Setzlinge in einer recycelten Plastikflasche
© Getty Images/iStockphoto

Wohnen | Listicle

Günstig gärtnern: Die 13 besten Garten-Spartipps

Was tun, wenn das Budget klein ist, ihr aber dennoch einen schönen Garten haben wollt? Wir haben 13 Spartipps für euch, mit denen ihr günstig gärtnern könnt und dabei viel Geld in eurem Garten spart.

Wer schon über eine längere Zeit mit dem Metier vertraut ist, weiß, dass Gärtnern durchaus ins Geld gehen kann. Pflanzen, Zubehör, Gartengeräte und -erde oder Kompost – all das kann ganz schön am Portemonnaie zerren. Aber auch mit wenig Budget könnt ihr einen schönen Garten anlegen. Wir haben 13 Spartipps für euch, mit denen ihr günstig gärtnern und gleichzeitig jede Menge Geld sparen könnt.

Spartipp 1: Weniger entsorgen, mehr recyceln

Aufzuchtbehälter für Saatgut oder Jungpflanzen muss man nicht teuer kaufen – leere Joghurtbecher tun es genauso. Oder ihr faltet aus Zeitungspapier einen Aussaattopf. Wer die Plastikblumentöpfe gekaufter Pflanzen beim Umtopfen oder Einpflanzen nicht wegwirft, sondern aufbewahrt, hat zudem immer ausreichend Töpfe für die Aufzucht von Pflanzen parat.

Statt eines teuren Zimmergewächshauses könnt ihr leere Plastikverpackungen für Obst und Gemüse einfach zum Mini-Gewächshaus umfunktionieren. Aus alten Fahrradspeichen lassen sich Rankhilfen basteln, alte Kochtöpfe, ausrangierte Schuhe oder Autoreifen können als Pflanzgefäße dienen und sind auch noch ein origineller Hingucker in eurem Garten.

Und die Äste von letzten Baumschnitt könnt ihr einfach zur Beetabgrenzung nutzen und euch so die teuren Rasenkantensteine aus Beton sparen. Wenn ihr euch zudem dafür interessiert, wie ihr ein praktisches Hochbeet für unter 50 Euro selber bauen könnt, empfehlen wir euch folgenden Artikel:

Spartipp 2: Pflanzen-Fehlkäufe vermeiden

Viele teuer gekaufte Pflanzen gehen nach kurzer Zeit ein, weil sie am falschen Standort oder in die falsche Erde gepflanzt wurden. Wer sich vorher informiert oder beraten lässt, welche Pflanzen überhaupt zum gewünschten Standort passen und welche Art von Boden welche Pflanze benötigt, der vermeidet teure Pflanzen-Fehlkäufe.

Also, lasst euch nicht von blühenden Schönheiten zu Fehlkäufen verleiten, sondern checkt vor jedem Pflanzenkauf, welche Anforderungen an Standort und Boden die Pflanze hat. Und erkundigt euch, welchen Platzbedarf die Pflanze hat. So kauft ihr nicht zu viele Stauden, die dann gar nicht auf den vorhandenen Platz passen.

Spartipp 3: Wurzelnackte statt eingetopfte Pflanzen kaufen

Wurzelnackte Pflanzen findet ihr in Gartencentern so gut wie nie. Sie machen einfach nicht viel her und verführen deshalb nicht zum Kauf. In den Online-Shops von Staudengärtnereien wie beispielsweise Baumschule Horstmann, Pflanzmich, Native Plants oder Gaißmeyer findet ihr aber Wurzelware. Diese ist nicht nur deutlich günstiger als eingetopfte Pflanzen, sie hat auch noch weitere Vorteile.

Sie kann kostengünstig verschickt werden, ist leicht zu transportieren und wächst oft viel besser an. Einen Nachteil haben wurzelnackte Pflanzen allerdings: Ihr braucht etwas Geduld, bis die Pflanzen austreiben und voll im Saft stehen. Im Sommer gepflanzte Containerpflanzen sind natürlich sofort grün. Dafür könnt ihr viele wurzelnackte Pflanzen im Winterhalbjahr pflanzen.

Spartipp 4: Pflanzen selber aussäen

Weit günstiger als Pflanzen sind Samen. Zudem ist bei Gemüsepflanzen die Sortenvielfalt bei Samen sehr viel größer als bei Jungpflanzen.

Und wer die Samen nicht kauft, sondern selbst nach der Blüte sammelt, fährt noch günstiger. Auch viele Schmuckpflanzen wie etwa Cosmeen, Sonnenblumen, Stockrosen oder Akeleien könnt ihr leicht selbst aussäen – entweder ihr zieht die Pflanzen im frühen Frühjahr auf der Fensterbank vor oder sät sie etwas später direkt ins Freiland aus.

Spartipp 5: Pflanzen tauschen statt kaufen

Eine weitere Möglichkeit, an günstige Pflanzen für den Garten zu kommen, ist der Pflanzentausch. Mit Nachbarn getauschte Pflanzen befanden sich bereits allesamt im Freiland, obendrein auch noch in unmittelbarer Umgebung der eigenen Gartenanlage. Sie wachsen oft besser an als die hochgezüchtete Gewächshausware aus den Großgärtnereien.

Wer keine Nachbarn zum Pflanzentauschen hat, der kann einfach mal nachforschen, ob in seiner Nähe im Frühjahr oder Herbst eine Pflanzentausch-Börse stattfindet. Oder ihr fragt beim örtlichen Gartenbauverein oder bei der Gemeinde nach.

Alternativ gibt es mit Tauschgarten und Tauschgnom auch Online-Pflanzentauschbörsen. Auch auf Kleinanzeigenportalen wie Ebay-Kleinanzeigen oder Nachbarschaftsportalen wie Nebenan.de werden Pflanzen zum Tausch oder sehr günstig abgegeben.

Weitere Tipps, wie ihr günstig an faire und nachhaltige (Zimmer-)Pflanzen kommt, haben wir euch in folgendem Ratgeber zusammengefasst:

Spartipp 6: Pflanzen selbst vermehren

Aus eins mach zwei: Eure Lieblingsblumen müsst ihr nicht unbedingt neu kaufen, wenn ihr mehrere Exemplare davon haben wollt. Viele Pflanzen lassen sich leicht selbst vermehren: Bei einjährigen Pflanzen durch Samen, bei Stauden durch Stecklinge oder indem ihr sie einfach teilt.

Besonders einfach ist dies bei Stauden und Gräsern. Außerdem ist die Teilung ein wahrer Jungbrunnen für blühfaul gewordene Stauden.

Spartipp 7: Auf mehrjährige Pflanzen setzen

An einjährigen Pflanzen habt ihr nur eine Saison lang Freude. Ihr müsst sie jedes Jahr neu kaufen. Das geht ganz schön ins Geld und macht auch einiges an Arbeit. Besser ihr setzt stattdessen auf mehrjährige, winterharte Stauden. Wenn die am richtigen Standort wachsen, dann habt ihr nur einmal die Anschaffungskosten und könnt euch jahrelang an ihnen erfreuen. Zudem könnt ihr sie durch Teilung einfach vermehren.

Eine Übersicht zu winterharten Gewächsen findet ihr hier:

Spartipp 8: Im Herbst Zwiebeln kaufen

Blumenzwiebeln werden in den Gartencentern im Herbst und Winter extrem günstig verkauft, sodass es sich lohnt, dann zuzuschlagen. Gesunde und feste Zwiebeln könnt ihr dann noch bedenkenlos in den Boden stecken und sie werden bereits Anfang März für eine wunderschöne Blütenpracht sorgen.

Zudem kommen viele Zwiebelpflanzen jedes Jahr wieder. Verwildernde Blumenzwiebeln verbreiten sich darüber hinaus auch noch selbstständig. Dazu gehören beispielsweise Schneeglöckchen, Hasenglöckchen, Winterling, Zierlauch, Krokusse, Hyazinthen, Blaustern oder Waldtulpe.

Spartipp 9: Hier gibt's kostenlos Bäume oder Sträucher

Ihr wollt gerne einen größeren Strauch oder Baum pflanzen, habt aber gerade kein Geld dafür übrig? Dann schaut doch mal in den entsprechenden Rubriken von zum Beispiel Ebay-Kleinanzeigen vorbei. Immer wieder bieten dort Inserenten Bäume und Sträucher aus ihren Gärten kostenlos für Selbstabholer an. Die Voraussetzung: Ihr müsst die Pflanzen meist selbst ausgraben und abtransportieren. Auch an Heckenpflanzen könnt ihr so günstig kommen.

Für alle, die auf der Suche nach der passenden Hecke sind, und denen die Selbstabholer-Idee ein wenig zu abenteuerlich ist, könnten hier fündig werden:

Spartipp 10: Wo ihr Kompost günstig herbekommt

Kompost ist der ideale Dünger im Garten und verbessert jeden Boden. Ihr könnt ihn teuer im Gartencenter kaufen. Günstiger ist es allerdings, selbst einen Kompost anzulegen. Kommt das nicht in Frage, dann könnt ihr Kompost sehr viel günstiger im örtlichen Kompostwerk kaufen. In manchen Kommunen könnt ihr ihn dort sogar kostenlos abholen.

Düngung mit Kompost
Kompost darf in keinem Garten fehlen. Ihr bekommt ihn günstiger im Kompostwerk als im Gartencenter. © Getty Images/iStockphoto

Wie ihr euch zu Hause auf die günstigste und gleichzeitig nachhaltigste Weise mit Kompost versorgen könnt, lest ihr in unserem Ratgeber "Trendobjekt Wurmkiste: Kompost zu Hause selber machen (lassen)". Absolut lesenswert, nicht nur für alle Sparfüchse!

Spartipp 11: Günstig Gartenerde besorgen

Gartenerde, etwa für ein Hochbeet, geht ebenfalls ganz schön ins Geld. Aber auch hier lohnt sich ein Blick in Ebay-Kleinanzeigen. Einfach nach Mutterboden oder Gartenerde suchen. Dort wird häufig überschüssige Gartenerde an Selbstabholer verschenkt, beispielsweise wenn der Garten umgestaltet wurde und anschließend Erde übrig ist.

Spartipp 12: Günstige Alternativen zu teuren Düngern

Günstige Alternativen zu teuren Düngern gibt es viele und sie sind auch ökologischer als der Kunstdünger aus dem Gartencenter. Sehr gut düngen könnt ihr eure Pflanzen beispielsweise mit Kaffeesatz. Der ist reich an Phosphor, Kalium, Stick- und Mineralstoffen und viel zu schade zum Wegwerfen. Wer keinen oder nur wenig Kaffee trinkt, kann sich Kaffeesatz eventuell im Büro besorgen. Oder fragt einfach mal im Café um die Ecke.

Auch Eierschalen sind ein guter Dünger. Zerkleinert dafür die Eierschalen von zwei bis drei Eiern so klein wie möglich. Am besten geht das mit einem Mörser. Dann mischt ihr die zerkleinerten Eierschalen mit Gießwasser und lasst das Gemisch für bis zu zwölf Stunden ziehen, damit die Schalen den Kalk in das Wasser abgeben.

Auch Asche ist ein guter Dünger, allerdings nur solche von Holz, nicht die vom Grillen!

Und sogar Gemüsewasser kann als Dünger Wunder wirken: Beim Kochen gibt Gemüse viele Nähr- und Mineralstoffe an das Kochwasser ab, das ihr deshalb sehr gut als Dünger einsetzen könnt. Besonders geeignet ist Blumenkohl-, Brokkoli-, Kohl- und Spargelwasser.

Kaffeesatz
Kaffeesatz ist zum Wegwerfen viel zu schade – er ist ein guter Dünger für Gartenpflanzen © Getty Images/iStockphoto

Spartipp 13: Regenwasser sammeln um Wasserkosten zu sparen

Den Garten mit Trinkwasser zu gießen ist teuer. Denn rechnet ihr mit etwa 0,2 Cent pro Liter Frischwasser, kostet euch eine Rasenfläche von 200 Quadratmetern pro Woche bereits acht Euro. So ergibt sich über den Sommer eine recht stolze Summe, die schnell in Richtung 100 Euro oder darüber steuern kann. Geld spart ihr, wenn ihr das Regenwasser sammelt und für die Gartenbewässerung nutzt.

Und Regentonnen müssen gar nicht immer unansehnlich sein. Hier findet ihr sieben geniale Regentonnen fürs Regenwasser sammeln. Wie groß der Regentank für euren Garten idealerweise sein sollte, lest ihr in folgendemArtikel:

Lies noch mehr…

Der Schutz Deiner Daten ist uns wichtig

Wir verwenden Cookies, um die Website optimal zu gestalten. Durch die Nutzung der Website stimmst Du grundsätzlich der Verwendung von Cookies zu (Websitefunktionalitäten, anonymisiertes Nutzerverhalten usw.). Sofern Du zustimmst, teilen wir zudem Informationen anonymisiert mit Werbepartnern. Du kannst unter „Weitere Optionen“ selbst entscheiden, welche Cookie-Kategorie Du wählen möchtest:

Weitere Optionen