Kinder spielen auf dem Fußboden Im Kinderzimmer
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Bodenbelag im Kinderzimmer: Vorteile, Nachteile & Kosten im Vergleich

Uske Berndt

Uske Berndt

Was macht einen guten Kinderzimmer-Fußboden aus – und welcher Bodenbelag eignet sich fürs Kinderzimmer am besten? Wir nennen Vorteile, Nachteile und Kosten aller Bodenbeläge.

Basteln, spielen, toben, abhängen – im Kinderzimmer muss der Bodenbelag einfach alles mitmachen. Während sich die Kinder wohlfühlen wollen und eine coole Optik schätzen, zählen für die Eltern eher praktische Aspekte. Welche Bodenbeläge meistern die Herausforderungen im Kinder- und Jugendzimmer am besten?

Parkett, Laminat, Kork, Designboden, Teppich, Stein oder Fliesen – wir präsentieren die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Kinderzimmer-Bodenbeläge und nennen die Kosten pro Quadratmeter.

Was macht einen guten Kinderzimmer-Boden aus?

Zuerst zeigen wir aber, welche Anforderungen ein Bodenbelag im Kinderzimmer erfüllen muss:

  • Der Bodenbelag soll modern aussehen und möglichst wohnlich sein.
  • Unter den Füßen soll es sich angenehm anfühlen.
  • Er muss wilden Sprüngen, Autorennen und Murmelspielen standhalten.
  • Farbe und Kleber sollten sich leicht vom Bodenbelag entfernen lassen. Und er sollte es am besten auch wegstecken können, wenn mal Wasser oder Kirschsaft ausläuft.
  • Der Bodenbelag im Kinderzimmer sollte frei von Schadstoffen sein. Das ist Eltern natürlich besonders wichtig.
  • Schall schlucken sollte der Belag auch. Schließlich geht es beim Nachwuchs oft ziemlich laut zu.

Auf einen Blick: Bodenbeläge im Kinderzimmer

In unserer Tabelle könnt ihr leicht die Stärken und Schwächen aller Bodenbeläge fürs Kinderzimmer erkennen. Ihr müsst euch nur darüber klar werden, worauf ihr im Kinderzimmer besonderen Wert legt.

  • Bodenbelag
  • Preis pro qm
  • Variation
  • Reinigung
  • Fußfreundlichkeit
  • Nutzungsdauer
  • Kratzfestigkeit
  • Gemütlichkeit
  • Aufbauhöhe/Dicke
  • Fliesenboden
  • Ab 5 Euro
  • Sehr gut
  • Sehr gut
  • Mittel
  • 20-30 Jahre
  • Sehr gut
  • Wenig
  • 9-10 mm
  • Steinboden
  • Ab 30 Euro
  • Gut
  • Gut
  • Mittel
  • 50 Jahre
  • Sehr gut
  • Wenig
  • 20-35 mm
  • Parkett
  • Ab 20 Euro
  • Sehr gut
  • Gut
  • Sehr gut
  • 30 Jahre
  • Gut
  • Mittel
  • 10-25 mm
  • Laminat
  • Ab 10 Euro
  • Sehr gut
  • Sehr gut
  • Gut
  • 10-15 Jahre
  • Gut
  • Mittel
  • 5-14 mm
  • Kork
  • Ab 20 Euro
  • Mittel
  • Gut
  • Sehr gut
  • 15 Jahre
  • Gut
  • Gut
  • 5-6 mm
  • Designboden
  • Ab 15 Euro
  • Sehr gut
  • Sehr gut
  • Gut
  • 10-15 Jahre
  • Sehr gut
  • Mittel
  • 4-5 mm
  • Linoleum
  • Ab 20 Euro
  • Mittel
  • Gut
  • Mittel
  • 15-30 Jahre
  • Sehr gut
  • Mittel
  • 2-4 mm
  • Teppich
  • Ab 10 Euro
  • Sehr gut
  • Gut
  • Sehr gut
  • 10 Jahre
  • Mittel
  • Sehr gut
  • 8-10 mm

Bodenbeläge im Vergleich

Eines solltet ihr beachten, wenn ihr gerade Nachwuchs erwartet und ein Kinderzimmer einrichten wollt: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass vom Renovieren während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt eine Gefahr für die Kinder ausgeht, an Allergien zu erkranken. Diese betreffen vor allem die Atemwege und die Haut. Deshalb solltet ihr mit dem Verlegen eines neuen Bodenbelags im Kinderzimmer warten, bis das Baby mindestens sechs Monate alt ist. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel "Renovieren in der Schwangerschaft kann eurem Baby schaden".

Teppich im Kinderzimmer: Hoher Kuschelfaktor

Teppichboden als Bodenbelag im Kinderzimmer ersetzt so manches Kissen oder die Matratze. Einfach hinfläzen und chillen. Besonders vorteilhaft fürs Kinderzimmer sind niederflorige Teppiche oder ihr setzt auf Teppichfliesen. Das hat den Vorteil, dass ihr einzelne, lose verlegte Teppichfliesen leicht austauschen könnt, sollte mal ein Malheur passieren.

Fürs Kinderzimmer ist ein schadstofffreier Teppichboden besonders wichtig. Allerdings sind viele Teppichböden mit chemischen Stoffen behandelt: Eventuell enthaltene Kunststofffasern oder Mottenschutzmittel können ausdünsten und die Raumluft belasten. Achtet beim Kauf auf folgende Siegel, die Produkte auszeichnen, die hinsichtlich Schadstoffen und Ausdünstungen (Emissionen) geprüft wurden

  • der Blaue Engel
  • Eco Institut Tested Product
  • natureplus
  • GuT

Oft stecken Schadstoffe im Klebstoff. Deshalb solltet ihr darauf achten, dass der Teppich ohne Klebstoffe verlegt wird. Wenn das nicht möglich ist, dann achtet auf Werkstoffe mit dem Emicode-Siegel EC1PLUS oder dem Blauen Engel.

Vorteile von Teppichboden im Kinderzimmer

Teppichboden ist urgemütlich und super kuschelig. Doch es gibt noch mehr Vorteile.

  • Der Bodenbelag ist schön weich und warm unter den Füßen.
  • Die Fasern des Teppichbodens schlucken Schall.
  • Teppiche aus echter Wolle regulieren die Luftfeuchtigkeit und schaffen ein angenehmes Raumklima.
  • Unfallfrei toben: Teppichboden ist natürlich rutschfest.
  • Der Einstieg in die Teppichwelt ist preiswert, Synthetikware startet bei 10 Euro, Schurwolle bei 20 bis 25 Euro pro Quadratmeter.
  • Es klingt paradox, aber für Allergiker ist Teppichboden häufig ideal. Denn: Dank seiner Struktur reduziert der Bodenbelag den Feinstaubgehalt in der Raumluft.
  • Teppichboden kann auch was ab. Schaut einfach wie bei Laminat auf die Nutzungsklasse: 22 oder 23 dürfte im Kinderzimmer lange überleben.

Nachteile von Teppichboden im Kinderzimmer

Regelmäßiges Staubsaugen ist Pflicht, denn Flusen und Dreck bleiben eher haften als an glatten Böden. Weitere Nachteile von Teppichboden im Kinderzimmer:

  • Teppichboden ist sehr anfällig für Flecken und wird schnell unhygienisch und unansehnlich, wenn sich dort Krümel, Glitzer oder Knetreste festsetzen.
  • Feucht wischen geht nicht, Flecken auf dem Teppichboden müssen extra behandelt werden.
  • Nach spätestens zehn Jahren hilft alles nichts. Der Teppichboden muss ersetzt werden. Das ist allerdings auch für Eltern mit zwei linken Händen gut machbar.
  • Hat euer Kind eine Katze? Hoffentlich hat die den Kratzbaum akzeptiert. Sonst gibt es keine Garantie fürs Überleben des Teppichbodens.
  • Teppichboden dünsten oft Schadstoffe aus.
Junges Mädchen mit Hund auf Teppichboden
Ein einladender und gemütlicher Teppich lädt zum Entspannen ein. © Getty Images/iStockphoto

Fazit zu Teppichboden im Kinderzimmer

Wer ein kuscheliges Ambiente wichtiger findet als eine abwischbare Oberfläche, liegt mit Teppichboden richtig. Zumal es auch richtig widerstandsfähige Teppichböden gibt. Ihr solltet aber in jedem Fall darauf achten, dass ihr einen schadstofffreien Teppich fürs Kinderzimmer wählt.

Wem der Kuschelfaktor wichtig ist, der kann alternativ auch einen kleineren, in der Maschine waschbaren Teppich wählen und diesen auf einen praktischeren Bodenbelag auslegen.

Korkboden im Kinderzimmer: Kork ist klasse

Kork verschließt nicht nur Flaschenhälse, die geschnitzelte und gepresste Rinde der Korkeiche macht sich auch gut als Bodenbelag.

Vorteile von Korkboden im Kinderzimmer

Kork ist ein rundum natürlicher und wohngesunder Bodenbelag. Weitere Vorteile:

  • Korkboden liefert euch ein schönes, warmes Gefühl unter den Füßen.
  • Der Boden eures Kinderzimmers wird damit herrlich flexibel und gibt auf Druck nach. Da macht das Toben noch mehr Spaß.
  • Robust und langlebig ist Korkboden dank seiner Schutzschicht dennoch.
  • Kork ist zudem ein effektiver Schallschlucker.
  • Dank gut versiegelter Oberfläche nimmt Korkboden keinen Schmutz auf und lässt sich kinderleicht reinigen.
  • Ihr könnt den Korkboden sogar fein abschleifen und so Flecken daraus entfernen.

Nachteile von Korkboden im Kinderzimmer

Da Korkboden elastisch ist, hinterlassen schwere Möbel Druckstellen. Extrem widerstandsfähig ist Kork also eher nicht. Weitere Nachteile:

  • Kork dehnt sich mit der Zeit aus. Somit muss der Bodenbelag mit Fugen verlegt werden.
  • Kork kann mit der Zeit ausbleichen.
  • Mit einem Preis von 20 bis 70 Euro pro Quadratmeter ist Korkboden kein Schnäppchen.

Fazit zu Korkboden im Kinderzimmer

Kork ist als Bodenbelag fürs Kinderzimmer eine echte Empfehlung: fußwarm, elastisch und dennoch ziemlich haltbar.

Vinylboden im Kinderzimmer: Chic, chic

Ist euer Nachwuchs extrem anspruchsvoll in Sachen Optik? Dann ist Vinylboden eine prima Idee. Die Auswahl beim Dekor ist so groß, dass es einen fast umhaut. Es gibt beispielsweise auch Vinylböden in Holzoptik.

Es gibt verschiedene Arten von Vinylboden. Einmal den klassischen, wegen Schadstoffen in Verruf gekommen PVC-Boden von der Rolle und dann den sogenannten Designboden in Form von Platten oder Dielen.

Von Bodenbelägen aus dem Kunststoff PVC (Polyvinylchlorid, kurz Vinyl) rät die Verbraucherzentrale fürs Kinderzimmer ab, denn sie enthalten neben Weichmachern häufig weitere Stoffe, die die Gesundheit schädigen können.

Bei Designboden ähnelt der Aufbau dem von Laminat: Im Kern steckt eine dünne Hartfaserplatte (HDF), darüber kommt Vinyl oder ein anderer Kunststoff sowie eine Dekorschicht plus Versiegelung.

Zwar sind die schädlichen Weichmacher der alten PVC-Böden heute weitgehend passé. Das gilt aber nicht immer. Schaut beim Kauf eines Vinylbodens genau, ob die Kunststoffböden zertifiziert sind, etwa mit dem Siegel "Blauer Engel" oder "natureplus".

Und es gibt Designböden, die kein PVC enthalten, zum Beispiel von Meister oder Disano von Haro. Diese sind fürs Kinderzimmer sicher die sicherere Wahl.

Vorteile von Vinylboden im Kinderzimmer

Die Dekorschicht lässt sich mit praktisch jedem Muster in allen Farben bedrucken. Weitere Vorteile von Designboden im Kinderzimmer:

  • Je nach Oberflächenart (mit Struktur oder glatt) schmeichelt Vinylboden den Fußsohlen.
  • Der Bodenbelag federt beim Laufen oder Hüpfen.
  • Je nach Nutzungsklasse (22 oder 23) ist er dennoch hart im Nehmen.
  • Bei schwimmender Verlegung (ohne Kleber) könnt ihr einzelne Platten leicht ersetzen.
  • Vinylboden ist schmutzabweisend und gut zu reinigen: Das ist ideal für Allergiker.
  • Das Muster bleibt schön wie am ersten Tag, denn moderner Designboden bleicht nicht aus.
  • Preislich ist PVC-Boden günstig. Er fängt bei 7 Euro pro Quadratmeter an. Designboden in Form von Platten oder Fliesen liegt im Mittelfeld. Ihr müsst mit etwa 20 bis 50 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Nachteile von Vinylboden im Kinderzimmer

Vinyl, PVC oder Polyurethan sind keine natürliche Materialien. In der Vergangenheit waren sie mit schädlichen Weichmachern belastet. Einige davon sind inzwischen verboten, allerdings solltet ihr genau hinschauen, aus welchem Kunststoff der Designboden besteht. (Lest hier mehr zu schadstoffarmen Vinylböden). Gibt es weitere Nachteile?

  • Designboden ist häufig etwas empfindlich gegen Kratzer.
  • Größere Macken lassen sich wie bei Laminat schwer reparieren. Kleinere Fehler entfernt ihr mit spezieller Füllmasse, Kleinere Vinylboden-Kratzer entfernt ihr mit spezieller Füllmasse oder ihr poliert sie mit einem geeigneten PU-Reiniger.
  • Bei schweren Möbeln bleiben manchmal Dellen im Bodenbelag zurück. Doch dieses Problem bekommen die Hersteller zunehmend in den Griff.
Vinyl Fußboden im Kinderzimmer
Eine tolle Spielwiese mit passendem Fußboden. © Parador

Fazit zu Vinylboden als Bodenbelag im Kinderzimmer

Für alle, die keinen Wert auf natürliche Materialien im Kinderzimmer legen, ist Designboden im Kinderzimmer eine gute Wahl - sofern er als schadstofffrei zertifiziert ist. Die Optik stimmt, er ist pflegeleicht und robust genug.

Linoleum im Kinderzimmer: Die Öko-Alternative

Leinöl, Harz, Holzmehl und Kalkstein sind die Hauptzutaten für Linoleum. Mit farbigem Dekor rutscht der Bodenbelag fast in die Design-Liga von Vinyl oder Laminat. Nicht umsonst wird Linoleum häufig in Kindergärten oder Schulen als Bodenbelag gewählt.

Vorteile von Linoleumboden fürs Kinderzimmer

  • Linoleum als Bodenbelag besteht zu 80 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Für viele Käufer ein wichtiger Vorteil.
  • Das Naturmaterial ist weichmacher- und schadstofffrei.
  • Die Oberfläche gibt sich sehr robust, da kann der Nachwuchs auch gerne Werkstatt spielen.
  • Linoleum hemmt den Trittschall.
  • Der Bodenbelag ist außerdem rutschfest.
  • Linoleum ist antibakteriell und leicht zu reinigen.

Nachteile von Linoleum fürs Kinderzimmer

  • Linoleum ist recht teuer. Handliche Platten mit der praktischen Klick-Variante kosten etwa 40 Euro pro Quadratmeter. Als Bahn, also von der Rolle, kostet Linoleum deutlich weniger.
  • Die Auswahl beim Design hält sich bei Linoleum als Bodenbelag in Grenzen.

Fazit zu Linoleum als Bodenbelag im Kinderzimmer

Für das Kinderzimmer ist Linoleum wegen seiner Robustheit und Schadstofffreiheit gut geeignet. Der Bodenbelag ist aber nicht sonderlich cool und recht teuer.

Parkett im Kinderzimmer: Edel und natürlich

Echtes Holz ist Natur pur. Je nach Holzhärte und Versiegelung hält Parkett auch den Strapazen im Kinderzimmer stand. Es gibt Parkett mit gebürsteter Struktur. Diese macht das Laufen angenehmer und Kratzer fallen darauf nicht so sehr auf.

Vorteile von Parkett als Bodenbelag im Kinderzimmer

Parkett ist wohnlich und es lässt sich prima darauf barfuß laufen. Noch mehr Vorteile gefällig?

  • Parkettboden ist hochwertig und hat von Natur aus eine edle Optik. Das sehen auch Kinder.
  • Holzboden enthält keine Schadstoffe.
  • Wenn ihr hartes, festes Holz (Eiche) aussucht, hält der Fußboden eine Menge aus.
  • Bei guter Pflege toben auch noch die Enkel auf demselben Parkett herum.
  • Gut behandeltes Parkett lässt sich leicht reinigen. Nicht zu nass wischen bitte!
  • Nach 10 oder 15 Jahren könnt ihr Parkettboden einfach abschleifen und neu versiegeln (lassen).

Nachteile von Parkett als Bodenbelag im Kinderzimmer

Hochwertiger Parkettboden ist eine Investition. Gutes Eichenparkett kostet 40 Euro pro Quadratmeter, einfaches Buchen-Mehrschichtparkett bekommt ihr aber schon für 20 Euro.

  • Auf Dauer sind besonders im Kinderzimmer Kratzer in der Oberfläche zu erwarten, vor allem bei weicheren Holzarten wie Lärche. Aber die schleift ihr wie gesagt einfach aus dem Parkett.
  • Parkettboden ist nicht lichtecht. Dunkles Holz bleicht mit der Zeit aus. Wo Möbel standen oder Teppiche lagen, bleiben dann dunklere Flecken.
  • Wasser kann den Parkettboden beschädigen. Also verschüttete Flüssigkeiten unbedingt sofort aufwischen, damit das Parkett nicht aufquillt.
  • Besonders Akazienholz und Eichenparkett reagieren empfindlich auf Urin, denn sie enthalten Gerbsäure. Diese reagiert mit Harnstoff und es bilden sich dunkle Flecken, die man nicht mehr rausbekommt.
Parkett, Tipi, Schaukelpferd.
Das Parkett passt toll zum Tipi und zum Schaukelpferd. © Parador

Fazit zu Parkettboden im Kinderzimmer

Parkett macht sich gut im Kinderzimmer. Vor allem härteres, gut gewachstes oder lackiertes Holz hält ordentlich was aus und ihr habt mit Holz einen natürlichen, schadstofffreien Bodenbelag, der sich positiv auf das Raumklima auswirkt.

Ihr werdet das Parkett allerdings nach einem Jahrzehnt neu abschleifen müssen, damit es wieder wie neu aussieht. Wie ihr das Parkett am besten versiegelt, lest ihr in unserem Artikel "Hartöl, Hartwachsöl und Parkettlack im Vergleich".

Gegebenenfalls bietet es sich an, das Parkett in bestimmten Bereichen durch einen Kinderzimmer-Teppich zu schützen oder durch eine durchsichtige Bodenschutzmatte. Stuhl- und Tischbeine solltet ihr zudem mit Filzgleitern versehen.

Laminat im Kinderzimmer: Preiswerte Parkett-Alternative

Hartfaserplatte plus Holzdekor, das ist Laminat. Das Ergebnis sieht Parkett sehr ähnlich und kann richtig was ab – das klingt doch prima fürs Kinderzimmer, oder?

Kommt darauf an, denn Laminat ist nicht gleich Laminat. Setzt bei Laminat fürs Kinderzimmer auf Markenqualität. Bei No-Name-Produkten können vereinzelt Schadstoffe wie Formaldehyd ausdünsten, die im Verdacht stehen Krebs zu erregen.

Wenn ihr das Laminat selbst verlegt, dann wählt küchen- oder badezimmergeeignetes Laminat der Nutzungsklasse 21-23 oder 31-33. Dieses verfügt über eine zusätzliche Kantenimprägnierung und ist so besser vor Feuchtigkeit geschützt.

Vorteile von Laminat als Bodenbelag fürs Kinderzimmer

Laminat ist je nach Beanspruchungsklasse (21 bis 23) sehr widerstandsfähig – einer von vier Vorteilen von Laminat im Kinderzimmer:

  • Laminat lässt sich leicht säubern.
  • Im Vergleich zu Parkett ist Laminat relativ preiswert. Mit rund 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter seid ihr schon dabei.
  • Die Farben bleiben lange schön, denn Laminatboden ist lichtecht.

Nachteile von Laminat als Bodenbelag im Kinderzimmer

Wenn die Macken erstmal drin sind, wird es mit Laminat schwierig. Nachteil: Abschleifen ist leider nicht möglich.

  • Dauerhaft kratz- und stoßfest ist Laminat natürlich nicht. Der Bodenbelag hält maximal 15 Jahre.
  • Laminat verträgt auch Feuchtigkeit nicht allzu gut. Kippt im Kinderzimmer ein Wasserglas oder eine Trinkflasche aus, sollte die Feuchtigkeit sofort entfernt werden. Anderenfalls kann der Boden bleibenden Schaden nehmen. Auch bei der Reinigung gilt: Laminat sollte stets nur nebelfeucht gewischt werden.
  • Achtung Trittschall: Laminat benötigt eine solide Dämmschicht, sonst ist der Bodenbelag eher Laut. Diese ist aber oft schon in den Platten enthalten.
  • Die Oberfläche der Paneele kann schnell auskühlen, deshalb solltet ihr auf eine gute Wärmeisolierung achten.
Kinderzimmer mit Laminatboden
Laminat ist eine günstige, zeitlose Bodenbelags-Variante fürs Kinderzimmer. © Getty Images/iStockphoto

Fazit zu Laminatboden im Kinderzimmer

Laminat ein rundum praktischer und relativ robuster Bodenbelag, der im Kinderzimmer auch noch toll aussieht. Er bietet sich insbesondere an, wenn ihr eine Fußbodenheizung habt.

Fliesen und Stein im Kinderzimmer: Einfach die Härte

Wenn es absolut unverwüstlich sein soll, lohnt der Blick in Richtung Fliesen oder Steinboden als Bodenbelag für das Kinderzimmer. Fliesen mit rutschhemmenden Oberflächen sorgen für Sicherheit beim Toben und generell lässt sich ein Steinboden oder Fliesenboden gut mit einer Fußbodenheizung kombinieren.

Vorteile von Fliesen- und Steinboden im Kinderzimmer

Der große Vorteil von Steinboden und Fliesen als Bodenbelag im Kinderzimmer ist ihre Widerstandsfähigkeit. Gegen alles.

  • Coole Kiesel gefällig? Auch das Design von Fliesen lässt in seiner Vielfalt keine Wünsche offen. Es gibt mittlerweile Fliesen in Holzoptik, die das beste aus zwei Welten vereinen.
  • Fliesen und Naturstein halten lange, also vielleicht lieber ein schlichtes Design wählen.
  • Die Oberfläche lässt sich gut reinigen, sogar wenn die Kinder ihr Getränk verschütten. Allerdings mag Naturstein keine säurehaltigen Pflegeprodukte. Dafür gibt es spezielle Wachspolitur.
  • Für Kinder, die zu Allergien neigen, sind Fliesen außerdem ein wohngesunder Bodenbelag. Milben, Keime und Bakterien können sich auf ihnen nicht festsetzen und finden keinen Nährboden.
  • Über Schadstoffausdünstungen müsst ihr euch ebenfalls keine Gedanken machen, denn Fliesen oder Natursteine sind ein Naturprodukt.
  • Fliesen sind anders als Naturstein sehr günstig. Es gibt sie schon ab 5 Euro pro Quadratmeter.

Nachteile von Fliesen und Stein als Bodenbelag im Kinderzimmer

Glatte, steinharte Böden haben natürlich den Nachteil, dass sie fußkalt sind. Aber wofür gibt es schicke Hausschuhe oder Teppiche? Weitere Nachteile:

  • Fliesen und Stein geben nicht nach. Wenn Kinder darauf fallen, ist die Verletzungsgefahr groß.
  • Fliesen und Steinböden sind etwas laut im Auftritt.
  • Naturstein ist teuer, das Material kostet 30 bis 90 Euro. Hinzu kommen die Kosten für das Verlegen vom Profi.
Bodenbelag im Würfelmuster mit verschiedenen Farbnuancen.
Auf Steinboden im Kinderzimmer lässt sich super mit Fahrzeugen herumfahren. © Mosa

Fazit zu Fliesen und Stein als Bodenbelag im Kinderzimmer

Fliesen und Stein halten zwar viel aus und vor allem Fliesen als Bodenbelag sind sehr pflegeleicht. Aber für das Kinderzimmer sind sie vielleicht etwas zu hart und kühl. Mit einem schicken Teppich könnt ihr das aber ausgleichen.

Sinnvoll ist es zudem, unter Fliesen im Kinderzimmer eine Fußbodenheizung verlegen zu lassen. Das löst das Problem mit der Fußkälte.

Fazit zu Bodenbelag im Kinderzimmer

Im Kinderzimmer punkten leise, elastische und fußwarme Bodenbeläge wie Kork, Linoleum oder Designböden. Sie sind relativ hart im Nehmen und weitgehend frei von Schadstoffen. Hinzu kommt die große Design-Auswahl.

Parkett vereint Natürlichkeit mit extra langer Haltbarkeit, gutes Laminat kommt hier sehr nahe ran.

Fliesen oder Stein als Bodenbelag im Kinderzimmer sind zwar praktisch und unverwüstlich, aber vergleichsweise hart, kühl und laut. Teppich ist gemütlich, aber auch schmutzanfällig.

Eltern, die besonderen Wert auf einen schadstofffreien Bodenbelag fürs Kinderzimmer legen, raten wir zu Kork, Linoleum oder Fliesen.

Unser Tipp: Denkt bei der Wahl des Bodenbelags daran, dass der Kinderzimmer-Fußboden am meisten von allen Bodenbelägen im Haus aushalten muss. Und vielleicht ist es schlau, nicht einem Trend zu folgen – auch wenn der Sohn gerade auf Neongelb abfährt oder die Tochter am liebsten einen Teppich mit Pferdemuster hätte. Die meisten Eltern fahren mit natürlichen Bodenbelägen sehr gut.

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