Eigentümer in Wohneigentumsgemeinschaften müssen Hausgeld zahlen
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Hausgeld bei Wohnungseigentum: Alle Infos zu den Kosten für Eigentümer

Eva Dorothée Schmid

Wer eine Eigentumswohnung besitzt, der muss nicht nur Nebenkosten wie Wasser und Heizung zahlen, die auch für Mieter anfallen. Zusätzlich fällt das sogenannte Hausgeld an. Wir erklären euch, was zum Hausgeld gehört und wie es festgelegt wird.

Wer eine Eigentumswohnung kaufen will, sollte auch einen Blick auf die Höhe des Hausgeldes werfen. Dieses ist nämlich höher als die Wohnnebenkosten, die auf den Mieter umgelegt werden können. Lest hier, was Hausgeld ist, welche Kosten dazugehören, wie es festgelegt und auf die Eigentümer verteilt wird.

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Was ist Hausgeld?

Als Hausgeld werden die monatlichen Vorschüsse bezeichnet, die Wohnungseigentümer monatlich an den Verwalter der Wohnanlage zahlen müssen. Sie werden am Jahresende abgerechnet. Das Wohngeld ist somit eine Art Nebenkosten-Abrechnung für Eigentümer.

Wer eine Eigentumswohnung kaufen will, der sollte immer auch die Höhe des Hausgelds berücksichtigen. Erhebungen zeigen, dass das Hausgeld im Schnitt 20 bis 30 Prozent höher ausfällt, als die Nebenkostenabrechnung an den Mieter.

Welche Kosten gehören zum Hausgeld?

Zum Hausgeld gehören einmal die herkömmlichen Betriebskosten, die auch auf den Mieter umgelegt werden können. Dazu zählen beispielsweise

  • Müllgebühren
  • Wasser- und Abwassergebühren
  • Hausstrom
  • Wohngebäudeversicherung
  • Heizkosten bei Zentralheizung
  • Hausmeister
  • Treppenhausreinigung
  • Winterdienst
  • Fahrstuhlwartung

Daneben muss der Eigentümer auch folgende Kosten tragen, die er nicht auf den Mieter umlegen kann:

  • Verwaltungskosten: Dazu gehören die Kontoführungskosten der Wohnungseigentümergemeinschaft sowie Kosten für den Verwalter des Wohneigentums.
  • Instandhaltungsrücklage: Sie dient dazu, Reparaturen und Renovierungsarbeiten zur Erhaltung der Wohnanlage zu finanzieren.

Wie Hausgeld und Instandhaltungsrücklage festgelegt werden

Die Höhe des Hausgeldes legt zunächst der Hausverwalter fest. Er legt einen Wirtschaftsplan vor, in dem er die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben aufführt und leitet daraus die Höhe ab.

Die Höhe der Instandhaltungsrücklage muss separat aufgeführt sein. Ihre Höhe richtet sich nach dem Alter und Zustand der Anlage.

Anhaltspunkte für die Bemessung der Instandsetzungsrücklage bietet zunächst die II. Berechnungsverordnung. Demnach gelten folgende Werte als angemessen:

  • Bei Gebäuden, die jünger als 22 Jahre sind, 7,10 Euro im Jahr je Quadratmeter
  • Bei Häusern, die zwischen 22 und 32 Jahre alt sind, 9 Euro im Jahr je Quadratmeter
  • Für ältere Gebäude 11,50 Euro im Jahr je Quadratmeter.

Darüber hinaus müssen allerdings die Besonderheiten der jeweiligen Wohnanlage berücksichtigt werden. Ausschlaggebend sind insbesondere Alter und Zustand der Anlage sowie die jeweilige Ausstattung und Einrichtung. Wohnanlagen mit Gemeinschafts-Schwimmbad oder Aufzug haben beispielsweise höhere Instandhaltungskosten als vergleichbare Gebäude ohne solche Einrichtungen.

Der Wirtschaftsplan muss in der jährlichen Eigentümerversammlung beschlossen werden. Dazu reicht die einfache Mehrheit der Eigentümer. Wenn ihr als Wohnungseigentümer mit der Höhe von Hausgeld oder Instandhaltungsrücklage nicht einverstanden seid, dann könnt ihr einen Änderungsantrag stellen. Dem müsste dann die einfache Mehrheit der Eigentümer zustimmen.

Ist das Hausgeld zu niedrig angesetzt, kommen am Ende des Jahres zusätzliche Zahlungen auf den Eigentümer zu. Ist es zu hoch, bekommen die Eigentümer eine Rückzahlung.

So werden Hausgeld und Instandhaltungsrücklage verteilt

Hausgeld und Instandhaltungsrücklage werden in der Regel nach Miteigentumsanteil verteilt – sofern die Wohnungseigentümer nichts anderes beschlossen haben. Der Miteigentumsanteil steht in der Teilungserklärung und wird meist als rechnerischer Bruchteil des Gemeinschaftseigentums angegeben.

Die Eigentümergemeinschaft kann für jede Kostenposition aber auch eigene Verteilerschlüssel beschließen, zum Beispiel nach Verbrauch oder Anzahl der Personen im Haushalt.

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