Golden Retriever Welpe liegt auf einem Holzboden
© Getty Images/iStockphoto

Wohnen | Listicle

Bodenbelag für Haustierbesitzer: Welcher eignet sich am besten?

Uske Berndt

Level: Für Einsteiger

Scharfe Krallen und Berge von Haaren: Wer Haustiere hat, braucht einen pflegeleichten Bodenbelag, der was aushält.

Ja, wir lieben unsere Haustiere, wären da nicht die spitzen Krallen. So manche Katze tobt sich statt am Kratzbaum munter am Teppichboden aus – mit unschönen Folgen. Der neue Bodenbelag sollte dem Haustierbesitzer nicht nur gefallen, sondern solchen Attacken auch locker widerstehen.

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Auch eine pflegeleichte Oberfläche ist ein Muss, schließlich verlieren manche Hunderassen extrem viele Haare, andere wiederum kleckern beim Fressen wie es Hunde nun eben tun. Zum Glück gibt es eine große Auswahl an Bodenbelägen, die das alles unbeschadet überstehen.

Je kratzfester, desto besser

Ein praktischer, möglichst unempfindlicher Bodenbelag für Haustierbesitzer punktet mit einer extra festen Oberfläche. Beim Kauf könnt ihr euch an den sogenannten Nutzungsklassen orientieren. Für Laminat kommen noch die Abriebklassen dazu.

Vinylboden ist robust, elastisch und leicht zu verlegen. © Bauhaus

Welche Nutzungsklasse benötige ich?

Die Nutzungsklasse sagt euch, wie widerstandsfähig euer Bodenbelag ist. 21, 22 und 23 kennzeichnen die private Nutzung, die Klassen 31, 32, 33 und 34 die gewerbliche. Die jeweils zweite Zahl (1-4) gibt Auskunft über die Belastbarkeit. Das heißt: Ein Bodenbelag mit der Nutzungsklasse 21 ist am empfindlichsten und eignet sich eher fürs Schlafzimmer. Ein 34er-Boden hingegen überlebt selbst den Publikumsverkehr eines Flughafens. Tipp: Ab Klasse 23 werden Hunde- und Katzenliebhaber glücklich.

Sonderfall Fliesen

Unglasierte Fliesen sind ohnehin robust, glasierte Fiesen werden in die Abriebgruppen 1 bis 5 eingeteilt. Klasse 4 übersteht viel genutzte Eingangsbereiche oder Küchen, also auch die Kratzattacken eurer Katzen. Klasse 5 geht noch weiter, solche Fliesen liegen in Geschäften und Hotels – oder bei euch zu Hause, wenn ihr einen kleinen Zoo einrichten wollt.

Kratzfestigkeit ist die eine Sache bei der Wahl eines tierfreundlichen Bodenbelages. Wichtig ist aber auch, wie leicht er sich reinigen lässt.

Pflegeleichte Oberfläche

Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, wird es vor allem für Hund und Herrchen besonders schlimm: Stichwort Fellwechsel. Der Vierbeiner verliert haufenweise Pelz, und das überall in den heimischen vier Wänden. Spätestens dann seid ihr froh über einen extra pflegeleichten Bodenbelag, der sich vor allem gut staubsaugen lässt.

Der richtige Staubsauger

Wenn ihr auf Tierhaare allergisch reagiert, wählt ein Gerät mit Aktivkohle-Filter. Der bindet zugleich schlechte Gerüche. Auch die Bürste sollte einiges leisten: Ein spezieller Bürstenkopf (für glatte Böden) entfernt selbst winzigste Härchen. Sauger wie der "Thomas Aqua Pet and Family"* reinigen nass und trocken, zudem landen die Hundehaare in einem Wassertank statt im Beutel. Ein großes Plus in Sachen Hygiene.

Schnell wischen und fertig

So, Haare und Staub bekommt ihr von jedem Bodenbelag gut weg, selbst vom Teppich (mit kurzem Flor). Doch wenn es darum geht Wasserflecken und klebrige Futterreste zu entfernen, sammeln glatte, gut versiegelte Böden die meisten Pluspunkte. Bei Fliesen oder Laminat geht ihr fix mit dem feuchten Wischer drüber und alles ist wieder frisch. Das gilt auch für Echtholzböden, aber dann bitte nicht zu nass und mit dem richtigen Pflegemittel.

Fazit: Bodenbelag für Haustierbesitzer

Jeder Bodenbelag hat so seine Vor- und Nachteile. Es gibt keinen, der gleichzeitig 100 Prozent natürlich ist, dazu vielfältig in der Designauswahl, fußwarm und elastisch sowie extrem robust, pflegeleicht und wasserabweisend.

Fassen wir zusammen: Teppichboden ist weich, aber nicht abwischbar. Parkett und Kork sind natürlich, aber wenig kratzfest und können bei Nässe aufquellen, Letzteres trifft auch auf viele Laminat-Arten zu. Linoleum ist ultra robust, bietet aber keine üppige Dekor-Auswahl. Das wiederum spricht für PVC und Vinylböden, die allerdings aus Kunststoff bestehen und ungesunde Weichmacher enthalten können. Und die stabilen Fliesen sind manchem Haustierfreund schlicht zu fußkalt, laut und hart.

Welcher Bodenbelag eignet sich am besten für Haustiere?

  • Bodenbelag
  • Vorteile
  • Nachteile
  • Teppich
  • weich, warm, schluckt Schall
  • bedingt pflegeleicht, nicht abwischbar
  • Fliesen
  • sehr pflegeleicht, unempfindlich gegen Kratzer, robust, rutschfest (je nach Qualität)
  • hart, kühl, laut
  • Parkett (geölt)
  • 100% natürlich, edle Optik, angenehme Oberfläche
  • teuer, mag keine Nässe, kratzempfindlich
  • Laminat
  • vielfältiges Design, robust, pflegeleicht, einzelne Dielen ersetzbar
  • bedingt wasserresistent, hart, laut im Auftritt
  • PVC, Vinyl- & Designboden
  • pflegeleicht, robust (je nach Qualität), elastisch, sehr vielfältiges Design, rutschfest, Platten auswechselbar
  • nicht natürlich, kann Weichmacher enthalten
  • Kork
  • natürlich, elastisch, angenehm unter den Füßen
  • empfindliche Oberfläche, mag keine Nässe
  • Linoleum
  • weitgehend natürlich, sehr robust, rutschfest
  • keine große Designauswahl, relativ teuer

Unser Tipp: Designboden

Unterm Strich sind Haustierbesitzer gut beraten mit gut versiegeltem Laminat (speziell für Feuchträume) sowie mit hochwertigen Vinyl- bzw. Designböden. Hier könnt ihr auch eine angenehme Oberflächenstruktur auswählen, die den Belag gleichzeitig rutschfest macht. Zudem lassen sich einzelne "Dielen" leicht auswechseln.

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