Selbst gebautes Hochbeet aus Palettenaufsatzrahmen
© Wohnglück.de/Eva Dorothée Schmid

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Hochbeet selber bauen – für unter 50 Euro

Wer sich ein Hochbeet günstig selber bauen möchte, der findet hier eine Anleitung für ein DIY-Hochbeet aus Palettenaufsatzrahmen, das euch weniger als 50 Euro und maximal zwei Stunden Arbeit kostet.

Hochbeete liegen im Trend: Sie ermöglichen nicht nur rückenschonendes Gärtnern, auch Pflanzen fühlen sich darin rundum wohl und lästiges Unkraut und Schnecken haben weniger Chancen, die Ernte zu gefährden. Klar könnt ihr ein fertiges Hochbeet kaufen – das allerdings kann ziemlich ins Geld gehen. Selber bauen lautet die Alternative! Unsere Autorin hat sich ein schickes Hochbeet aus Palettenaufsatzrahmen gebaut, das weniger als 50 Euro kostet. Weiterer Pluspunkt: Es ist auch für handwerklich komplett Unbegabte leicht machbar.

Hier kommt die detaillierte Anleitung mit Material und Kosten. Viel Spaß beim Nachbauen.

Palettenaufsatzrahmen als günstiges Holz für das Hochbeet

Palettenaufsatzrahmen dienen eigentlich dazu, lose, empfindliche oder sperrige Produkte beim Transport auf Paletten zu sichern. Man kann sie aber auch sehr gut zum Bau von Hochbeeten nutzen. Die Rahmen bestehen aus vier hitzebehandelten und kammergetrockneten Nadelholz-Brettern, die durch Metallscharniere miteinander verbunden sind. Sie lassen sich falten und so gut transportieren. Außerdem sind sie stapelbar, was beim Hochbeetbau ein großer Vorteil ist.

Diese Aufsatzrahmen gibt es mit unterschiedlichen Maßen, das Standardmaß beträgt 120 x 80 x 20 Zentimeter. Es gibt sie aber auch mit einer Breite von 100 Zentimetern oder im Format 80 x 60 Zentimeter.

Je nach gewünschter Höhe eures Hochbeetes benötigt ihr zwei (40 Zentimeter Höhe), drei (60 Zentimeter Höhe) oder vier Palettenaufsatzrahmen (80 Zentimeter Höhe). Wir haben ein Hochbeet mit den Standardmaßen 120 x 80 x 60 Zentimeter gebaut.

Neu kosten Palettenaufsatzrahmen rund zehn Euro, gebraucht bekommt ihr sie schon ab sechs Euro, zum Beispiel über Ebay-Kleinanzeigen. Geschenkt bekommt ihr sie mit etwas Glück bei Unternehmen, die viele größere Teile in Transportrahmen verschicken oder geschickt bekommen, und die Rahmen über haben. Gebraucht tragen Palettenrahmen teilweise Stempel und Aufschriften.

Sie haben meistens die Maße 120 x 80 x 20 Zentimeter. Für ein Standardhochbeet benötigt ihr drei Palettenaufsatzrahmen.

Kosten Palettenaufsatzrahmen: Das Holz für ein Hochbeet mit den Standard-Maßen 120 x 80 x 60 Zentimeter kostet euch maximal 30 Euro.

Abschlussleisten für das DIY-Hochbeet

Um das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen und der Optik wegen, haben wir unser Hochbeet oben noch mit Abschlussleisten versehen. Die könnt ihr gegebenenfalls auch weglassen. Sie sind allerdings nicht sehr teuer und der Aufwand, sie anzubringen, hält sich in Grenzen.

Im Baumarkt haben wir dafür zwei gehobelte Fichtenbretter im Format 18 x 60 x 2000 Millimeter gekauft.

Kosten für die Abschlussleisten: Der laufende Meter kostet etwa 1,15 Euro, insgesamt fallen also maximal 5 Euro an.

Günstige Folie für das selbst gebaute Hochbeet

Damit das Holz eures Hochbeets durch den Kontakt mit nasser Erde nicht verrottet, müsst ihr innen unbedingt eine Folie anbringen. In Frage kommt Teichfolie oder spezielle Hochbeet-Noppenfolie. Diese bekommt ihr ab 2 Euro pro Quadratmeter.

Für ein 120 x 80 x 60 Zentimeter hohes Hochbeet benötigt ihr eine 60 Zentimeter hohe und 410 Zentimeter lange Bahn.

Bei Dehner bekommt ihr 100 x 500 Zentimeter für zehn Euro. Den Rest der Folie könnt ihr übrigens im Garten als Wurzelsperre benutzen.

Alternativ könnt ihr auch Teichfolie verwenden, die ist neu aber deutlich teurer.

Tipp: Schaut mal in Kleinanzeigen, dort werden oft günstig Reste angeboten und vielleicht werdet ihr dort fündig.

Kosten für die Hochbeet-Folie: 10 Euro

Rolle Hochbeetfolie
Spezielle Noppenfolie für Hochbeete lässt das Wasser gut ablaufen und dünstet keine Schadstoffe aus. © Wohnglück.de/Eva Dorothée Schmid

Dachnägel und Holzschrauben für das Hochbeet

Um die Folie anzubringen, benötigt ihr außerdem noch etwa 50 Dachpappennägel. Diese kosten etwa 1,50 Euro.

Um die Abschlussleiste anzubringen, benötigt ihr acht Senkkopf-Holzschrauben aus Edelstahl, Ø 4 Millimeter x 40 Millimeter. Diese kosten zusammen etwa 1,50 Euro.

Kosten für das Hochbeet-Material insgesamt: maximal 48 Euro

Anleitung: So baut ihr in drei Schritten ein Hochbeet aus Palettenrahmen

Das Hochbeet aus Palettenaufsatzrahmen können auch handwerklich absolut Unbegabte bauen. Ihr benötigt auch nicht viel Werkzeug, lediglich

  • einen Hammer
  • einen Akkuschrauber

Schritt 1: Palettenaufsatzrahmen übereinander stapeln

Zuerst stapelt ihr je nach gewünschter Höhe des Hochbeets zwei bis vier Palettenaufsatzrahmen übereinander. Sie werden einfach ineinander gesteckt. Achtet dabei darauf, dass die überstehenden Teile der Scharniere nach unten zeigen – so bekommt ihr oben einen geraden Abschluss. Fertig ist das Grundgerüst eures Hochbeets.

Tipp: Damit das Holz unten durch den Erdkontakt nicht wegfault, ist es empfehlenswert, den ersten Aufsatzrahmen auf kleine Steinplatten zu stellen.

Zum Hochbeet gestapelte Palettenaufsatzrahmen
Die einzelnen Aufsatzrahmen werden einfach ineinander gesteckt. © Wohnglück.de/Eva Dorothée Schmid

Schritt 2: Hochbeet mit Folie auskleiden

Danach werden die Seitenwände des Hochbeets innen mit Hochbeet- oder Teichfolie ausgekleidet. Wenn ihr Noppenfolie verwendet, dann achtet darauf, dass die Noppen in Richtung Holz zeigen, damit das Wasser zwischen Holz und Folie gut ablaufen kann.

Dazu schneidet ihr die Folie auf 60 x 410 Zentimeter zu. Dann befestigt ihr sie mit Hilfe eines Hammers am oberen und unteren Rand des Hochbeets mit Dachpappennägeln, und zwar so, dass am Anfang und Ende etwa zehn Zentimeter überlappen.

Wenn ihr Teichfolie verwendet, dann könnt ihr diese auch rantackern. Mit Noppenfolie funktioniert das nicht, da die Tackerklammern meist zu kurz sind.

Mit Hochbeetfolie ausgekleidetes selbst gebautes Hochbeet
Die Hochbeetfolie schützt das Holz vor Feuchtigkeit. © Wohnglück/Eva Dorothée Schmid

Schritt 3: Abschlussleiste anbringen

Dieser Schritt ist verzichtbar, sorgt aber für einen optisch schönen Abschluss eures Hochbeets und schützt das Holz zudem vor Nässe. Idealerweise lasst ihr die Fichtenbretter im Baumarkt bereits auf die richtige Länge zuschneiden. Ihr könnt natürlich auch anderes Holz verwenden, das für den Außenbereich geeignet ist. Alternativ müsst ihr die Bretter selbst mit einer Holzsäge auf die richtige Länge bringen.

Sie sollen nach innen und außen jeweils zwei Zentimeter überstehen. Bei einem Hochbeet mit den Außenmaßen 120 x 80 Zentimeter müssen 60 Millimeter breite Bretter folgende Maße haben:

  • 2 x 124 Zentimeter lang
  • 2 x 72 Zentimeter lang

Danach bohrt ihr mit einem Holzbohrer pro Brett zwei Löcher für die Schrauben vor. Die Löcher sollten sich 15 bis 20 Zentimeter vom Rand entfernt genau in der Mitte des Brettes befinden. Dann müsst ihr die langen Bretter nur noch so auf den Rand des Hochbeets hinlegen, dass sie jeweils zwei Zentimeter innen und außen sowie längs überstehen. Schraubt sie dann mit einem Akkuschrauber fest. Achtet dabei darauf, dass die Schraube wirklich in der Mitte der zwei Zentimeter dicken Hochbeetwand sitzt.

Wenn ihr die langen Bretter befestigt habt, dann müsst ihr nur noch die kurzen Bretter dazwischen anschrauben. Fertig ist euer Hochbeet!

Abschlussleiste eines selbst gebauten Hochbeets
Die Bretter werden einfach auf den obersten Palettenaufsatzrahmen aufgeschraubt. Fertig ist die Abschlussleiste. © Wohnglück.de/Eva Dorothée Schmid

Tipps für das selbst gebaute Hochbeet

  • Wenn ihr wollt, dass das Holzbeet besonders lange hält, dann könnt ihr das Holz noch mit einem Wetterschutzanstrich versehen, zum Beispiel mit Holzlack oder Holzlasur. Lasst ihr es unbehandelt, dann wird das Holz mit der Zeit eine graue Patina bekommen.
  • Wenn ihr verhindern wollt, dass Wühlmäuse euer gepflanztes Gemüse anknabbern, dann solltet ihr zusätzlich unten am untersten Aufsatzrahmen ein Drahtgeflecht mit Krampen anbringen. Wenn ihr das Beet hingegen mit Stauden bepflanzen wollt wie unsere Autorin, dann ist dieser Schritt nicht notwendig.
  • In so ein Hochbeet passt ziemlich viel Erde rein. Wenn ihr Gartenerde und Kompost im Gartencenter kauft, dann geht das ganz schön ins Geld. Unser Tipp: Häufig bekommt ihr reifen Kompost sehr günstig oder sogar umsonst beim örtlichen Kompostierwerk. Für Mutterboden könnt ihr mal bei Ebay-Kleinanzeigen schauen, ob jemand in eurer Nähe Gartenerde verschenkt. Das ist häufig der Fall, wenn der Garten umgestaltet wurde und Erde übrig ist. Wir sind so an Erde für unser Hochbeet gekommen.
  • Wie ihr ein Gemüse-Hochbeet richtig befüllt, lest ihr in unserem Artikel zum Thema "Hochbeet anlegen". Wer Stauden in sein Hochbeet setzen will, der kann das untere Drittel des Hochbeets erst mal mit einer Drainageschicht aus Steinen füllen. Das spart teure Gartenerde und sorgt darüber hinaus dafür, dass sich die Erde im Hochbeet nicht so stark setzt wie wenn man es mit organischem Material befüllt. Darüber kommt dann ein Unkrautvlies, damit die darüber liegende Erde nicht ausgeschwemmt wird.
  • Wenn ihr noch etwas Inspiration braucht, welches Gemüse und welche Kräuter ihr in euer Hochbeet pflanzen könnt, dann werdet ihr hier fündig: Hochbeet bepflanzen.

Alternativ könnt ihr euch ein Hochbeet auch aus Paletten selber bauen. Das hat dann allerdings einen rustikaleren Look. Hier gibt's die Anleitung plus Video:

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