Kinderzimmer im Dschungellook mit Bett
© Inter Ikea Systems B.V.

Wohnen | Ratgeber

Kinderzimmer einrichten: Tolle Ideen für Kindermöbel, Farben und Deko

Sabine Tropp

Level: Für Alle

Ob Kinderbett, Kleiderschrank oder Deko – wer seine Kinder begeistern will, für den ist eine bunte Abenteuerwelt statt eines langweiligen Kinderzimmers der beste Weg. Hier findet ihr viele wertvolle Tipps und Ideen fürs Kinderzimmer einrichten. Viel Spaß!

Kinder brauchen ebenso ihr eigenes Reich wie Erwachsene. Im Kinderzimmer können sie sich zurückziehen, mit Kumpels toben, lesen und natürlich auch lernen. Deshalb ist es beim Kinderzimmer einrichten so wichtig, sich an den kreativen Bedürfnissen der Kinder zu orientieren. Das heißt: ansprechend, aber auch funktional.

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Bei der Einrichtung scheiden sich da aber schnell die Geschmäcker von Nachwuchs und Eltern. Hier hilft eine Sitzung am runden Tisch. Gemeinsam zu planen hilft, die richtige Entscheidung bei Farben, Möbeln und Deko zu treffen.

Ganze Abenteuerwelten entstehen mit den derzeitigen Möbeltrends. Statt in einem einfachen Bett darf der Nachwuchs in Urwaldhütten, Minihäusern und Burgen von Abenteuern und Märchen träumen. Auch bei Kleiderschränken gibt es viel Neues. Mal sehen sie aus wie eine Burg, mal wie ein Schloss. Die Entscheidung fällt nicht leicht bei der großen Auswahl.

Bevor es ans Kinderzimmer einrichten geht, hilft ein gut überdachtes Konzept. Es vermeidet teure Einrichtungsfehler oder eine falsche Wandfarbe.

Grundsätzlich solltet ihr auf schadstoffarme Materialien achten! Qualitätszeichen wie Der Blaue Engel, das GuT-Teppichsiegel oder das RAL-Gütesiegel helfen beim Kauf von schadstoff- und lösungsmittelarmen Wandfarben, Tapeten, Möbeln, Teppichen und weiteren Materialien.

Natürlich gibt es nicht das perfekte Kinderzimmer für alle. Ein Baby hat andere Bedürfnisse als ein Kindergarten- oder Schulkind, das ist ja klar. Unsere Checkliste bietet aber eine gute Übersicht, welche Bereiche ihr beim Kinderzimmer einrichten beachten solltet.

1. Bodenbelag im Kinderzimmer

Wenn ihr noch beeinflussen könnt, welcher Bodenbelag ins Kinderzimmer kommt, solltet ihr an die besonderen Anforderungen denken, die durch wildes Rumgehopse, Cowboy-und-Indianer-Spiele oder Übernachtungspartys entstehen. Wenn es kein kompletter Teppichboden im Kinderzimmer sein soll, bietet sich oft ein größerer Teppich an, der den Füßen schmeichelt, Lautstärke dämpft und den Schaden bei fallenden Gegenständen mindert.

Hier findet ihr viele wertvolle Tipps, welche Bodenbeläge sich fürs Kinderzimmer besonders eignen und was sie kosten:

2. Wandgestaltung im Kinderzimmer

Kinder sprühen vor Fantasie und lieben es, sich in ferne Welten zu denken. Kahle, weiße Wände wirken in Kinderzimmern oft deplatziert. Es gibt so viele schöne Möglichkeiten, mit einer kreativen Wandgestaltung die Kleinen zu beflügeln.

Kinder lieben es bunt, auch beim Anstrich. Dazu passt das trendige Colour-Blocking. Hierbei teilt sich die Wand horizontal in zwei kontrastierende Töne. Bei der Farbwahl die Kids hinzuziehen. Nicht alle Mädchen stehen auf Pink, genauso wenig wie jeder Junge auf Hellblau. Fröhliche Farben, wie ein saftiges Grün, Orange oder Gelb, sorgen außerdem für gute Laune. Wichtig ist nur, dass der untere Teil der Wand immer im dunkleren Ton gestrichen wird, sonst wirkt der Raum gedrungen.

Soll doch eine Motivtapete an die Wand, müsst ihr nur eine einzelne Fläche verzieren. Noch weniger Mühe macht ein dezenter Farbanstrich. Auf ihn können in Hülle und Fülle alle Stars als Wandtattoo oder Sticker geklebt und ganz einfach wieder abgezogen werden.

Unser Tipp: In unserem Artikel "Tapeten für Kinder: So kombiniert ihr wilde Muster und starke Farben" findet ihr ein paar tolle Anregungen zur Wandgestaltung im Kinderzimmer.

3. Kinderzimmer-Möbel

Wichtig ist bei Auswahl der Möbel fürs Kinderzimmer, dass Material und Qualität den neusten Standards entsprechen. Außerdem müssen Kinderzimmer-Möbelstücke standfest und robust sein. Schließlich steht ihnen einiges an Belastungsproben bevor. Auf auseinanderstehende Gitter, wackelige Sprossen oder schlecht versenkte Nägel und Schrauben achten. Sie bilden eine mögliche Verletzungsquelle.

Zu bunten Wänden passen übrigens am besten Möbel in neutralen Weiß- oder Naturtönen. Sie sind zeitlos und passen sich jeder neuen Wandfarbe oder Tapete an.

Zur Standard-Ausstattung bei Kinderzimmer-Möbeln gehören:

  • Bett – je nach Alter und Größe des Kindes und mit Bettwäsche, in der das Kind gut und gerne schläft
  • Tisch bzw. Schreibtisch – um darauf zu basteln, zu malen oder später die Hausaufgaben zu erledigen
  • Stuhl – als Sitzgelegenheit, die auf die Größe des Kindes abgestimmt sein sollte, um Haltungsschäden vorzubeugen
  • Kleiderschrank oder Kommode – am besten erst einmal zusammen mit dem Kind eine sinnvolle Ordnung besprechen
  • Regal – für Bücher, Spielsachen oder das Lieblingskuscheltier

Tipp: Guckt euch auch nach multifunktionalen Kinderzimmer-Möbeln um. Sie sorgen dafür, dass Kinder auch auf kleinerer Fläche genug Platz zum Toben haben. Bettkästen und -schubladen schlucken störendes Bettzeug, ungenutzte Spielsachen und anderen Krimskrams oder lassen sich mal eben zu einem Bett für kleine Übernachtungsgäste ausziehen. So kann das Hochbett gleichzeitig eine Ritterburg mit Rutsche sein. Oder aus einem Wickeltisch wird mit wenigen Handgriffen ein kleiner Schreibtisch.

Multitalent vom Wickeltisch zum Schreibtisch
Multifunktional: Der Wickeltisch verwandelt sich später in einen Schreibtisch. © Car Möbel

4. Kinderzimmer einrichten, Ordnung ermöglichen

Im Kinderzimmer häufen sich in den Ecken schnell Bausteine, Spielzeug und Kleidung an. Hier sind klar aufgeteilte Bereiche zum Aufräumen nützlich. Ein fester Platz für die Hausaufgaben und ein weiterer zum Spielen bringen Struktur in den Kinderalltag.

Ordnungssysteme aus Aufbewahrungsbox, Wäschesack und Kleiderhaken erleichtern es Kindern aufzuräumen, wenn diese Helfer in erreichbarer Höhe sind. Die Behälter sollten möglichst bunt sein. Ein Korb mit einem lustigen Tiergesicht bedruckt, wird für Schmutzwäsche viel lieber genutzt als ein grauer Wäschesack.

In niedrigen Regalen mit bunten Kisten lassen sich Spielzeug, Bastel- und Lernutensilien einfach einsortieren und wieder finden. Besonders praktisch sind Truhen. In ihrem Bauch haben alle Kuscheltiere Platz und sie dienen gleichzeitig als Sitzgelegenheit.

5. Licht im Kinderzimmer

Wie gesagt: Eure Kinder verbringen viel Zeit im Kinderzimmer. Deshalb ist es wichtig, dass ihr dort die Voraussetzungen für gesundes Licht schafft. Auch eine schlichte Deckenleuchte kann natürlich für eine gute Grundbeleuchtung im Kinderzimmer sorgen. Eine außergewöhnliche Lampe kann jedoch auch als Stilmittel im Kinderzimmer fungieren. Ist es nicht schön, wenn ein Stern oder eine Wolke oben im Kinderzimmer strahlt?

Wahrscheinlich benötigt ihr darüber hinaus ein Nachtlicht (bei kleineren Kindern) und eine Tischlampe, damit die Augen geschont werden. Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Mitunter lassen sich Lampenschirme auch selbst basteln oder nachträglich verzieren.

Wenn es um Licht geht, sollte man Dunkelheit nicht vergessen: Besonders im Sommer ist eine Verdunklung des Kinderzimmer-Fensters wichtig, damit die Kleinen gut schlafen können. Hier bieten sich lichtdichte Vorhänge oder Rollos an.

6. Gute Luft und Temperatur im Kinderzimmer

Mindestens ebenso wichtig wie die Beleuchtung ist das richtige Raumklima im Kinderzimmer. Frischluft gehört unweigerlich dazu. Achtet darauf, dass das Fensterbrett möglichst frei bleibt, damit ihr regelmäßig für Sauerstoff sorgen könnt. Es gilt: lieber kräftiges Stoßlüften als gekippte Fenster.

Mediziner empfehlen, die Temperatur im Kinderzimmer tagsüber bei rund 20 bis 21 Grad zu halten. Denkt bitte dran, dass sich Kinder im Vergleich zu Erwachsenen viel bewegen, weshalb es im Kinderzimmer ruhig ein wenig frischer sein darf. Nachts darf die Temperatur sogar bei 16 bis 18 Grad liegen. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich – das gilt wie im Rest des Hauses – bei zwischen 40 und 60 Grad bewegen.

Tipp: Auch Zimmerpflanzen können für ein gesundes Raumklima sorgen. Welche sich besonders gut als Luftfilter eignen, lest ihr in folgendem Artikel:

Alles theoretischer Quatsch? Mit modernen Geräten könnt ihr ganz leicht fürs perfekte Raumklima sorgen. Oder ihr installiert ein intelligentes Thermometer, das euch direkt aufs Smartphone über die Bedingungen im Kinderzimmer informiert.

7. Kinderzimmer einrichten: Coole Deko

Ob Avenger-Helden, Eiskönigin oder Darth Vader: Mit Bettwäsche, Kissen, Girlanden und Bildern oder Postern lässt sich das Kinderzimmer in die jeweils aktuelle Abenteuerwelt verwandeln, ohne ständig neu tapezieren zu müssen. Das schont den Geldbeutel und lässt beim Wunsch nach Veränderung einen schnellen Wechsel zu.

Kleine Kuscheltiere können für eine große Wirkung sorgen. © Gru

Kinderzimmer einrichten: 9 allgemeine Tipps

  1. Überschaubare Mengen: Statt Berge von Kuscheltieren anzuhäufen, auf vier oder fünf gerade am meisten geliebte Plüschtiere und ausgesuchte Spielsachen reduzieren. Das hält Ordnung. Und am Ende der Woche darf ausgetauscht werden.
  2. Ein Ausziehbett: Wenn die beste Freundin oder der Kumpel übernachten will, ist ein schnell aufzubauendes Zusatzbett sehr praktisch.
  3. Ein Hochbett für kleine Räume: Unter ihm lässt sich platzsparend eine Arbeits- oder Spielecke einrichten.
  4. Gerne noch einmal, weil es ein wichtiger Hinweis ist: Auf natürliche und nachhaltige Materialien für Wände, Möbel und Boden achten. Wohngesundheit ist ein wichtiges Thema.
  5. Kissenbezüge und Teppiche sollten in der Waschmaschine zu waschen sein.
  6. Bei der Matratze im Kinderbett auf die gleiche Qualität achten wie im Elternschlafzimmer.
  7. Statt gut erhaltene Holzmöbel zu entsorgen, lieber mit einem frischen Anstrich aufmöbeln. Upcycling macht auch den Kindern Spaß – und sie lernen viel dabei.
  8. Kostenlose Farb-Apps für Smartphone oder iPad nutzen. Mit den sogenannten Color Designern kann auf einem hochgeladenen Foto des Kinderzimmers die Wirkung verschiedener Wandfarben bzw. der Möbel in einer Vorschau ausprobiert werden. Alpina bietet zum Beispiel einen Color Designer zur interaktiven Wandgestaltung im Internet an.
  9. Gebrauchte Kinderzimmer-Möbel kaufen, Kosten sparen. Komplette Kinderzimmer-Sets, bestehend aus Bett, Nachttisch, Schrank, (Schreib)tisch, Regal und Kommode, gibt es zwar bereits für unter 1.000 Euro. Man sollte dann aber nicht den höchsten Anspruch an die Möbel stellen. Besser fährt man oft mit gebrauchten Kinderzimmer-Möbeln, die Kleinanzeigen sind voll von hochwertigen Dingen, aus denen die Vorbesitzer rausgewachsen sind.

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