Wärmepumpe von Viessmann
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Wärmepumpe beliebteste Heizung bei neuen Wohngebäuden

Dirc Kalweit

Beim Neubau von Wohngebäuden sind Wärmepumpen das mit Abstand beliebteste Heizsystem. Modernisierer halten sich bei Bestandsbauten trotz Anreizprogramm dagegen noch ziemlich zurück.

Die meisten der 2019 neu genehmigten Wohngebäude werden mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Das gab der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) aufgrund der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bekannt. Demnach lag der Marktanteil von Wärmepumpen deutlich vor dem von Gasheizungen und anderen Heizungssystemen.

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Von den im Jahr 2019 insgesamt genehmigten 119.457 Wohngebäuden erhalten knapp 46 Prozent (54.768 Gebäude) eine Wärmepumpe. Gasheizungen kommen nur auf einen Anteil von rund 38,7 Prozent, den Rest teilen sich verschiedene Heizsysteme wie Fernwärme, Öl oder Biogas.

Neue Wohngebäude: Wärmepumpen deutlich vor Gasheizungen

2015 lag der Anteil der Gasheizungen beim Neubau von Wohnungen noch deutlich vor den Wärmepumpen. Innerhalb der vergangenen Jahre hat sich das Verhältnis aber zugunsten der erneuerbaren Energien gedreht, 2017 kehrte sich das Verhältnis erstmals um. Seitdem gewinnen Wärmepumpen beim Wohnungsneubau immer mehr an Vorsprung.

Baugenehmigungen für neue Wohngebäude: Anteil an Wärmepumpen von 2015 bis 2019

Infografik Wärmepumpen

Doch nicht nur bei Wohngebäuden sind Wärmepumpen das beliebteste Heizsystem. Von den 2019 genehmigten 146.493 Wohn- und Nichtwohngebäuden werden 57.922 mit Wärmepumpen beheizt, dies entspricht einem Anteil von 39,5 Prozent. Gasheizungen liegen auch hier mit 35,6 Prozent nur auf Platz zwei.

Verband fordert Senkung des Strompreises

"Es ist erfreulich und wichtig, dass sich der Trend im Neubau kontinuierlich in Richtung erneuerbarer Heizungssysteme entwickelt. Eine große Rolle spielen dabei die staatlichen Anreizprogramme für energieeffizientes Bauen", so Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe.

So sehen die neuen Förderrichtlinien für die Heizungsmodernisierung Zuschüssen von bis zu 22.500 Euro je Wohneinheit beim Tausch einer Ölheizung gegen eine Wärmepumpe vor. Trotzdem hält nach Ansicht des Verbandes das derzeitige Energiepreisgefüge mit teurem Strom und billigem Gas und Öl aber nach wie vor viele Modernisierer davon ab, zu einem erneuerbaren System zu wechseln. Sabels Forderung lautet daher: "Die deutliche Senkung des Strompreises muss fester Bestandteil des geplanten nachhaltigen Konjunkturprogramms gegen die Corona-Rezession sein."

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