vollständig entfernt, können möglicherweise beim nächsten Backofen-Einsatz schädliche Dämpfe entstehen. Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Triethanolamine können dann zur Reizung der Atemwege führen.

Unser Tipp: Einzelne Inhaltsstoffe von Lebensmitteln oder Kosmetikprodukten könnt ihr ganz einfach über die Suchfunktion von Code Check überprüfen. Dort bekommt ihr angezeigt, ob sie bedenklich oder unbedenklich sind.

Backofenrost und Backblech mit Waschmittel reinigen

Auch den Backofenrost solltet ihr regelmäßig reinigen. Bei leichten Verschmutzungen reicht es schon, wenn ihr die einzelnen Streben mit etwas warmem Wasser, Spülmittel und einem Stahlschwamm reinigt. Je regelmäßiger ihr das macht, desto weniger Arbeit habt ihr damit.

Bei hartnäckigen Verkrustungen könnt ihr den Backofenrost zunächst in warmem Wasser, in das ihr eine Kappe pulverförmiges Waschmittel hinzugebt, einweichen. Das könnt ihr entweder im Spülbecken tun oder in der Badewanne. 

Hartnäckige Verschmutzungen auf dem Backofengitter sollten sich dann gelöst haben, falls nicht, arbeitet mit dem Stahlschwamm nach. Wischt dann den gelösten Schmutz mit einem Schwamm vom Backofenrost ab und reinigt ihn mit klarem Wasser, damit alle Waschmittelreste und der Geruch vollständig verschwinden. Das gleiche Verfahren könnt ihr auch bei dreckigen Backblechen anwenden.

Jetzt wo ihr die wichtigsten Tipps und Tricks dazu habt, wie die Reinigung des Backofens am besten funktioniert, hier noch ein paar smarte Kücheninspirationen, die euch viel Arbeit abnehmen können.

Übrigens: Ihr wollt Waschmittel selber machen? Dann haben wir vier einfach Tipps und Rezepte für euch!

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