Kaufen | Ratgeber
Immobilienpreise 2026: Aktuelle Trends & Prognose für den Immobilienmarkt
- Aktuelle Immobilienpreise 2026
- News-Ticker: Immobilienpreise 2026
- Immobilienpreisentwicklung 2020 bis 2025
- Stadt vs. Land im Vergleich: aktuelle Immobilienpreise
- Immobilienpreisprognose 2026 bis 2030-2035
- Entwicklung der Immobilienpreise: Das sind Einflussfaktoren
- Steigende Immobilienpreise: Was tun?
- Fazit: Lohnt es sich, 2026 eine Immobilie zu kaufen?
- Häufig gestellte Fragen zu den Immobilienpreisen in Deutschland
Das Wichtigste in Kürze:
- Auch 2026 bleiben Wohnimmobilien teuer. Experten erwarten zunehmende Angebotspreise und gehen dabei von einem durchschnittlichen Wachstum von drei Prozent aus.
- Günstiger könnten vor allem Bestandshäuser und Eigentumswohnungen mit Sanierungsbedarf oder einer schlechten Energiebilanz sein.
- Die Preisentwicklung hängt stark von der Lage und dem Zustand der Immobilie ab. In ländlichen Regionen ist es in der Regel günstiger als in Städten.
Deutschland ist das Land der Mieter. Laut Statistischem Bundesamt besitzen hierzulande weniger als 50 Prozent der Menschen eine eigene Immobilie. Dennoch sind Wohnimmobilien beliebt. Laut dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW) wünschen sich zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten unter 50 Jahren Wohneigentum. Der Immobilienkauf ist aufgrund der steigenden Preise allerdings gar nicht so leicht. Lohnt es sich also überhaupt noch, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen? Wir schauen uns die Prognose für 2026 an.
Aktuelle Immobilienpreise 2026
Blicken wir zunächst einmal auf den derzeitigen Immobilienmarkt:
Im Januar 2026 kostete ein Neubau mit 131 Quadratmetern Wohnfläche und 455 Quadratmetern Grundstück laut dem Index EPX mean der Immobilien-Transaktionsplattform Europace durchschnittlich 574.262 Euro. Für Bestandshäuser aus dem Baujahr 1982, mit 124 Quadratmetern Wohnfläche und 423 Quadratmetern Grundstück lag der Durchschnittspreis bei 373.109 Euro. Eigentumswohnungen aus dem Jahr 1986 mit 82 Quadratmetern Wohnfläche wurden im Schnitt für 286.189 Euro verkauft.
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Anstieg der Immobilienpreise von Januar 2025 zu Januar 2026:
| Kategorie | Kaufpreis Januar 2025 | Kaufpreis Januar 2026 | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Neubau | 557.356 Euro | 574.262 Euro | + 3,03 Prozent |
| Bestandsgebäude | 368.746 Euro | 373.109 Euro | + 1,18 Prozent |
| Eigentumswohnungen | 285.354 Euro | 286.189 Euro | + 0,29 Prozent |
Was wir in der Statistik sehen: Für alle Immobilienarten haben die Preise im Vergleich zu 2025 zugelegt, allerdings unterschiedlich stark. Das meiste Wachstum verzeichnen Neubauten mit mehr als drei Prozent. Fast gleich bleibt es bei Eigentumswohnungen mit einem leichten Plus von 0,29 Prozent.
News-Ticker: Immobilienpreise 2026
01/26: Pendlerpauschale steigt
Zum Jahresanfang wurde die Pendlerpauschale einheitlich auf 38 Cent ab dem ersten gefahrenen Kilometer angehoben. Zuvor galt der Satz erst ab dem 21. Kilometer. Das entlastet Menschen mit einem längeren Arbeitsweg – und macht das Leben auf dem Land möglicherweise attraktiver.
News-Archiv 2025
12/25: KfW reaktiviert befristet die Neubauförderung für Effizienzhaus-55-Neubauten
Am 16. Dezember 2025 haben das Bundesbauministerium und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Förderkredite für EH-55-Neubauten zeitlich befristet reaktiviert. Personen, die bereits eine Baugenehmigung haben, können so zinsgünstige Kredite aufnehmen. Zuvor war der EH-55-Standard im Neubau von Förderungen ausgeschlossen worden, weil er praktisch den gesetzlichen Mindestanforderungen entsprach. Die neue Förderung soll helfen, den sogenannten Bauüberhang abzubauen. Das Projekt ist auf 800 Millionen Euro gedeckelt. Sind die Mittel vergeben, läuft die Förderung aus.
02/26: Anzahl der Baugenehmigungen steigt – ein Hoffnungsschimmer?
Wie die Welt berichtete, ist die Anzahl der Baugenehmigungen im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit drei Jahren wieder gestiegen. Insgesamt wurden 238.500 Wohnungen genehmigt – ein Plus von 10,8 Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahr. Dennoch bleibt die Situation angespannt. Denn die erwarteten Fertigstellungen liegen weiterhin deutlich unter dem eigentlichen Bedarf. Genehmigungen sagen außerdem nicht viel darüber aus, ob die Projekte auch fertiggestellt werden.
02/26: Einspeisevergütung sinkt
Seit Februar 2026 ist die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen erneut leicht gesunken. Die Absenkung um etwa ein Prozent pro Kilowattstunde hat kurzfristig kaum Auswirkungen. Langfristig können jedoch merkliche Gesamtbeträge zusammenkommen. Für bereits installierte Anlagen bleibt der zugesagte Vergütungssatz unverändert.
09/25: 43,8 Millionen Wohnungen in Deutschland
Wie aus einer Pressemitteilung des Statistischem Bundesamts hervorging, gab es zum Jahresende 2024 in Deutschland rund 43,8 Millionen Wohnungen. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent (238.500 Wohnungen) gegenüber Ende 2023. Im Vergleich zu 2014 wuchs der Wohnungsbestand um 6,1 Prozent (2,5 Millionen Wohnungen). Die gesamte Wohnfläche legte im selben Zeitraum um 9,1 Prozent zu und erreichte 4,1 Milliarden Quadratmeter. Allerdings fehlen in Deutschland – so eine Studie des Pestel-Instituts – im Moment mehr als 550.000 Wohnungen.
08/25: Häuser in Stuttgart teurer als Wohnungen
Laut Dr. Klein gibt es in Stuttgart ein besonderes Phänomen. Hier sind Häuser mit einem Quadratmeterpreis von 4.167 Euro teurer als Wohnungen mit 3.909 Euro. In deutschen Metropolen ist häufig das Gegenteil der Fall.
07/25: Weniger Wohngebäude aus Fertigteilen
Die schwache Baukonjunktur wirkt sich auch den Fertigteilbau aus. 2024 wurden rund 16.900 Wohngebäude in Fertigteilbauweise errichtet. Das sind laut Statistischem Bundesamt 15,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders betroffen waren Einfamilienhäuser (minus 14,9 Prozent) und Zweifamilienhäuser (minus 24,2 Prozent).
02/2025: Jahresauswertung zeigt leichten Preisrückgang für 2024
Im Jahresdurchschnitt 2024 sind die Preise für Eigentumswohnungen, Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser leicht gesunken. Ausschlaggebend war vor allem das schwache erste Quartal – die darauffolgende Erholung konnte die Verluste nicht vollständig ausgleichen. Eigentumswohnungen verbilligten sich im Vergleich zu 2023 um 1,5 %, Einfamilienhäuser um 1,6 % und Mehrfamilienhäuser sogar um 3,0 %. Damit fällt der Rückgang zwar geringer aus als 2022, zeigt aber: Die Preiswende ist noch nicht abgeschlossen.
02/2025: Preisaufschwung verliert zum Jahresende an Tempo
Die Preiserholung am Immobilienmarkt hat sich Ende 2024 deutlich verlangsamt. Laut aktueller GREIX-Auswertung stagnieren die Preise für Eigentumswohnungen, während Ein- und Mehrfamilienhäuser leicht zulegen. Gleichzeitig nimmt die Marktdynamik wieder zu: Die Zahl der Transaktionen steigt – ein Hinweis darauf, dass sich der Markt weiter stabilisiert, wenn auch langsamer als erwartet.
01/2025: Wohnimmobilien legen wieder leicht zu
Die Preise für Wohnimmobilien sind im dritten Quartal 2024 im Schnitt um 1,1 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen – zum zweiten Mal in Folge. Laut einer aktuellen Einschätzung des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) könnte das ein Signal für das Ende der Preiskorrektur sein. Damit verdichten sich die Anzeichen für eine moderate Erholung des Markts im Laufe des Jahres 2025.
News-Archiv 2024
11/2024: Immobilienpreise ziehen wieder leicht an
Im dritten Quartal 2024 sind die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal erneut gestiegen. Laut dem German Real Estate Index (GREIX) legten Eigentumswohnungen um 1,4 % und Einfamilienhäuser um 1,3 % zu. Mehrfamilienhäuser verzeichneten hingegen einen leichten Rückgang von 0,4 %. Experten sehen darin Anzeichen für eine Bodenbildung nach den vorherigen Preisrückgängen, weisen jedoch auf die noch verhaltene Dynamik hin.
11/2024: Wertsteigerung durch Energieeffizienz
Eine aktuelle Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zeigt, dass energetische Sanierungen den Wert von Eigentumswohnungen erheblich steigern können. Wohnungen mit der Energieeffizienzklasse A+/A erzielen demnach durchschnittlich 650 Euro pro Quadratmeter mehr als vergleichbare Objekte der Klassen D/E. Die Kosten für eine solche Verbesserung werden auf rund 700 Euro pro Quadratmeter geschätzt, wobei staatliche Förderungen die tatsächliche Investition reduzieren können.
10/2024: Wohneigentum wird wieder erschwinglicher
Laut dem aktuellen Wohnindex des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) müssen vierköpfige Familien nun durchschnittlich 40 % ihres Einkommens für ein Eigenheim aufwenden, verglichen mit 45 % Ende 2022. Dieser Rückgang ist vor allem auf gestiegene Einkommen durch erfolgreiche Tarifabschlüsse und sinkende Bauzinsen zurückzuführen. Dennoch bleibt das Niveau höher als 2018, als weniger als 30 % des Einkommens für Wohneigentum benötigt wurden.
09/2024: Preise für Wohnimmobilien fallen – und steigen
Das Statistische Bundesamt meldet für das zweite Quartal 2024 einen durchschnittlichen Preisrückgang von 2,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Gleichzeitig stieg der Häuserpreisindex im Vergleich zum ersten Quartal 2024 um 1,3 %. In den sieben größten Städten Deutschlands erhöhten sich die Preise für Wohnungen um 1,6 % und für Ein- und Zweifamilienhäuser um 2,3 % gegenüber dem Vorquartal. Im ländlichen Raum sanken die Preise für Wohnungen hingegen um 3,0 %.
08/2024: Trendwende – Immobilienpreise steigen wieder
Erstmals seit zwei Jahren verzeichnen die deutschen Immobilienpreise im zweiten Quartal 2024 wieder einen Anstieg. Laut dem German Real Estate Index (GREIX) erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen um 2,4 %, für Einfamilienhäuser um 2,0 % und für Mehrfamilienhäuser um 4,4 % gegenüber dem Vorquartal. Dieser Anstieg übertrifft die aktuellen Inflationsraten und könnte auf eine Trendwende hindeuten.
06/2024: EZB-Zinssenkung beeinflusst Immobilienpreise
Die jüngste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte den Immobilienmarkt beleben. Bereits seit Oktober 2023 sind die Bauzinsen zurückgegangen. Sinkende Zinsen reduzieren die Finanzierungskosten, was die Nachfrage nach Immobilien steigern könnte. Experten erwarten, dass die Immobilienpreise dadurch stabilisiert werden oder leicht steigen könnten. Die Auswirkungen sind jedoch regional unterschiedlich und hängen von weiteren wirtschaftlichen Faktoren ab. Die Zinssenkung könnte insbesondere in Großstädten die Kaufbereitschaft ankurbeln.
04/2024: Stabilisierung der Preise bei unsanierten Immobilien
Eine aktuelle Analyse von JLL zeigt, dass die deutlichen Preisunterschiede zwischen Wohnimmobilien mit guter und schlechter Energiebilanz in den letzten zwei Quartalen stabil geblieben sind. „Nach dem Tiefpunkt im dritten Quartal 2023 haben sich die Preisabschläge seitwärts bewegt und sogar leicht erholt,“ so Dr. Sören Gröbel, Director Living Research bei JLL Germany.
Trotz dieser Erholung bleibt die Differenz beträchtlich. Im ersten Quartal 2024 liegt der Preisunterschied zwischen den besten und schlechtesten Energieeffizienzklassen (G/H) bei 25,1 Prozent, nur geringfügig niedriger als die 26,9 Prozent im Vorquartal.
03/2024: Preisrückgang flacht ab
Laut einer regelmäßigen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter 14 Immobilienexperten wird für Deutschland im Jahr 2024 ein Preisrückgang von 1,7 Prozent erwartet. Noch im November 2023 prognostizierten die Experten ein Minus von 2,8 Prozent. Diese aktualisierte Vorhersage zeigt, dass sich der Rückgang der Immobilienpreise deutlich verlangsamt hat. Im Vorjahr sanken die Preise noch um 8,7 Prozent. Für das Jahr 2025 ist sogar ein Preisanstieg von 3,0 Prozent möglich.
02/2024: Bestand bis zu einem Fünftel günstiger
Seit den Höchstständen im Jahr 2022 sind die Kaufpreise für Bestandsimmobilien in deutschen Großstädten kräftig gefallen. Laut einer aktuellen Analyse des Immobilienportals immowelt sind die Preise deutschlandweit im Schnitt um 11 Prozent zurückgegangen. Besonders in Hannover sind die Kaufpreise sogar um 21 Prozent gesunken.
01/2024: Kaufpreise stabilisieren sich, Mieten schießen in die Höhe
Die Situation auf dem Mietmarkt bleibt angespannt, während Käufer von Bestandswohnungen etwas aufatmen können. Von Oktober bis Januar sind die Angebotspreise für Bestandswohnungen in Deutschland durchschnittlich um 0,2 Prozent gesunken, was bedeutet, dass sie nahezu stabil geblieben sind. Der aktuelle Durchschnittspreis liegt bei 3.124 Euro pro Quadratmeter, nur geringfügig weniger als die 3.131 Euro vor drei Monaten. Das zeigt die 12. Ausgabe des immowelt Preiskompass für das 4. Quartal 2023.
Während die Kaufpreise also eine kleine Verschnaufpause einlegen, steigt der Druck bei den Mieten weiter an. Laut dem ImmoScout24 WohnBarometer für das vierte Quartal 2023 sind die Mieten im Neubau in Städten wie Berlin (+ 20 Prozent), Stuttgart (+ 14,6 Prozent), Köln (+ 14,1 Prozent) und München (+ 12,8 Prozent) zweistellig gestiegen. Besonders in München knackt der Mietpreis für Bestandswohnungen eine neue Marke: Seit dem vierten Quartal 2023 liegt der durchschnittliche Mietpreis bei Neuvermietungen über 20 Euro pro Quadratmeter.
News-Archiv 2023
12/2023: War Wohneigentum früher erschwinglicher?
Hohe Zinsen, steigende Baupreise und dann noch die Inflation – angesichts der Rahmenbedingungen haben viele Immobilienkäufer das Gefühl, dass es in der Vergangenheit wesentlich einfacher war, Wohneigentum zu erwerben. "Stimmt nicht", das sagt zumindest ein Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Der von den Rheinländern dafür erstellte "Erschwinglichkeitsindex" zeigt, dass der Immobilienkauf seit den 1980er-Jahre immer erschwinglicher wurde. Wesentlicher Faktor dafür: die Zinsentwicklung. Da auch die Einkommen weiter gestiegen sind, hat sich die Erschwinglichkeit zusätzlich verbessert. In den 2010-er Jahren sind dann die Preise wieder schneller gestiegen, dies wurde aber durch die noch stärkeren Zinssenkungen überkompensiert – bis zum Jahr 2022, als aufgrund des starken Anstiegs der Inflation auch die Zinsen deutlich zulegten, so dass sich der Indexwert um mehr als 10 Punkte oder aber mehr als 30 Prozent verschlechterte.
10/2023: Immobilienpreise stabilisieren sich
Immoscsout24.de hat bei der Analyse der Kaufpreise für Häuser und Eigentumswohnungen in Deutschland im dritten Quartal erstmals wieder ein leichtes Plus verzeichnet. Zwar lägen die Kaufpreise teils noch deutlich unter denen des Vorjahresquartals. Der Preisrückgang scheint aber gestoppt zu sein, auch wenn die Zuwächse nur marginal zwischen +0,1 Prozent und +0,3 Prozent lägen. Als Grund für die Stabilisierung nannten die Analysten die bundesweit gestiegene Nachfrage nach Immobilien.
09/2023: Stärkster je gemessener Preisrückgang
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat nach eigenen Angaben den stärksten Rückgang der Wohnimmobilienpreise gegenüber einem Vorjahresquartal seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000 verzeichnet. Demnach sanken die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland im 1. Quartal 2023 um durchschnittlich 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Vergleich zum 4. Quartal 2022 waren Wohnimmobilien im 1. Quartal 2023 durchschnittlich 3,1 Prozent günstiger. Hauptgrund für den Rückgang: die sinkende Nachfrage infolge gestiegener Finanzierungskosten und einer anhaltend hohen Inflation.
08/2023: Wohnungspreise in den Großstädten sinken teils zweistellig
Laut dem Immobilienportal Immowelt sind in 14 deutschen Großstädten die Preise für Wohnungen im Vergleich zu den Höchstständen von 2022 durch die Bank gefallen. So zahlen in München Immobilienkäufer aktuell 77.000 Euro weniger für eine 75-Quadratmeter-Wohnung als noch im April 2022. Den stärksten Preisrückgang verzeichnete Hannover mit einem Minus von fast 17 Prozent.
07/2023: Immobilien erschwinglich wie selten zuvor
Im Rückblick auf die Niedrigzinsphase der vergangenen Jahre kommt es uns heute so vor, als wäre die Lage für Eigenheim-Interessenten nie schlechter gewesen. Falsch! Sagt zumindest das Handelsblatt und belegt es mit dem sogenannten Erschwinglichkeitsindex. Es sei in den achtziger Jahren viermal schwieriger gewesen, ins Eigenheim zu kommen. Die heutige Erschwinglichkeit liege "auf dem Niveau von 2008, was immer noch vergleichsweise niedrig ist".
Aber weshalb erscheint es vielen so, als wäre Wohneigentum unmöglich? Das habe mehrere Gründe, heißt es im Artikel:
- Der gestiegene Anspruch: Die Menschen verlangen mehr Wohnfläche und bessere Ausstattung. Das ist natürlich teurer.
- Weniger Eigenleistung: Früher haben die Bauherren selbst mehr angepackt.
- Weniger Verzicht: Baufamilien wollen sich anderweitig kaum einschränken. Früher sei die Familie eben nicht in den Urlaub gefahren oder hätte sich nur ein Auto geleistet.
- Hohe Kaufnebenkosten und wenig Förderung: Die Grunderwerbsteuer reißt heute ein großes Loch ins aufgebaute Eigenkapital. Und im Vergleich zu früher gibt es kaum Neubauförderung. Für potenzielle Bauherren wirkt das abschreckend.
Fazit und Prognose: Weil die Bauzinsen aber früher viel höher lagen (teilweise bis zu zwölf Prozent), haben die Deutschen trotz hoher Immobilien- und Baupreise heute bessere Möglichkeiten, ins Eigenheim zu kommen. Ob die Erschwinglichkeit in den kommenden Jahren wieder besser wird, ist mehr als fraglich.
06/2023: Immobilienpreise: Stärkster Rückgang seit 2000
Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland im 1. Quartal 2023 um durchschnittlich 6,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Das war der stärkste Rückgang der Wohnimmobilienpreise gegenüber einem Vorjahresquartal seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Ausschlaggebend für den Rückgang der Kaufpreise waren laut Aussage der Statistiker weiterhin eine gesunkene Nachfrage infolge gestiegener Finanzierungskosten und die anhaltend hohe Inflation.
06/2023: Wohnungspreise sinken flächendeckend in Süddeutschland
Im Süden Deutschlands wird Wohneigentum wieder erschwinglicher. Wer derzeit eine Eigentumswohnung in Bayern oder Baden-Württemberg kauft, zahlt bis zu 15 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Dabei gilt der Preisrückgang sowohl für die ländlichen Gebiete als auch für die Städte. So gilt München mit einem Quadratmeterpreis von durchschnittlich 8.578 Euro für eine Bestandswohnung bundesweit immer noch als teuerste Metropole. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das aber einem Minus von 9,8 Prozent. Im baden-württembergischen Freiburg betrug der Preisrückgang gar 11,2 Prozent.
Das größte Minus auf dem Land verzeichnete in Bayern der Landkreis Fürstenfeldbruck (-13,3 Prozent), in Baden-Württemberg war es der Landkreis Göppingen (-15,2 Prozent).
06/2023: GREIX: Neuer Immo-Index spricht von "Wendepunkt"
"German Real Estate Price Index", kurz GREIX, nennt sich der von Forschern der Universität Bonn erstellte neue Immobilienindex. Die Datenbank bündelt die Immobilienpreise von 18 deutschen Großstädten über die letzten Jahrzehnte, und das auch auf regionaler Ebene.
Nach den aktuellen Zahlen der Forscher sind die Immobilienpreise deutschlandweit rückgängig und haben einen Wendepunkt erreicht. So gingen im ersten Quartal 2023 die Immobilienpreise in Berlin um 6 Prozent gegenüber dem Höchststand im Jahr 2022 zurück. In Frankfurt und Hamburg gab es im gleichen Zeitraum Rückgänge von 12 Prozent beziehungsweise 9 Prozent.
05/2023: Bestandswohnungen in Mittelstädten deutlich günstiger
In vielen deutschen Mittelstädten sind die Angebotspreise für Bestandswohnungen im Jahresvergleich stark gesunken. Laut einer Analyse von immowelt lagen die Preise in 51 von 54 untersuchten Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern unter dem Vorjahresniveau. In elf Städten fiel der Rückgang sogar zweistellig aus. Am stärksten betroffen waren Bayreuth, Lüdenscheid, Lüneburg und Schwerin mit einem Minus von jeweils rund 15 Prozent.
04/2023: Wohnungsbau bricht weiter ein
Die Zahl der Baugenehmigungen ist weiter rückläufig. Im Februar 2023 wurden laut Statistischem Bundesamt rund 22.300 neue Wohnungen genehmigt – das sind 20,6 % weniger als im Vorjahresmonat. Seit Mai 2022 ist die Zahl der Genehmigungen jeden Monat gesunken, zuletzt durch steigende Zinsen und hohe Baukosten. Der anhaltende Rückgang verschärft die Angebotslage und könnte den Preisdruck auf dem Immobilienmarkt weiter verstärken.
04/2023: Abwärtstrend bei Bestandswohnungen flacht ab
Zwischen Dezember 2022 und März 2023 haben sich die Preise für Bestandswohnungen laut immowelt-Preiskompass in den meisten Großstädten kaum verändert. In vier Städten sanken die Preise leicht, in vier anderen stiegen sie, in sechs Städten blieb das Niveau stabil. Gründe für die Stabilisierung sehen Analysten in leicht sinkenden Zinsen und einem größeren Angebot an Wohnungen.
03/2023: Wohnungsbauziel klar verfehlt
Im Jahr 2022 wurden bundesweit rund 354.400 Wohnungen genehmigt – 6,9 % weniger als 2021. Damit wurde das politische Ziel von 400.000 Neubauwohnungen deutlich verfehlt. Hauptgründe für den Rückgang sind gestiegene Baukosten und höhere Zinsen. Experten erwarten, dass der Wohnraummangel dadurch weiter zunimmt – mit entsprechenden Auswirkungen auf Mieten und Kaufpreise.
02/2023: Immobilienpreis-Boom ist vorerst vorbei
Laut Bundesbank ist der jahrelange Aufwärtstrend am Wohnimmobilienmarkt vorerst gestoppt. Zwar stiegen die Preise in der ersten Hälfte 2022 noch stark, zum Jahresende hin setzte jedoch ein Rückgang ein. Trotzdem gelten viele Objekte in Städten weiterhin als überbewertet – teils um 25 bis 40 % über dem realistisch begründbaren Preisniveau.
01/2023: Preise für Wohnimmobilien sinken weiter
Der EPX-Hauspreisindex zeigt: Zum Jahreswechsel 2022/23 gingen die Immobilienpreise weiter zurück. Eigentumswohnungen verbilligten sich im Dezember um 4,24 % im Vergleich zum Vorjahr, Bestandshäuser um 3,3 %. Stabil blieben lediglich die Preise für Neubauten – dort war kaum Veränderung zu beobachten.
Immobilienpreisentwicklung 2020 bis 2025
Hier betrachten wir die Preisentwicklung der letzten fünf Jahre:
| Jahr | Neubau | Bestandsgebäude | Eigentumswohnung |
|---|---|---|---|
| 2020 | 427.630 Euro | 359.625 Euro | 270.923 Euro |
| 2021 | 473.446 Euro | 376.331 Euro | 301.776 Euro |
| 2022 | 527.512 Euro | 403.694 Euro | 302.955 Euro |
| 2023 | 539.305 Euro | 360.421 Euro | 269.644 Euro |
| 2024 | 555.423 Euro | 359.625 Euro | 274.227 Euro |
| 2025 | 565.706 Euro | 372.172 Euro | 285.010 Euro |
Die Preisentwicklung in den verschiedenen Immobilienkategorien zeigt klare Unterschiede:
- Neubauten verzeichnen seit 2020 kontinuierlich steigende Kaufpreise: Innerhalb von fünf Jahren stieg der Durchschnittspreis um fast 140.000 Euro – ein Hinweis auf eine stabile Nachfrage und gestiegene Bau- und Materialkosten.
- Bei Bestandsgebäuden zeigt sich ein anderes Bild: Nach einem Höchststand im Jahr 2022 sanken die Preise 2023 deutlich, blieben 2024 stabil und legten 2025 wieder zu. Das spricht für eine gewisse Marktberuhigung nach der Hochphase der Vorjahre.
- Eigentumswohnungen folgen einem ähnlichen Muster: Auf einen Anstieg bis 2022 kam ein Rückgang im Jahr 2023. Seitdem ist wieder ein moderater Aufwärtstrend erkennbar. Die Entwicklung dürfte unter anderem mit den Zinsbewegungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der wachsenden Nachfrage in urbanen Lagen zusammenhängen.
Stadt vs. Land im Vergleich: aktuelle Immobilienpreise
Doch wie sieht es im direkten Stadt-Land-Vergleich aus? Wir haben die Quadratmeterpreise ausgerechnet und der regionalen Lage gegenübergestellt.
Immobilienpreise für Häuser und Wohnungen pro Quadratmeter
Die aktuellen Preise pro Quadratmeter variieren je nach Immobilienart:
| Immobilienart | Quadratmeterpreis (Januar 2026) |
|---|---|
| Neubau | 4.384 Euro |
| Bestandsimmobilie | 3.009 Euro |
| Eigentumswohnung | 3.490 Euro |
- Neubauten liegen mit rund 4.384 Euro an der Spitze.
- Bestandsgebäude sind mit etwa 3.009 Euro pro Quadratmeter deutlich günstiger, bieten dafür aber oft weniger energetische Standards oder haben Sanierungsbedarf.
- Bei Eigentumswohnungen werden circa 3.490 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Besonders in Gegenden mit starker Nachfrage können die Preise deutlich darüber liegen.
Du willst wissen, was dich eine Sanierung kosten könnte? Hier geht's zum Sanierungsrechner von Wohnglück.de.
Kaufpreis nach Lage
Abhängig von der Lage, können Immobilienpreise deutlich von dem durchschnittlichen Wert abweichen. Die größten Differenzen bestehen hierbei zwischen Metropolen und den ländlichen Gegenden.
In dieser Tabelle siehst du die Quadratmeterpreise von Häusern und Wohnungen in den fünf größten Städten Deutschlands:
| Stadt | Quadratmeterpreis Haus | Quadratmeterpreis Wohnung |
|---|---|---|
| Berlin | 5.308 Euro | 5.387 Euro |
| Hamburg | 5.633 Euro | 6.397 Euro |
| München | 8.283 Euro | 9.179 Euro |
| Köln | 4.924 Euro | 5.164 Euro |
| Frankfurt am Main | 5.917 Euro | 6.440 Euro |
Besonders teuer ist es in München. Die bayerische Hauptstadt ist schon lange für ihre überdurchschnittlich hohen Immobilienpreise bekannt. Aber auch in Frankfurt am Main, Hamburg und Berlin müssen Käufer besonders tief in die Tasche greifen.
Aber wie ist es im Vergleich zu ländlicheren Gegenden? Wir schauen uns die Immobilienpreise von Häusern und Wohnungen in sieben Kleinstädten an:
| Stadt | Quadratmeterpreis Haus | Quadratmeterpreis Wohnung |
|---|---|---|
| Lübeck | 3.274 Euro | 4.310 Euro |
| Cottbus | 2.521 Euro | 2.947 Euro |
| Münster | 4.178 Euro | 4.316 Euro |
| Fulda | 2.556 Euro | 3.488 Euro |
| Weimar | 3.416 Euro | 2.684 Euro |
| Zwickau | 2.268 Euro | 1.360 Euro |
| Passau | 2.763 Euro | 3.163 Euro |
Die Preise in kleineren Städten sind deutlich niedriger als in Großstädten – jedoch trotzdem nicht günstig. Am wenigsten bezahlt man in Zwickau mit 1.360 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen. Am teuersten sind Wohnungen in Münster mit 4.316 Euro.
Immobilienpreisprognose 2026 bis 2030-2035
Konkrete Prognosen sind auf dem Immobilienmarkt schwierig. Experten gehen davon aus, dass die Immobilienpreise in den nächsten Jahren moderat und vor allem regional stark unterschiedlich wachsen. Eine Untersuchung vom 18.03.2026 des IW-Instituts für den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat folgende Prognosen ergeben:
- Die Schere zwischen den einzelnen Regionen wird noch größer: Die Preise in den Metropolen sowie in weiteren wirtschaftlichen Regionen werden weiter steigen, während bei Immobilien in strukturschwachen Regionen Stagnation oder Preisrückgänge zu erwarten sind.
- Der treibende Faktor ist jedoch nicht die Lage, sondern die Wirtschaftskraft dieser Regionen: In diesem Sinne können auch Immobilien in ländlichen Regionen Preissteigerungen verzeichnen, sofern sie einen starken Arbeitsmarkt sowie eine gute Anbindung an große Wirtschaftszentren anbieten.
- Deutschlandweit wird der Preisanstieg jedoch moderat bleiben: Es wird konkret mit einem jährlichen Plus von ca. 1,1% gerechnet.
- Besonders starke Preissteigerungen erwartet die Studie in Berlin, Hamburg, Frankfurt und Köln sowie in derem Umland.
- Preisrückgänge werden vor allem in Gegenden mit demografischen Rückgang und schwachen Arbeitsmärkten erwartet, u.a. in Ostdeutschland (teilweise), im Saarland und im Ruhrgebiet.
Der strukturelle Wohnungsmangel wird wahrscheinlich auch 2030 noch bestehen bleiben, da die Anzahl der Neubauten klar unter dem Bedarf liegt und gleichzeitig hohe Baukosten, Regulierungen und Energieanforderungen verhindern, dass mehr Immobilien entstehen. Aufgrund der angestrebten Transformation zur Klimaneutralität sind die Immobilienpreise in Regionen mit energieintensiven Industrien oder Automobilstandorten ebenfalls von Rückgängen gefährdet.
Entwicklung der Immobilienpreise: Das sind Einflussfaktoren
Die Immobilienpreisentwicklung hängt von vielen Dingen ab. Fünf Aspekte spielen eine besonders große Rolle:
- Einkommensentwicklung: Steigende Einkommen erhöhen die Nachfrage nach Immobilien und treiben bei begrenztem Angebot die Preise nach oben. Sinkende Einkommen hingegen dämpfen die Nachfrage und damit auch die Preise.
- Zinsentwicklung: Durch sinkende Bauzinsen steigen die Preise. Schließlich nimmt die Nachfrage zu. Andersherum bei steigenden Zinsen. Da nimmt die Nachfrage ab – genauso die Preise.
- Immobilienentwicklung: In Krisenzeiten gewinnen Immobilien an Attraktivität, weil sie oft höhere Renditen versprechen und so das Vermögen sichern. Das sorgt für steigendes Interesse aus dem In- und Ausland.
- Bevölkerungsentwicklung: Je mehr Menschen an einem Ort leben möchten, desto teurer wird es. Auch der Trend zu kleiner werdenden Haushalten spiegelt sich in den Immobilienpreisen wider. Verschiedenen Prognosen zufolge könnten im Jahr 2045 mehr als die Hälfte der Menschen (52 Prozent) in Single-Haushalten leben.
- Neubauentwicklung: Weil deutlich weniger Wohnungen gebaut und genehmigt werden als geplant, bleibt das Angebot knapp. Dadurch steigen die Immobilienpreise tendenziell oder verharren auf hohem Niveau.
Steigende Immobilienpreise: Was tun?
Wenn du vorhast, eine Immobilie zu kaufen, aber die Immobilienpreise wie aktuell fast stetig steigen, musst du die eigenen Finanzierungspläne gut durchdenken. In jedem Fall ist es wichtig, genug Eigenkapital - mindestens zur Höhe der Kaufnebenkosten - mitzubringen. Das entscheidet, ob du kurzfristig kaufen kannst oder lieber langfristig planen sollst.
Variante 1: Kurzfristig Immobilie kaufen
Wann sinnvoll: Wenn du genug Eigenkapital hast
Vorteil: Bei gut gewählter Region profitierst du künftig vom gestiegenen Marktwert deiner Immobilie und bist im Plus.
Risiko: Um weitere Preissteigerungen zu vermeiden, triffst du eventuell eine überstürzte Lebensentscheidung.
Was du tun sollst:
- Lass dir Zeit bei der Immobiliensuche und überprüfe die Angebote nicht nur preislich, sondern auch als Gesamtpaket
- Ermittele deine Eigenkapitalquote und prüfe, ob diese für deine Wunschimmobilie ausreichend ist.
- Sichere dir einen günstigen Immobilienkredit - zum Beispiel schnell und einfach online mit der Baufinanzierung von Wohnglück.de
Variante 2: Immobilienkauf langfristig planen
Wann sinnvoll: Wenn du Eigenkapital erst aufbauen musst
Vorteil: Du kannst den Immobilienmarkt länger beobachten und hast mehr Zeit für die Festlegung deiner Kriterien.
Nachteil: Für Immobilien in beliebten Regionen zahlst du zukünftig einen höheren Kaufpreis.
Was du tun sollst:
- Überlege genau, ob du einen Immobilienkredit mit wenig bzw. ganz ohne Eigenkapital stemmen kannst. Oft sind solche Angebote mit besonders hohen Zinsen verbunden.
- Schaffe deine finanzielle Basis mit gezieltem Eigenkapitalaufbau. Hierbei kann auch ein Bausparvertrag Planungssicherheit und günstige Kreditkonditionen bieten. Lasse dich dazu individuell beraten.
- Behalte die Marktsituation und mögliche Förderungen im Blick - es gibt viele Faktoren, die du nutzen kannst, um den Traum vom Eigenheim doch schneller zu erfüllen.
Fazit: Lohnt es sich, 2026 eine Immobilie zu kaufen?
Trotz der steigenden Immobilienpreise gibt es eine gute Nachricht: bei den Bauzinsen sind große Aufwärtssprünge aktuell unwahrscheinlich. Die EZB hält weiterhin am Leitzins bei zwei Prozent fest. Der wurde im zweiten Quartal 2025 festgelegt. 2026 dürfte daher unverändert ein guter Zeitpunkt sein, um den Kauf von Wohneigentum zu wagen.
Aber wichtig: Eine solide Finanzierung, genug Eigenkapital und langfristige Planung sind ein Muss. Käufer sollten ihre finanzielle Belastbarkeit realistisch einschätzen. Wer jetzt kauft, kann sich noch vergleichsweise gute Konditionen sichern. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Marktdaten allerdings, dass die Immobilienpreise in den kommenden Monaten weiter steigen könnten.
Für alle, die bei der Standortwahl flexibel und handwerklich geschickt sind, kann sich der Blick auf sanierungsbedürftige Bestandsimmobilien lohnen – insbesondere in ländlicheren Regionen. Hier bestehen gute Chancen, einen attraktiven Kaufpreis zu verhandeln und durch Eigenleistung zusätzlich zu sparen.
Häufig gestellte Fragen zu den Immobilienpreisen in Deutschland
Werden 2026 die Immobilienpreise wieder sinken oder steigen?
Käufer müssen 2026 mit leicht steigenden Immobilienpreisen um circa drei Prozent rechnen. Regionale Unterschiede bleiben aber stark: In schwachen – besonders ländlichen – Regionen drohen weitere Rückgänge. In Großstädten und Ballungsräumen hingegen nehmen die Preise bei knappem Wohnraum zu.
Warum steht der Immobilienmarkt 2026 weiter unter Druck?
Auch wenn die Preise in diesem Jahr nur moderat steigen sollen, bleibt der Immobilienmarkt insgesamt unter Druck. Das hat mehrere Gründe:
- Hohe Baukosten
- Strenge Finanzierungen
- Schwache Konjunktur
- Geringe Baufertigstellungen
- Fachkräftemangel
- Regulatorische Anforderungen
Was beeinflusst die Immobilienpreise dieses Jahr am stärksten?
In Deutschland beeinflussen diese Faktoren den Immobilienpreis besonders:
- Lage
- Größe
- Zustand
- Baujahr
- Ausstattung
- Zinsen
- Baukosten
- Bevölkerungsentwicklung
- Nachfrage nach Wohnraum
- Staatliche Förderungen
Daneben wirken sich Marktmechanismen wie Angebot und Nachfrage, regionale Wirtschaftskraft sowie staatliche Vorgaben (zum Beispiel Energieeffizienzstandards) auf den Preis aus.
Welche Gründe gibt es für steigende und sinkende Immobilienpreise?
Die Gründe für zunehmende Immobilienpreise sind unter anderem die hohe Nachfrage, begrenzte Verfügbarkeit von Bauland, niedrige Zinsen, wirtschaftliches Wachstum, höhere Baukosten und Bevölkerungswachstum. Auch Investitionen in Immobilien als sichere Geldanlage tragen dazu bei, die Preise in die Höhe zu treiben.
Sinkende Immobilienpreise hingegen können durch Faktoren wie steigende Zinsen, wirtschaftliche Rezession, erhöhte Bauaktivität, Bevölkerungsrückgang oder eine hohe Anzahl von Zwangsversteigerungen verursacht werden. Auch Änderungen in der staatlichen Regulierung und im Steuersystem können Einfluss haben.
Welchen Einfluss hat die Inflation auf Immobilienpreise?
Die Inflation kann die Immobilienpreise beeinflussen, indem sie das allgemeine Preisniveau anhebt. Zudem suchen Investoren bei hoher Inflation oft sichere Anlagen wie Immobilien, was die Nachfrage und damit die Preise steigen lässt.
Wie sind die Hauspreise in Deutschland?
Die Hauspreise in Deutschland bleiben insgesamt hoch, haben sich aber weitgehend stabilisiert. Im Durchschnitt liegen sie bei rund 3.000 Euro pro Quadratmeter, mit deutlich höheren Preisen in Großstädten und günstigeren Angeboten in ländlichen Gegenden. Regionale Unterschiede prägen den Markt unverändert stark.
Wie sind die Wohnungspreise in Deutschland?
Die Wohnungspreise in Deutschland bleiben hoch und regional stark unterschiedlich: In Metropolen wie Berlin, Köln oder Hamburg befinden sich die Quadratmeterpreise über 5.000 beziehungsweise 6.000 Euro, in München sogar über 9.000 Euro. In kleineren Städten kommt es auf die Nachfrage an. Lübeck und Münster sind beispielsweise mit mehr als 4.000 Euro eher teuer.
Wie sind die Grundstückspreise in Deutschland?
Die Grundstückspreise in Deutschland schwanken stark nach Lage. Im Durchschnitt kosten Grundstücke laut Dr. Klein 273,26 Euro pro Quadratmeter. In Großstädten sind die Preise deutlich höher als auf dem Land.
Wo sind die Immobilienpreise am günstigsten?
Die günstigsten Immobilienpreise in Deutschland findet man oft in strukturschwachen Regionen, ländlichen Gebieten und kleineren Städten, besonders in Ostdeutschland. In Gera, Chemnitz und Cottbus sind zum Beispiel vergleichsweise niedrige Preise.
In welchen Regionen Deutschlands sind die Immobilienpreise besonders hoch?
Die Immobilienpreise sind besonders hoch in großen Metropolregionen und wirtschaftlich starken Städten wie München, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart. Auch in beliebten Tourismusregionen wie dem Bodensee und der Nordseeküste ist es oft teuer.
Wo in Deutschland steigen und sinken die Immobilienpreise am meisten?
Am stärksten steigen die Preise in gefragten Metropolen wie beispielsweise München oder Hamburg. Auch Feriengebiete und Immobilien in Küstenlage ziehen preislich weiter an. Sinkende oder stagnierende Preise lassen sich eher in strukturschwachen oder ländlichen Regionen finden – oder bei Altbauten mit hohem Sanierungsbedarf.
Was ist die langfristige Prognose vom Immobilienpreis in Deutschland?
In Zukunft wird erwartet, dass die Immobilienpreise aufgrund von Faktoren wie anhaltender Urbanisierung, begrenztem Bauland und hohen Baukosten weiterhin steigen. Allerdings können wirtschaftliche Schwankungen und politische Entscheidungen temporäre Einflüsse haben.
Gibt es in Deutschland eine Immobilienpreisblase?
Derzeit gibt es in Deutschland keine akuten Anzeichen für eine spekulative Immobilienblase. Allerdings sind viele Immobilien vor allem in Großstädten überbewertet. Leichte Preisrückgänge und striktere Finanzierungsbedingungen haben eine Überhitzung bislang verhindert. Auch ein Ausbruch nach oben bei den Bauzinsen ist durch Zinsentscheidungen der EZB unwahrscheinlich.
Soll ich meine Immobilie jetzt verkaufen?
Da wir deine Immobilie nicht kennen, können wir dir keine konkrete Empfehlung geben. Jetzt könnte aber ein guter Zeitpunkt dafür sein. Der Immobilienmarkt ist stabil und die Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch. Nutze eine professionelle Immobilienbewertung, um den besten Verkaufspreis zu erzielen, und berücksichtige die aktuelle Zinslage, die den Markt beeinflusst. Eine gute Vorbereitung und Unterstützung durch Verkaufsberater können dir helfen, den optimalen Preis rauszuholen.
Zum Weiterlesen: Haus verkaufen oder lieber warten?
Wird ein Immobilien-Crash kommen?
Ein Immobilien-Crash wie 2008 ist aktuell eher unwahrscheinlich. Preisanpassungen könnten kurzfristig erfolgen – abhängig von Region und Nachfrage. Metropolräume bleiben oft stabil, während ländliche Gebiete einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Ganz grundsätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen Immobilien-Crash bei hoher Verschuldung, steigenden Zinsen und sinkender Nachfrage.
Waren Häuser früher wirklich günstiger?
Ja, Immobilien waren früher günstiger. 2006 kostete ein Neubau im bundesweiten Durchschnitt laut EPX-Index rund 202.000 Euro. Über die Jahre kam es zu starken Preissteigerungen, insbesondere in urbanen und wirtschaftlich starken Regionen. So kostet ein neu gebautes Haus heute weit über 500.000 Euro. Dieser Anstieg ist auf die erhöhte Nachfrage, begrenztes Bauland und andere wirtschaftliche Faktoren zurückzuführen.
Kaufimmobilie finden
Stöbere in der großen Auwahl der Wohnglück.de Immobiliensuche und finde noch heute deine Traumimmobilie zum günstigen Preis.
Immobilie bewerten
Ist der Kaufpreis der Immobilie deiner Wahl gerechtfertigt? Finde das kostenlos, online und in nur wenigen Schritten heraus!
Günstig finanzieren
Finde über den kostenlosen und unverbindlichen Vergleich von über 400 Anbietern eine passende und günstige Finanzierung für deine Wunschimmobilie.
Du möchtest weitere wertvolle Tipps wie diesen erhalten?
Bleib immer auf dem neusten Stand und melde dich kostenlos zu unserem Wohnglück.de-Newsletter an! So verpasst du keine aktuellen Infos, hilfreichen Services und nützlichen Tipps rund um Immobilienthemen.
Unsere Beiträge dienen ausschließlich der Information, stellen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar. Sie können und sollen eine persönliche Beratung durch Rechtsanwalt, Steuer- oder Finanzberater, bei der die Besonderheiten des Einzelfalles berücksichtigt werden können, nicht ersetzen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Haftung. Die Beiträge verstehen sich nicht als persönliche Empfehlung, sondern als allgemeine Empfehlung für alle Leser.