Luftaufnahme einer Wohngegend
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Wohnen in Deutschland 2021: Wo gibt's noch erschwingliche Immobilien?

Dirc Kalweit

Dirc Kalweit

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen und steigen. Doch nicht überall. Die Sparda-Bank-Studie "Wohnen in Deutschland 2021" nennt für jeden Landkreis und jede Stadt die aktuellen Durchschnittspreise für Immobilien. Und zeigt damit Potenziale auf: Wo gibt's noch erschwingliche Immobilien?

Was kostet ein Einfamilienhaus im Durchschnitt in meinem Landkreis und in anderen? Wo bekomme ich wieviel Immobilie für mein Geld? Und wie wird sich der deutsche Immobilienmarkt entwickeln? Diese und viele weitere spannende Fragen klärt die Studie der Sparda-Bank "Wohnen in Deutschland 2021".

Die Studie entstand in Kooperation der Gruppe der Sparda-Banken mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW), seiner Beratungstochter (IW Consult) sowie dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD).

Schwerpunkte der umfassenden Untersuchung des Wohnimmobilienmarktes sind unter anderem die Preisentwicklungen in Deutschland, die Erschwinglichkeit von Immobilien in den einzelnen Regionen sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Wohnimmobilienmarkt. Außerdem werden Wanderungs- und Pendlerbewegungen sowie die zukünftige Entwicklung des Immobilienmarktes betrachtet.

5 spannende Fakten zu den Quadratmeterpreisen

  1. Ein Eigenheim kostet im Bundesdurchschnitt fast 2.700 Euro je Quadratmeter.
  2. Am günstigsten sind Eigenheime im Kyffhäuserkreis mit durchschnittlich 880 Euro pro Quadratmeter, am teuersten im Landkreis München (8.301 Euro).
  3. Sieben der zehn teuersten Regionen sind Landkreise, die sich im Großraum München befinden.
  4. In den Städten sind die Quadratmeterpreise mit rund 3.400 Euro fast 50 Prozent höher als auf dem Land (rund 2.300 Euro).
  5. In den sieben Metropolen (Köln, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt/Main, München, Hamburg) kostet der Quadratmeter einer Eigentumswohnung im Mittel mit knapp 4.800 Euro fast 2.100 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt.

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Preis-Übersichtskarte von Deutschland aus der Sparda-Studie zum Immobilienmarkt
Die Studie der Sparda-Bank listet unter anderem die Immobilienpreise auf Städte- und Landkreisebene auf. © Sparda-Bank

5 zentrale Erkenntnisse zur Erschwinglichkeit

Untersucht wurde in der Studie auch die Erschwinglichkeit von Immobilien. Die Fragestellung: Wieviel Quadratmeter Haus (in Landkreisen) oder Eigentumswohnung (in Städten) bekomme ich für 354.000 Euro? Die Summe von 354.000 Euro entspricht dem durchschnittlichen Investitionsvolumen für ein Eigenheim.

  1. Für 354.000 Euro bekommen Immobilienkäufer in Deutschland eine durchschnittliche Wohnfläche von 132 Quadratmetern.
  2. Allerdings sind in 72 Prozent der Regionen für das durchschnittliche Investitionsvolumen größere Immobilien als die besagten 132 Quadratmeter zu haben. Das bedeutet: In 28 Prozent der Regionen ist es sehr viel teurer.
  3. Dabei ist die Bandbreite der Wohnfläche für diesen Preis sehr groß und schwankt zwischen 402 Quadratmetern im Kyffhäuserkreis und 43 Quadratmetern im Landkreis München.
  4. In allen Metropolen ist eine Immobilie für 354.000 Euro im Schnitt kleiner als 100 Quadratmeter.
  5. In den ostdeutschen Mittelstädten ist eine Immobilie mit diesem Investitionsvolumen mit 181 Quadratmetern fast 40 Prozent größer als im Bundesdurchschnitt.

5 spannende Ergebnisse zur Immobilienpreis-Entwicklung

In unserer Übersicht "Immobilienpreise: Prognosen, Nachrichten, Studien zur Preisent­wicklung bei Immobilien" ist die Entwicklung deutlich zu erkennen: Häuser und Wohnungen haben sich in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit erheblich verteuert. Ein Trend, den auch die Sparda-Studie voll und ganz bestätigt.

  1. Die Immobilienpreise stiegen im Zeitraum 2005 bis 2020 durchschnittlich um 75,3 Prozent. Das entspricht einem jährlichen Anstieg von 3,8 Prozent.
  2. Aber: Der Preisanstieg ohne die sieben Metropolen (394 Regionen) beträgt 63,1 Prozent und liegt damit 12,2 Prozentpunkte niedriger.
  3. Die geringste Teuerungsrate hatten Eigenheime im Kyffhäuserkreis (3,8 Prozent von 2005 bis 2020), die höchste Eigentumswohnungen in Berlin (+165,7 Prozent).
  4. Interessant: Nur in 26 Prozent der Regionen sind die Preise seit dem Jahr 2005 überdurchschnittlich stark gestiegen. Dies spricht dafür, dass wenige Regionen die Durchschnittspreise stark nach oben treiben.
  5. Dazu passt auch: Ausstrahlungseffekte deutscher Metropolen wirken sich preissteigernd auf das Umland aus.

Pendler, Corona und die Zukunft

Neben den harten Preisfakten hat die Studie der Sparda-Bank auch andere Aspekte des Immobilienkaufs untersucht. Dabei geht es um die Wanderungsbewegungen innerhalb Deutschlands und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wohnsituation. Am interessantesten ist aber die "Zukunftsampel". Diese zeigt, welche Regionen sich weiter entwickeln und welche eher abgehängt werden.

Demnach ist die Entwicklung insbesondere in Süddeutschland, der Region Frankfurt/Rhein-Main sowie in Teilen der Ballungsräume Berlin-Brandenburg, Hamburg, Wolfsburg und in Teilen des Rheinlands positiv. Dagegen befinden sich unter anderem mit Herne und Duisburg Städte des Ruhrgebiets unter den Regionen mit den schlechtesten Aussichten.

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