Naturstein Küche
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Wohnen | Pro/Contra-Liste

Stein als Bodenbelag: Vorteile und Nachteile

Uske Berndt

Uske Berndt

Level: Für Anfänger

Von Marmor bis Granit, Stein sieht als Bodenbelag edel aus. Das Material ist fast unverwüstlich. Neben vielen Vorteilen gibt es aber auch Nachteile, gerade beim Verlegen.

Kaum ein Bodenbelag steht so für Luxus wie glänzender, fein strukturierter Marmor. Wie alle Natursteine hat er einen besonderen Charakter, eine unverwechselbare Maserung und Farbe. Wir unterscheiden bei Stein zwei Härtegrade: Weichgestein wie Marmor, Travertin, Sand- und Kalkstein sowie Hartgestein wie Granit oder Schiefer.

Hier lest ihr nun, welche Vorteile und Nachteile Stein hat. Außerdem erklären wir, was das Material kostet und für welche Zimmer der rundum natürliche Bodenbelag geeignet ist.

Vorteile von Stein als Bodenbelag

Marmor gibt es nicht nur in Weiß oder Hellgrau, mit unterschiedlichster Maserung. Fachhändler liefern die Fliesen oder Platten in Rosé, Gelb, Grün oder Braun. Dazu die Oberfläche poliert, satiniert oder gebürstet. Hinzu kommen zig Varianten für Granit und andere Natursteine. Die Auswahl ist größer als ihr denkt.

Stein als Bodenbelag ist fast unverwüstlich

Vor allem harter Stein wie Granit zeigt sich sehr widerstandsfähig. Da verkratzt so schnell nichts, da entstehen keine Druckstellen. Kein Wunder, dass ihr Naturstein auch draußen im Garten verlegen könnt.

Harter Stein ist wasserabweisend

Während Marmor etwas nässeempfindlich ist (siehe Nachteile), hat Schiefer nichts gegen Wasserschlachten. Zudem ist die Oberfläche auch von Natur aus rutschhemmend. Perfekt also fürs Badezimmer, vor allem mit einer guten Imprägnierung.

Natursteinfliesen lassen sich leicht verlegen

Im Vergleich zu den dickeren Platten sind Steinfliesen nur etwa 1 Zentimeter stark und kommen im gängigen Format 30 mal 30 oder 60 mal 30 Zentimeter ins Haus. Solche Fliesen könnt ihr selbst mit der Dünnbett-Methode verlegen. Allerdings braucht man auch hier etwas Übung, damit die Fliesen keinen Schaden nehmen.

Lange Lebensdauer

Stein als Bodenbelag hat eine offizielle Nutzungsdauer von 50 Jahren, hält aber meistens wesentlich länger. In unseren alten Schlössern liegt der Marmor im Festsaal ja auch noch. Seinen Glanz verdankt er einer guten und regelmäßigen Pflege.

Nachteile von Stein als Bodenbelag

Der Preis für Naturstein als Bodenbelag ist nichts fürs schmale Budget. Allein das Material, also die Platten, kostet 30 bis 90 Euro pro Quadratmeter. Dazu kommt das Verlegen.

Weicher Stein als Bodenbelag ist etwas empfindlich

Marmor sieht einfach toll aus. Leider mögen die Weichgesteine keinen Kontakt zu scharfen Gegenständen und auch kein Wasser in großen Mengen, vor allem kein hartes. Kalk hinterlässt oft unschöne Flecken. Also im Badezimmer bitte zügig hinterher wischen.

Das Putzen macht etwas Mühe

Die offenporige Oberfläche von Naturstein nimmt im Vergleich zu Fliesen mehr Schmutz auf. Das Reinigen macht daher etwas Mühe, zumal ihr beim Wischen vorsichtig sein müsst. Denn: Marmor verträgt weder säurehaltige Reiniger (Essig) noch Laugen. Zum Putzen kommt Natursteinreiniger beziehungsweise -politur zum Einsatz.

Steinplatten verlegt der Profi

3 Zentimeter starke Granitplatten wiegen rund 90 Kilo pro Quadratmeter! Grund genug, die Dinger ins Mittelbett zu legen, also auf eine dickere Kleberschicht. Und das macht ihr lieber nicht selbst. Der Profi verlangt für das Verlegen von einem Quadratmeter Natursteinplatten zwischen 35 und 60 Euro. Da kommt bei einem 40 Quadratmeter großen Wohn- und Essbereich ganz schön was zusammen.

Abschleifen statt auswechseln

Da sich Steinplatten eher schwer verlegen lassen, könnt ihr sie auch nicht mal eben fix austauschen. Löcher könnt ihr reparieren, indem ihr sie mit Marmorkitt oder gefärbtem Mörtel stopft. Bei hartnäckigen Flecken oder einer stumpfen beziehungsweise stark zerkratzen Oberfläche hilft nur noch Abschleifen und Polieren. Aber bitte von einem Unternehmen, dass sich auf die Pflege von Natursteinen spezialisiert hat.

Welche Zimmer könnt ihr mit Stein auslegen?

Naturstein sieht in jedem Zimmer edel und schick aus. In den Wohn- und Schlafräumen gilt das Gleiche wie bei den Fliesen: Der Bodenbelag ist etwas fußkalt und hart, wobei ein Teppich hier Abhilfe schafft. Im Badezimmer eignet sich harter Stein wie Granit oder Schiefer als Bodenbelag besser als weicher, da er wasserfester und auch robuster ist. Letzteres ist vor allem in der Küche gefragt.

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