Eva Brenners Kolumne auf Wohnglück.de

Modernisieren | Statement

Die perfekte Dusche: 7 Tipps für die Duschkabine im Bad

Eva Brenner

Offener Raum, mehr Komfort. Was ihr beachten solltet, um euch mit einer modernen Dusche einen eigenen kleinen Spa-Bereich im Bad zu schaffen – TV-Moderatorin und Einrichtungsexpertin Eva Brenner gibt Tipps.

Duschen werden heutzutage glücklicherweise ganz anders geplant als noch vor einigen Jahren. Vorbei die Zeiten von Duschtassen und – wie ich finde – doch sehr unattraktiven Duschabtrennungen.

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Welche Möglichkeiten es für den Einbau einer komfortablen Dusche gibt und wie ihr diese auch in eurem Bad umsetzen könnt, das möchte ich euch an dieser Stelle zeigen.

Tipp 1: (Fast) Bodengleiche Dusche

Kein erhöhter Wannenrand, über den man drüber steigt, maximal ein kleiner Absatz – bodengleiche Duschen einzubauen ist heute technisch fast kein Problem mehr. Es gibt sogar vorgefertigte Elemente, bei denen der Estrich nur noch wenig aufgestemmt wird.

Gefälle und Ablauf sind hier schon eingearbeitet, und Trockenbau-Duschpanels können im gleichen Belag wie der Rest des Bades gefliest werden.

Der Komfortgewinn dadurch ist enorm. Vielleicht kennt ihr das Gefühl, wenn man aus einer normalen Duschtasse aussteigt und dann unsicheres Terrain betritt... Das ist doch immer etwas wackelig und hat auch nichts mit dem Alter zu tun.

Tipp 2: Duschabtrennung aus Glas

Kein Vorhang, keine dreigeteilten Plastik-Abtrennungen – Klarglas ist das Material, um den Duschbereich abzutrennen. Das müsst ihr vielleicht ein wenig mehr pflegen, vor allem empfiehlt es sich, gleich nach dem Duschen das Glas mit einem Wischer abzuziehen. So gibt es keine unschönen Kalkflecken.

Der große, große Vorteil ist aber, dass so eine Wand aus Klarglas den Raum öffnet. Statt einer Duschecke, die sich hinter Vorhängen oder einer Faltwand versteckt, habt ihr jetzt einen echten Raum mit einer integrierten Dusche. Das wirkt optisch nicht nur viel großzügiger. Ihr habt beim Duschen auch nicht mehr das Gefühl, aus- (oder eingesperrt) zu sein.

Bei diesem Beispiel wurde der eigentlich sehr geringe Platz unter der Dachschräge zusätzlich noch nach oben ausgenutzt. Durch das große Dachflächenfenster gewinnt man Kopfhöhe. So hat man fast das Gefühl, unter freiem Himmel zu duschen.

Tipp 3: Vorgefertigte Duschelemente

Für bodengleiche Duschen gibt es bereits vorgefertigte Bodenelemente, die nicht mehr gefliest werden müssen – in den unterschiedlichsten Farben, wie hier das schicke Anthrazit. Beim Ablauf gibt es verschiedenste Varianten, von der Ablaufrinne am Rand bis zum runden Ablauf in der Mitte.

Wer handwerklich geschickt ist, kann so eine bodengleiche Dusche selber bauen. In der Regel solltet ihr das aber einem Profi überlassen. Denn die Abdichtung und ein problemlos funktionierender Ablauf sind hier sensible Fehlerquellen. Und die können Bauschäden verursachen.

Tipp 4: Optische Alternativen: Keramikplatten und Tapeten

Gegen Fliesen im Bad ist grundsätzlich nichts zu sagen. Eine sehr schöne und vor allem extrem pflegeleichte Alternative sind großformatige Keramikplatten. Durch ihre Maße gibt es so gut wie keine Fuge mehr, eine Duschrückwand wirkt so wie aus einem Guss.

So eine Keramikplatte gibt es in diversen Größen, ihr könnt sie euch bei Bedarf auch zuschneiden lassen. Neben der Optik hat so eine Keramikplatte noch zwei Vorteile. Erstens sind sie sehr pflegeleicht. Und zweitens gibt es viele Dekorvarianten, wie hier zum Beispiel weißer Marmor, der nur vom Fachmann zu unterscheiden ist.

Apropos Dekorvarianten: Sogar für den Duschbereich gibt es mittlerweile Tapeten. Ein System, das häufig in Hotels verwendet wird, aber auch im privaten Bereich für einen Hingucker sorgt.

Tipp 5: Sitzgelegenheit in der Dusche einplanen

Zugegeben: So einen Klappsitz aus weißem Plastik, an der Wand zum Runterklappen vormontiert – das finde ich auch nicht besonders schön. Trotzdem solltet ihr versuchen, bei der Neugestaltung eines Bades auch Sitzgelegenheiten einzuplanen. Das geht unter Umständen auch über einen Absatz, den ihr in den Duschbereich integriert.

Tipp 6: Nischen als Ablagen

Ganz wichtig: Schafft unbedingt Ablagemöglichkeiten für Shampoo, Duschgel, Cremes. Niemand bückt sich gern nach diesen Dingen. Und Körbe, die man an die Armatur hängt oder sogar per Noppen an die Wand klebt – die sind mir meist ein Dorn im Auge und oft auch im Weg. Dagegen sind kleine Nischen, die bei der Badgestaltung von vornherein mit eingeplant werden, sehr praktisch und sehen toll aus. Vor allem, wenn sie mit LEDs beleuchtet sind.

Tipp 7: Beleuchtung in der Dusche nicht vergessen

Oft befinden sich Bäder in Innenräumen und haben – wenn überhaupt – nur ein kleines Fenster. Trotzdem lässt sich hier mit dafür zugelassenen Leuchten (mindestens Schutzart IP X7) sowohl funktionales als auch Stimmungs-Licht herstellen. Vergesst bei der Badplanung nicht, den Elektriker mit einzubinden.

Schön zu sehen, wie Licht im Bad eine ganz eigene Stimmung erzeugt ...

... und, ganz sparsam benutzt, tolle Akzente setzt.

Ihr sucht noch nach weiteren Ideen für die Gestaltung eures Bades? Schaut euch gern diese Kolumne von mir an:

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