Wohnen | Ratgeber

Kinderzimmer einrichten: Originelle Ideen und Tipps für Möbel, Farben und Deko

Sabine Tropp

Level: Für Alle

Ob Kinderbett, Kleiderschrank oder Deko - wer seine Kids begeistern will, für den ist eine bunte Abenteuerwelt statt eines langweiligen Kinderzimmers der beste Weg.

Kinder brauchen ebenso ihr eigenes Reich wie Erwachsene. Im Kinderzimmer können sie sich zurückziehen, mit Kumpels toben, lesen und natürlich auch lernen. Deshalb ist es wichtig, diesen Raum nach ihren kreativen Bedürfnissen zu gestalten. Das heißt: ansprechend, aber auch funktional. Bei der Einrichtung scheiden sich da aber schnell die Geschmäcker von Nachwuchs und Eltern. Hier hilft eine Sitzung am runden Tisch. Gemeinsam planen hilft, die richtige Entscheidung bei Farben, Möbeln und Deko zu treffen.

Ganze Abenteuerwelten entstehen mit den derzeitigen Möbeltrends. Statt in einem einfachen Bett darf der Nachwuchs in Urwaldhütten, Minihäusern und Burgen von Abenteuern und Märchen träumen. Auch bei Kleiderschränken gibt es viel Neues. Mal sehen sie aus wie eine Burg, mal wie ein Schloss. Die Entscheidung fällt nicht leicht bei der großen Auswahl.

Galerie: Dinos, Schlösser, Feuerwehrautos – 18 Ideen für originelle Kinderzimmer-Möbel

Auf Standfestigkeit und Robustheit achten

Wichtig ist bei Auswahl der Produkte fürs Kinderzimmer, dass Material und Qualität den neusten Standards entsprechen. Außerdem müssen Möbelstücke standfest und robust sein. Schließlich steht ihnen einiges an Belastungsproben bevor. Auf auseinanderstehende Gitter, wackelige Sprossen oder schlecht versenkte Nägel und Schrauben achten. Sie bilden eine mögliche Verletzungsquelle.

Qualitätszeichen wie Der Blaue Engel, das GuT-Teppichsiegel oder das RAL-Gütesiegel helfen beim Kauf von schadstoff- und lösungsmittelarmen Wandfarben, Tapeten, Möbel, Teppichen und weiteren Materialien.

Erst planen, dann einrichten

Bevor es an das Umstylen des Kinderzimmers geht, hilft ein gut überdachtes Konzept. Es vermeidet teure Einrichtungsfehler oder eine falsche Wandfarbe. Dazu kommt, ein Baby hat andere Bedürfnisse als ein Kindergarten- oder Schulkind. Während bei den Kleinsten noch Babybettchen und ein Wickeltisch im Elternschlafzimmer genügen, brauchen Kinder ab dem Krabbelalter ausreichend Platz, um sich entwickeln zu können. Eine Spiel- und Bastelecke ist genauso wichtig wie in den kommenden Jahren der Schreibtisch fürs Schulkind.

Ordnungspaar
Ordnung halten: Dieses Paar hat gerne Flugzeuge, Autos und Klötzchen im Bauch © Rice
Multitalent vom Wickeltisch zum Schreibtisch
Multifunktional: Der Wickeltisch verwandelt sich später in einen Schreibtisch © Car Möbel

Mehr Platz durch multifunktionale Kinderzimmer-Möbel

Im Kinderzimmer häufen sich schnell in den Ecken Bausteine, Spielzeug und Kleidung an. Hier sind klar aufgeteilte Bereiche zum Aufräumen nützlich. Ein fester Platz für die Hausaufgaben und ein weiterer zum Spielen bringen Struktur in den Kinderalltag.

Eine weitere entscheidende Rolle bei der Einrichtung des Raumes spielt dessen Größe. Kinder halten sich dort viel Zeit auf. Multifunktionale Möbel sorgen dafür, dass sie auch auf kleinerer Fläche genug Platz zum Toben haben. Bettkästen und -schubladen schlucken störendes Bettzeug, ungenutzte Spielsachen und anderen Krimskrams oder lassen sich mal eben zu einem Bett für kleine Übernachtungsgäste ausziehen.

Auch im Kinderzimmer: Ordnung ist das halbe Leben

Ordnungssysteme aus Aufbewahrungsbox, Wäschesack und Kleiderhaken erleichtern es Kindern aufzuräumen, wenn diese Helfer in erreichbarer Höhe sind. Die Behälter sollten möglichst bunt sein. Ein Korb mit einem lustigen Tiergesicht bedruckt wird für Schmutzwäsche viel lieber genutzt als ein grauer Wäschesack. In niedrigen Regalen mit bunten Kisten lassen sich Spielzeug, Bastel- und Lernutensilien einfach einsortieren und wieder finden. Besonders praktisch sind Truhen. In ihrem Bauch haben alle Kuscheltiere Platz und sie dienen gleichzeitig als Sitzgelegenheit.

18 clevere Ordnungshüter und praktische Helfer fürs Kinderzimmer

Freche Farbkleckse im Kinderzimmer

Kinder lieben es bunt, auch beim Anstrich. Dazu passt das trendige Colour-Blocking. Hierbei teilt sich die Wand horizontal in zwei kontrastierende Töne. Bei der Farbwahl die Kids hinzuziehen. Nicht alle Mädchen stehen auf Pink, genauso wenig wie jeder Junge auf Hellblau. Fröhliche Farben, wie ein saftiges Grün, Orange oder Gelb, sorgen außerdem für gute Laune. Wichtig ist nur, dass der untere Teil der Wand immer im dunkleren Ton gestrichen wird, sonst wirkt der Raum gedrungen.

Dazu am besten Möbel in neutralen Weiß- oder Naturtönen kombinieren. Sie sind zeitlos und passen sich jeder neuen Wandfarbe oder Tapete an.

Coole Deko im Praxistest

Ob Avenger-Helden, Eiskönigin oder Darth Vader, mit Bettwäsche, Kissen, Girlanden und Co. lässt sich das Kinderzimmer in die jeweils aktuelle Abenteuerwelt verwandeln, ohne ständig neu tapezieren zu müssen. Das schont den Geldbeutel und lässt beim Wunsch nach Veränderung einen schnellen Wechsel zu.

Soll doch eine Motivtapete an die Wand, nur eine einzelne Fläche verzieren. Noch weniger Mühe macht ein dezenter Farbanstrich. Auf ihn können in Hülle und Fülle alle Stars als Wandtattoo oder Sticker geklebt und ganz einfach wieder abgezogen werden.

© Gru

8 Tipps für die Einrichtung des Kinderzimmers

  1. Überschaubare Mengen: Statt Berge von Kuscheltieren anzuhäufen, auf vier oder fünf gerade am meisten geliebte Plüschtiere und ausgesuchte Spielsachen reduzieren. Das hält Ordnung. Und am Ende der Woche darf ausgetauscht werden.
  2. Ein Ausziehbett: Wenn die beste Freundin oder der Kumpel übernachten will, ist ein schnell aufzubauendes Zusatzbett sehr praktisch.
  3. Ein Hochbett für kleine Räume: Unter ihm lässt sich platzsparend eine Arbeits- oder Spielecke einrichten.
  4. Auf natürliche und nachhaltige Materialien für Wände, Möbel und Boden achten. Wohngesundheit ist ein wichtiges Thema.
  5. Kissenbezüge und Teppiche sollten in der Waschmaschine zu waschen sein.
  6. Bei der Matratze im Kinderbett auf die gleiche Qualität achten wie im Elternschlafzimmer.
  7. Statt gut erhaltene Holzmöbel zu entsorgen, lieber mit einem frischen Anstrich aufmöbeln. Upcycling macht auch den Kindern Spaß – und sie lernen viel dabei.
  8. Kostenlose Farb-Apps für Smartphone oder iPad nutzen. Mit den sogenannten Color Designern kann auf einem hochgeladenen Foto des Kinderzimmers die Wirkung verschiedener Wandfarben bzw. der Möbel in einer Vorschau ausprobiert werden. Alpina bietet zum Beispiel einen Color Designer zur interaktiven Wandgestaltung im Internet an.

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