Mann beim Hanteltraining im Fitnessraum zuhause
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Wohnen | Ratgeber

Fitnessboden: So findet ihr den besten Bodenbelag für den Fitnessraum

Lisa Gutknecht

Lisa Gutknecht

Hanteltraining, Cycling, HIIT: Wer viel zuhause trainiert, braucht einen geeigneten Fitnessboden. Dämmung und Komfort sind wichtige Argumente für den Bodenbelag im Homegym. Gummi oder PVC, Puzzleplatten, Schutzmatten oder Sportboden von der Rolle – hier ist der große Vergleich.

Eine kleine Ecke im Wohnzimmer frei räumen, Yogamatte ausrollen, fertig! Wo es Yogis leicht haben, tun sich Kraftsportler schon schwerer, wenn sie zu Hause trainieren möchten. Fällt eine Hantel zu Boden, können Parkett, Laminat oder Fliesen leicht Schaden nehmen.

Die Untergründe sind außerdem rutschig und hart, was zur Gefahr für den Athleten werden kann – übrigens auch, wenn ihr keine schweren Gewichte stemmt, sondern einem HIIT Workout auf YouTube folgt. Hinzu kommt: Vibrationen von Geräten, schwere Tritte oder Sprünge werden auf das Bauwerk übertragen. Eine gute Trittschalldämmung ist empfehlenswert, sofern man es sich nicht mit den Nachbarn verscherzen will.

Alles überzeugende Argumente, sein Homegym mit einem Fitnessboden auszustatten. Doch welcher ist der richtige für eure Zwecke? Schließlich stellt jede Sportart andere Ansprüche. Hier erfahrt ihr, welche Fitnessböden es gibt, was sie kosten und wofür sie sich eignen.

Was macht einen guten Fitnessboden aus?

Bevor es ans Verlegen geht, werfen wir einen Blick auf die Qualitätskriterien von Bodenbelägen für den Fitnessraum:

  1. Functional Fitness, Rudern auf dem Ergometer oder Powerlifting: Ein geeigneter Fitnessboden passt zur Intensität, Dynamik und zum Equipment eurer Sportart.
  2. Ein guter Fitnessboden lässt sich leicht verlegen und ist auf eure Raumgröße zugeschnitten.
  3. Der Fitnessboden hat eine gute Dämmung gegen Schall, Schläge, Stöße und Vibration – zum Schutz des Untergrunds, eurer Gelenke und der Nachbarn.
  4. Safety first! Der Boden sollte rutschfest und trittsicher sein.
  5. Wer ohne extra Matte trainiert, wünscht sich einen Fitnessboden mit Komfort, auf dem man sich auch barfuß gerne bewegt.
  6. Wer hart trainiert, lässt viel Schweiß: Ein guter Fitnessboden ist wasserabweisend und lässt sich leicht reinigen.

Welche Fitnessböden gibt es?

Auf kleinstem Raum und für geringe Ansprüche genügt häufig das Ausrollen einer Fitnessmatte. Diese gibt es sogar im XXL-Format. Doch sobald das Training fortgeschrittener wird und Equipment hinzu kommt, sollte ein Profiboden her.

Auf dem Markt gibt es inzwischen smarte Fitnessboden-Systeme aus quadratischen Matten oder Puzzleplatten, in der Regel aus Gummigranulat. Sie lassen sich ganz simpel in kleinen oder großen Fitnessräumen zusammenstecken und verlegen. Außerdem gibt es Fliesen aus PVC und Sportböden von der Rolle, die sich für besonders große Flächen eignen.

Übersicht: Welcher Bodenbelag für den Fitnessraum?

  • Form
  • Material
  • Dicke
  • Struktur
  • Dämmung
  • Komfort
  • Preis pro qm
  • Puzzleplatten oder Sportboden von der Rolle
  • Gummigranulat
  • 5 bis 10 Millimeter
  • glatt, sehr feinporig
  • mittel
  • sehr gut
  • ab 20 Euro
  • Bodenschutzmatten
  • Gummigranulat, zum Teil mit Kunststofffasern
  • 10 bis 50 Millimeter
  • glatt bis feinporig
  • mittel
  • sehr gut
  • ab 25 Euro
  • Fallschutzplatten
  • Gummigranulat
  • 40 bis 100 Millimeter
  • glatt bis grobporig
  • sehr gut
  • gering
  • ab 70 Euro
  • Fliesen
  • PVC
  • 5 bis 10 Millimeter
  • glatt
  • gut
  • gering
  • ab 30 Euro
  • XXL-Fitnessmatten
  • Schaumstoff
  • 5 bis 10 Millimeter
  • glatt, sehr feinporig
  • gering
  • gut
  • ab 5 Euro

Puzzleplatten für Hantelecken

Puzzleplatten aus Gummigranulat sind der optimale Untergrund für eure Hantelecke und eignen sich als Untergrund für ein Cardiogerät. Das Praktische: Ihr kauft nur so viele Puzzleplatten, wie in euren Fitnessraum passen und könnt sie einfach selbst verlegen. Erhältlich zum Beispiel über megafitness.shop oder gorillasports.de.

Eigenschaften von Puzzleplatten aus Gummi

  • Dank der Verzahnungen ist lästiges und gefährliches Verrutschen beim Training ausgeschlossen.
  • Die Oberfläche ist sehr feinporig, so dass man auch barfuß angenehm darauf laufen und trainieren kann.
  • Puzzleplatten aus Gummigranulat sind robust, rutschfest und trittsicher.
  • Der Bodenbelag ist schweißresistent und leicht zu reinigen.
  • Geeignet für: Hanteltraining, Gerätetraining, Bodyweight-Übungen
  • Ungeeignet für: Gewichtheben, Crossfit, Functional Fitness

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Tipp: Für besonders große Flächen gibt es entsprechende Sportböden von der Rolle. Der Quadratmeterpreis fängt bei circa 15 Euro an, dafür müsst ihr aber Meterware kaufen. Zum Beispiel über fitnessmarkt.de.

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Bodenschutzmatten für Functional Fitness

Sprünge, Sprints, Kurz- und Langhanteltraining: Functional Fitness stellt besondere Ansprüche an den Bodenbelag. Bodenschutzmatten aus Gummigranulat mit ausreichender Dämmung sind ideal. Ähnlich wie bei den Puzzleplatten könnt ihr die Anzahl der Matten auf eure Raumgröße abstimmen. Zum Beispiel über megafitness.shop oder gorillasports.de.

Eigenschaften von Bodenschutzmatten aus Gummi

  • Das Verlegen der Fliesen ist einfach. Nachteil: Um ein Verrutschen zu verhindern, braucht ihr in der Regel spezielle Verbindungslösungen vom Hersteller.
  • Es gibt verschiedene Mattendesigns mit Ziffern, Symbolen oder Kunstrasenelemente für eure individuellen Workouts. Achtung: Je nach Design enthalten die Matten neben Gummi auch Kunstfasern. Sie sind zum Teil nicht geruchsneutral.
  • Bodenschutzmatten sind besonders trittschalldämmend, elastisch, robust und rutschfest.
  • Die Oberfläche ist gröber als Puzzleplatten, aber trotzdem komfortabel, ihr habt besseren Halt.
  • Der Fitnessboden ist schweißresistent und leicht zu reinigen.
  • Geeignet für: Functional Fitness, Crossfit
  • Ungeeignet für: Gewichtheben, Gerätetraining

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Fallschutzplatten fürs Gewichtheben

Wer beim Training schwere Geschütze auffährt, braucht einen speziellen Sportboden, der absolut nicht zimperlich ist. Powerlifting-Übungen wie Kreuzheben verlangen, dass der Untergrund punktuell maximalen Belastungen standhält. Immerhin können gerne mal 100 Kilogramm darauf fallen.

Fallschutzplatten aus Gummigranulat sind hier die beste Lösung. Der spezielle Sportboden ist teurer, dafür braucht ihr davon in der Regel nur wenige Quadratmeter. Zum Beispiel über megafitness.shop.

Eigenschaften von Fallschutzplatten aus Gummi

  • Fallschutzplatten sind rutsch- und bruchsicher.
  • Die Bodenplatten haben besondere kraftabbauende und stoßdämmende Eigenschaften, so dass sie den Untergrund schützen und Geräusche effektiv minimieren.
  • Die Platten lassen sich einfach verlegen. Nachteil: Je nach Untergrund können sie verrutschen und sollten mit doppelseitigem Klebeband befestigt werden.
  • Fallschutzplatten sind schweißresistent und leicht zu reinigen.
  • Geeignet für: Gewichtheben, Powerlifting, Crossfit
  • Ungeeignet für: Functional Fitness, Hanteltraining, Gerätetraining

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Fliesen aus PVC fürs Gerätetraining

Als Alternative zu Gummigranulat zählt PVC. Es gibt spezielle Klickfliesen aus recyceltem Material, die sich ähnlich wie Puzzleplatten einfach zuhause zusammenstecken und verlegen lassen. Vorteil gegenüber Gummigranulat: Der Boden ist nicht nur schweißresistent, er lässt sich auch komplett wasserdicht verlegen – ideal für besonders schweißtreibende Workouts auf dem Fahrradergometer oder anderen Cardiogeräten. Zum Beispiel über pvcbodenplatten.de.

Eigenschaften von PVC Fliesen

  • PVC Fliesen sind extrem stabil, so dass auch schwere Geräte keine Druckstellen darauf hinterlassen.
  • Fitnessböden aus PVC sind schall-, wärme- und vibrationsgedämmt, für Sprungübungen und Sprits aber weniger geeignet.
  • Der Untergrund ist glatt und bedingt rutschfest.
  • Der Bodenbelag ist sehr leicht zu reinigen und wasserdicht.
  • Geeignet für: Gerätetraining
  • Ungeeignet für: Functional Fitness, Gewichtheben, Crossfit

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XXL-Fitnessmatte für Yoga, Pilates und Bodyweight Training

Wer in seinem Homegym weder schwere Gewichte stemmen noch sprinten oder springen will, kann auch mit einer Fitnessmatte glücklich werden. Die gibt es nicht nur in den Standardmaßen (180 x 60 Zentimeter), sondern auch im XXL-Format (180 x 140 Zentimeter). Zum Beispiel: Q324 Fitnessmatte über Amazon für 149 Euro.

Die Eigenschaften variieren stark je nach Anbieter. Eine gute Fitnessmatte ist:

  • abriebfest,
  • gedämpft,
  • hautfreundlich,
  • rutschfest,
  • schweißabweisend.

Achtet beim Kauf auf Materialien, die frei von Chemikalien sind (zum Beispiel frei von Phthalat und AZO-Farbstoffen). Das Siegel 'STANDARD 100 by OEKO-TEX®' ist hierfür ein guter Hinweis. Es gehört zu den weltweit bekanntesten Labels für schadstoffgeprüfte Textilien.

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Fazit: Was ist der beste Fitnessboden?

Wie ihr seht, gibt es nicht den ultimativen Fitnessboden, sondern für jeden Bedarf den passenden Belag:

  • Für Hantel- und Gerätetraining eignen sich Puzzleplatten oder Sportböden von der Rolle aus Gummigranulat mit einer Dicke von fünf bis zehn Millimeter.
  • Functional Fitnessböden sollten etwas dicker (20 bis 50 Millimeter) und extra trittschalldämmend sein.
  • Fürs Gewichtheben sind Fallschutzplatten ein Muss. Sie sind mindestens 40 Millimeter dick, bruchsicher und geräuschminimierend.
  • PVC Fliesen sind besonders stabil und wasserabweisend. Sie eignen sich als Untergrund für das Gerätetraining.
  • Für Bodyweight Übungen, Yoga und Pilates genügen in der Regel herkömmliche Fitnessmatten ab fünf Millimeter Dicke. XXL-Matten bieten hier noch mehr Komfort als die Standardmaße.

Welcher Bodenbelag für welches Zimmer? Keine leichte Entscheidung – mit unserer Artikelserie über die richtigen Bodenbeläge helfen wir euch bei der Auswahl:

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