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Wohnen | Ratgeber

Staubwischen: Mythen und Irrtümer rund um die nervigste Hausarbeit

Arne Schätzle

Arne Schätzle

Rund ums Staubwischen ranken sich viele Legenden. Wir klären, welche davon wahr sind – und welche nicht. Manch Irrglaube erschwert euch das Putzen sogar!

Staubwischen gehört für viele zu den lästigsten Hausarbeiten. Kaum hat man gewischt, liegen schon wieder die nächsten Flocken auf den Möbeln. Damit ihr effektiver putzen könnt, räumen wir auf mit den hartnäckigsten Mythen rund ums Staubwischen.

1. Gegen Staub kann man nichts tun

Das stimmt leider: Staub lässt sich nicht vermeiden. Aber wir können mit einigen Maßnahmen für weniger Staub in der Wohnung sorgen. So gilt beispielsweise: Je weniger Textilien sich in einem Raum befinden, desto weniger Abrieb von Fasern gibt es. Und auch wenn man den Staub nicht aussperren kann, Flur oder Windfang lassen sich mit einigen Maßnahmen als Schleuse einrichten: zum Beispiel mit Schmutzfangmatten und einer Garderobe für Schuhe und Kleidung.

2. Staub macht krank

Ganz klar ein Irrglaube – Staubpartikel sind nicht gesundheitsgefährdend. Zu 70 Prozent besteht der graue Schleier aus Hautschuppen und Textilfasern. Kritischer steht es um die Milben, die im Hausstaub leben. Insbesondere ihr Kot kann allergische Reaktionen auslösen. Insbesondere Allergiker sollten bei Kissen, Decken und Teppichen darauf achten, dass diese aus synthetischen Materialien bestehen. Diese sind pflegeleicht und können häufiger gewaschen werden.

3. Tägliches Staubwischen ist Pflicht

Durchschnittlich sechs Milligramm Staub sammeln sich pro Tag auf einer Fläche von einem Quadratmeter an, wirklich sichtbar ist die Staubschicht aber erst nach einer Woche. Daher genügt es, einmal pro Woche das Staubtuch anzusetzen.

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4. Ein feuchtes Tuch reinigt besser

Stimmt nicht. Tatsache ist: Nasse Tücher verschmieren den Staub. Ein trockenes, antistatisches Mikrofasertuch hingegen zieht die Staubpartikel an wie ein Magnet – so werden sie nicht aufgewirbelt. Wer kein Mikrofasertuch zur Hand hat, kann sich auch mit alten Nylonstrumpfhosen behelfen. Diese haben eine ähnliche Wirkung.

5. Gardinen sind die größten Staubfänger

Auf weißen Stoffvorhängen kommen graue Staubpartikel besonders gut zur Geltung. Die wahren Staubfänger aber sind elektronisch: Fernseher, Notebook oder Musikanlage. Da diese Geräte rund um die Uhr elektrisch geladen sind, ziehen sie den umherfliegenden Staub permanent an. Abhilfe schaffen spezielle Antistatik-Tücher aus der Drogerie. Diese legen eine Art Schutzfilm auf eure Geräte.

6. Staubige Heizungen heizen schlechter

Tatsächlich: Eine verschmutzte Heizung mindert die Heizleistung um bis zu 30 Prozent. Daher sollte sie vor und nach der Heizperiode gereinigt werden. Insbesondere wenn ihr einen alten Heizkörper mit den klassischen Rippen im Einsatz habt, gestaltet sich das Säubern etwas mühselig. Leichter geht's, wenn ihr ein feuchtes Tuch hinter die Heizung hängt und von der Vorderseite den Staub mit einem Föhn in das Tuch wirbelt.

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