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Rauchgeruch aus Wohnung entfernen: 7 Tipps für gute Luft

Albert Linner

Aller gesundheitlichen Risiken zum Trotz: Rund 13,82 Millionen Deutsche rauchen. Zwar sinken die Zahlen von Jahr zu Jahr, doch immer noch greifen im Schnitt rund ein Viertel der Deutschen mehr oder weniger regelmäßig zu Zigarette, Zigarre und Pfeife. 

Und sie machen oft auch ihr Zuhause zur Raucherwohnung. Wer drinnen raucht, schadet aber nicht nur unmittelbar seiner eigenen Gesundheit. Er beeinträchtigt auch das Raumklima in der Wohnung massiv. Diese sieben Tipps helfen euch, den Rauchgeruch aus der Wohnung zu entfernen.

Ebenfalls gut zu wissen: Möbel in der Raucher-Wohnung: So bekommt ihr den Nikotingeruch raus

1. Besser doch auf Balkon oder Terrasse rauchen?

Die einfachste Möglichkeit: Das Rauchen doch auf den Balkon oder die Terrasse verlagern. Nein, das ist nicht ganz so bequem – aber gesünder. Denn verbrannter Tabak enthält nicht nur über 90 krebserregende Stoffe, sondern setzt auch Feinstaub frei, der sich an der freien Luft viel besser verdünnt als in geschlossenen Räumen.

Wer nicht aufs Rauchen drinnen verzichten will, sollte es zumindest auf einen Raum beschränken. Dort das Fenster öffnen und die Tür geschlossen halten, damit sich Gerüche und Schadstoffe nicht in der ganzen Wohnung verbreiten.

2. Regelmäßig lüften gegen Rauchgeruch

Wer drinnen raucht, sollte selbstverständlich öfter und länger ordentlich durchlüften als Nichtraucher. Das Fenster der Raucherwohnung nur zu kippen, reicht dabei nicht aus. Dadurch entsteht zu wenig Luftzirkulation. Vielmehr empfehlen Experten zehn- bis 15-minütiges Stoßlüften oder besser sogar Querlüften – auch wenn es draußen kalt ist.

3. Raucherwohnung regelmäßig reinigen, Textilien waschen

Nikotin und andere Schadstoffe aus dem Tabak wabern nicht nur durch die Luft der Raucherwohnung. Sie setzen sich auch ganz massiv an Wänden, Möbeln und anderen Oberflächen ab, um von da aus stetig auszudünsten. 

Ein Zimmer, in dem regelmäßig geraucht wird, sollte daher öfter und regelmäßiger gereinigt werden als andere Räume. Selbst vermeintlich glatte Oberflächen wie Fenster haben winzige Einkerbungen, in denen sich schädliche Partikel ablagern können, und sollten öfter geputzt werden. 

Mehr dazu findet ihr in unserem Expertentipp: Wie kann ich Nikotinspuren dauerhaft beseitigen?

Ganz wichtig: Ebenso solltet ihr den Aschenbecher regelmäßig leeren, da auch dieser ein steter Quell schädlicher Ausdünstungen ist.

Textilien wirken regelrecht wie Schwämme für Rauchgeruch. Jeder, der schon mal nach einer Nacht in einer rauchigen Kneipe an seiner Kleidung gerochen hat, kennt das. Waschbare Textilien in der Wohnung wie Gardinen, Vorhänge oder Kissenbezüge solltet ihr daher regelmäßig in die Waschmaschine schmeißen. Bei Teppichen und größeren bezogenen Möbelstücken wie Couch oder Sessel empfiehlt sich eine Dampfreinigung, um den Rauchgeruch zu entfernen. Tipps zur Teppichreinigung und Sofareinigung haben wir natürlich auch für euch.

Raucher am Laptop
Nikotin setzt sich an Oberflächen in der Raucherwohnung fest.

4. Duftkerzen oder Duftstäbe gegen Rauchgeruch

Oft nimmt man den unangenehmen Geruch in der Wohnung als Raucher gar nicht wahr, sondern wird erst durch (nichtrauchende) Besucher darauf hingewiesen. Wer sich solche Momente ersparen will, hat verschiedene Möglichkeiten, den Rauchgeruch zu überdecken: Duftkerzen, Duftstäbe, Räucherstäbchen, Duftöl oder Duftspray, den ihr übrigens auch selbst herstellen könnt – der Handel gibt dazu einiges her.

Wichtig dabei: Diese Maßnahmen übertünchen den Geruch nur, die Schadstoffe bleiben in der Wohnung.

5. Rauchgeruch mit luftreinigenden Pflanzen entfernen

In dieser Hinsicht kann Mutter Natur Abhilfe schaffen. Viele Pflanzen verwandeln nämlich nicht nur fleißig CO2 in Sauerstoff, sondern können auch Schadstoffe aus der Luft filtern. Zimmerpflanzen wie Crysantheme oder Einblatt sehen gut aus und sind zudem noch wahre Hochleistungsfilter. 

Hier findet ihr eine Übersicht der effektivsten luftreinigenden Pflanzen.

Einblatt
Das Einblatt ist eine effektive luftreinigende Pflanze.

6. Rauchgeruch entfernen mit Mikroorganismen, Essig(wasser) und Kaffee

Ebenfalls auf natürlicher Basis arbeiten Geruchsentferner mit Mikroorganismen. Millionenfach in der Reinigungsflüssigkeit konzentriert, versprechen sie, dass ihre Bakterien die Schadstoffe und Rückstände in Oberflächen, Textilien und auch in der Luft zersetzen. Gleichzeitig sollen sie auch noch umweltfreundlich und unbedenklich für Mensch und Tier sein.

Essig ist ein effektives Hausmittel, vor allem wenn nur einmalig in der Wohnung geraucht wurde, etwa bei einer Party. Einfach Wasser erhitzen, einen Schuss Essig zugeben und in einer Schüssel in den Raum stellen, um die Gerüche zu binden. 

Auch Oberflächen, Fenster und Türen könnt ihr so gut von Rauchgeruch befreien. Wem der Essig zu beißend ist, kann stattdessen auch Zitronensaft benutzen.

Viele Menschen schwören auf Kaffee als Geruchsneutralisator. Schälchen mit frisch gemahlenem Kaffeepulver duften so intensiv, dass der Rauchgeruch nach einigen Stunden nicht mehr wahrnehmbar ist. Vorteil: Kaffee riecht herrlich. Nachteil: Er ist nicht so wirksam wie Essig oder Zitrone.

Übrigens: Kaffee wirkt auch wunderbar gegen Gerüche aus dem dem Kühlschrank.

7. Luftreiniger und Luftwäscher gegen Rauchgeruch in der Wohnung

Elektrische Luftreiniger sind wohl die effektivste Methode, die Luft in der Raucherwohnung sowohl von Schadstoffen als auch von lästigen Gerüchen zu befreien. Klassische Luftreiniger arbeiten mit einem kombinierten Filtersystem. Bei Luftwäschern wird die Luft mit Wasser gereinigt und zugleich befeuchtet.

Kostenpunkt: ab 50 Euro für die Anschaffung plus laufende Stromkosten (je nach Leistung und Betriebsdauer). Testsieger bei Stiftung Warentest (03/2020) war der Luftreiniger AC2889/10 von Philips. Er bot die beste Leistung in puncto Zigarettenrauch filtern. 

Weitere gute Modelle, mit denen ihr den Rauchgeruch aus der Wohnung entfernen könnt, findet ihr auch in unserem Beitrag: Luftreiniger für Raucher: Diese Geräte helfen gegen Zigarettenrauch

Rauchgeruch aus Wohnung entfernen: Unser Fazit

Regelmäßiges Lüften ist für das Raumklima in einer Raucherwohnung ebenso unerlässlich wie regelmäßiges Reinigen von Oberflächen und Möbeln. Einige Maßnahmen überdecken Gerüche nur, andere entfernen zudem auch Schadstoffe. Am besten kombiniert ihr mehrere Maßnahmen für ein gutes und gesundes Raumklima auch in der Raucherwohnung.

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