Bauen | Ratgeber
Bauzinsen Entwicklung: Prognose für die Bauzinsen 2025
- Aktuelle Bauzinsen 2025
- Bauzinsen: Entwicklung bis heute
- Zinsentwicklung: Prognose 2025
- Newsticker: Entwicklung der Bauzinsen
- Was beeinflusst die Zinsentwicklung?
- Steigen die Bauzinsen weiter?
- Rechenbeispiele: Mögliche Kosten für Baufinanzierungen
- Fazit: Aktuelle Zinsentwicklung – jetzt kaufen oder warten?
- Häufige Fragen zur Entwicklung der Zinsen für Immobilien
Das Wichtigste in Kürze
- Die Bauzinsen sind zuletzt gestiegen und liegen im März 2025 für eine zehnjährige Zinsbindung über 3 Prozent, aber noch unter der 4-Prozent-Marke.
- Insgesamt befinden sich die Bauzinsen seit 2024 in einer Seitwärtsbewegung.
- Die Bauzinsen werden sich voraussichtlich weiterhin in einem Korridor zwischen 3,3 Prozent und 3,8 Prozent bewegen – deutlich sinkende Zinsen sind kurzfristig eher unwahrscheinlich.
- Politische Entwicklungen und Kapitalmarktzinsen beeinflussen die Bauzinsen stärker als die EZB-Leitzinsen.
- Kurzfristig sind Bauzinsen volatil, mittelfristig ist ein leichter Anstieg nicht ausgeschlossen.
Das kannst du tun
- Halte die Kapitalmarktzinsen und politische Trends im Blick, um die Bauzinsen-Entwicklung frühzeitig einschätzen zu können.
- Eine unabhängige Finanzierungsberatung verschafft Klarheit – nutze z. B. den Baufinanzierungsservice von Wohnglück.de.
- In Phasen unsicherer Entwicklung kann eine längere Zinsbindung Planungssicherheit geben.
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Aktuelle Bauzinsen 2025
Insgesamt lässt sich zwar eine Seitwärtsbewegung der Bauzinsen beobachten, doch seit Anfang des Jahres sind die Zinsen spürbar gestiegen – wenn auch nicht so extrem wie zuletzt 2022/2023. Im März 2025 liegen die durchschnittlichen Zinssätze für zehnjährige Zinsbindungen zwischen 3 und 4 Prozent.
Die Dynamik zeigt: Der Markt bleibt volatil und Kreditnehmer sollten Zinsentwicklungen genau im Blick behalten. Eine ausführliche Einordnung zu den aktuellen Zinsen und Tipps, wie du dir eine günstige Baufinanzierung sicherst, findest du im Artikel Bauzinsen aktuell: So stehen die Zinsen für Baufinanzierungen 2025.
Bauzinsen: Entwicklung bis heute
Die Entwicklung der Bauzinsen in den vergangenen Jahren zeigt einen klaren Trend: Nach einem historisch niedrigen Niveau in den Jahren 2020 und 2021 kam es ab 2022 zu einem deutlichen Anstieg. Ausgelöst durch die steigende Inflation und die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank kletterten die Bauzinsen im Jahr 2023 auf durchschnittlich 3,8 Prozent für zehnjährige Zinsbindungen.
2024 stabilisierte sich das Zinsniveau leicht, im März 2025 zog es sprunghaft an – wenn auch unter dem Niveau von 2022/2023. Grund war die Bekanntmachung der geplanten Schuldenprogramme. Insgesamt wird deutlich: Nach der Zinswende hat sich das Umfeld für Baufinanzierungen spürbar verändert – die Zeit der extrem günstigen Zinsen ist vorerst vorbei.
Die folgende Tabelle veranschaulicht die Entwicklung der durchschnittlichen Bauzinsen mit zehnjähriger Zinsbindung von 2015 bis heute:
Jahr | Durchschnittlicher Zinssatz bei einer 10-jährigen Zinsbindung |
---|---|
2015 | 1,60 % |
2016 | 1,33 % |
2017 | 1,43 % |
2018 | 1,47 % |
2019 | 1,04 % |
2020 | 0,79 % |
2021 | 0,90 % |
2022 | 2,64 % |
2023 | 3,88 % |
2024 | 3,50 % |
2025 | |
Januar | 3,16 % |
Februar | 3,50 % |
März | 3,43 % |
Quelle: Interhyp und Statista 2025
Zinsentwicklung: Prognose 2025
Nach einer kurzen Phase der Stabilisierung ist bei der Bauzinsentwicklung 2025 wieder mehr Bewegung zu beobachten. Die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen – insbesondere der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die als Richtwert für Bauzinsen gilt – ist zuletzt stark durch politische und wirtschaftliche Impulse geprägt worden.
Der Handelskonflikt mit den USA, ein umfangreiches Infrastrukturpaket sowie die europäische Rüstungspolitik haben zu einem deutlichen Anstieg der Anleiherenditen geführt. Innerhalb kurzer Zeit kletterte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe um mehr als 0,3 Prozentpunkte auf über 2,8 Prozent. Inzwischen liegt sie wieder leicht darunter bei rund 2,7 Prozent, beeinflusst jedoch weiterhin das Niveau der langfristigen Bauzinsen.
Zwar hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins zuletzt um 25 Basispunkte auf 2,5 Prozent gesenkt, doch dieser Schritt war von den Märkten weitgehend erwartet worden. Entsprechend ist er bereits in den aktuellen Bauzinskonditionen eingepreist. Anders gesagt: Die Leitzinssenkung zeigt aktuell keinen unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung der Bauzinsen.
Kurzfristig ist mit stärkeren Schwankungen an den Zinsmärkten zu rechnen – eine typische Reaktion auf geopolitische Unsicherheiten und wirtschaftspolitische Maßnahmen. Mittelfristig sind leicht steigende Bauzinsen nicht ausgeschlossen. Insgesamt dürften sich die Bauzinsen 2025 aber weiterhin zwischen rund 3,3 Prozent und 3,8 Prozent bewegen.
Laut Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln wird sich der Zinsanstieg jedoch in einem Rahmen bewegen, der Investitionen in Wohneigentum weiterhin attraktiv hält – nicht zuletzt wegen steigender Mieten und höherer Löhne. (Quelle: Tagesschau.de)
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Newsticker: Entwicklung der Bauzinsen
Die Bauzinsen sind Anfang März 2025 sprunghaft angestiegen, um etwa 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte. Grund war die Bekanntgabe der geplanten Schuldenprogramme, denen der Bundesrat bereits zugestimmt hat.
Die Europäische Zentralbank hält an ihrem geldpolitischen Kurs fest und reagiert auf die nachlassende Inflation sowie die anhaltend schwache Konjunktur im Euroraum. Erneut senkt sie die Leitzinsen – diesmal um jeweils 25 Basispunkte. Es ist bereits die sechste Zinssenkung seit der geldpolitischen Kehrtwende im Sommer 2024. Ein Effekt auf die Bauzinsen ist nicht spürbar.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 2023 den Leitzins mehrfach erhöht. Dadurch sind auch die Bauzinsen in den vergangenen Jahren gestiegen. Im Juni 2024 hat die EZB zum ersten Mal seit Herbst 2019 die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte gesenkt: Ab dem 12. Juni beträgt der EZB-Leitzins 4,25 Prozent. Diese geldpolitische Entscheidung hat bereits Einfluss auf die Bauzinsen genommen, die Ende 2023 deutlich gesunken sind.
Seit Beginn 2022 sind die Bauzinsen in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Kostete ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung laut dem Statistikportal Statista im Schnitt im Januar 2022 ein Prozent Zinsen, waren es im November 2023 mehr als vier Prozent. Doch in den vergangenen Wochen sind die Bauzinsen in Deutschland um satte 0,70 Prozentpunkte gesunken: nach Angaben des Anbieters Interhyp von 4,23 Prozent auf aktuell 3,53 Prozent (bei zehn Jahren Zinsbindung).
Die EZB hat zum zehnten Mal den Leitzins erhöht: um 0,25 auf jetzt 4,50 Prozentpunkte. Finanzexperten bewerten die Erhöhung in Bezug auf die Bauzinsen als weniger dramatisch. Denn ein weiterer wichtiger Index, die Zinsen für Bundesanleihen, blieb unverändert. Deshalb gehen die meisten Fachleute bei der Bauzinsentwicklung erst einmal von einer Seitwärtsbewegung aus.
Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Finanzinstitute vergaben im ersten Quartal 2023 Immobiliendarlehen im Wert von über 25,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal ergab das ein Minus von 47,8 Prozent. Zwar verzeichnete der vdp im ersten Quartal 2023 ein Rekordergebnis, gleichzeitig seien aber auch die gestiegenen Bauzinsen und hohen Baupreise Grund für den drastischen Rückgang des Kreditvolumens.
Bei "nur" noch rund 3,75 Prozent lagen Anfang April im Durchschnitt die Zinsen für Baudarlehen mit zehnjähriger Laufzeit. Das zeigt das Zinsbarometer der Interhyp AG. "Mit einer Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich theoretisch ein Kredit über 210.000 Euro aufnehmen und bedienen", sagt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft des Unternehmens.
Einen eindeutigen Trend wollen die Experten daraus aber noch nicht ableiten, im Gegenteil. Demnach waren die Bauzinsen zuletzt durch die Turbulenzen auf dem Bankensektor gefallen. Durch den anhaltenden Kampf gegen die Inflation dürften sich Baudarlehen in den nächsten Monaten aber wieder verteuern.
Die Inflationsrate verharrte im Februar 2023 bei 8,7 Prozent. Damit steigt laut einem Bericht auf tagesschau.de der Druck auf die EZB, in nächster Zeit erneut den Leitzins anzuheben. Das hätte auch unmittelbare Auswirkungen auf die Entwicklung der Bauzinsen.
In dem erwähnten Beitrag rechnen Finanzexperten in diesem Jahr sogar mit einem Anstieg von über fünf Prozent bei zehnjähriger Zinsbindung.
Der Kreditvermittler Interhyp gibt eine Prognose ab und rechnet in diesem Jahr mit Zinsen für Immobilienkäufer zwischen drei und vier Prozent.
Dabei weisen die Finanzierungsexperten darauf hin, dass der Kampf der Zentralbanken gegen die historisch hohe Inflation noch nicht ausgestanden ist. In Kombination mit den Sorgen um die Konjunktur wird das Zinsumfeld in diesem Jahr entsprechend anfällig für Schwankungen sein.
Was beeinflusst die Zinsentwicklung?
Die Entwicklung der Bauzinsen wird durch eine Vielzahl an wirtschaftlichen, politischen und marktbezogenen Faktoren beeinflusst. Hier sind die wichtigsten Treiber:
- EZB-Leitzins: Gibt den Rahmen für die Geldpolitik im Euroraum vor, beeinflusst jedoch Bauzinsen nur indirekt.
- Inflation: Steigende Preise führen oft zu Zinserhöhungen, da die EZB gegensteuern will.
- Kapitalmarktzinsen: Vor allem die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen gelten als wichtiger Richtwert für Bauzinsen.
- Wirtschaftliche Lage: Eine schwache Konjunktur kann zu sinkenden Zinsen führen, eine starke Wirtschaft zu steigenden.
- Staatsverschuldung & Investitionsprogramme: Große Schuldenpakete (z. B. für Infrastruktur oder Verteidigung) können die Kapitalmarktzinsen erhöhen.
- Geopolitische Entwicklungen: Handelskonflikte, Kriege oder politische Unsicherheiten sorgen für Schwankungen am Anleihemarkt.
- Erwartungen der Finanzmärkte: Viele Zinsschritte werden bereits im Vorfeld "eingepreist", bevor sie offiziell verkündet werden.
- Nachfrage nach Immobilienkrediten: Bei hoher Nachfrage und geringer Liquidität können Banken die Zinsen erhöhen.
Diese Faktoren wirken häufig parallel und mit zeitlicher Verzögerung. Deshalb ist die Zinsentwicklung bei Baufinanzierungen schwer vorherzusagen – aber umso wichtiger genau zu beobachten.
Steigen die Bauzinsen weiter?
Ob die Bauzinsen 2025 weiter steigen, hängt von mehreren Faktoren ab – und eine eindeutige Antwort lässt sich derzeit kaum geben. Zwar hat die EZB bereits mit mehreren Leitzinssenkungen auf die schwächelnde Konjunktur und sinkende Inflation reagiert, doch die Bauzinsen orientieren sich vor allem an den langfristigen Kapitalmarktzinsen, insbesondere den Renditen zehnjähriger Bundesanleihen.
Diese wiederum reagieren stark auf politische Entscheidungen, konjunkturelle Aussichten und Investitionspläne – wie etwa das geplante Schuldenpaket für Infrastruktur und Verteidigung. Solche Maßnahmen erhöhen den Finanzierungsbedarf der Staaten und treiben die Renditen – und damit auch die Baukreditzinsen – nach oben.
Kurzfristig ist mit weiteren Schwankungen in der Seitwärtsbewegung zu rechnen, mittelfristig halten viele Experten einen moderaten Zinsanstieg für möglich – aber noch unter dem Niveau von 2022/2023.
Rechenbeispiele: Mögliche Kosten für Baufinanzierungen
Schon kleine Veränderungen beim Zinssatz können große Auswirkungen auf die monatliche Belastung und die Gesamtkosten einer Baufinanzierung haben. Je nachdem, wie die Entwicklung der Bauzinsen aussieht, ergeben sich unterschiedliche Szenarien für Kreditnehmer.
Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft, wie sich die Kosten für ein Darlehen über 300.000 Euro mit 10 Jahren Zinsbindung und 2 Prozent Tilgung verändern – abhängig vom Zinsniveau:
Szenario | Zinssatz* | Monatliche Rate | Zinskosten nach 10 Jahren |
---|---|---|---|
Aktuell (März 2025) | 3,25 % | 1.313 € | 87.335 € |
Best Case (Zinsen fallen) | 3,0 % | 1.250 € | 80.705 € |
Worst Case (Zinsen steigen) | 4,0 % | 1.500 € | 107.130 € |
*Hierbei handelt es sich um Beispielzinssätze. Reale Zinssätze hängen von verschiedenen Faktoren ab und können davon abweichen.
Ein Zinsunterschied von nur einem Prozentpunkt kann über zehn Jahre einen Mehrbetrag von rund 30.000 Euro an reinen Zinskosten bedeuten. Deshalb lohnt es sich, Zinsentwicklungen frühzeitig zu beobachten, Angebote zu vergleichen und bei günstiger Gelegenheit zu handeln. Starte jetzt den kostenlosen Kreditfinder von Wohnglück.de!
Fazit: Aktuelle Zinsentwicklung – jetzt kaufen oder warten?
Die Bauzinsen 2025 bewegen sich aktuell auf einem moderaten, aber deutlich höheren Niveau als noch vor wenigen Jahren. Zwar hat die EZB weitere Zinssenkungen eingeleitet, doch diese wirken sich aktuell kaum auf die Baufinanzierung aus – die entscheidenden Impulse kommen vom Kapitalmarkt.
Wer jetzt auf sinkende Zinsen hofft, setzt auf ein unsicheres Szenario. Denn geopolitische Spannungen, neue Investitionspakete und eine hohe Nachfrage nach Wohnraum können die Zinsentwicklung jederzeit erneut anheizen.
Daher gilt: Wer ein passendes Objekt gefunden hat und sich die Finanzierung leisten kann, sollte nicht unnötig zögern. Die Kombination aus vergleichsweise günstigen Kaufpreisen, steigenden Mieten und moderaten Zinsen macht den Einstieg aktuell durchaus attraktiv. Mit einer klugen Tilgungsstrategie und einer gut gewählten Zinsbindung lässt sich die Finanzierung langfristig absichern.
Tipp: Eine frühzeitige Finanzierungsberatung verschafft dir Klarheit über Spielräume, Risiken und Möglichkeiten – und kann helfen, genau jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Häufige Fragen zur Entwicklung der Zinsen für Immobilien
Seit 2020 haben sich die Bauzinsen deutlich verändert. In der Niedrigzinsphase lagen die Zinsen für zehnjährige Baufinanzierungen noch unter 1,5 Prozent. Ab 2022 kam es zu einem starken Anstieg infolge der Zinswende der EZB und der hohen Inflation. 2023 erreichten die Bauzinsen Höchststände von über 4 Prozent. 2024 folgte eine Phase der Seitwärtsbewegung mit Schwankungen zwischen 3,0 und 3,6 Prozent. Anfang 2025 liegen die Zinsen bei rund 3,5 Prozent – deutlich höher als in den Vorjahren, aber unter dem Spitzenwert von 2023.
Die EZB steuert mit dem Leitzins die Geldpolitik im Euroraum. Dieser beeinflusst die kurzfristigen Zinsen direkt, die Bauzinsen hingegen nur indirekt. Wichtig für Bauzinsen sind vor allem die langfristigen Kapitalmarktzinsen, also z. B. die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Zinsschritte der EZB – insbesondere wenn sie überraschend kommen – können Erwartungen verändern und so auch Bauzinsen beeinflussen, etwa durch vorweggenommene Marktreaktionen.
Kurzfristig rechnen Experten mit weiteren Schwankungen, mittelfristig könnte es zu einem leichten Anstieg kommen. Der Kapitalmarkt reagiert derzeit sensibel auf geopolitische Entwicklungen und Investitionspläne. Das aktuelle Niveau von rund 3,5 Prozent ist im historischen Vergleich zwar erhöht, aber nicht unüblich. Für Käufer bedeutet das: Finanzierungen sind planbar, aber weniger günstig als in den Jahren vor 2022 – daher sind sorgfältige Planung und Vergleich wichtiger denn je.
Die Bauzinsen dürften sich 2025 tendenziell seitwärts oder leicht aufwärts entwickeln. Eine erneute Zinsrallye wie 2022 ist nicht zu erwarten, aber auch deutliche Rückgänge sind unwahrscheinlich. Vermutlich pendeln sich die Baufinanzierungszinsen zwischen 3,3 Prozent und 3,8 Prozent für zehnjährige Zinsbindungen ein. Für Kreditnehmer heißt das: Wer heute finanziert, kann sich mit einer klugen Zinsbindung solide Konditionen sichern – ganz unabhängig von weiteren Marktschwankungen.
Für 2026 lassen sich derzeit noch keine belastbaren Vorhersagen treffen, doch vieles hängt von der weiteren Inflationsentwicklung, der EZB-Politik und der Weltwirtschaft ab. Wenn die Inflation nachhaltig sinkt und die EZB ihre lockere Geldpolitik fortsetzt, könnten die Zinsen leicht fallen. Umgekehrt würden neue Krisen oder steigende Anleiherenditen wieder Druck auf die Bauzinsen ausüben. Der Markt bleibt also volatil.
Bauzinsen steigen typischerweise, wenn die Inflation hoch ist, die EZB den Leitzins anhebt oder die Kapitalmarktzinsen steigen – etwa durch hohe Staatsausgaben oder geopolitische Unsicherheiten. Auch wenn Investoren höhere Renditen für Anleihen verlangen, wirkt sich das auf die Bauzinsen aus. In der Regel reagieren die Bauzinsen schneller als der Leitzins, weil der Kapitalmarkt künftige Entwicklungen vorwegnimmt.
Ein starker weiterer Anstieg ist derzeit nicht sehr wahrscheinlich, kleinere Aufwärtsbewegungen aber schon. Der Markt hat viele Entwicklungen bereits eingepreist. Neue Impulse – etwa aus der Wirtschaftspolitik oder internationalen Konflikten – könnten die Zinsen jedoch kurzfristig beeinflussen. Wer finanziert, sollte daher auf stabile Angebote achten und sich über längere Zinsbindungen absichern.
Steigende Bauzinsen erhöhen die monatliche Rate eines Immobilienkredits spürbar. Schon ein Prozentpunkt mehr beim Zinssatz kann mehrere Hundert Euro pro Monat ausmachen. Das liegt daran, dass bei höheren Zinsen ein größerer Anteil der Rate für Zinszahlungen und ein kleinerer für die Tilgung aufgewendet wird. Gleichzeitig steigen über die Laufzeit die Gesamtkosten der Finanzierung deutlich.
Bei einem Darlehen über 300.000 Euro und zehnjähriger Zinsbindung beträgt die Monatsrate bei 3,0 Prozent Zins etwa 1.250 Euro. Steigt der Zins auf 4,0 Prozent, erhöht sich die Rate auf rund 1.500 Euro – das sind über 250 Euro mehr pro Monat. Die Zinskosten über zehn Jahre steigen dabei um ca. 30.000 Euro. Das zeigt: Schon geringe Veränderungen beim Zinssatz haben große Auswirkungen auf die finanzielle Belastung.
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