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Wohnen | Statement

Kinderzimmer einrichten: 7 Tipps und Ideen von Eva Brenner

Eva Brenner

Müssen Jungs ein anderes Kinderzimmer haben als Mädchen? TV-Moderatorin und Wohnglück-Kolumnistin Eva Brenner hat dazu eine klare Meinung sowie sieben praktische Einrichtungs-Tipps und Ideen für die Gestaltung.

Mädchenzimmer? Jungenzimmer? Ich finde, wenn es um Tipps für das Kinderzimmer geht, dann sollte man das gar nicht differenzieren. So eine Geschlechtertrennung wird ja gern auch über die Farben definiert.

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Bei der Gestaltung der Kinderzimmer spielt oft auch eine Menge an Wunschdenken der Eltern mit rein: Der/die eine wünscht sich eine kleine Prinzessin, andere sind selbst große "Star Wars"-Fans und richten dann das Kinderzimmer entsprechend ein. Das habe ich schon häufig erlebt. Die entscheidende Frage ist doch aber: In welcher Art von Zimmer fühlt sich das Kind wirklich wohl?

Mädchenzimmer? Jungenzimmer? Ich würde das überhaupt nicht unterscheiden.

Eva Brenner

Ich denke dann immer an meine eigene Kindheit zurück. Ich war sehr naturverbunden, habe viel mit Autos gespielt, Bauklötzen und Lego. Ich war als Kind da einfach frei in meiner Auswahl. Klar, ich hatte auch Puppen. Aber am spannendsten fand ich die Dinge, die sich bewegten und aufbauen ließen. Und natürlich Kuschelhöhlen bauen aus Decken und Kartons – eben der Fantasie freien Lauf lassen.

Tipp 1: Mottozimmer? Lieber neutral bleiben

Und genau dazu möchte ich auch animieren. Gerade Kinderzimmer werden häufig zu "Mottozimmern". In meiner täglichen Praxis habe ich aber oft erlebt, dass Kinder ganz schnell ihre Vorlieben ändern. Das ist ganz normal. Deshalb würde ich bei der Kinderzimmergestaltung zuerst einmal auf dezente, gedeckte Farben setzen. Das lässt euch sowohl in der weiteren Einrichtung als auch in punkto Zeit viel mehr Spielraum. Wer hat schon Lust, alle zwei Monate neu zu streichen oder die komplette Disney-Tapete zu entfernen?

Klar, wenn euer Kind jetzt absolut von der Eisprinzessin schwärmt, dann soll sich das auch im Zimmer wiederfinden. Aber hier reicht auch Bettwäsche oder ein Poster. Das Zimmer muss deshalb nicht gleich wie ein Eispalast aussehen.

Viel wichtiger ist meiner Meinung nach, dass Kinder auch Platz zum Entfalten haben. Oft bekommt der Nachwuchs automatisch das kleinste Zimmer zugewiesen. Sicher, manchmal geht das nicht anders. Aber trotzdem lohnt es sich, schon bei der Haus- oder Wohnungsplanung gleich im Vorhinein dem Kinderzimmer mehr Platz einzuräumen.

Tipp 2: Das Kind mitplanen lassen

Apropos Planung: Bezieht euer Kind in die Gestaltung seines Zimmers mit ein. Und lasst es ruhig "mitarbeiten". Wer sein Zimmer selbst mitgestrichen hat, der hat dafür auch eine gewisse Wertschätzung – und probiert dann nicht gleich die Fingerfarben an der neuen Wand aus.

Tipp 3: Große Tafelflächen als Kreativwand

Malen, zeichnen oder einfach nur kritzeln – dafür eignen sich große Tafelflächen ganz hervorragend. "Hier darf ausprobiert werden" ist das klare Signal. Und auch hier gilt: Egal ob Mädchen oder Junge, von so einer Tafelfläche haben alle was.

Tipp 4: Realismus statt Styling

Ihr seht – auch an den Beispielen hier – dass Kinderzimmer heutzutage komplett durchgestylt dargestellt werden. Das sieht oft super aus, entspricht aber nicht der Realität. Das sind geschönte Welten. Also macht euch und euren Kindern keinen Druck. Wenn der hässliche Plastikbagger nun mal das Lieblingsspielzeug ist oder das hässlichste Kuscheltier das beliebteste – dann passt das eben nicht in die perfekte Farbwelt. Hauptsache, euer Kind ist glücklich in seiner kleinen Welt.

Die Frage ist auch hier: "Was passt am besten zu meinem Kind?" und nicht "Was sieht am besten aus?". Kinder können auch mit ganz einfachen Dingen wunderbar spielen. Kastanien und Holzklötze, Decken oder Spielständer – wie hier im Beispiel zu sehen – lassen dabei viel Raum für Fantasie und Entfaltung.

Tipp 5: Kinderzimmer altersgerecht planen

Spätestens wenn die Schule anfängt, solltet ihr auch an einen guten Schreibtisch denken. Der ist gut für das eigene Lernverhalten. Bei meinen Projekten für "Zuhause im Glück" hat mir das oft gefehlt. Es gibt ja auch mitwachsende Möbel. Da wird so ein Tisch dann erst einmal als Bastel- und Maltisch benutzt, bevor er später dann als Schreibtisch zum Einsatz kommt.

Tipp 6: Platz im Kinderzimmer sparen durch Hochbetten

Hochbetten finde ich eine tolle Sache. Den gewonnenen Platz darunter könnt ihr als Stauraum, aber auch als Spielfläche nutzen. Oder als Übernachtungsmöglichkeit für Freunde. Der Platz eignet sich aber auch sehr schön als Rückzugsort. Hier lässt sich toll die "geheime Höhle" bauen, eben das ganz persönliche Nest. So ein Platz ist ideal, um Hörbücher zu hören, Bilderbücher anzuschauen oder einfach nur mit den Kuscheltieren zu spielen. Und wenn es der Platz erlaubt, dann wird daraus sogar noch eine ganze Kletterwand.

Tipp 7: Alles hat seinen Platz

Ein echt großes Thema: Wohin mit dem Spielzeug und anderen Kindersachen? Dafür gibt es viele tolle Möbel. Wichtig ist, dem Kind schon früh beizubringen, dass alles seinen festen Platz hat. Vor allem flexibler Stauraum auf Kindergreifhöhe ist dafür ideal!

Kisten (wie auf diesem Bild) können auch mal mit in den Garten oder das Wohnzimmer wandern. Mit einem kleinen Symbol darauf lernen die Kinder: Das ist die Kiste für Bausteine, die andere für Puppen, und so weiter.

Ihr könnt auch eurer eigenen Kreativität freien Lauf lassen und Spiel-Boxen basteln und diese dann mit Bildern bekleben. Kennt ihr noch die runden Waschmittel-Trommeln von früher? Die hatte ich noch als Kind. Die ließen sich ganz prima einfach auskippen – und auch wieder einräumen.

Ihr sucht nach weiteren Anregungen für das Kinderzimmer? Dann schaut euch doch gern auch diesen Artikel an:

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