Eine Lavendelpflanze wird in einen Blumentopf gesetzt.
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Wohnen | Listicle

2020 erneut ein Dürrejahr? Robuste Pflanzen für Balkon & Garten

Michael Penquitt

Das Klima in Deutschland wird heißer und trockener, 2020 droht das dritte Dürrejahr in Folge zu werden. Diese robusten Pflanzen für den Balkon und Garten eignen sich für Hobby-Gärtner besonders.

Das Jahr 2018 zählte zu den heißesten und trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch 2019 war im langjährigen Durchschnitt in Deutschland viel zu warm und zu trocken. Und wer auf eine Besserung in diesem Jahr spekuliert hatte, könnte bitterlich enttäuscht werden: Laut erster Expertenmeinungen deutet vieles darauf hin, dass uns 2020 hierzulande das dritte Dürrejahr in Folge bevorsteht.

Unter dieser Dürre leidet vor allem die Tier- und Pflanzenwelt. Die Böden sind flächendeckend zu trocken, was nicht nur die Landwirte vor große Herausforderungen stellt. Neben einem erhöhten Waldbrandrisiko und den verheerenden Auswirkungen auf die Landwirtschaft sind auch zahlreiche Balkon- und Gartenpflanzen betroffen.

Drohendes Dürrejahr 2020: Welche Pflanzen eignen sich für Balkon und Garten?

Viele Hobby-Gärtner kommen bei hohen Temperaturen und einem wolkenlosen Himmel gar nicht mehr mit dem Gießen nach. Doch reine Kiesgärten kommen für alle, denen das Wohl von Bienen und anderen Blütenbestäubern am Herzen liegt, nicht in Frage. Es wird Zeit, auf widerstandsfähige Pflanzen zu setzen, die auch mal mit etwas weniger Wasser auskommen.

Wir stellen euch folgend neun Pflanzen vor, die euch auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten auch bei praller Sonne viel Freude bereiten.

1. Wärmeliebende Stauden

Krautige Zierpflanzen stehen auf viel Sonne und sandige Böden, die stark wasserdurchlässig sind und eignen sich damit hervorragend für heiße Sommertage. Goldgarbe, Kaukasus-Storchschnabel, Aster und Katzenminze zeichnen sich durch kleine Blätter aus, die nicht viel Verdunstungsfläche bieten, und tragen im Laufe des Sommers ein Meer aus bunten Blüten. Sie überstehen dabei nicht nur die warme Jahreszeit, sondern überwintern auch – vorausgesetzt, die Erde ist nicht zu feucht und es entsteht keine Staunässe.

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2. Zwiebeln und Rhizome

Es gibt zahlreiche Weisen, auf die sich Pflanzen vor Austrocknung schützen können. Eine Methode ist, das Wasser in ober- oder unterirdischen Sprossachsen oder knollenartigen Verdickungen zu speichern. Solche Rhizome finden sich beispielsweise bei der Schwertlilie, dem Windröschen oder dem Alpenveilchen, das mitnichten nur in den Alpen vorkommt. Auch der Zierlauch besitzt eine solche Knolle in Form einer Zwiebel.

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3. Ziergräser

Ziergräser sorgen für Leichtigkeit und Bewegung im Steppengarten. Ob Federgras, Blaues Schillergras, Kopfgras oder gar Hirse: Der kleinste Windhauch bringt die Gräser in Wallung, die die Blüten der benachbarten Stauden umspielen. Auch sie bevorzugen es trocken und sonnig, halten aber notfalls auch über kurze Abschnitte etwas Staunässe aus.

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4. Mediterrane Kräuter

Strahlender Sonnenschein, dazu ein Glas Rotwein in der Hand und der Duft mediterraner Kräuter, der in die Nase steigt. Was sich anhört wie ein Aufenthalt in der Provence oder der Toskana, könnte für euch Alltag werden. Denn auch in Deutschland bekommen wir langsam Klimaverhältnisse, die den klassischen Kräuter- und Gewürzpflanzen zuträglich sind. Rosmarin, Salbei, Thymian, Lavendel oder auch das Currykraut entwickeln graugrüne, fast ledrige und meist schmale Blätter, die einer zu großen Verdunstung widerstehen. Damit bereichern sie nicht nur die Küche, sondern bieten mit ihrer langen Blütezeit den ganzen Sommer über Nahrung für Bienen und andere Insekten.

Wer mehr über die richtige Pflege von Basilikum und sonstiger Kräuter erfahren möchte, wird in unserem Artikel "Das 1x1 der Kräuterzucht: Dank dieser 6 Tipps überleben Basilikum & Co." fündig.

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5. Olivenbaum

Wenn die Rede vom Mittelmeerraum ist, darf eine Pflanze nicht fehlen: der Olivenbaum. Seit dem vierten Jahrhundert vor Christus wird der Olivenbaum bereits rund ums Mittelmeer kultiviert. Olivenbäume können sehr alt werden, es gibt Exemplare, die bereits über 1.000 Jahre auf dem Buckel haben. Dabei wachsen sie sehr langsam und können über viele Jahre im Kübel bleiben, ehe sie umgetopft oder im Garten gepflanzt werden. Selbst auf kleinen Balkonen finden sie Platz. Erste Blüten gibt es in der Regel aber erst ab dem sechsten, Früchte sogar erst ab dem siebten Jahr. Die Laubblätter sind dunkelgrün bis silbergrau und sind übersät von feinen Härchen, die die Wasserverdunstung einschränken.

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6. Filziges Silber

Auch andere Pflanzen wie der Silberblatt-Ehrenpreis machen sich Härchen auf den Blättern zunutze, um sich vor der Sonne zu schützen. Vor allem beim Wollziest der Sorte "Silver Carpet" sorgen diese sogar für eine filzige, fast wollige Beschaffenheit und lassen die Blätter silber schimmern. Dank dieser Härchen bleibt die Luftfeuchtigkeit auf der Oberfläche der Blätter hoch und das Wasser verdunstet nicht so schnell.

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7. Sukkulenten

Sukkulenten gehören seit einiger Zeit zum kleinen Einmaleins des Großstadt-Hipsters. Pflanzen wie die Mittagsblume, die Fetthenne oder der Hauswurz sind extrem pflegeleicht und fügen sich dadurch gut in den ohnehin schon vollen Arbeitsalltag. In ihren dicken Blättern speichern sie viel Wasser und sie nehmen es euch nicht übel, wenn ihr sie wochenlang nicht gießt. Auch auf größeren Flächen im Garten fühlen sie sich wohl – Hauptsache der Boden ist möglichst sandig und wasserdurchlässig.

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8. Nadelhölzer

Unter den Nadelgehölzen finden sich zahlreiche Pflanzen, die sich nicht gezielt an trockene Bedingungen angepasst haben, aber dennoch kein Problem mit Trockenheit und Hitze haben. Zu ihnen gehören beispielsweise der Wacholder und die Kiefer. Allerdings solltet ihr diese Pflanzen eher im Garten als auf dem Balkon pflanzen.

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9. Palmlilien

Palmlilien, auch Yuccas genannt, haben sich mit ihren langen, schmalen Blättern an die ariden und semi-ariden Bedingungen entlang der mexikanisch-amerikanischen Grenze angepasst. Die immergrünen Pflanzen wecken deshalb Assoziationen mit dem Wilden Westen und bringen ein abenteuerliches Element in den heimischen Garten. Im Juli trägt die Pflanze zudem weiße, glockenartige Blüten. Palmlilien gehören allerdings nicht, wie ihr vermuten könntet, zu den Palmengewächsen – sondern zu den Spargelgewächsen.

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Weitere Tipps für Garten und Balkon

Wenn ihr nicht nur auf der Suche nach robusten Pflanzen, die dem etwaigen Dürresommer 2020 trotzen können, seid, legen wir euch unsere große Themenseite rund um alle Bereiche des heimischen Gartens ans Herz. Und wer keinen Garten, dafür aber einen Balkon sein Eigen nennen darf, sollte folgendem Artikel auf jeden Fall einen Besuch abstatten:

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