Frau beschneidet Pflanzen
© Leonardo Patrizi/Getty Images

Wohnen | Checkliste

Garten im Frühling: So macht ihr Rasen, Beete, Bäume & Sträucher frühlingsfit

Sabine Tropp

Wenn die ersten Sonnenstrahlen kommen, sprießt bei allen Hobbygärtnern die Lust auf Gartenarbeit. Mit unserer Checkliste macht ihr euren Garten fit für den Frühling.

Raus aus dem Haus, rein in den Garten – zumindest für alle unter euch, die das Glück eines eigenen Gartens kennen. Im Frühling ist es Zeit, das heimische Grün für die kommende Gartensaison vorzubereiten. Sozusagen frühlingsfit.

Das sind die wichtigsten Arbeiten, um Rasen, Beete, Bäume und Sträucher frühlingsfit zu machen:

  1. Bodenpflege: Laub entfernen
  2. Rasenpflege: Das Moos muss weg (vertikutieren)
  3. So gibt's prächtig blühende Rosen
  4. Baum- und Heckenschnitt
  5. Beete vorbereiten
  6. Neue Bepflanzung
  7. Terrassenmöbel-Pflege

1. Wie pflege ich den Boden meines Gartens im Frühling?

Zuerst die Reste der schützenden warmen Decke aus Laub auf Beeten, Obstbaumscheiben sowie unter Sträuchern und Stauden entfernen. Sie können auf den Kompost. Die Oberfläche unter den Pflanzen der Erde nur leicht durchharken, im Boden hat das Leben nämlich schon längst begonnen.

Das heißt für Gartenliebhaber: Bitte nicht mit der Schaufel durch unnötiges tiefes Umgraben stören!

Anschließend Unkräuter entfernen und Dünger wie Kompost und Hornspäne ausbringen. Auch auf die Beschaffenheit des Bodens muss geachtet werden. Schwere lehmige Böden brauchen Sand und Rindenhumus, sandige leichte Böden dagegen reichhaltiges Gesteinsmehl und lehmhaltige Erde.

Achtung: Fertigen organischen Volldünger nur nach Packungsangabe verteilen. Zuviel des Guten lässt Pflanzen und Bäume eher schwächeln. Statt gesundem Wachstum wuchern wässrige, dünne Triebe.

Laubbesen recht.
Als erstes muss im Frühjahr altes Laub zusammengerecht werden. © R. Handke / Pixelio

2. Wie pflege ich meinen Rasen im Frühling richtig?

Welcher Gartenbesitzer ist nicht stolz auf einen saftig-grünen Rasen? Damit sich das Ergebnis auch wirklich sehen lassen kann, beginnt die Pflege bereits jetzt. Zuerst die Grünfläche gründlich mit einem Rechen von Moos befreien. Mittel gegen Moos solltet ihr dabei lieber vermeiden. Sie sind wegen möglicher gesundheitsschädlicher Wirkungen sehr umstritten.

Wer sich das mühselige Moosausreißen erleichtern möchte, leiht sich im Gartencenter oder Baumarkt, so diese denn aktuell bei euch geöffnet haben sollten, einen Motor-Vertikutierer für kleines Geld aus. Auch Rasenmäher und andere Gerätschaften könnt ihr euch dort für ein paar Stunden besorgen, ohne sie gleich kaufen zu müssen.

In geschützten Ecken im Garten kann sogar schon neu gesät werden. Dafür den Erdboden von Steinchen und Unkräutern befreien. Je nach pH-Wert die Erde kalken und düngen.

Und wenn ihr gleichzeitig Naturliebhaber seid und unseren fliegenden Freunden, den Bienen, einen Gefallen tun wollt, legen wir euch folgenden Ratgeber ans Herz:

3. Wie pflege ich meine Rosen im Frühling richtig?

Auch wenn die Königin der Blumen etwas kapriziös und anspruchsvoll ist, kommt kein Garten ohne sie aus. Rosen lieben es, umsorgt zu werden. Sobald Tauwetter einsetzt, wird der Winterschutz entfernt. Bei angekündigtem Bodenfrost solltet ihr die Schönheiten über Nacht aber auf jeden Fall wieder einpacken.

Den Boden um die Rosen vorsichtig lockern und Unkräuter entfernen, die Erde um die Wurzeln leicht anhäufeln. Erst jetzt zurückschneiden! Die königlichen Blumen sollten zudem mit ausreichend Dünger und Kompost versorgt werden.

Neue Rosen mit Ballen können bereits ab März gepflanzt werden, wurzelnackte besser erst im Herbst. Übrigens: Bei Rosen solltet ihr unbedingt auf Qualität achten. Das "ADR"-Siegel ist ein guter Hinweis. Es bezeichnet Sorten, die besonders robust und blühfreudig und weniger anfällig für klassische Rosenkrankheiten wie Mehltau sind.

Weitere Tipps zur richtigen Frühjahrs-Pflege eurer Rosen findet ihr zudem in folgendem Video:

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4. Wie bereite ich Obstbäume und Hecken auf den Frühling vor?

Bereits im Verlauf des März, je nach Temperatur, erhalten Obstbäume ihren letzten Schnitt. Dabei solltet ihr unbedingt Altholz und sich überkreuzende, zu nahe stehende Äste entfernen. Falls ihr euch unsicher seid, ist es immer ratsam, einen Fachmann nach seinem Rat zu fragen. Denn ihr wisst: Ein richtiger Obstbaumschnitt ist wahrlich nichts für Anfänger.

Hecken hingegen können sogar bereits im Februar ihren Formschnitt erhalten. Falls ihr einen neuen Sichtschutz pflanzen möchtet, sollte dieser idealerweise im März gepflanzt werden. Am besten verwendet ihr dafür immergrüne Sorten. Die sorgen ganzjährig für eine grüne Wand. Eine Übersicht, welche Pflanzen sich besonders gut eignen, findet ihr in folgendem Artikel:

Bei Kletterpflanzen kommt es beim Schnitt ganz individuell auf die Sorte an. Während nur im Sommer blühende Clematis gestutzt werden, nehmen euch Knöterich, Blauregen und Wilder Wein einen radikalen Rückschnitt kaum übel.

5. Wie bereite ich meine Beete im Frühling richtig vor?

Viele Zwiebelblumen, die im Sommer blühen, können jetzt schon verbuddelt werden. Dazu gehören Montbretien, Gladiolen und Lilien. In frostigen Nächten könnt ihr eine warme Decke aus Vlies oder Tannenzweigen aufs Beet legen. Wenn die Blumen während des Austriebs mit Kompost versorgt werden, blühen sie übrigens später wesentlich üppiger.

Knollenbegonien und Dahlien können im Topf auf dem Fensterbrett im Haus vorgetrieben werden. Unempfindliche Kräuter wie Petersilie, Kümmel, Beifuß, Zitronenmelisse, Liebstöckel, Schnittlauch und Sauerampfer können auch schon in die Erde, ebenso blühende Herbststauden wie Chrysanthemen, Astern, Japananemonen und viele Gräser.

6. Wie wähle ich eine neue Bepflanzung für meinen Garten aus?

Ihr solltet euch nicht dazu verführen lassen, nach Bauchgefühl Pflanzen oder Stauden zu kaufen, sondern lieber vorher gründlich planen. Zum Beispiel mit folgendem Tipp: Auf einem Karopapier die Maße des Gartens aufzeichnen und den Ort, wohin welche Pflanze soll, einzeichnen. Das gilt auch für Balkon oder Terrasse.

Ganz wichtig ist hierbei, Schatten-, Halbschatten- und Sonnenplätze zu bedenken. Sonst wird aus dem Blütentraum nichts, weil die Pflanzen am falschen Platz einfach nicht wachsen wollen. Vorsichtshalber solltet ihr zudem auch noch Vlies oder Jutesäcke für empfindliche Pflanzen und Sämlinge bereithalten, falls nächtlicher Bodenfrost vorhergesagt wird.

Wer lieber seine eigenen Pflanzen ziehen möchte: Perfekt zum Vorziehen im Saatkasten am Fenster eignen sich neben Kräutern wie Basilikum, Kerbel und Koriander Blumen wie Löwenmäulchen, Begonie, Schmuckkörbchen, Männertreu und Eisenkraut.

7. Denkt daran, eure Terrasse frühlingsfit zu machen

Und zu guter Letzt: Damit an den ersten warmen Tagen auch endlich wieder Würstchen und Steaks im Freien genossen werden können, solltet ihr rechtzeitig Gartenmöbel samt Grill aus dem Schuppen holen und säubern. Verwitterten Holzmöbeln könnt ihr je nach Bedarf gerne einen neuen Anstrich verpassen. So steht alles sofort parat, wenn das Wetter Lust auf draußen macht.

Terrasse mit Möbeln
Gartenmöbel sollten im Frühjahr gereinigt werden. © Halm

Mit einem Dampfdruckstrahler lassen sich leicht Schmutz, Moos und Algen in Fugen auf Steinwegen und der Terrasse entfernen. Auch Gartenstühle und Tische sind damit ruckzuck frisch gereinigt einsatzbereit.

Viele weitere Tipps, Ratgeber und Inspirationen zur Nutzung eurer Terrasse findet ihr auf unserer großen Übersichtsseite. Wir wünschen euch einen schönen Start in den Frühling!

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