Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?
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Bauen | Checkliste

Wie viel Haus kann ich mir leisten? 6 Regeln für Immobilien-Käufer

Redaktion

Level: Für Anfänger

Ob Nebenkosten oder Finanzierungsdauer – neben dem Kaufpreis sollten Hauskäufer auch andere Faktoren beachten. Hier sind die sechs wichtigsten Regeln.

Der Traum von der eigenen Immobilie – bevor die Planungen losgehen, solltet ihr sechs Regeln beachten. Sie helfen bei der Beantwortung der wichtigen Frage: Wie viel Haus kann ich mir eigentlich leisten?

1. Nicht mehr als die Hälfte des Einkommens

Weder der Lottogewinn noch der erhoffte Geldsegen der Erbtante oder die seit Jahren fällige Gehaltserhöhung sollten in die Kalkulation einbezogen werden. Rechnet mit dem, was ihr wirklich habt. Was zahlt Ihr jetzt an Kaltmiete? Wie viel mehr Geld könntet Ihr noch ausgeben?

Als Faust­regel gilt: Gebt nicht mehr als die Hälfte eures monatlichen Netto­einkommens fürs Wohnen aus – inklusive laufender Nebenkosten. Wenn man mehr als die Hälfte des Einkommens fürs Wohnen ausgibt, dreht sich alles nur noch ums Haus oder die Wohnung, man kann sich nichts anderes leisten und hat keine Reserven mehr. Da sind Verzweiflung und Streit programmiert.

2. 20 Prozent Eigenkapital

20 Prozent Eigenkapital sollte man schon mit einbringen – durch Erspartes, Bausparvertrag, Lebensversicherung oder Ähnliches. Ohne Sicherheiten hat man bei den Banken schlechte Karten.

Geöffnete Geldbörse mit 50-Euro-Scheinen
Faustregel: Gebt nicht mehr als die Hälfte eures monatlichen Netto­einkommens fürs Wohnen aus. © Getty Images/iStockphoto

3. Nebenkosten nicht vergessen

Makler, Notar, Grunderwerbsteuer – da kommen schnell noch einmal sechs bis 15 Prozent Kosten zum Kaufpreis hinzu. Außerdem braucht man bei jeder Immobilie – egal ob neu oder gebraucht – immer noch Geld für kleine oder größere Veränderungen oder Anschaffungen.

Auch der Umzug und teilweise ein paar Monate Doppelbelastung aus alter Miete und neuem Darlehen kosten Geld.

4. Laufende Kosten beachten

Laufende monatliche Nebenkosten für Strom, Heizung, Wasser, Versicherung, Müllabfuhr, TV, Telefon etc. nicht vergessen!

Kalkuliert für die laufenden Nebenkosten rund 2 bis 2,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und Monat. Dann seid ihr auf der sicheren Seite.

Modell eines Hauses neben Taschenrechner und Bleistift, diverse Papiere als Unterlage
Nicht vergessen: Zu den eigentlichen Kaufkosten kommen noch Nebenkosten und laufende Kosten dazu. © Getty Images/iStockphoto

5. Finanzierungsdauer beachten

Plant eure Finanzierung so, dass ihr spätestens mit Eintritt ins Rentenalter eure Immobilie abgezahlt habt. Dann habt ihr nur noch die laufenden Nebenkosten zu zahlen und seid unabhängig von Mieterhöhungen. Eine bessere Rente als das Wohnen in den eigenen vier Wänden gibt es nicht.

6. Hohe Tilgung vereinbaren

Die Zinsen sind derzeit so niedrig wie noch nie zuvor. Das ist sehr von Vorteil für Immobilienkäufer, weil Geld eben sehr günstig ist. Man sollte seine Darlehensverträge deshalb so langfristig wie möglich abschließen. Wenn die Bank es mitmacht, über 15, 20 oder sogar mehr Jahre.

Und man sollte eine möglichst hohe Tilgung verein­baren. Zwischen zwei und vier Prozent sind heute üblich. Auch ein Sondertilgungsrecht, bei dem man zwischendurch Schulden abbauen kann (aber nicht muss), wäre erfreulich.

Habt ihr schon ein bestimmtes Grundstück im Auge? Vielleicht interessiert euch dann unser Artikel mit allen Informationen zum Grundstückskauf.

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