Wildes Hochbeet in einem Garten.
© iStock/Getty Images/Alexander Ließ

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Hochbeet bepflanzen: Die 10 besten Pflanzen für den Küchengarten

Michael Penquitt

Michael Penquitt

Ein eigener Küchengarten ist kein Hexenwerk. Alles, was ihr dafür braucht, ist ein Hochbeet und diese 10 Pflanzen. Viel Spaß beim Bepflanzen & Ernten!

Langjährige Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner wissen um die Vorteile von Hochbeeten: Diese bieten einen wunderbaren Nährboden für zahlreiche Nutzpflanzen, insbesondere für viele leckere Gemüsesorten. Das liegt in erster Linie an zwei Gründen: der Höhe des Anbaus und der besonderen Schichtung des Bodens.

Beides führt dazu, dass im Inneren des Hochbeets höhere Temperaturen herrschen und dass der Boden nährstoffreicher ist als das Erdreich unmittelbar unter unseren Füßen. Wärmeliebende Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf sind somit besonders gut fürs Hochbeet geeignet. Für dieses braucht ihr übrigens nicht mal einen Garten oder eine Terrasse, ein kleiner Küchengarten lässt sich auch prima auf dem Balkon anlegen.

Wie ihr euch euer eigenes Hochbeet ganz einfach selber bauen könnt, und das für weniger als 50 Euro, haben wir in folgendem Ratgeber für euch zusammengefasst:

Und welche Gewächse und Gemüsesorten passen nun gut zusammen? Wir verraten euch folgend die zehn besten Pflanzen, mit denen ein Hochbeet bepflanzt werden kann:

1. Tomate

Tomaten gehören zu den "Starkzehrern", also den Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf, die ihr möglichst im ersten Jahr in eurem Hochbeet anpflanzen solltet. Es eignen sich vor allem niedrigwachsende Buschtomaten wie Primabell, Totem oder Rotkäppchen. Achtet dennoch darauf, dass ihr sie auf der Nordseite des Beetes pflanzt, damit sie den übrigen Pflanzen nicht das Sonnenlicht nehmen.

Tomaten sind leckere Highlights in jedem Hochbeet – und natürlich auch darüber hinaus. © Getty Images

2. Paprika

Auch der Paprika liebt es sonnig, warm und nährstoffreich. Außerdem ergänzt er sich ganz wunderbar mit der Tomate. Ihr solltet nur aufpassen, dass sich die beiden Pflanzen nicht buchstäblich gegenseitig in den Schatten stellen.

3. Zucchini

Die Zucchini braucht ebenfalls viele Nährstoffe und fühlt sich im Hochbeet wohl. Allerdings brauchen vor allem die Blätter viel Platz und breiten sich ohne Rücksicht auf andere Pflanzen aus. Plant also genügend Platz ein und pflanzt die Zucchini am besten am Rand des Hochbeets. Die Früchte können dann später platzsparend aus dem Beet hängen.

Zucchinipflanzen sind nicht nur lecker, sondern auch hübsch anzuschauen. © iStock/Getty ImageGetty Images/

4. Gurken

Gurken verhalten sich ähnlich wie die Zucchini: Sie mögen es warm und wachsen auf eine ähnliche Weise, sodass ihr sie auch gut am Rand des Hochbeets pflanzen könnt. Sie vertragen sich gut mit Paprika, verstehen sich aber eher nicht so gut mit Tomaten.

5. Kohlrabi

Der Platzsparer unter den Kohlsorten: der Kohlrabi. Wenn ihr den begrenzten Platz im Hochbeet nicht großen Kohlköpfen überlassen wollt, könnt ihr wunderbar Kohlrabi anbauen. Dieser eignet sich hervorragend als Lückenfüller zwischen größeren Pflanzen und zwischen den Anbauperioden. Besonders gut verträgt er sich mit Tomaten und Gurken, und kann bereits nach zwei Monaten geerntet werden.

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6. Rote Bete

Die Rote Bete ist eine sehr unkomplizierte Gemüsepflanze. Die Pflanze ist robust, wird kaum von Schädlingen befallen und die Knollen benötigen relativ wenig Platz. Da aber die Blätter etwas größer ausfallen können, ist es ratsam, die Knollen bereits als zarte Baby Beets nach zehn bis zwölf Wochen auszubuddeln. Dafür sind diese jungen Knollen anschließend leider nicht lagerbar.

7. Karotten

Wenn das Beet tief genug ist, ist es auch kein Problem in eurem Hochbeet Karotten anzupflanzen. Ganz im Gegenteil: Durch die zusätzliche Wärme brauchen sie nicht so lange wie üblich, bis sie voll ausgereift sind und früher geerntet werden können. Die Karotte liebt es sonnig – sorgt also dafür, dass sie nicht durch andere Pflanzen verdeckt bleibt.

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8. Radieschen

Egal wie groß oder klein die Lücke, ein paar Radieschen passen da mit Sicherheit noch hin. Sie sind der ultimative Lückenfüller unter den Hochbeetpflanzen, da sie weder viel Platz noch viele Nährstoffe verbrauchen. Zudem verstehen sie sich mit den allermeisten Pflanzen prächtig und selbst das Radieschengrün findet beim Kochen Verwendung.

9. Erdbeeren

Im Sinne einer Mischkultur wird es viele Gärtner freuen zu hören, dass Erdbeeren geradezu willkommen im Hochbeet sind. Diese bilden selbstständig Ausläufer und verwandeln das Beet über Jahre in einen Naschgarten. Erdbeeren verstehen sich im Beet gut mit Kohlrabi, Knoblauch und Petersilie.

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10. Kräuter aller Art

Kräuter aller Art sind dankbare Bewohner eines jeden Hochbeets. Sie machen sich nicht nur gut in der Küche, sondern halten mit ihrem intensiven Duft auch zahlreiche Schädlinge von den übrigen Pflanzen auf Abstand. Die Petersilie hält Schnecken von der Erdbeere fern, Basilikum verhindert Mehltau und Lavendel ist die Allzweckwaffe gegen jegliche tierischen Schädlinge. Auch Schnittlauch, Dill oder Kerbel sind im Hochbeet gern gesehen. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Thymian solltet ihr aber erst im zweiten oder gar dritten Jahr anpflanzen, da sie nicht so viele Nährstoffe benötigen.

Robuste Pflanzen für trockene Zeiten

Unser abschließender Tipp: Wer noch weniger Aufwand in seinen Garten oder sein Hochbeet stecken und sich darauf verlassen möchte, dass seine Pflanzen im Zweifelsfall über einen längeren Zeitraum auch ohne Wasser auskommen, sollte in widerstandsfähige Pflanzen investieren.

Wir verraten euch, welche Pflanzen selbst durch den trockensten Dürresommer kommen und geben euch Tipps, wie ihr nachhaltig, ohne Plastik zu verwenden, gärtnern könnt:

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