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Holzboden pflegen: So bleiben Parkett & Laminat lange schön

Uske Berndt

Uske Berndt

Bloß nicht zu nass: Ob Parkett oder Laminat, Holzböden benötigen die richtige Pflege, sonst werden sie unansehnlich. Wir verraten euch, welche Mittel euren Holzboden wirklich pflegen, wovon ihr besser die Finger lasst und was der Profi rät.

Holz als Bodenbelag ist heute vor allem mit einem natürlichen Finish gefragt, also gewachst oder geölt. Wie ihr euren Holzboden richtig pflegt, damit er lange richtig gut aussieht, dafür gibt es ein paar Grundregeln. Denn Scheuern oder aggressive Reinigungsmittel sind tabu. Das gilt auch für den Boden, der nur so aussieht, als wäre es aus Massivholz: Laminat. Wir zeigen euch in diesem Artikel, was ihr tun müsst, um euren Holzboden zu pflegen, damit Parkett und Laminat lange schön bleiben.

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Holzboden reinigen und pflegen mit Staubsauger, Besen und Wischmopp

Bevor ihr ein neues Finish auftragt, muss der Boden erst einmal gründlich gereinigt werden. Als erstes müssen Staub und Steinchen verschwinden. Dem groben Dreck rückt ihr bei der Pflege eines Holzbodens ganz einfach mit dem Staubsauger zu Leibe. Aber bitte mit einer Parkettdüse, sonst zieht ihr euch schnell Kratzer in das Holz.

Noch besser geeignet ist ein feiner Besen. Beim folgenden Wischen heißt es: kaltes Wasser verwenden und bitte nicht zu nass. Feucht wischen reicht, genauer gesagt nebelfeucht. Also den Mopp oder Parkett-Wischer gut auswringen, bevor ihr ihn schwingt.

Das mag euer Parkett gar nicht

Kratzige Besen bleiben bitte im Schrank, ebenso grobe Schwämme, Scheuermilch oder Putzmittel, die Ammoniak oder Chlor enthalten. Auch der Dampfreiniger eignet sich besser für die Fenster als für den Boden: Er ist zu heiß und zu feucht.

So pflegt ihr gewachste und geölte Holzböden

Beim gewachsten Holzboden ist noch größere Vorsicht geboten als bei lackiertem Parkett. Ein paar Tropfen milder Neutralreiniger im (kalten) Putzwasser reichen aus.

Für geölte Holzböden gibt es eine spezielle Parkettpflege fürs Putzwasser. Diese enthält etwas Holzöl und frischt die Oberfläche beim Wischen gleich etwas auf. Tipp: Parkettreiniger pur auf einen feuchten Lappen geben und auf besonders strapazierte Stellen tupfen.

Hin und wieder die Schutzschicht zu erneuern, hält das Holz länger frisch. Entweder kleinere Bereiche mit einem Tuch betupfen oder das Öl mit einer Poliermaschine auftragen. Nach vier bis sechs Stunden ist wieder alles trocken. Bis ihr das Parkett wieder voll nutzen könnt, vergehen aber ein bis drei Tage.

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Holzboden laugen und seifen

Einen Sonderfall stellt der geseifte Holzboden dar. Dieses Finish wird in Skandinavien traditionell auf die Holzböden aufgetragen und ist in Deutschland noch relativ unbekannt.

Dabei wird das Holz mit einer recht großen Menge einer speziellen Lauge behandelt, welche in den Boden einzieht. Nach 24 Stunden muss die komplette Fläche noch einmal nachgeschliffen werden. Diesen Vorgang kann man für ein noch helleres Gesamtbild wiederholen. Ist die Fläche getrocknet, geht es ans Seifen. Auch danach müssen die Dielen mindestens 24 Stunden trocknen. Diesen Vorgang sollte man zwei bis vier Mal wiederholen.

Aufwändig, aber effektiv. Denn der Boden wird dadurch widerstandsfähig gegen Verfärbung und UV-Strahlung. Dazu kommt, dass der Holzboden aufhellt und ein edles mattes Finish erhält. Unsere Autorin Mona hat damit bereits gute Erfahrungen gemacht, welche sie auch in ihrem Blog beschreibt.

Flecken auf Parkett entfernen

Für Parkett gibt es spezielle Fleckentferner, die ihr auf den Fleck (Blut, Kaffee, Wein) sprüht oder tupft. 10 bis 20 Minuten einwirken lassen und abreiben. Mit einem feuchten Tuch abwischen und anschließend die Oberfläche des Fußbodens wieder einölen.

Holzboden pflegen mit Tiefenreinigung vom Fachbetrieb

Gönnt eurem Parkett doch mal eine professionelle Frischekur. Der Fachbetrieb bringt ein Gerät mit, das den Boden porentief reinigt. Die Walzbürsten säubern die Oberfläche bis in die kleinste Rille, dabei kommt auch die Versiegelung runter. Die milde Reinigungsemulsion saugt der elektrische Putzhelfer gleich wieder ab. Anschließend wird das Holz neu gewachst oder geölt.

Oberfläche abschleifen

Noch einen Schritt weiter geht eine Schleifmaschine. So ein Gerät bedient ebenfalls der Fachbetrieb oder ihr leiht es euch im Parketthandel beziehungsweise im Baumarkt aus. Anschließend die Oberfläche saugen, wischen und das Holz wieder gründlich einwachsen oder lackieren.

Ein Mann und eine Frau schleifen einen Parkettboden ab
Den Parkettboden abzuschleifen ist nicht ganz so einfach, wie es aussieht. Im Zweifel lasst ihr einen Fachmann ran, bevor ihr euch fiese Schmarren in das Parkett schleift. © Getty Images

Vorsicht mit Hausmitteln zur Holzbodenpflege

Spiritus, schwarzer Tee, Speiseöl: Im Internet kursieren diverse Tipps zur Pflege des Holzbodens mit Hausmitteln. Experten raten davon ab: "Generell sollten für die Parkettpflege geeignete Pflegemittel genutzt werden, da Hausmittel nicht getestet und geprüft werden", sagt Bernd Reuß von der Hamberger Flooring GmbH & Co. KG. "Was einen Fleck zunächst gut wegmacht, kann zu Farbveränderungen führen und auf Dauer die Schutzoberfläche schädigen."

Luft- und Temperaturschwankungen vermeiden

Parkett leidet unter dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit, ebenso unter trockener Hitze oder größeren Temperaturschwankungen. Schaut auf euer Hygrometer: Wie ihr fühlt sich der Boden bei rund 55 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und 20 Grad Celsius Raumtemperatur besonders wohl. Ist die Raumluft dauerhaft viel zu trocken, kauft euch einen elektrischen Luftbefeuchter.

Hand mit Wischtusch pflegt einen Holzboden, im Hintergrund eine Flasche einem Pflegemittel.
Ob Parkett oder Laminat: Beides pflegt ihr am besten mit speziellen Pflegemitteln, lieber nicht mit "Hausmitteln". © Getty Images/iStockphoto

Laminat richtig pflegen

Die Oberfläche von Laminat besteht nicht aus Holz, sondern aus bedrucktem Papier mit einer robusten Schutzschicht. Prima, denn das macht euch die Pflege einfach: saugen oder fegen und gelegentlich feucht wischen, gerne mit einem Bodenwischer oder einem feinen Mikrofasertuch. Fertig.

Wer möchte, besorgt sich einen Laminatreiniger für die Hochglanzpflege. Das Mittel eignet sich auch für versiegelte Kork- und Linoleumbodenbeläge sowie Designboden.

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