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Gartentrends 2020: Über diese 10 Garten-Ideen reden dieses Jahr alle

Michael Penquitt

Der eigene Garten ist dieses Jahr in besonderen Fokus geraten. Mit den Gartentrends 2020 kann der Sommer zu Hause kommen!

Das Jahr 2020, so viel steht jetzt schon fest, wird in vielen Belangen einen Abdruck hinterlassen und Trends auslösen. Manche erkennen wir schon jetzt. Viele davon betreffen die eigenen vier Wände, zwischen denen so mancher in den vergangenen Monaten mehr Zeit verbracht hat als üblicherweise. Zum Beispiel hat laut einer Umfrage jeder Zweite in dem Zeitraum eine größere Wertschätzung für das eigene Zuhause entwickelt. Knapp ein Viertel hat dagegen Dinge im Haus oder in der Wohnung entdeckt, die verbesserungswürdig sind. Und: Es werden wohl ungewöhnlich viele von euch ihren Sommerurlaub zu Hause verbringen.

Mit dieser Aussicht verändert sich auch der Blick auf den eigenen Garten oder Balkon. Manche Gartentrends 2020 erklären sich genau durch diese Umstände, andere haben sich schon länger angekündigt, finden aber jetzt noch stärkeren Anklang. Wie dem auch sei, diese zehn Gartentrends solltet ihr dieses Jahr kennen.

1. Den Urlaub in den Garten holen

Auch wenn es bereits zaghafte Pläne zur Öffnung der Urlaubsorte in Deutschland und im EU-Ausland gibt: Massive Touristenströme, wie sie zur Urlaubssaison sonst üblich sind, wird es dieses Jahr nicht geben. Die mittlerweile eingeübten Abstandsregeln sollen auch im Urlaub Anwendung finden. Deshalb werden Reiseunternehmen, Hotels und Restaurants voraussichtlich nicht ihre gesamten Kapazitäten zur Verfügung stellen (können). Folglich werden nicht alle Interessierten einen Platz finden, manche werden es aus Vorsicht auch gar nicht wollen.

Wer nicht in den Urlaub kann, holt den Urlaub stattdessen zu sich nach Hause. So manchen Garten schmückt deshalb neuerdings ein Strandkorb, wie man ihn sonst nur aus dem Nord- und Ostseeurlaub kennt. Strandkorbhersteller erleben eine noch nie dagewesene Nachfrage nach ihren Produkten. Am Telefon höre er von jedem zweiten Kunden: "Der Urlaub ist abgesagt und stattdessen möchten wir einen Strandkorb im Garten haben oder auf dem Balkon", so ein Unternehmer.

2. Trockenresistente Pflanzen

Wer den Urlaub dagegen lieber in südlicheren Gefilden verbringt, der vermisst womöglich die Vegetation des Mittelmeerraums. Für diejenigen haben wir gute und schlechte Nachrichten. Die schlechte: Der Klimawandel macht sich zunehmend bemerkbar, unsere Sommer werden immer heißer und trockener. Darunter leiden hier beheimatete Pflanzen. Die gute Nachricht ist demnach: Wenn ihr einen widerstandsfähigen Garten gestalten möchtet, dem längere Trockenperioden nichts anhaben, solltet ihr auf robuste Pflanzen setzen, die ihr zum Teil aus dem Urlaub in Südeuropa kennt. Schon ein kleiner Olivenbaum verleiht dem Garten oder Balkon eine gute Portion Mittelmeer-Flair.

3. Wassergarten anlegen

Ein klarer Trend im Garten ist Wasser in allen Variationen. Ob Pool, Gartenteich, Brunnen oder ein anderes Deko-Element mit Wasser: Schon kleine Gewässer können das Mikroklima in eurem Garten positiv beeinflussen. An heißen Sommertagen werdet ihr eurem früheren Ich sehr dankbar sein, für etwas Wasser im Garten gesorgt zu haben. Ganz zu schweigen von den vielen Tieren, die sich ebenfalls über die willkommene Erfrischung freuen.

4. Naturnahe Gärten

Seit Jahren schon zeichnet sich verstärkt auch der Trend ab, wieder mehr Natur in den Garten zu lassen. Während der akkurat getrimmte englische Rasen lange Zeit fester Bestandteil des Traums vom Eigenheim war, sind viele Gartenbesitzer mittlerweile zu der Einsicht gekommen, dass das nicht sonderlich nachhaltig ist. Ein leicht verwilderter Garten bietet Zufluchtsorte für Tiere und vor allem nährstoffreiche Blumen für Bienen. Dabei solltet ihr aber bestimmte Fehler vermeiden, die zur Gefahr für Tiere werden können.

5. Gemüse und Obst anbauen

Im Zuge der Besinnung auf einen nachhaltigen Umgang mit der Natur sind in privaten Gärten auch Zierpflanzen ein Stück den Nutzpflanzen gewichen. Es gibt schließlich kein frischeres Obst und Gemüse als das, das aus dem eigenen Garten kommt. Immer mehr Hobby-Gärtner räumen Platz für Gemüsebeete, Gewächshäuser, Hochbeete und Komposthaufen frei, um zumindest zu testen, wie sie sich als Selbstversorger schlagen würden. Nach Monaten, in denen wir für den Supermarkteinkauf in Schlangen vor dem Eingang warten mussten, erscheint das jetzt erst recht als sehr gute Idee.

6. Ein Garten für Jung und Alt

Ohne einen Wettbewerb daraus zu machen, können wir uns wohl darauf einigen, dass die Corona-Einschränkungen Eltern mit am härtesten getroffen haben. Während Kitas und Schulen geschlossen waren, wollten die Kinder anderweitig beschäftigt werden. Ihre Eltern hatten unterdessen aller Wahrscheinlichkeit ohnehin schon genug um die Ohren. Und so wurden allerhand Späße und Spiele erdacht, die die Langeweile und den Lagerkoller vertreiben sollten.

Richtig glücklich konnten sich diejenigen schätzen, die einen Garten besitzen und diesen mit ihren Sprösslingen gleichberechtigt nutzen. Im Garten könnt ihr zu allerhand Mini-Abenteuern aufbrechen, er lädt ein zum Entdecken und Erforschen. Ihr könnt dort zelten, Ball spielen und mit einigen geschickten Handgriffen lässt sich im Garten auch ein Mini-Spielplatz errichten. Wenn ihr es altersgerecht angeht, könnt ihr die Gartenarbeit sogar zusammen mit euren Kindern erledigen. Gemeinsame Aktivitäten und Umgestaltungsprojekte werden sicherlich auch nach überstandener Pandemie bleiben.

7. Garten-Sharing

Solidarität wurde in der Corona-Krise groß geschrieben. Die Ausgeh- und Kontaktbeschränkungen sowie die Maskenpflicht zielten in erster Linie darauf ab, mögliche Risikopatienten nicht anzustecken und das Gesundheitssystem vor der Überlastung zu schützen. Aber auch im Umgang mit den Einschränkungen zeigten sich viele Menschen von ihrer besten Seite. Manche Gartenbesitzerinnen und -besitzer verleihen ihre Gärten für ein paar Stunden am Tag an Fremde und Nachbarn mit Kindern, die keinen Garten besitzen, damit diese auch in den Genuss eines gemeinsamen Freiluftaufenthalts kommen. Eine Idee, die gerne nachgemacht werden darf!

8. Blühende Zäune

Gartenzäune dienen dem Sichtschutz und der Grundstücksbegrenzung und sind damit vor allem eins: funktional. Das reicht 2020 aber nicht mehr. Der Gartenzaun wird zum Blickfang und zur Rankhilfe für Kletterpflanzen. Blühende Zäune vermitteln einen geradezu paradiesischen Eindruck, der auch eurem Garten sicher gut zu Gesicht stehen würde.

9. Draußen wohnen, drinnen gärtnern

Die Grenzen zwischen Drinnen und Draußen scheinen allmählich zu verwischen. So wie der Garten mehr echte Natur zulässt, findet er selbst zunehmend Einzug in den eigentlichen Wohnräumen und das Wohnen verlagert sich Stück für Stück nach draußen. Einerseits lassen vor allem Menschen ohne eigenen Garten in Wohn-, Schlaf- und sogar Badezimmern den Urban Jungle wachsen. Andererseits werden das Wohnzimmer und die Küche auf die Terrasse und in den Garten verlagert. Hochwertige Gartenmöbel sind dabei das A und O.

10. Vertical Gardening

Großstadtbewohnerinnen und -bewohnern ist das Urban Gardening ein Begriff. Auf kleinem Raum wird dabei das meiste aus der verfügbaren Balkonfläche herausgeholt. Frei von landwirtschaftlichen Eingriffen, werden diese kleinen Flächen zu wahren Magneten für Bienen und andere Insekten. Teil des Großstadtgärtners ist auch das vertikale Gärtnern. Die Grundfläche wird dabei auf unterschiedliche kreative Weisen genutzt, um sie möglichst effizient zu bewirtschaften. Wände werden bepflanzt, Holzpaletten behängt, PVC-Rohre als Pflanzgefäße zweckentfremdet und aufgehängt.

Diese Methoden finden nun auch in Gärten Anwendung, wo zwar in der Regel mehr Fläche verfügbar ist. Ein vertikaler Garten nutzt aber auch hier diesen Platz noch besser und kann darüber hinaus Ausdruck eines besonders kreativen Gärtners sein.

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