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Wohnen | Ratgeber

Kinderzimmer aufräumen: Die besten Aufräumspiele & Tipps für mehr Ordnung

Antonia Eigel

Kinder lieben Aufräumen? Ein Lügenbarometer würde da ganz klar bei "Lüge" ausschlagen. Doch wie motiviert man Kinder, Ordnung im Kinderzimmer zu halten? Wir nennen euch fünf motivierende Aufräumspiele sowie fünf geniale Tipps.

"Räum dein Zimmer auf!" – sobald dieser Satz gefallen ist, haben die meisten Kinder urplötzlich Tomaten auf den Augen oder sind von einer Sekunde auf die nächste ertaubt. Die wenigsten schreien an dieser Stelle "Hurra, endlich aufräumen!". Schön wäre es aber trotzdem, wenn sie das Kinderzimmer aufräumen würden.

Wir haben deshalb fünf motivierende Aufräumspiele sowie fünf Tipps für euch, wie bald wieder Ordnung im Kinderzimmer herrscht und eure Kinder zukünftig sogar Spaß am Aufräumen finden.

5 clevere und motivierende Aufräumspiele

Aufräumen macht Spaß? Dieser Spruch zieht mit Sicherheit bei den wenigsten Kindern. Mit ein paar cleveren Aufräumspielen könnt ihr sie aber motivieren, selbst für Ordnung im Kinderzimmer zu sorgen.

1. Auf die Plätze, fertig, los!

Wer am schnellsten aufräumt, gewinnt. Das Spiel eignet sich hervorragend, wenn es schnell gehen soll. Am besten funktioniert es, wenn ihr eure Kinder gemeinsam gegen euch Eltern antreten lasst, sofern sie das Chaos auch gemeinsam veranstaltet haben. Denn niemand möchte gegen Mama und Papa verlieren. Den Wettkampf sollten die Kinder aber lieber nicht gegeneinander austragen, da ist der nächste Streit schnell programmiert.

Die Regeln sind ganz einfach: Stellt eine Stoppuhr auf fünf Minuten. Ein idealer Zeitraum, der nicht zu lang ist, aber ausreicht, um wieder etwas Ordnung ins Kinderzimmer zu bringen. Im besten Fall lasst ihr eure Kinder natürlich gewinnen, das verbuchen sie als Erfolgserlebnis und so bleiben sie motiviert bis zum nächsten Aufräum-Wettkampf.

2. Kinder mit Tanz-Aufräumen motivieren

Wie dieses Aufräumspiel funktioniert, ist schnell erklärt. Alle tanzen so lange durchs Zimmer, bis die Musik stoppt. Statt dann wie beim Stopp-Tanz in einer Position zu verharren, gilt jetzt: Fünf Gegenstände so schnell wie möglich aufräumen. Wichtig ist natürlich, dass alles wieder an seinen richtigen Ort geräumt wird, sonst zählt es nicht.

Und was fehlt jetzt noch? Natürlich, die richtige Musik: Ähnlich wie beim Sport oder Joggen, läuft es doch am besten mit motivierender Musik in den Ohren. Schmeißt also die Lieblingsmusik eurer Kinder an und dann ab auf die Aufräum-Tanzfläche.

3. Kinder mit Märchen zum Aufräumen motivieren

Klingt eher nach entspannen und in Mamas Arm kuscheln, statt aufräumen? Bei diesem Aufräumspiel geht es aber nicht darum, euren Kindern ein Märchen vorzulesen. Hier ist eure Kreativität gefragt: Erfindet eine Geschichte, in die ihr herumliegende Spielsachen mit einbezieht. Fällt der Name des Spielzeugs, muss es gefunden und aufgeräumt werden. Dieses Spiel ist zwar etwas zeitaufwendiger, aber eine schöne Alternative zum klassischen Märchen vorlesen.

4. Lose ziehen und beim Aufräumen gewinnen

Dieses Spiel macht Aufräumen zu einem spannenden Unterfangen, denn hier gibt es sogar etwas zu gewinnen: Schreibt auf kleine Zettelchen alles auf, was im Kinderzimmer auf dem Fußboden herumliegt und werft die Zettel dann zusammengefaltet in einen Topf. Versucht möglichst genau zu definieren, was wohin aufgeräumt werden soll, zum Beispiel: Stifte in Kiste, Autos ins Regal, Kuscheltiere ins Bett. Das erleichtert auch euch die Arbeit.

Werft auch ein paar Nieten oder Gewinne mit in den Lostopf. Ein Gewinn kann zum Beispiel ein paar Gummibärchen oder eine halbe Stunde länger Fernsehen sein. Was auf der Niete steht? Werdet selbst kreativ.

5. Bestimmerpunkte sammeln

Legt mit euren Kindern für jede Woche ein paar Aufgaben fest. Haben sie diese selbstständig erledigt, erhalten sie Punkte, mit denen sie kleine Wünsche äußern dürfen. Besprecht die Wünsche am besten vorher schon, so sind sie später nicht enttäuscht, wenn ihr Wunsch nicht in Erfüllung geht. Als Hilfe könnt ihr die Aufgaben auch aufschreiben und eine Checkliste ins Kinderzimmer hängen. Hier können sie dann abhaken, was sie schon geschafft haben und dort auch ihre Punkte notieren. Das motiviert sie, selbständig Ordnung im Kinderzimmer zu halten.

Noch mehr Spiele, die eure Kinder zum Aufräumen motivieren, findet ihr zudem auf Willos.

5 Hacks für mehr Ordnung im Kinderzimmer

Ums Kinderzimmer aufräumen kommt niemand herum, doch es gibt ein Menge Tricks, wie ihr den Arbeitsaufwand nach einem ausgelassenen Spieltag im Kinderzimmer minimieren könnt. Wir geben euch fünf clevere Tipps:

1. Aufräum-Sack fürs Kinderzimmer

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Der Aufräum-Sack erinnert vielleicht ein bisschen an fliegenden Straßenhandel. Doch die großen Tücher sind super praktisch und lassen sich im Handumdrehen zusammenziehen und verschlucken so rasend schnell herumfliegendes Spielzeug. Ordnung im Kinderzimmer in Nullkommanichts und das macht mit Sicherheit auch euren Kindern Spaß. Besonders praktisch ist der Spielsack, wenn die Spielsachen ständig zwischen Kinder- und Wohnzimmer hin- und her geschleppt werden.

Einen Nachteil hat der Aufräum-Sack leider auch: Die Spielfläche ist begrenzt und Kindern beizubringen, ihr Spielzeug doch bitte nur auf zwei Quadratmetern zu verteilen (und bloß nicht weiter weg) ist dazu ganz schön schwierig. Dennoch kann der Aufräum-Sack den Aufräum-Aufwand insgesamt etwas minimieren.

Solche Aufräum-Säcke gibt es online bereits ab 27 Euro. Wie ihr einen solchen Spielsack aber auch einfach selber nähen könnt, erfahrt ihr auf dem Blog von Rock my Day.

2. Plätze schaffen, wo Spielzeug liegen bleiben darf

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Das Kinderzimmer sieht aus wie ein Schlachtfeld, kaum zu unterscheiden, was hier jetzt einfach nur wahllos herumfliegt und was eure Kinder mühevoll in stundenlanger Arbeit aufgebaut haben. Am besten wird alles aufgeräumt, doch dann ist das Geschrei schnell groß. Vor allem dann, wenn sie gerade neue Projekte, wie die Lego-Burg oder Playmobil-Landschaft, in Angriff genommen haben.

Schafft also Plätze im Kinderzimmer, wo eure Kinder ihr Spielzeug permanent stehen lassen dürfen. Das kann entweder eine abgeschliffene Spanplatte, ein kleines Podest oder eine ausziehbare Fläche unterm Bett sein, auf denen sie ihre Spielwelten aufbauen können. Lackiert ihr sie Grün wie eine Wiese oder malt Straßen auf, können eure Kinder sie sogar in ihr Spiel integrieren. Eine clevere Idee ist auch ein extra Lego-Tisch, auf dem Bauwerke stehen bleiben können.

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3. Verabschiedet euch von Spielzeug und Wühlkisten

Es ist vielleicht die schwierigste Aufgabe für euch und eure Kinder und sicherlich auch nervenaufreibend: Der Abschied von ungenutztem Spielzeug. Mit dieser Methode schafft ihr wieder mehr Stauraum und werdet zukünftig schneller und vor allem langfristig Ordnung im Kinderzimmer schaffen können.

Nehmt euch am besten ein Wochenende Zeit und geht gemeinsam mit euren Kindern alle Spielsachen, Bücher und Kuscheltiere durch. Lasst sie dabei selber entscheiden, ob sie mit jedem einzelnen Spielzeug noch spielen oder nicht. Ein paar Fragestellungen können euch dabei helfen:

  • Welches Kuscheltier magst du lieber? Das oder das?
  • Liest du dieses Buch noch? Guckst du es dir noch gerne an?
  • Welche Spiele spielst du nicht mehr gerne?

Stellt sie vor direkte Entscheidungen und gebt ihnen so eine Hilfestellung. Sind sie sich unsicher, legt die Spielsachen auf einen "Vielleicht-Stapel" und knüpft ihn euch später nochmal vor. Gegenstände, die ihr sicher aussortieren könnt, müsst ihr nicht gleich wegwerfen: Verschenkt sie doch lieber an Freunde oder spendet sie alternativ einfach an soziale Einrichtungen vor Ort.

Die Dinge vom "Vielleicht-Stapel" könnt ihr auch erst einmal in einer Box verstauen und zur Seite packen. Entweder geraten sie schnell in Vergessenheit (ein Zeichen dafür, dass ihr sie bald weggeben könnt) oder ihr holt sie bei Bedarf wieder zurück ins Kinderzimmer.

Kleiner Tipp: Für noch mehr Ordnung im Kinderzimmer verwendet für Spielzeug lieber mehrere kleine Boxen statt eine unübersichtliche große Wühlkiste, deren Inhalt erst auf dem ganzen Boden verteilt werden muss, bis man den Lieblings-Dino findet. Die kleinen Boxen könnt ihr zusätzlich beschriften oder ein Bild aufkleben, so fällt euren Kindern das Einsortieren leichter und dann kann Aufräumen sogar Spaß machen.

Inspiration für schöne Aufbewahrungslösungen für mehr Ordnung im Kinderzimmer findet ihr in unserem Artikel "Ordnung im Kinderzimmer: 7 Ideen zum leichteren Aufräumen".

Aus leeren Klopapierrollen könnt ihr zum Beispiel auch eine tolle Auto-Garage bauen, in der eure Kinder ihre Spielautos parken können. Was ihr noch alles aus leeren Klorollen basteln könnt:

4. Geburtstagsgeschenke richtig auswählen

Kinder lieben Geburtstagsgeschenke und klar, wer tut das nicht? Doch mit den Jahren häuft sich so immer mehr und mehr Spielzeug an, das Chaos im Kinderzimmer ist da fast schon programmiert. Deshalb fragt euch: Muss es immer etwas Materielles sein?

Statt den zehnten Bagger für den Fuhrpark zu schenken oder das hundertste Buch ins Bücherregal zu schieben, wie wäre es mit alternativen Geschenken, die keinen Platz im Kinderzimmer einnehmen? Hier sind ein paar Anregungen für euch:

  • Jahreskarte für Zoo oder Museum
  • ein Wochenende auf dem Reiterhof
  • Anmeldung an der Musikschule (natürlich nur, wenn eure Kinder gerne musizieren und darauf Lust haben)
  • Verbrauchsmaterialien wie Stifte oder Zeichenblöcke
  • Zeit mit euch

Einen weiteren Denkanstoß geben die Entwicklungsforscher und Bildungsexperten Gerald Hüther und André Stern in ihrem Buch Was schenken wir unseren Kindern? – Eine Entscheidungshilfe. Die Quintessenz des Buches: Geschenke sind nichts als fragwürdige Verführungen, die Kindern die Kraft rauben können, ihre eigenen Talente und Begabungen zu entfalten und ihr Leben eigenverantwortlich und selbständig zu gestalten.

Natürlich kann das jeder für sich selbst handhaben, wie er es für richtig hält. Die Überlegungen der Entwicklungsforscher können jedoch zum Nachdenken anregen und vielleicht überdenkt man danach vielleicht doch nochmal das ein oder andere materielle Geschenk.

5. Vorher-/Nachher-Fotos vom Kinderzimmer machen

Klingt erst einmal nach einer ungewöhnlichen Methode, die man eher von Abnehm-Shows aus dem Fernsehen oder von Schmink-Tutorials kennt, doch irgendetwas Faszinierendes haben die Vorher-/Nachher-Fotos wohl. Soziale Netzwerke werden regelrecht von den Vorher-/Nachher Challenges überflutet und auch Blogger-Mamas posten regelmäßig Vorher-/Nachherfotos von aufgeräumten Kinderzimmern, auch wenn vermutlich ausschließlich zur eigenen Motivation.

Probiert die Vorher/Nachher-Challenge doch auch mal mit euren Kindern aus, aber dreht sie einmal um: Macht dazu ein Foto, wenn das Kinderzimmer im aufgeräumten Zustand ist, das ihr ihnen immer wieder vor dem Aufräumen zeigen könnt. Das kann ihnen auch zur Orientierung dienen, wo was hingeräumt werden muss und zeigt ihnen, wie schön ihr Zimmer wieder aussehen kann, wenn ihr gemeinsam aufräumt.

Fotografiert natürlich auch das Chaos, sie werden später mit Sicherheit stolz sein, wenn sie ihr Zimmer wieder selbständig in Ordnung gebracht haben und den direkten Vergleich sehen.

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