Frau hängt nach dem Gardinen waschen Vorhänge auf
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Wohnen | Ratgeber

Gardinen waschen: Mit diesen Tricks sehen eure Vorhänge aus wie neu

Lisa Gutknecht

Gardinen schützen nicht nur vor Sonne oder unliebsamen Blicken, Vorhänge sind auch dekorativ – vorausgesetzt sie sind sauber. Hier erfahrt ihr, wie oft man Gardinen waschen sollte und was es dabei zu beachten gibt.

Ihr drückt euch vor dem Fenster putzen? Dann sollten zumindest die Gardinen tipptopp sein. Wie und wie oft ihr eure Gardinen waschen solltet, wie weiße Gardinen ihre alte Strahlkraft erhalten, welche Hausmittel gegen Verschmutzungen helfen und wie ihr Schiebegardinen sauber halten könnt, erfahrt ihr in unserem großen Ratgeber.

Vor dem Gardinen waschen

In Stoffen verfangen sich Staub, Pollen und andere Rückstände aus der Luft. In Raucherwohnungen verfärbt zusätzlich Nikotin die Vorhänge. Und auch Küchendämpfe und Ruß können für unschöne Flecken sorgen.

Deshalb solltet ihr die Gardinen erst kurz vor dem Waschgang abhängen und gut ausschütteln. So verhindert ihr unnötiges Zerknittern und könnt groben Schmutz oder Staub bereits entfernen. Außerdem sämtliche Haken, Ringe und Metall- oder Plastikteile abnehmen, um unschöne Ziehfäden oder Rostflecken zu vermeiden.

Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, steckt die Vorhänge in ein Wäschenetz. Damit schützt ihr die Stoffe vor Beschädigungen.

Das richtige Waschmittel zum Gardinen waschen

Ein herkömmliches Feinwaschmittel ist zum Waschen eurer Gardinen in der Regel vollkommen ausreichend.

Für weiße Gardinen oder helle Farben gibt es spezielle Gardinenwaschmittel, die meistens teurer als herkömmliche Waschmittel sind. Sie enthalten in der Regel Bleichmittel, das Gelb- oder Grauverfärbungen effektiv bekämpft – allerdings auch der Umwelt schadet.

Die meisten handelsüblichen Universal- oder Vollwaschmittel haben ebenfalls einen Bleichmittelanteil, so dass ihr im Zweifelsfall auch darauf zurückgreifen könnt. Beachtet in jedem Fall die Herstellerangaben zur Anwendung und Dosierung.

Weiße Gardinen: Verfärbungen und Flecken mit Hausmitteln entfernen

Weiße Gardinen bleiben leider nie lange strahlend weiß. Selbst in Nichtraucher-Wohnungen kommt es schnell zu gelben Verfärbungen oder einem Grauschleier.

Der Umwelt zuliebe müsst ihr diese Flecken nicht sofort mit chemischen Reinigern bekämpfen. Meist helfen schon einfache Hausmittel:

  • Natron oder Backpulver: Etwas Natron beziehungsweise Backpulver dem Waschpulver hinzugeben. Alternativ, bei hartnäckigen Flecken, die Gardine über Nacht in einer Wanne mit Wasser und Natron einweichen.
  • Essig oder Zitronensäure: Vor der eigentlichen Wäsche die Gardine in einer Wanne mit Wasser und etwas Essig oder Zitronensaft einweichen.
  • Soda: In der Badewanne Wasser mit Waschsoda vermischen – für die Dosierung den Empfehlungen auf der Verpackung folgen – und die Vorhänge eintauchen. Gut ausspülen und optional in der Maschine durchwaschen.
Person wäscht weiße Gardinen per Hand
Weiße Gardinen vor dem Waschgang in einer Natronlauge reinigen – das ist umweltschonender als Bleichmittel und ebenso effektiv. © Getty Images/iStockphoto

Die optimale Temperatur zum Vorhänge waschen

Ein Blick auf das Etikett ist immer noch die sicherste Variante, um eine geeignete Temperatur für euren Gardinen-Waschgang zu finden. Ist dieses nicht mehr vorhanden, liegt ihr mit 30 Grad und einem Schonwaschgang beziehungsweise dem Feinwaschprogramm meist richtig.

Gardinen aus robusten Stoffen wie Leinen oder schwerer Baumwolle vertragen bis zu 60 Grad. Damit geht ihr effektiv gegen Milben vor, was vor allem Allergikern zugute kommt.

Tipp: Möglichst kurz und bei wenig Umdrehungen schleudern, um Knitterbildungen zu vermeiden.

Gardinen richtig trocknen

Der einfachste Trick, um Gardinen zu trocknen und nicht bügeln zu müssen: Nach dem Waschen die Gardinen am besten direkt im feuchten Zustand zurück an die Stange hängen und glatt streichen. Auf keinen Fall in den Trockner geben, das Risiko für Knitterfalten ist groß.

Vermeidet für den Trocknungsprozess direkte Sonneneinstrahlung, da die Vorhänge sonst schnell verfärben können.

Wie oft sollte man Gardinen waschen?

Wer lange Freude am Anblick seiner Gardinen haben und sie möglichst staubfrei in der Wohnung hängen haben möchte, sollte sie ein bis zweimal pro Jahr waschen. Allergiker können ihre Vorhänge auch häufiger reinigen.

Gleiches gilt für alle, deren Gardinen Nikotin, Ruß oder Kochdämpfen ausgesetzt sind. Allerdings kann jeder Waschgang die Fasern und Farben angreifen, so dass ihr es auch nicht übertreiben solltet.

Sonderfall: Schiebegardinen waschen

Schiebegardinen oder Flächenvorhänge sind fest an einer Schiene arretiert. Das Abhängen und Waschen gestaltet sich also etwas komplizierter als bei herkömmlichen Gardinen. Das Gute: Der Aufwand ist meist gar nicht nötig. Die Lamellen sind in der Regel mit einer Schutzschicht versehen, die das Eindringen von Schmutz verhindert.

Schiebegardinen hängen nach dem Waschen vor dem Fenster
Die meisten Schiebegardinen haben eine Beschichtung, die das Eindringen von Staub und Schmutz verhindert. © Getty Images/iStockphoto

Es genügt oft schon, den Stoff regelmäßig mit einem Mikrofasertuch, einem Staubwedel oder einer weichen Kleiderbürste abzustauben.

Für eine gründlichere Reinigung könnt ihr etwas Wasser und Feinwaschmittel zum Säubern verwenden. Schaut vorab aber unbedingt auf die Pflegeanleitung oder fragt im Fachhandel nach, ob eure Schiebegardine Feuchtigkeit oder gar einen Schonwaschgang verträgt.

Für eine Handwäsche den Beschwerungsstab entfernen, die Schiebegardine abnehmen und den Stoff locker aufrollen. Eine Wanne mit Feinwaschmittel und lauwarmem Wasser befüllen. Die Vorhangrolle eintunken und etwas einweichen lassen. Mit klarem Wasser gründliche ausspülen und feucht zurück vor das Fenster hängen.

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