Raumteiler neben Bett
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Raumtrenner geschickt nutzen: Tipps und Tricks für Raumteiler

Antonia Eigel

Level: Für Alle

Ein Raumtrenner eignet sich ideal, um Räume in verschiedene Funktionsbereiche zu unterteilen. Verschiedene Faktoren können eure Auswahl beeinflussen. Wir geben euch Tipps, worauf ihr achten müsst und zeigen sieben tolle Raumteiler-Ideen.

Die Möbel in eurer großen Loft-Wohnung sehen verloren und deplatziert aus oder ihr wohnt in einer kleinen Einzimmerwohnung, wo das Schlafzimmer zugleich euer Homeoffice ist? Dann habt ihr vielleicht schon überlegt, einen Raumtrenner ins Zimmer zu stellen, um Funktionsbereiche voneinander abzugrenzen und mehr Struktur in eure vier Wände zu bringen.

Nicht jeder Raumtreiler ist für jeden Raum gut geeignet. Raumgröße, Lichtverhältnisse und architektonische Besonderheiten solltet ihr deshalb bei der Auswahl unbedingt berücksichtigen.

Wir nennen euch unsere drei goldenen Regeln für alle, die Raumtrenner geschickt nutzen wollen und zeigen euch sieben inspirierende Raumteiler-Ideen, die für jedes Zimmer geeignet sind.

Raumtrenner-Regel 1: Raumgröße beachten

Wenn eure Möbel verloren im Raum herumstehen, wirkt es schnell ungemütlich. Ein Raumtrenner hilft, dem Zimmer mehr Struktur zu verleihen. Je größer der Raum, desto mehr Möglichkeiten habt ihr. Hier könnt ihr euch überlegen, ob ihr statt eines flexiblen Raumtrenners sogar eine permanente Trennwand in Form von fest montierten Regalen verwendet oder sogar eine Rigipswand einzieht.

Wenn ihr nur ein kleines WG-Zimmer oder eine kleine Wohnung habt, ist euer Arbeitsplatz vielleicht im Schlafzimmer. Der Ort der Ruhe kann so schnell ungemütlich oder chaotisch aussehen. Mit einem Raumtrenner könnt ihr euer kleines Homeoffice vom Schlafbereich abschirmen.

Wir empfehlen euch für kleine Räume entweder flexible oder multifunktionale Raumteiler, die ihr entweder zusammenfalten oder als zusätzlichen Stauraum nutzen könnt.

Raumtrenner-Regel 2: Lichtverhältnisse im Raum bewerten

Euer Raum ist besonders groß und hell und eure Decken sind besonders hoch? Dann könnt ihr ohne große Bedenken einen Raumteiler in eurem Zimmer aufstellen oder montieren.

In dunklen und kleinen Räumen bedarf es allerdings etwas mehr Planung, denn: Eine zusätzliche Wand im Raum schluckt häufig viel Tageslicht. Ein falsch platzierter oder zu massiver Raumteiler verwandelt das Zimmer schnell in eine Dunkelkammer. Schlechte Lichtverhältnisse sind dazu von Nachteil, wenn ihr auch euren Arbeitsplatz im Zimmer habt. Da hilft dann oft nur noch die richtige Beleuchtung.

Um das zu vermeiden, sollte der Raumtrenner möglichst lichtdurchlässig und nicht zu hoch sein. Dazu solltet ihr ihn nicht zu nah am Fenster platzieren. Wir empfehlen euch offene und flache Regale zu verwenden oder auf dünne und lichtdurchlässige Stoffe zu setzen, die ihr bei Bedarf zur Seite ziehen könnt.

Raumtrenner-Regel 3: Architektonische Besonderheiten beachten

Dachschrägen, Holzbalken oder abgehängte Decken können in eurem Raum zur Herausforderung werden, wenn ihr einen Raumtrenner aufstellen oder aufhängen möchtet.

Zwar bieten Möbelhäuser oder Onlineshops Raumteiler für Dachschrägen an. Diese sind jedoch meist nicht individuell an eure Schrägen angepasst oder sehr teuer. Wer handwerklich begabt ist, dem empfehlen wir deshalb die DIY-Variante. Hier könnt ihr zwei ausführliche Raumtrenner-Bauanleitungen für Dachschrägen finden. Alternativ könnt ihr mit alten Weinkisten aus Holz die Schräge ausfüllen und sie gleichzeitig als Bücherregal nutzen.

Möchtet ihr einen hängenden Raumtrenner an eurer Decke montieren, kontrolliert vorher, ob die Decke das Gewicht tragen kann. Manchmal handelt es sich um eine abgehängte Decke, über der sich meist ein Hohlraum verbirgt. Hier solltet ihr euch vor der Montage vom Fachmann beraten lassen.

7 Raumtrenner-Ideen, die für jedes Zimmer geeignet sind

Faltbare Paravents, eingezogene Rigipswände, Vorhänge, ein stylischer Holzrahmen oder einfach nur ein schlichtes Regal: Raumtrenner liegen im Trend, die Auswahl im Netz ist riesig.

Deshalb haben wir euch unsere sieben Lieblingsideen für Raumtrenner zusammengestellt. Darunter findet ihr auch die ein oder andere DIY-Idee zum Selberbauen.

1. Flexible Raumtrenner aus Wiener Geflecht

Aufstellen nach Bedarf: Dieser faltbare Raumteiler aus Wiener Geflecht ist besonders praktisch für kleine Zimmer. Ihr könnt ihn nicht nur jederzeit umstellen oder zur Seite räumen. Zudem kann Tageslicht ungehindert durch das luftige Flechtwerk scheinen.

Der Paravent aus Naturmaterialien ist definitiv ein Blickfang für jedes kleine Zimmer, denn auch 2020 liegt Wiener Geflecht voll im Trend. Wer sich selbst einen solchen Raumtrenner bauen möchte, findet in unseren sieben DIY-Ideen mit Wiener Geflecht eine passende Anleitung.

2. Lichtdurchlässige Raumtrenner aus Holzstreben

Ein Hauch von Nichts: Dieser filigrane Raumtrenner aus Holzstreben und Glas verleiht eurem Zimmer Loft-Charakter. Er eignet sich sowohl für kleine als auch große Räume, aber vor allen dann, wenn ihr kein Tageslicht verlieren möchtet. Die Holzkonstruktion lässt sich außerdem sehr gut an Dachschrägen anpassen.

Mehr Privatsphäre gefällig? Mithilfe eines dünnen Vorhangs könnt ihr den Sichtschutz verstärken, ohne dass viel Licht verloren geht. Das Holzgerüst könnt ihr euch aus Holzlatten einfach selber bauen. Als günstigere Alternative zu Glas könnt ihr Plexiglas verwenden oder sogar ganz darauf verzichten.

3. Regale als Raumteiler

Wie wäre es mit diesem stylischen Regal aus Holzkreisen als Raumteiler? Das Regal ist von beiden Seiten offen, Tageslicht kann also ungehindert euren Raum durchfluten. Je minimalistischer ihr das Regal dekoriert, desto besser.

Stellt ihr es mit Büchern voll, kann sich das Licht weniger gut im Raum verteilen und eventuell die freie Sicht verbauen. Die dicken Schmöker solltet ihr deshalb besser in Bücherregalen an der Wand unterbringen.

4. Schwebende Raumtrenner

Dieser futuristisch aussehende Raumtrenner von bloomming kann fliegen, so könnte man meinen. Die rautenförmigen Elemente sind nur an wenigen Punkten mit einem Rahmen verbunden. Sie fangen Tageslicht ein und reflektieren es, gleichzeitig können sie unabhängig voneinander bewegt werden, um mehr Transparenz zu schaffen.

Der Preis für den modernen Raumteiler ist leider hoch, für das günstigste Modell müsst ihr über 1.700 Euro berappen.

5. Möbel als Raumteiler

Günstiger wird es, wenn ihr vorhandene Möbel als Raumteiler zweckentfremdet. Mit Sofa oder Sideboard könnt ihr einen neuen Raum im Raum kreieren, ohne dabei zwei Meter in die Höhe zu gehen, sich die Sicht zu verbauen und Tageslicht zu verlieren. Die Lösung eignet sich sowohl für große als auch kleine Zimmer.

6. Pflanzen als Raumtrenner

Wie wäre es mit einem Raumteiler aus echten Pflanzen für den Arbeitsplatz im Schlafzimmer? Die Gewächse produzieren Sauerstoff und fördern so am Tag eure Konzentration am Schreibtisch. Gleichzeitig verbessern sie in der Nacht eure Schlafqualität. Dazu sind Pflanzen optimale Luftreiniger. Weshalb ihr euch außerdem Pflanzen ins Schlafzimmer stellen solltet, erfahrt ihr hier.

Alles was ihr für den grünen Raumtrenner benötigt, sind eine Kleiderstange und rankfähige Pflanzen, die sich an einer Kordel nach oben schlängeln können. Mit etwas Geduld entsteht ein blickdichter Pflanzenteppich – fertig ist der DIY-Raumteiler aus Pflanzen.

7. Raumtrenner, die Schall absorbieren

Wenn ihr keinen grünen Daumen habt, sind diese schallabsorbierenden Kakteen von BuzziSpace vielleicht eine passende Alternative zum Raumtrenner aus echten Pflanzen, denn: Der Pflegeaufwand ist gleich null. Die Kakteen bestehen aus einem Akustikschaumstoff, der störenden Schall besonders gut absorbiert. Dieser Raumtrenner eignet sich für große Räume, in denen es stark hallt.

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