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Holzboden pflegen: So bleiben Parkett und Laminat lange schön

Uske Berndt

Level: Für Alle

Bloß nicht zu nass: Ob Parkett oder Laminat, Holzböden benötigen die richtige Pflege, sonst werden sie unansehnlich. Wir verraten euch, welche Mittel euren Holzboden wirklich pflegen, wovon ihr besser die Finger lasst und was der Profi rät.

Holz als Bodenbelag ist heute vor allem mit einem natürlichen Finish gefragt, also gewachst oder geölt. Wie ihr euren Holzboden richtig pflegt, damit er lange richtig gut aussieht, dafür gibt es ein paar Grundregeln. Scheuern oder aggressive Reinigungsmittel sind tabu. Das gilt auch für den Boden, der nur so aussieht, als wäre es aus Massivholz: Laminat.

Parkett lieber sanft angehen

Staub und Steinchen müssen schnell verschwinden: Dem groben Dreck rückt ihr bei der Pflege eines Holzbodens mit einem Staubsauger zu Leibe. Bitte mit einer Parkettdüse, sonst zieht ihr euch schnell Kratzer in das Holz. Am besten eignet sich ein feiner Besen. Beim Wischen heißt es: kaltes Wasser verwenden und bitte nicht zu nass. Feucht wischen reicht, genauer gesagt nebelfeucht. Also den Mopp oder Parkett-Wischer gut auswringen.

Gewachster oder geölter Holzboden

Hier ist noch größere Vorsicht geboten als bei lackiertem Parkett. Ein paar Tropfen milder Neutralreiniger im (kalten) Putzwasser reichen aus. Für geölte Holzböden gibt es eine spezielle Parkettpflege fürs Putzwasser. Diese enthält etwas Holzöl und frischt die Oberfläche beim Wischen gleich etwas auf. Tipp: Parkettreiniger pur auf einen feuchten Lappen geben und auf besonders strapazierte Stellen tupfen.

Flecken entfernen

Für Parkett gibt es spezielle Fleckentferner, die ihr auf den Fleck (Blut, Kaffee, Wein) sprüht oder tupft. 10 bis 20 Minuten einwirken lassen und abreiben. Mit einem feuchten Tuch abwischen und anschließend die Oberfläche des Fußbodens wieder einölen.

Einmal Ölwechsel, bitte

Hin und wieder die Schutzschicht zu erneuern hält das Holz länger frisch. Entweder kleinere Bereiche mit einem Tuch betupfen oder das Öl mit einer Poliermaschine auftragen. Nach vier bis sechs Stunden ist wieder alles trocken. Bis ihr das Parkett wieder voll nutzen könnt, vergehen aber ein bis drei Tage.

Tiefenreinigung vom Fachbetrieb

Gönnt eurem Parkett doch mal eine professionelle Frischekur. Der Fachbetrieb bringt ein Gerät mit, das den Boden porentief reinigt. Die Walzbürsten säubern die Oberfläche bis in die kleinste Rille, dabei kommt auch die Versiegelung runter. Die milde Reinigungsemulsion saugt der elektrische Putzhelfer gleich wieder ab. Anschließend wird das Holz neu gewachst oder geölt.

Oberfläche abschleifen

Noch einen Schritt weiter geht eine Schleifmaschine. So ein Gerät bedient ebenfalls der Fachbetrieb oder ihr leiht es euch im Parketthandel beziehungsweise im Baumarkt aus. Anschließend die Oberfläche saugen, wischen und das Holz wieder gründlich einwachsen oder lackieren.

Ein Mann und eine Frau schleifen einen Parkettboden ab
Den Parkettboden abzuschleifen ist nicht ganz so einfach, wie es aussieht. Im Zweifel lasst ihr einen Fachmann ran, bevor ihr euch fiese Schmarren in das Parkett schleift. © Getty Images

Das mag euer Parkett gar nicht

Kratzige Besen bleiben bitte im Schrank, ebenso grobe Schwämme, Scheuermilch oder Putzmittel, die Ammoniak oder Chlor enthalten. Auch der Dampfreiniger eignet sich besser für die Fenster als für den Boden: zu heiß, zu feucht.

Bei Hausmitteln Vorsicht walten lassen

Spiritus, schwarzer Tee, Speiseöl: Im Internet kursieren diverse Tipps zur Pflege des Holzbodens mit Hausmitteln. Experten raten davon ab: "Generell sollten für die Parkettpflege geeignete Pflegemittel genutzt werden, da Hausmittel nicht getestet und geprüft werden", sagt Bernd Reuß von der Hamberger Flooring GmbH & Co. KG. "Was einen Fleck zunächst gut wegmacht, kann zu Farbveränderungen führen und auf Dauer die Schutzoberfläche schädigen."

Luft- und Temperaturschwankungen

Parkett leidet unter dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit, ebenso unter trockener Hitze oder größeren Temperaturschwankungen. Schaut auf euer Hygrometer: Wie ihr fühlt sich der Boden bei rund 55 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und 20° Celsius Raumtemperatur besonders wohl. Ist die Raumluft dauerhaft viel zu trocken, kauft euch einen elektrischen Luftbefeuchter.

Hand mit Wischtusch pflegt einen Holzboden, im Hintergrund eine Flasche einem Pflegemittel.
Ob Parkett oder Laminat: Beides pflegt ihr am besten mit speziellen Pflegemitteln, lieber nicht mit "Hausmitteln". © Getty Images/iStockphoto

Laminat richtig pflegen

Die Oberfläche von Laminat besteht nicht aus Holz, sondern aus bedrucktem Papier mit einer robusten Schutzschicht. Prima, denn das macht euch die Pflege einfach: saugen oder fegen und gelegentlich feucht wischen, gerne mit einem Bodenwischer oder einem feinen Mikrofasertuch. Fertig.

Wer möchte, besorgt sich einen Laminatreiniger für die Hochglanzpflege. Das Mittel eignet sich auch für versiegelte Kork- und Linoleumbodenbeläge sowie Designboden.

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