Topfpflanzen und Gießkannen
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Wohnen | Checkliste

Garten im Frühling: So macht ihr Rasen, Beete, Bäume, Sträucher frühlingsfit

Sabine Tropp

Level: Für Alle

Wenn die ersten Sonnenstrahlen kommen, spießt bei allen Hobbygärtnern die Lust auf Gartenarbeit. Mit unserer Checkliste macht ihr euren Garten fit für den Frühling.

Raus aus dem Haus, rein in den Garten. Im Frühling ist es Zeit, den Garten für die kommende Gartensaison vorzubereiten. Sozusagen frühlingsfit.

Das sind die wichtigsten Arbeiten, um Rasen, Beete, Bäume und Sträucher frühlingsfit zu machen:

  1. Bodenpflege: Laub entfernen
  2. Rasenpflege: Das Moos muss weg (vertikutieren)
  3. So gibt's prächtig blühende Rosen
  4. Baum- und Heckenschnitt
  5. Beete vorbereiten
  6. Möbelpflege
  7. Neue Bepflanzung

1. Bodenpflege im Frühling

Zuerst die Reste der schützenden warmen Decke aus Laub auf Beeten, Obstbaumscheiben sowie unter Sträuchern und Stauden entfernen. Sie können auf den Kompost. Die Oberfläche unter den Pflanzen der Erde nur leicht durchharken, im Boden hat das Leben nämlich schon längst begonnen.

Das heißt für Gartenliebhaber: Bitte nicht mit der Schaufel durch unnötiges tiefes Umgraben stören!

Anschließend Unkräuter entfernen und Dünger wie Kompost und Hornspäne ausbringen. Auch auf die Beschaffenheit des Bodens muss geachtet werden. Schwere lehmige Böden brauchen Sand und Rindenhumus, sandige leichte Böden dagegen reichhaltiges Gesteinsmehl und lehmhaltige Erde.

Achtung: Fertigen organischen Volldünger nur nach Packungsangabe verteilen. Zuviel des Guten lässt Pflanzen und Bäume eher schwächeln. Statt gesundem Wachstum wuchern wässrige, dünne Triebe.

Laubbesen recht.
Als erstes muss im Frühjahr altes Laub zusammengerecht werden. © R. Handke / Pixelio

2. Rasenpflege im Frühjahr

Welcher Gartenbesitzer ist nicht stolz auf einen saftig-grünen Rasen? Damit sich das Ergebnis auch wirklich sehen lassen kann, beginnt die Pflege bereits jetzt. Zuerst die Grünfläche gründlich mit einem Rechen von Moos befreien. Mittel gegen Moos lieber vermeiden. Sie sind wegen möglicher gesundheitsschädlicher Wirkung umstritten.

Wer sich das mühselige Moosausreißen erleichtern möchte, leiht sich im Gartencenter oder Baumarkt einen Motor-Vertikutierer für kleines Geld aus. Auch Rasenmäher und andere Gerätschaften könnt ihr euch dort für ein paar Stunden besorgen, ohne sie gleich kaufen zu müssen.

In geschützten Ecken im Garten kann sogar schon neu gesät werden. Dafür den Erdboden von Steinchen und Unkräutern befreien. Je nach pH-Wert die Erde kalken und düngen.

Rasen düngen
Der Rasen braucht im Frühjahr Dünger. © Grünes Presseportal

3. Pflege für die Rosen

Auch wenn die Königin der Blumen etwas kapriziös und anspruchsvoll ist, kommt kein Garten ohne sie aus. Rosen lieben es, umsorgt zu werden. Sobald Tauwetter einsetzt, wird der Winterschutz entfernt. Bei angekündigtem Bodenfrost die Schönheiten über Nacht aber wieder einpacken!

Den Boden um die Rosen vorsichtig lockern und Unkräuter entfernen, die Erde um die Wurzeln leicht anhäufeln. Erst jetzt zurückschneiden! Die königlichen Schönheiten mit ausreichend Dünger und Kompost versorgen.

Neue Rosen mit Ballen können ebenfalls im März gepflanzt werden, wurzelnackte besser erst im Herbst. Übrigens: Bei Rosen auf Qualität achten. Das „ADR“-Siegel ist ein guter Hinweis. Es bezeichnet Sorten, die besonders robust und blühfreudig und weniger anfällig für klassische Rosenkrankheiten wie Mehltau sind.

4. Obstbäume und Hecken

Spätestens Anfang März erhalten Obstbäume ihren letzten Schnitt. Dabei Altholz und überkreuzende, zu nahe stehende Äste entfernen. Ansonsten lieber den Fachmann fragen. Obstbaumschnitt ist nichts für Anfänger.

Hecken können bereits im Februar ihren Formschnitt erhalten. Neuen Sichtschutz noch bis Mitte März pflanzen. Am besten immergrüne Sorten. Die sorgen ganzjährig für eine grüne Wand.

Heckenschere
Hecken kann man bereits im Februar schneiden. © Grünes Presseportal

Bei Kletterpflanzen kommt es beim Schnitt auf die Sorte an. Während nur im Sommer blühende Clematis gestutzt werden, nehmen Knöterich, Blauregenund Wilder Wein einen radikalen Rückschnitt kaum übel.

5. Beete vorbereiten

Viele Zwiebelblumen, die im Sommer blühen, können jetzt schon verbuddelt werden. Dazu gehören Montbretien, Gladiolen und Lilien. In frostigen Nächten eine warme Decke aus Vlies oder Tannenzweigen aufs Beet legen. Wenn die Blumen während des Austriebs mit Kompost versorgt werden, blühen sie übrigens später wesentlich üppiger.

Knollenbegonien und Dahlien können im Topf auf dem Fensterbrett im Haus vorgetrieben werden. Unempfindliche Kräuter wie Petersilie, Kümmel, Beifuß, Zitronenmelisse, Liebstöckel, Schnittlauch und Sauerampfer können auch schon in die Erde, ebenso blühende Herbststauden wie Chrysanthemen, Astern, Japananemonen und viele Gräser.

6. Outdoor-Spaß

Damit an den ersten warmen Tagen endlich wieder Würstchen und Steaks im Freien genossen werden können, rechtzeitig Gartenmöbel samt Grill aus dem Schuppen holen und säubern. Verwitterten Holzmöbeln einem neuen Anstrich verpassen. So steht alles sofort parat, wenn das Wetter Lust auf draußen macht.

Mit einem Dampfdruckstrahler lassen sich leicht Schmutz, Moos und Algen in Fugen auf Steinwegen und der Terrasse entfernen. Auch Gartenstühle und Tische sind damit ruckzuck frisch gereinigt einsatzbereit.

Terrasse mit Möbeln
Gartenmöbel sollten im Frühjahr gereinigt werden. © Halm

7. Neue Bepflanzung

Nicht dazu verführen lassen, nach Bauchgefühl Pflanzen oder Stauden zu kaufen. Lieber vorher planen. Auf einem Karopapier die Maße des Gartens aufzeichnen und den Ort, wohin welche Pflanze soll, einzeichnen. Das gilt auch für Balkon oder Terrasse. Ganz wichtig: Schatten-, Halbschatten- und Sonnenplätze eintragen! Sonst wird aus dem Blütentraum nichts, weil die Pflanzen am falschen Platz einfach nicht wachsen wollen. Vorsichtshalber auch noch Vlies oder Jutesäcke für empfindliche Pflanzen und Sämlinge bereithalten, falls nächtlicher Bodenfrost vorhergesagt wird.

Wer lieber seine eigenen Pflanzen ziehen möchte: Perfekt zum Vorziehen im Saatkasten am Fenster eignen sich neben Kräutern wie Basilikum, Kerbel und Koriander Blumen wie Löwenmäulchen, Begonie, Schmuckkörbchen, Männertreu und Eisenkraut.

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