Eva Brenner, TV-Star und Kolumnistin bei wohnglück.de
© Joscha Thieringer

Wohnen | Statement

Gästezimmer einrichten: So fühlen sich eure Gäste wohl

Eva Brenner

Level: Für Einsteiger

Bei euch kündigt sich netter Besuch an? TV-Moderatorin und Wohnglück-Kolumnistin Eva Brenner verrät euch ihre Tipps, wie ihr aus dem Gästezimmer einen Ort des Willkommens macht.

Nicht jeder von uns hat einen separaten Raum zur Verfügung, in dem er seine Gäste unterbringen kann. Und wenn doch, dann ist das oft ein Multifunktionszimmer, so ein Mix aus Arbeitszimmer, Abstellraum und Gästezimmer.

Trotzdem wollen wir es guten Freunden und Verwandten, die zu Besuch sind, möglichst gemütlich machen. Hier ein paar Tipps von mir, wie sich eure Gäste bei euch fast wie Zuhause fühlen.

Privatsphäre im Gästezimmer schaffen

Ich finde es sehr wichtig, auch für seine Gäste ein wenig Privatsphäre zu schaffen. Auch wenn die ausziehbare Gästecouch nur sporadisch benutzt wird, eine Rückzugsmöglichkeit sollte es auf alle Fälle geben. Die schafft ihr mit ganz wenig Aufwand durch einen Paravent.

Der teilt den Raum, trennt den Schlafbereich zum Beispiel vom Schreibtisch oder dem Wäscheschrank und bietet dem Gast so ein wenig eigenen Freiraum. Und: Paravents gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, ihr könnt damit auch optisch ein kleines Highlight setzen.

Aufgeräumt und reduziert

Auch wenn euer Gästezimmer eher eine räumliche Allzweckwaffe ist, die für alles mögliche genutzt wird: Schafft Ordnung, bevor euer Gast kommt. Jeder Besucher fühlt sich eher willkommen, wenn das Zimmer aufgeräumt ist und er sich nicht durch Wäschestapel oder Berge von alten Zeitschriften kämpfen muss.

Auch eine schlichte Inneneinrichtung ist für so ein Zimmer hilfreich. Damit meine ich nicht, dass ihr auf Komfort verzichten sollt, im Gegenteil. Aber verwendet hier möglichst wenig Farben und versucht, die Einrichtungsgegenstände möglichst in gleichen Farbtönen zu halten. Gerade, wenn so ein Zimmer eine Doppelfunktion als Arbeits- und Gästezimmer hat, bringt das einfach mehr Ruhe in den Raum.

Ein spürbares Willkommen

Euer Gast betritt das Gästezimmer und das Bett ist schon gemacht – das finde ich ein wichtiges Zeichen, dass euer Besuch auch gern gesehen ist. Klar, manchmal ist der Umbau so einer Schlafcouch nur zu zweit zu bewältigen und kann sogar ganz lustig sein.

Aber wenn das Bett bereits mit einer schönen Bettwäsche bezogen auf den Gast wartet, eine Karaffe mit Wasser am Bett steht und auf dem Kopfkissen ein kleiner Gruß liegt – da fühlt sich bestimmt jeder willkommen. Übrigens: Das Betthupferl kann ja durchaus auch etwas Gesundes sein.

Funktionalität in der Fremde

Ihr kennt das bestimmt auch: Wenn ihr nachts an einem euch fremden Ort aufwacht, dann müsst ihr euch erst einmal orientieren. Da hilft ein ganz simples Nachtlicht. Die gibt es auch in der sparsamen LED-Variante, die sich auch nur im Dunkeln einschalten.

Auch eine Steckdose in der Nähe des Bettes finde ich im Gästezimmer wichtig. Ob Handy, Tablet, Laptop oder E-Reader, so ziemlich jeder von uns hat ein elektronisches Gerät, das er auf Reisen immer mitnimmt und das von Zeit zu Zeit aufgeladen werden muss. Und wenn dann noch eine Nachttischlampe neben dem Bett steht, dann habt ihr es euren Gästen aus meiner Sicht richtig gemütlich gemacht.

Platz im Gästezimmer optimal nutzen

In so einem Gästezimmer gibt es ja oft nicht sehr viel Platz. Um den vorhandenen Raum optimal zu nutzen, könnt ihr Rollwagen einsetzen. Die sind mobil, klein und bieten eine Menge an funktionalem Stauraum. Ein paar Knabbereien und das Handtuch platziert, ein wenig Lesestoff und oben drauf noch Blumen – schon habt ihr ein ganzes Willkommenspaket geschnürt.

Zum Thema "Platz nutzen" hier noch zwei weitere schöne Ideen. Wenn bei euch zum Beispiel Kinder übernachten, dann sind diese Bett-Taschen eine süße Lösung, um kleine Spielsachen, Bücher oder andere Kleinigkeiten ganz kurz vor dem Schlafengehen noch schnell zu verstauen. Das funktioniert natürlich auch bei den "Großen", von der Brille über Taschentücher bis hin zu den Schlafsocken findet hier alles seinen geordneten (und griffbereiten) Platz.

Und wer sagt denn, dass es immer gleich eine ganze Schlafcouch sein muss? Auch ein Schlafsessel bietet genug Komfort für die Nacht. Tagsüber nimmt er dann weit weniger Platz weg als eine Couch und erfüllt seine Zweitfunktion als Sitzmöbel.

Zum Schluss noch ein Tipp für ganz besonders liebe Gäste. Mit kleinen Shampoo- und Duschproben und extra Hausschuhen beschert ihr eurem Besucher ein echtes Hotelgefühl. Mehr Willkommen geht dann wirklich nicht.

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