Parkettboden
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Wohnen | Pro/Contra-Liste

Parkett als Bodenbelag: Vorteile und Nachteile

Uske Berndt

Uske Berndt

Level: Für Alle

Parkett ist wohl der wohnlichste Bodenbelag von allen. Aber passt Parkett auch in jeden Raum? Wir klären die Vorteile und Nachteile von Holzfußboden.

100 Prozent Natur, edle Optik und lebenslange Haltbarkeit. Wer diese Features schätzt, schwört auf Parkett. Der Bodenbelag kam einst nur in massiver Form daher, indem Vollholzstäbe oder Plättchen direkt auf den Untergrund gelegt und dann geschliffen wurden.

Dagegen bestimmt heute Mehrschichtparkett den Markt. Mehrere Lagen aus Birke oder Buche plus 3 bis 5 Millimeter Nutzschicht etwa aus Eiche, fix und fertig zu Dielen zurechtgesägt und versiegelt – inklusive Trittschalldämmung. Übrigens: Parkett darf sich ein Mehrschicht-Holzboden nur dann nennen, wenn er eine mindestens 2,5 Millimeter starke Nutzschicht hat. Alles darunter ist ein Furnierboden.

Neben dem typischen Stäbchen-, Mosaik- und Fischgrätmuster gibt es Parkett auch als Dielenboden. Meterlange 15 bis 30 Zentimeter breite Holzlatten, die früher auch gerne "roh", samt Rissen und Astlöchern, verlegt wurden. So eine klassische Landhausdiele verströmt ein tolles Flair – ähnlich wie der Schiffsboden, bei dem einzelne, kürzere Stäbe unregelmäßig nebeneinander gesetzt werden. Ahoi! Diese Looks gibt es natürlich auch als Fertigparkett.

Je nachdem, auf was eure Wahl fällt, sollte euer Budget auf jeden Fall etwas größer ausfallen: Parkett ist ein kostspieliges Vergnügen. Wir zeigen euch die Varianten, die Vor- und Nachteile dieses tollen Bodenbelags, was er kostet und welche Räume ihr damit auslegen könnt.

Vorteile von Parkett als Bodenbelag

Parkett als Bodenbelag macht einen Raum so richtig behaglich. Kein Wunder, fällt doch bei Tischen und Regalen auch oft die Wahl auf Buche oder Kirsche. Zu den Vorteilen gehört auch das warme Gefühl unter den Füßen. Macht einfach süchtig!

Edle Optik

Korrekturen sind nicht nötig, die Natur hat ganze Arbeit geleistet. Die unregelmäßige, mehr oder weniger fein gemaserte Oberfläche von Parkett sieht schön, lebendig und edel aus. Öl oder Wachs sorgen für ein natürliches Finish, Lack schafft herrlichen Glanz.

Wohngesunder Fußboden

Und das gleich mehrfach. Zum einen ist Parkett weitgehend schadstofffrei. Darüber hinaus reguliert es das Raumklima: Dank der offenporigen Struktur wird überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft aufgenommen und wieder abgeben.

Parkett als Bodenbelag ist nachhaltig

Parkett, egal ob massiv oder in der Mehrschicht-Variante, besteht zu 100 Prozent aus Holz – und das wächst nach. Wenn Ihr in Sachen Ökobilanz auf Nummer sicher gehen möchtet, greift ihr zu heimischen Arten wie Buche, Esche oder Eiche. Teak kommt zum Beispiel aus Indonesien, wird aber auch dort fair angebaut. Haltet Ausschau nach dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) für Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Holz hält ewig

Je härter das Holz (Eiche!), desto widerstandsfähiger ist die Oberfläche. Stilettos, Stuhlbeine oder Krallen hinterlassen kaum Spuren. Und falls doch, heißt es nach 15 Jahren: Fein abschleifen und neu einölen oder lackieren. Schleifmaschinen verleiht der Parketthandel oder der Baumarkt um die Ecke. Bei guter Pflege hält Parkett ein Leben lang.

Parkett ist leicht zu reinigen

Staubsaugen und gelegentlich mit leicht feuchtem, weichem Bodentuch feudeln – fertig! Ein paar Tropfen Neutralreiniger im Wasser reichen zur Reinigung aus. Profis gießen etwas Parkettreiniger (aus der Drogerie) in den Putzeimer, die darin enthaltenen Öle gönnen dem Bodenbelag eine Frischekur.

Perfekter Boden für Allergiker

Warum auch nicht, schließlich enthält Parkett als Bodenbelag keine allergenen Stoffe, zudem lässt er sich prima reinigen. Und auch die klimaregulierenden Eigenschaften wissen Bewohner mit empfindlichen Atemwegen sehr zu schätzen.

Parkett passt für Haustiere

Wo sich Menschenfüße wohlfühlen, sollte es auch Katzenpfoten gutgehen. Wenn ihr hartes Holz (Eiche, Esche) wählt, widersteht es auch den üblichen Kratzattacken des geliebten Vierbeiners. Und falls beim Fressen etwas danebengeht, wird es einfach aufgewischt.

Nachteile von Parkett als Bodenbelag

Die Liste der Nachteile von Parkett als Bodenbelag hält sich in Grenzen. In erster Linie kommt es auf euer Budget an.

Parkett ist teuer

Bei 15 bis 20 Euro pro Quadratmeter für einfaches Mehrschichtparkett mit 2,5 Millimeter Nutzschicht in Buche geht es los. Solides Eichenparkett kostet 30 bis 60 Euro, schnell klettern die Preise hoch auf 80 (Steineiche) oder mehr Euro. Je hochwertiger beziehungsweise seltener das Holz und die Verarbeitung, desto teurer ist der Bodenbelag. Tipp: Parkett mit einer dicken Nutzschicht von 5 Millimetern lässt sich mehrfach abschleifen.

Fürs Verlegen kommt der Profi

Beim Fertigparkett kommen vorbereitete Dielenbretter ins Haus, die ihr selbst ineinander klicken könnt. Doch nicht jeder Untergrund ist perfekt, außerdem müssen die Kanten super sauber geschnitten und die Sockelleisten makellos angebracht werden. Also: Lieber den Profi anrufen, erst recht für aufwendigere Verlegetechniken. Der Parkettverleger verlangt für seine Arbeit 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter.

Parkett ist nicht lichtecht

Holz ist lebendig und reagiert damit auch auf UV-Strahlen. Je nach Art verändert das Parkett im Laufe der Jahre seine Farbe. Helles Holz wie Ahorn dunkelt zum Beispiel etwas nach.

Welche Zimmer mögen Parkett als Bodenbelag?

Parkett als Bodenbelag schmückt natürlich jeden Raum, allen voran Wohn- und Schlafzimmer, wo die klimaregulierende Wirkung kaum zu toppen ist. Das gleiche gilt beim Kinderzimmer. Fürs Home Office solltet ihr möglichst hartes, widerstandsfähiges Holz mit 1A-Versiegelung wählen. In Bad und Küche wird mit Wasser geplanscht, hier kommt es auf eine perfekte Verlegung, feine Fugen und eine wasserabweisende Schutzschicht an.

Fazit: Parkett als Bodenbelag

Natürlicher, wohnlicher und langlebiger geht es kaum – Parkett als Bodenbelag ist eine erstklassige Wahl für alle "Trockenräume". Größter Nachteil ist der hohe Preis.

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