Hand dreht Heizung auf
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Wohnen | News

Erhöhter Wärmebedarf durch Corona: Deutsche heizen nachweislich mehr

Eva Dorothée Schmid

Im März 2020 haben die Deutschen mehr geheizt als im Vorjahresmonat. Der Grund: Wegen der Corona-Krise sind mehr Menschen zu Hause als sonst. Eine hohe Heizkostenabrechnung müsst ihr deshalb allerdings nicht unbedingt fürchten.

Deutsche Haushalte haben – wohl bedingt durch den Coronavirus-Lockdown – ihre Heizung im März neun Prozent mehr genutzt als im gleichen Monat des Vorjahres. Das zeigt eine Auswertung des Münchner Unternehmens tado, dem europäischen Marktführer für intelligentes Raumklima-Management.

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Das Wetter spiele hier eine geringe Rolle, da sich die Außentemperatur im März nur um durchschnittlich ein Grad Celsius vom Vorjahr unterschieden habe, berichtet tado. Der erhöhte Heizenergieverbrauch lässt sich größtenteils darauf zurückführen, dass die Bevölkerung während der Corona-Krise mehr Zeit zu Hause verbringt.

In Deutschland wurden die offiziellen Ausgangsbeschränkungen am 22. März verhängt. Viele Menschen in Deutschland haben aber schon früher angefangen, zum Beispiel im Home-Office zu arbeiten. In Italien gilt schon seit dem 9. März und in Spanien seit dem 14. März eine Ausgangssperre. Hier lag der Heizenergieverbrauch sogar um 41 beziehungsweise 42 Prozent höher als im März 2019.

Heizkostenrechnung wird eher niedriger ausfallen

Die nächste Heizkostenabrechnung müssen die meisten Deutschen allerdings dennoch nicht fürchten. Die Heizkosten für diesen Winter dürften für viele Haushalte in Deutschland niedriger ausfallen als im Vorjahr – oder zumindest nicht steigen. Wegen der milden Temperaturen im Januar und Februar ging der Energieaufwand für die Heizung um ein Prozent zurück. Das teilten die Internet-Portale Verivox und Check24 kürzlich unter Berufung auf die Gradtagszahlen des Deutschen Wetterdienstes mit.

Zudem ist der Preis für leichtes Heizöl stark gesunken. Im März lag er bei nur noch 54,82 Euro pro Hektoliter. Zum Vergleich: In der Heizperiode 2018/2019 kostete leichtes Heizöl im Mittel 72,19 Euro pro Hektoliter.

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"Für Hausbesitzer bietet der starke Ölpreisverfall eine günstige Gelegenheit, nach dem Winter preiswert den Tank aufzufüllen", sagte Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. Im kommenden Jahr sei wegen der bevorstehenden CO2-Besteuerung mit steigenden Preisen zu rechnen.

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