Luftfeuchtigkeit Schlafzimmer Paar Bett schlafen
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Wohnen | Ratgeber

Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer: So verbessert ihr das Raumklima

Antonia Eigel

Level: Für Alle

Eine zu hohe oder niedrige Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer wirkt sich negativ auf eure Schlafqualität und Gesundheit aus. Wir geben euch 6 Tipps, wie ihr das Raumklima verbessern könnt.

Die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer hat einen großen Einfluss auf eure Schlafqualität und Gesundheit. Mit unseren sechs Tipps könnt ihr das Raumklima in eurem Schlafzimmer ganz einfach verbessern.

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Vorher klären wir aber noch die Ursachen, die für eine zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer verantwortlich sind.

Ursachen für ein schlechtes Raumklima im Schlafzimmer

Die Hauptursachen für ein schlechtes Raumklima im Schlafzimmer sind:

  • Falsches Lüften
  • Falsches Heizen
  • Feuchte Außenwände
  • Nasse Wäsche, die im Schlafzimmer zum Trocknen aufgehängt wird
  • Tapeten und Wandfarben, die keine Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben können

Ist die Luftfeuchtigkeit in eurem Schlafzimmer langfristig zu hoch, entsteht gesundheitsschädlicher Schimmel. Zu trockene Luft macht euch hingegen anfälliger für Krankheiten.

Tipp 1: Die richtige Schlafzimmer-Temperatur

Für ein gutes Raumklima sind nachts Werte zwischen 16 und 18 Grad optimal. Zum Schlafen bevorzugt der Mensch eine kühlere Umgebungsluft, weshalb die Schlafzimmer-Temperatur in der Regel niedriger ist als in den anderen Wohnräumen.

  • Im Sommer steigen die Temperaturen im Schlafzimmer. Scheint die Sonne durch das Fenster, entsteht eine Art Treibhauseffekt, welcher die Temperaturen weiter in die Höhe treibt. Um die Wärme aus dem Raum fernzuhalten, könnt ihr die Vorhänge oder Jalousien zuziehen und zusätzlich regelmäßig lüften.
  • Im Winter lassen wir uns oft dazu verleiten, die Heizung voll aufzudrehen, damit es kuschelig warm wird. In der Nacht solltet ihr die Temperatur jedoch auf Werte zwischen 16 und 18 Grad einstellen, die Heizung aber niemals ganz ausschalten. Ist die Raumluft zu kalt, kann sie die Luftfeuchtigkeit nicht richtig aufnehmen. Das erkennt ihr daran, wenn eure Fensterscheiben im Winter von innen beschlagen.

Tipp 2: Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer senken

Die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöht sich über Nacht. Während ihr schlaft, gibt euer Körper zwischen 0,3 und 0,7 Liter Wasser an die Luft in eurem Schlafzimmer ab.

Wenn ihr zusätzlich die Wäsche in eurem Schlafzimmer trocknet, können bis zu drei Liter Feuchtigkeit dazu kommen. Kann die Luftfeuchtigkeit nicht aus dem Zimmer entweichen, entsteht im schlimmsten Fall Schimmel in den Wänden oder der Matratze.

Für ein optimales Raumklima wird im Schlafzimmer eine Luftfeuchtigkeit zwischen vierzig und sechzig Prozent empfohlen. Beschlagene Fenster sind ein Indikator für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Mit einem Hygrometer könnt ihr genau messen, wie hoch die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer ist. Um die Luftfeuchtigkeit zu senken, solltet ihr deshalb:

Regelmäßig und richtig lüften

Die Luftfeuchtigkeit in eurem Schlafzimmer könnt ihr senken, indem ihr regelmäßig lüftet. Der Luftaustausch verhindert, dass die Feuchtigkeit in der Luft im Sommer zu hoch wird oder im Winter durch warme Heizungsluft zu stark sinkt.

  • Im Sommer solltet ihr deshalb vor dem Zubettgehen an schwülen und feuchten Tagen die Fenster tagsüber geschlossen halten und erst am Spätabend für 20 Minuten lüften. Dann ist die Luft von draußen ordentlich abgekühlt und nicht mehr zu feucht. Morgens empfehlen wir euch, direkt nach dem Aufstehen zu lüften, um die kühle und trockene Morgenluft ins Schlafzimmer zu lassen.
  • Im Winter müsst ihr nur fünf Minuten lüften. Damit sich die Luft im Schlafzimmer schneller austauschen kann, könnt ihr mit Querlüften den Prozess beschleunigen. Die feuchte Luft geht so schneller nach draußen und der Raum kann nicht auskühlen. Das spart euch zusätzliche Heizkosten.

Richtig heizen für ein besseres Raumklima

Im Winter wird es draußen oft eisig kalt. Da freut man sich, wenn es drinnen gemütlich warm ist. Dennoch gilt:

  • Heizt ihr zu viel, sinkt zwar das Schimmelrisiko. Wird die Luft durch übermäßiges Heizen zu trocken, steigert das allerdings das Risiko für Krankheiten und Infekte und schlägt auf eure Atemwege.
  • Heizt ihr zu wenig, kühlt euer Schlafzimmer zu schnell aus. Die Feuchtigkeit kondensiert an den Wänden, die Schimmelgefahr steigt. Deshalb sollte die Temperatur in eurem Schlafzimmer niemals unter 17 bis 18 Grad fallen.

Da ihr euer Schlafzimmer tagsüber weniger nutzt und dort weniger heizt, solltet ihr die Tür besser geschlossen halten. So kann keine warme feuchte Luft aus den anderen Räumen in das kältere Schlafzimmer wandern und die Luftfeuchtigkeit erhöhen.

Einen Luftentfeuchter verwenden

Wer das Problem mit zu hoher Luftfeuchtigkeit mit regelmäßigem Lüften und richtigem Heizen nicht in den Griff bekommt, kann mit Luftentfeuchtern nachhelfen. In diesem Artikel stellen wir euch verschiedene Arten von Luftentfeuchtern vor und erklären, was sie leisten.

Beschlagene Fenster Luftfeuchtigkeit Schlafzimmer
Beschlagene Fenster im Schlafzimmer sind besonders in der kalten Jahreszeit keine Seltenheit. © Getty Images/iStockphoto

Tipp 3: Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen

Ist die Luft im Schlafzimmer zu trocken, sprich, liegt die Luftfeuchtigkeit unter 40 Prozent, gibt es neben richtigem Lüften zwei weitere Möglichkeiten, um die Luftfeuchtigkeit in eurem Schlafzimmer wieder zu erhöhen und das Raumklima zu verbessern:

Zimmerpflanzen für ein besseres Raumklima

Pflanzen im Schlafzimmer sind die idealen Luftbefeuchter und gleichzeitig natürliche Luftreiniger. Besonders Pflanzen mit einer großen Blattoberfläche können viel Feuchtigkeit abgeben und so die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen und das Raumklima verbessern.

Monstera Pflanze Licht Wärme
Pflanzen wie Monstera Deliciosa können über ihre großen Blätter die Luftfeuchtigkeit in eurem Schlafzimmer erhöhen und das Raumklima verbessern. © Getty Images/iStockphoto

Einen Luftbefeuchter verwenden

Wenn ihr keine Pflanzenfreunde seid und ihr nicht regelmäßig lüftet, könnt ihr euch auch einen Luftbefeuchter ins Schlafzimmer stellen, um die Luftfeuchtigkeit zu optimieren.

Tipp 4: Raumklima verbessern mit dem richtigem Wandbelag

Habt ihr in eurem Schlafzimmer ein echtes Feuchtigkeitsproblem, solltet ihr auch prüfen, welche Tapete oder Farbe sich an der Wand befindet.

Glasfasertapeten oder Vinyltapeten sind aufgrund ihrer Beschaffenheit ungeeignet und wirken sich negativ auf das Raumklima im Schlafzimmer aus. Mit diesen Tapeten könnt ihr dem Feuchtigkeitsproblem den Kampf ansagen:

Flüssigtapeten

Sie sind wärmedämmend und können Luftfeuchtigkeit gut aufnehmen, ohne dass dabei Schimmel entsteht.

Vliestapeten

Die Tapete aus Zellulose und Textilfasern ist besonders widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und dabei atmungsaktiv.

Wandfarben gegen Schimmelbildung

Natürliche Mineralfarben wie Silikatfarbe oder Kalkfarbe sind für ein optimales Raumklima im Schlafzimmer besonders gut geeignet. Sie sind diffusionsoffen und können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben.

Tipp 5: Rauchverbot verbessert das Raumklima

Streng genommen hat Rauchen nichts mit der Luftfeuchtigkeit in eurem Schlafzimmer zu tun. Trotzdem wirkt sich der Zigarettenrauch negativ auf das Raumklima aus. Lest hier, wie ihr den Rauchgeruch entfernen beziehungsweise mildern könnt. Besser für das Raumklima ist es, wenn ihr in eurem Schlafzimmer natürlich gar nicht raucht. Wieso könnt ihr hier nachlesen:

Tipp 6: Auf das richtige Klima im Bett achten

Richtiges Klima im Bett? Wir möchten hier keine zweideutigen Anspielungen machen. Es geht ganz einfach darum, dass ein warmes und vor allem trockenes Klima im Bett Voraussetzung ist für einen erholsamen Schlaf.

  • Matratze: Eure Matratze sollte atmen können. Da ihr nachts schwitzt und der Schweiß in die Matratze einsickert, sollte der Bereich unter eurem Bett freigehalten werden, damit die Luft zirkulieren kann. So stellt ihr sicher, dass die Feuchtigkeit in der Matratze auch wieder austreten kann. Nach dem Aufstehen empfehlen wir euch außerdem, die Decke aufgeschlagen zu lassen. So kann die Feuchtigkeit auch nach oben verdunsten.
  • Bettdecke und Kleidung: Eure dicke Daunendecke solltet ihr im Sommer in einer Box auf dem Dachboden verstauen (nicht unter eurem Bett) und zu einer dünnen atmungsaktiven Bettdecke wechseln. Seid ihr nachts zu dick angezogen, schwitzt ihr übermäßig. Schlaft ihr unbekleidet, tritt der Schweiß auf direktem Weg in die Matratze ein. Am besten tragt ihr eine dünne Kleidungsschicht.

Mit einem Matratzenschutz könnt ihr zusätzlich verhindern, dass zu viel Flüssigkeit in die Matratze eintritt. Topper aus natürlichen Materialien sorgen für einen besonders guten Temperatur- und Feuchtigkeitsaustausch.

Mit diesen sechs Tipps könnt ihr die Luftfeuchtigkeit in eurem Schlafzimmer regulieren und so das Raumklima verbessern. Wenn ihr euch in eurem Schlafzimmer noch wohler fühlen wollt, helfen euch vielleicht auch unsere fünf Einrichtungstipps für einen besseren Schlaf.

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