In einem Garten wird Herbstlaub geharkt.
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Wohnen | Ratgeber

Laub entfernen: Gartenpflege im Herbst leicht gemacht

Michael Penquitt

Was tun mit dem Herbstlaub? Wo können die Blätter ruhig liegen bleiben, wann solltet ihr das Laub entfernen und wie geht's am einfachsten? Wir verraten es euch.

Im Herbst hüllen sich Wälder, Parks, Straßenzüge und nicht zuletzt unsere Gärten in Rot, Gold und Braun, ehe die vertrockneten Blätter der Bäume zu Boden fallen. Die Natur fällt allmählich in den Winterschlaf. Doch ehe die wirklich kalten Tage anbrechen, erfordert der Garten im Herbst noch einiger Pflege. So kommt er gesund durch die dunkle Jahreszeit und blüht im Frühling wieder richtig auf.

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Zu euren zentralen Aufgaben gehört neben dem Rückschnitt und einem Kälteschutz das Aufräumen des Gartens. Laub und Äste bedecken den Rasen, die Beete und die Gehwege. Das Laub zu entfernen gehört zu den lästigeren Aufgaben. Aber wozu machen wir das überhaupt und geht es auch einfach?

Laub entfernen oder liegen lassen?

In der Tat könnt ihr das Laub an einigen Stellen liegen lassen. Dort nämlich, wo es niemandem im Weg liegt. Damit kommen wir zunächst zu den rechtlichen Vorschriften und euren Pflichten: Genau wie bei Schnee gilt auf öffentlichen Gehwegen auch bei herumliegenden Laub eine Räumpflicht, da Passanten ausrutschen und sich verletzen könnten.

Grundsätzlich ist der Hausbesitzer für die Beseitigung des Laubs auf dem Gehweg vor seinem Grundstück verantwortlich. Dieser kann die Pflicht aber an seine Mieterinnen und Mieter weiterreichen. Dann müsst ihr das Laub vom Gehweg entfernen, unabhängig davon, ob der Baum, der sein Blätterkleid abwirft, auf eurem oder etwa auf des Nachbars Grundstück steht. In welchen Fällen der Baum vom benachbarten Grundstück eine unzumutbare Beeinträchtigung darstellt und ob euch unter Umständen eine Laubrente zusteht, erfahrt ihr hier:

Auch wenn das Laub hinterm Haus in eurem Garten liegt, empfiehlt es sich häufig, es zu entfernen. Liegengebliebene Blätter auf dem Rasen hinterlassen gelbe Stellen, weil das Gras ohne Sonnenlicht kein Blattgrün bilden kann.

Laubhaufen unter Bäumen und Sträuchern dagegen dienen kleinen Tieren wie beispielsweise Igeln Schutz vor Wind und Wetter. Sollte das Laub dort nicht gerade stören, seid ihr besser beraten, es liegen zu lassen. Auch auf dem Staudenbeet darf etwas Laub liegen, vorausgesetzt die Blätterschicht ist nicht zu dick und lässt noch genügend Luft an den Boden. In kalten Nächten sind die Blätter dann auch ein idealer Frostschutz. Außerdem verrotten sie langsam und geben Nährstoffe an die Erde ab.

So entfernt ihr das Laub schnell und einfach

Größere Rasenflächen lassen sich ohne viel Mühe vom Laub befreien: Zweckentfremdet dafür den Rasenmäher. Das geht deutlich schneller, als den Garten mühsam mit einem Rechen zu durchkämmen. Der Rasenmäher saugt die Blätter nicht nur ein, sondern zerkleinert sie auch gleich, sodass sie anschließend direkt auf den Kompost wandern können. Dabei müsst ihr jedoch äußerst vorsichtig vorgehen: Auch unter kleinen Laubhaufen und im hohen Gras können sich Tiere verstecken. Diese können vom Rasenmäher schwer verletzt werden.

Das ist auch der Grund, wieso ihr davon absehen solltet, Laubbläser und Laubsauger zu verwenden. Die Tiere können durch die Luft gewirbelt werden, im Falle des Laubsaugers können sie auch zwischen die Schneidemesser geraten. Beim Rasenmäher besteht diese Gefahr zwar auch, ihr seid hier aber näher am Geschehen und bemerkt die Gefahr früher.

Selbst auf der Terrasse könnt ihr den Rasenmäher zum Beseitigen des Laubs verwenden, aber nur wenn die Fläche absolut eben ist. Ansonsten drohen fiese Kratzer auf dem Bodenbelag und auch die Messer des Rasenmähers können Schaden nehmen. Doch in der Regel ist ein Gummirechen das Mittel der Wahl. Im Gegensatz zu einem Rechen aus Eisen, den ihr an gezielten Stellen im Garten verwendet, lässt die Gummivariante den Terrassenboden unzerkratzt.

Zu guter Letzt solltet ihr auch die Dachrinne reinigen. Diese Aufgabe solltet ihr regelmäßig übernehmen. Vor allem im Herbst sammelt sich darin viel Laub, sodass die Rinne zu verstopfen droht.

Wenn ihr die Blätter zusammengekehrt habt, gibt es eine bessere Möglichkeit, als sie im Biomüll verschwinden zu lassen. Macht Kompost draus! Wie das geht, verraten wir euch hier:

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