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Mit den Kindern daheim? 12 Spiele-Tipps gegen Langeweile & Lagerkoller

Arne Schätzle

Wenn plötzlich ganz viel Zeit ist und die Kinder zuhause bespaßt werden möchten, ist guter Rat gefragt: Wir haben zwölf Vorschläge für abwechslungsreiche Spiele und kreative Ideen.

Nun ist es soweit: keine Kita, keine Schule, fünf Wochen lang, vielleicht ja sogar länger. In den Sommerferien sind es sogar sechs Wochen, aber da fährt man ja auch in den Urlaub, der Sportverein bietet ein Ferienprogramm an, Schwimmbäder, Freizeit- und Tierparks warten auf unseren Besuch. All diese Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt es aktuell nicht.

Selbst wenn ihr in der glücklichen Lage seid, dass zumindest ein Elternteil im Hause ist, um die kleinen (oder auch schon etwas größeren) Racker zu betreuen, stellt sich die Frage: Wie vermeidet man den Lagerkoller und wie beschäftigt man den Nachwuchs? Ob ihr eventuell weitere Spielkameraden einladen wollt, ist eine schwierige Frage, die jeder für sich selbst genau abwägen sollte.

In vielen Schulen findet die Notbetreuung in kleinen Gruppen mit bis zu zehn Kindern statt – in möglichst fixer Konstellation. Es kann daher nicht schaden, auch daheim auf eine möglichst geringe Fluktuation zu achten.

Egal ob Freunde dabei sind oder ihr lieber unter euch bleibt, wir haben für euch ein Spielprogramm für die Kleinen und die etwas Größeren zusammengestellt – damit daheim nicht so schnell Langeweile aufkommt.

1. Der Klassiker: Gesellschaftsspiele

Ob nun "Mensch ärgere Dich nicht", "Die Siedler von Catan" oder "Monopoly", Hauptsache ihr habt von diesen Evergreens mindestens einen im Spieleschrank. Gesellschaftsspiele schaffen übrigens nicht nur Beschäftigung, sie stärken in dieser ungeplanten Ad-hoc-Freizeit insbesondere bei Grundschulkindern Ausdauer, Regelverhalten und Konzentration.

Die jüngeren Kinder sind mit "Uno", "Memory" oder "Mensch ärgere Dich nicht" gut beschäftigt, für kreative Kids ab zehn Jahren empfehlen wir "Krazy Wordz - Family Edition"*: Bei diesem Spiel müssen die Spieler aus neun Buchstaben ein Wort erfinden, alle anderen müssen raten: Ist "Flix" nun der vierte Neffe von Donald Duck, ein Schokoriegel oder ein WC-Reniger? Knifflig und spaßig zugleich.

2. Luftballon-Tennis

Auch wenn ihr keinen Garten zur Verfügung habt, Bewegung ist angesagt. Und da ist dieses Indoor-Spiel genau das Richtige. Ihr braucht ein Seil, einen Luftballon und zwei Zeitungen oder Zeitschriften als Schläger. Spannt die Schnur auf Bauchhöhe im Zimmer, sodass zwei Spielfelder entstehen. Wenn es schwieriger sein soll, spannt die Schnur gerne etwas höher. Jeder Spieler versucht nun mit seinem Schläger den Ballon auf die andere Seite zu schlagen. Wenn er den Boden berührt, erhält der Spieler einen Punkt.

3. Knete selber machen

Mal so richtig nach Herzenslust matschen und kneten, daran haben vor allem die jüngeren Kinder Spaß. Und die kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten, wenn ihr mit ihnen zusammen selber Knete herstellt. Die Zutaten habt ihr bestimmt im Haus: Zwei Tassen Mehl und eine Tasse Salz vermengen, einen Teelöffel Öl in eine Tasse kaltes Wasser geben. Nun langsam beides vermengen und dabei ständig kneten. Wenn es bunt sein soll, ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe ergänzen. Fertig ist die DIY-Knete!

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4. Lego-Film selber drehen

Es gibt wohl kaum einen Haushalt mit Kindern, in dem es keine Lego-Steine gibt, oder? Dann habt ihr (fast) alles, um euren eigenen Film mit animierten Lego-Figuren zu drehen. Ihr braucht nur noch ein Smartphone und die App "Stop Motion Studio" von Cateater. Wie das im Detail funktioniert, ist in dem Buch "LEGO®-Filme selbst drehen: Stop-Motion-Technik lernen und gekonnt einsetzen"* von David Pagano und David Pickett verständlich und mit vielen Bildern erklärt.

Wenn euch der Versand zu lange dauert, greift ihr einfach zur Kindle-Version des Buches und ihr könnt sofort loslegen: Story ausdenken, Figuren bauen und dann geht's los mit eurem ersten kleinen Brickfilm mit animierten Lego-Figuren. Klar, das wird ein etwas aufwendigeres Projekt – aber Zeit haben wir aktuell ja genug.

5. Papp-Haus bauen

Ihr habt noch ein paar große Kartons im Haus? Hervorragend! Dann könnt ihr aus dieser Verpackung beispielsweise ein Papp-Haus bauen und gemeinsam bemalen. Oder eine Rakete, eine Burg oder ein Piratenschiff. Gerade die etwas kleineren Kita-Kids werden es lieben. Ist kein passender Karton zur Hand, kann man das passende Material auch bestellen. Und der Pädagoge weiß: Bauen und Konstruieren stärken Feinmotorik, Geduld, Wahrnehmung und technisches Verständnis der Kinder.

6. Basteln für Ostern

Alle Kinder freuen sich auf Ostern. Was liegt da näher, als umgehend mit den Oster-Basteleien anzufangen. Eier ausblasen und bemalen, einen Osterhasen aus Pappe basteln, Tischdeko entwerfen: Basteln ist ein toller Zeitvertreib und kommt sonst gerne mal zu kurz – los geht's!

7. Bücher auf die Ohren

Klar, bei Krankheit oder auf langen Autofahrten sind Hörbücher angesagt. Aber ihr kennt alle eure Hörbücher bereits in- und auswendig, könnt alle Dialoge im Schlaf mitsprechen? Wie wäre es dann mit der Ella-Reihe des finnischen Autors Timo Parvela*? Die naiv-lakonischen Berichte der Grundschülerin Ella sprühen nur so vor Humor, über den man auch als Erwachsener herrlich lachen kann. Und es gibt alle 15 Bände als Hörbuch, facettenreich gelesen von Friedhelm Ptok. Mit einer durchschnittlichen Dauer von rund drei Stunden pro Buch werdet ihr das Schmunzeln erst einmal nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.

8. Laser-Parcours anlegen

Einen Laser-Parcours könnt ihr auch ohne elektromagnetische Wellen bauen – naja, also fast. Alles was ihr dazu braucht, ist ein Knäuel farbige Wolle. Stellt Tische und Stühle im Kreis und führt ein Wollknäuel kreuz und quer. Nun müssen alle versuchen durch den Parcours zu gelangen, ohne die "Laserstrahlen" zu berühren. Damit es sich fast so anfühlt, wie in den Kinofilmen, in denen die Gangster auf dem Weg zum Tresor die Lichtschranken überwinden müssen, könnt ihr am Ende des Parcours einen kleinen Schoko-Schatz platzieren.

9. Wettbewerb der Papierflieger

Wer baut das beste Papierflugzeug? Welcher Flieger kommt weiter? Welcher trifft als erstes die Wohnzimmerlampe? Und welcher sieht am coolsten aus? Falls ihr Anregungen benötigt: Im Buch "Blitzschnelle Papierflieger" von Rene Lucio* findet ihr jede Menge Anregungen.

10. Corona-Zeitung selber machen

Der österreichische Journalist Florian Klenk hat in einem Twitter-Post angeregt, eine Corona-Zeitung zu gestalten: "Statistiken ansehen, das Reiskorn-Experiment machen, die Unterschiede in verschiedenen Staaten ansehen und ihre Regime näher anschauen. Wir werden am Telefon die Großeltern interviewen und Viren-Comics zeichnen. Wir schauen uns auch Geschichte an. Wie waren Seuchen früher und wie haben sie Städte verändert."

11. Wettrutschen auf Kissen

Ganz einfach: Jedes Kind setzt sich auf ein altes Kissen und auf "Los" geht's los. Dann rutschen alle so schnell wie möglich zum Ziel (zum Beispiel zur Tür am Ende des Flurs). Anschieben dürfen die Kleinen mit Händen und Füßen.

12. Ikea-Mikado

Ihr habt kein Mikado-Spiel, aber lasst euer Besteck im Sammelbehälter ORDNING von IKEA abtropfen? Sehr schön! Diesen Zylinder mit vielen Löchern könnt ihr bestens als Mikado-Ersatz nutzen. Steckt Schaschlikspieße kreuz und quer durch die Löcher, sodass ein engmaschiges Netz entsteht. Falls ihr noch Strohhalme habt, könnt ihr auch diese benutzen.

Dann legt ihr in die Mitte des Netzes eine kleine Kugel aus Styropor oder Holz, auch ein Papierkügelchen tut seinen Dienst. Jetzt ist Geschicklichkeit gefragt: Reihum darf jeder einen Spieß herausziehen. Wer die meisten Spieße sammeln konnte, bevor die Kugel auf den Boden fällt, hat gewonnen!

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Natürlich vertreiben wir uns die Extra-Zeit am liebsten mit gemeinsamen lustigen Spielen. Aber es gibt im Fernsehen, im Radio und im Internet viele spannende, informative Inhalte für unsere Kinder, die verhindern, dass unser Hirn in dieser Zeit nicht komplett einrostet. Und die sogar mindestens ein kleines bisschen Spaß machen. Hier haben wir eine Auswahl der besten und informativsten Infotainment-Angebot für Kinder zusammengestellt.

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